Kapitel 3: Eine Wanderung im Dunkel
„Ich kann immer noch nicht glauben, dass ihr mich dazu überredet habt", murrte Leila eine halbe Stunde später. Tatsächlich war es Ray, Jean und den anderen gelungen Leila davon zu überzeugen einen Eingang zu den „Verborgenen Pfaden" zu suchen. Dazu gingen sie jetzt weiter abwärts und passierten gerade den Abzweig zum Wasserfall. Hier untersuchte die jüngste das erste mal die Umgebung.
Nach Aussagen der Karpatianer sollte sich am Wasserfall nur ein Ausgang befinden, was bedeutete, dass es in der Nähe einen Eingang geben musste, vermutlich weiter Abwärts.
Es dauerte letztlich fast eine halbe Stunde bis Leila den Hinweis gefunden hatte. Entschlüsselt wurden die Zeichen dann teilweise von dem helläugigen, der sich als Jurij Ivanow vorgestellt hatte.
Mittlerweile waren sie um zwei weitere Personen angewachsen eine hatte den Rucksack von der Lichtung mitgebracht und auf die zweite hatten sie schon auf dem Weg zum Wasserfall aufgesammelt. Leila und Rahel hatte man die Rucksäcke abgenommen und Jeans Verbände verbessert. So stand dann, um zwei Uhr morgens, ein eigenartiger Haufen, bestehend aus drei Menschen, sieben Karpatianern und drei Rucksäcken, mitten in der Rohače und suchte in einer alten Lawinenschneise nach dem Eingang, als Yuki – der kleine Struwwelpeter, wie ihn Leila getauft hatte – plötzlich aufstöhnte.
„Och nö", kam es von diesem, während er sich einfach zu Boden sinken ließ. „Das darf nicht wahr sein."
„Was", wollte Leila wissen und stapfte zu dem jungen Karpatianer.
„Da…", setzte der junge Mann an, wurde jedoch von dem freudigen Aufschrei der Agentin unterbrochen. Diese jubelte, wuschelte dem sitzenden durch die Haare und wandte sich dann dem Steinhaufen zu, der Yuki soeben hatte verzweifeln lassen.
„Aber…", setzte der andere abermals an.
„Ließ es im ganzen, wenn du kannst", meinte sie frech.
Inzwischen hatten sie die Aufmerksamkeit aller auf sich.
„Aber der Eingang ist doch…" Wieder wurde er unterbrochen.
„…einer Lawine zum Opfer gefallen? Nein, sicher nicht, die Steine lagen schon immer dort. Schau!" Sie zog ihr Jagmesser und entfernte mit ein paar schnellen Schnitten ein weiteres Stück Moos und etwas Gras, das die restlichen Zeichen verdeckte von denen der Schwarzhaarige ein paar entdeckt hatte.
Jurij, der inzwischen näher getreten war besah sich den Text.
„Was steht da nun", wollte der jüngere noch immer auf dem Boden sitzende wissen.
„Ich weiß es nicht, die Zeichen sind mir unbekannt biss auf die für ‚öffne'", gestand der älteres missmutig.
„Es wäre erschreckend wenn sie es lesen könnten", meldete sich Leila zu Wort.
„Warum."
„Weil das hieße, dass sie in ein Haus eingebrochen wären. Hier muss das Haus eines Wächters gestanden haben, so wie es bei meinem Großvater der Fall ist. Nur die Wächter kennen die Hydraulik die den Eingang öffnet."
„Und wie sollen wir dann da rein kommen", jammerte Yuki.
„Indem wir die Hydraulik betätigen", kam die selbstverständliche Antwort von Leila.
„Sagten sie nicht eben, dass nur Wächter die Hydraulik kennen", gab Jurij zu bedenken.
„Füße waschen", murmelte die jüngste nur leise und verschwand zwischen den Steinen. Kurz darauf war ein rumpeln zu hören und einer der Steine rutschte zur Seite. „Nicht schlecht, dafür dass diese Mechanik älter sein dürfte als sie, oder", kommentierte sie frech.
Als antwort bekam sie jedoch nur eine hoch gezogene Augenbraue von Hiwatari, der sich bis jetzt noch immer nicht mit Vornamen vorgestellt hatte, und dem angesprochenen. Die jüngeren, einschließlich Ray, grinsten dagegen leicht.
„Was, dieser Eingang ist mindestens eintausendfünfhundert Jahre alt."
Jurij runzelte die Stirn.
Leila wandte sich ab und Rahel und Jean zu.
„Feuerzeug und Lampen, sonst sind wir da unten aufgeschmissen. Ersticken können wir nicht; es gibt zu viele Lüftungsschächte, aber wenn man durchrechnet wie lange wir da unten sind, dann immer nur eine Lampe einschalten."
„Wie lange werden wir da unten bleiben?"
„Rahel, das hier ist der Eingang, der eigentlich von einem Wächter bewacht werden sollte. Das heißt, dass wir von hier aus schnell auf die Hauptrouten kommen müssten. Einmal auf diesen schafft man es an einem Tag ohne Probleme bis Podbanské bis zu meinem Großvater wären es circa zweieinhalb Tage, schätze ich." Derweil suchten sie die Lampen aus den Rucksäcken und nach kurzem Zögern reichte Leila auch noch die Pullis weiter.
„Wird es so kalt", wollte ihre Freundin skeptisch wissen.
„Es wäre anzunehmen, immerhin wissen wir nicht wie tief es geht und du weißt auch, dass es hier Eishöhlen geben soll", mischte sich der gebürtige Franzose ein.
Damit war das Gespräch beendet und sie begannen den Abstieg. Da Leila sich neben Jurij noch am ehesten zu Recht zu finden vermochte, hatte man ihr mit einer der Lampen die Führung überlassen. Wobei, es zunächst nicht viel zu tun gab. Der Zugang war offensichtlich nur für Menschen gedacht, da es zunächst in einem relativ schmalen Gang, mit einigen ziemlich ausgetretenen und ausgewaschenen Stufen abwärts ging.
„Das Knirschen, das ihr gleich hört ist die umgekehrte Hydraulik, dann verschließt sich der Eingang wieder." Erläuterte sie, als sie über einer Stufe ohne ersichtlichen Grund stehen blieb, dann sprang sie mit Schwung auf diese und kurz darauf setzte ein lautes Rumpeln ein, so als wollte der Gang zusammenstürzen.
„Das war länger, als beim öffnen, oder irre ich mich", fragte Yuki, als man sich wieder normal unterhalten konnte und erntete ein zustimmendes murmeln von allen.
„Vermutlich wurden hier noch ein paar andere Sachen in Bewegung gesetzt", erwiderte die jüngste nur schulterzuckend. Und sie behielt Recht. Als die Gruppe scheinbar das Ende des Ganges erreicht hatten kamen sie in einer Grotte an, die scheinbar keinen Boden zu besitzen schien.
„Es muss hier noch ein weites Zeichen geben", murmelte Jurij.
„Eher nicht", widersprach Leila.
„Was lässt dich das Glauben?"
„Jean, hast du deine Streichhölzer bei?"
„Moment", ein kurzes Rascheln von Kleidung folgte. „Du hast Glück, hier. Was willst du damit?"
Doch er erhielt keine Antwort auf seine Frage. Satt dessen sah er wie ihr Krümel zwei Streichhölzer heraus nahm und eines davon anzündete, dass sie in die Tiefe fallen ließ.
„Währe ja auch zu einfach gewesen", schimpfte sie. Allerdings wussten sie jetzt wie tief es nach unten ging und dass ein Absturz unbedingt tödlich sein musste – als wenn ihnen das vorher nicht schon klar gewesen war.
Etwas missmutig begann sie nun die unebenen Wände abzutasten und, siehe da, einer der größeren Gnubbel fungierte als eine Art Türklinke. Man kam in einen kleinen Raum, aus dem es keinen weiteren Ausweg gab. Dafür war dieser in jedem Sinne unnatürlich. In den Stein waren Möbel, wie Tisch, Schrank und Bett gehauen worden Aus einer steinernen Schublade entnahm sie ein Buch in dem sie zu blättern begann und bald darauf fündig wurde. Der groß gewachsene Jurij las über ihre Schulter mit. Gemeinsam machten sie sich dann an dem Schrank zu schaffen, bis der ältere etwas berührte, das dessen Türen aufspringen ließ.
Drinnen kamen entgegen aller Erwartungen keine Fächer zum Vorschein, sondern eine Reihe von hebeln. Sie begannen sie nacheinander zu ziehen und ein erneutes Rumpeln war zu hören. Ein kleines Fenster über dem Schreibtisch öffnete sich und von der gegenüberliegenden Seite der Grotte schob sich ein Steg hinüber. Schnell griffen die beiden die Unterlagen, aus dem Kästchen und Leila schnappte sich auch noch das Buch auf dem Tisch, sowie ein die Pergamentrollen, die noch in der Schublade gelegen hatten.
„Schnell, der Übergang bleibt nicht lange bestehen", erklärte Jurij, während er Jean und Rahel mittelalterliche Windlichter in die Hände drückte und die darin befindlichen Kerzen entzündete.
Leila, hatte ihre Sachen derweil in einer alten Ledertasche verstaut, die sie sich umhängte. Sie entzündete ein weiteres Licht an den von Jean und reihte sich in die Reihe der Überquerenden ein. Sie schafften es alle hinüber zu gelangen und auch danach blieb der Steg noch wo er war.
Schulterzuckend gingen sie die letzten Schritt, die sie von der nächsten Wand, die ihren Weg versperrte, trennten. Wieder tatstete die jüngste alle Erhebungen ab, bis sie die fand, die die Wand zur Seite gleiten ließ.
„Wie funktionieren diese ganzen Mechanismen", fragte Yuki, der direkt hinter ihr stand, über das Rumpeln hinweg, dass auch von dem sich zurück bewegenden Steg her rührte.
„Die Meisten der Hydrauliken werden vermutlich mit Gebirgswasser oder dem Schmelzwasser aus Eishöhlen versorgt. Aber um das zu verstehen fehlt mir das mechanische Fachwissen." Damit trat sie durch die Öffnung und wandte sich zu Rahel und Jean um. „Tja, dann willkommen auf der Straße von Zuberec nach Podbanské"
„Woher willst du wissen, dass es diese Straße ist", fragte letztgenannter während er sich staunend in dem großen Tunnel umsah.
„Stand an der Tür, in dem Buch und außerdem habe ich die hier mitgegenlassen." Sie zog mit einem verschmitzten Grinsen eine der Pergamentrollen aus ihrer neu gewonnenen Umhängetasche.
„Karten, natürlich", brummelte Jurij leise, wohl verärgert darüber, dass er nicht von selbst drauf gekommen war. Die jüngste im Bunde grinste jedoch nur und nickte zustimmend.
„Da wie gesagt einige der Hydrauliken mit Quellwasser gespeist werden, damit sie funktionieren, gab es manchmal Wartezeiten oder sagen wir so, die Pfade wurden so erweitert, dass man in den Gängen hätte warten können. Einen solchen Aufenthaltsraum suchen wir jetzt. Ich bin nämlich ehrlich gesagt zu müde um noch weiter zu gehen."
„Und ich hatte schon befürchtet du würdest heute noch bis Podbanské laufen wollen", seufzte Rahel erleichtert, die schon eine ganze weile immer nur auf einem Bein stehen blieb.
„Es ist halb drei Uhr morgens", empörte sich die jüngere prompt.
„Streitet euch später, ich für meinen Teil bin auch müde", unterbrach sie Jean.
In kürzester Zeit hatten sie einen Raum gefunden und sich in diesem eingerichtet. Leila fand eine geeignete Stelle zum Kochen, Brennmaterial befand sich hier unten. Dort setzte sie ihren Topf auf in den sie etwas von dem Trinkwasser füllte und mit Hilfe ihres eigenem kleinen Kräutervorrats einen Aufguss zauberte, der leicht schmerzlindernd wirkte – ein weiterer Moment in dem sie Pandoramix dafür dankbar war, dass er sie als Kind mit allen Möglichen Pflanzen und ihren Wirkstoffen auf Lebewesen genervt hatte.
Den fertigen Sud gab sie in zwei Becher und diese ihren Freunden. Zu denen sie sich auch setzte. Sie wollte den Fragen entgehen, die den Karpatianern sicher auf der Zunge brannten. Und wie nicht anders zu erwarten, setzten sie auch kaum, dass sie es sich gemütlich gemacht hatte ein.
Jean, dem das natürlich nicht entgangen war, wurde es zu bunt.
„Fragen sie schon."
„Woher können sie so viele Sprachen", fing Hiwatari, der in der letzten Zeit auffallend still gewesen war an.
„Als Dolmetscher wäre man ziemlich aufgeschmissen, wenn man es nicht könnte", Jean führte momentan das Gespräch um es in Englisch zu halten.
„Woher kommen sie", überging der silberhaarige den absichtlich frech gehaltenen Tonfall.
„Das wissen sie schon."
„Sie kommen nicht aus Japan."
„Dann würden wir wohl kaum einen japanischen Ausweis und Reisepass besitzen."
„Sie sehen weder aus wie ein Asiat, noch haben sie einen Aktzent", mischte sich Ray ein.
„Ja, das stimmt wohl, aber das dürfte wohl eher irrelevant sein."
„Nein."
„Warum wollen sie es unbedingt wissen?"
„Weil sie über Wissen und Fähigkeiten verfügen, von denen sie eigentlich nie etwas gehört haben sollten", wieder war es Ray der antwortete und dafür einen bösen Blick von Hiwatari erntete.
„Eigentlich wusste nur ich, wer sie sind", mischte sich erstmalig Leila ein. „Da ich hier aufgewachsen bin kenne ich die alten Gesichten und Sagen relativ gut."
„Du sagst es, Geschichten und Sagen", konterte Ray.
„In jeder Sage steckt ein Körnchen Wahrheit. Sicher, das mit den Kruzifixen und Weihwasser dürfte erfunden sein. Aber ich wage durchaus zu behaupten, dass Knoblauch für sie recht unangenehm riechen könnte."
„Hm, aber nicht schlimmer als andere Dinge auch."
„Ray", fuhr Hiwatari ihm dazwischen.
„Lassen sie gut sein, Hiwatari. Da er nur etwas mehr als doppelt so alt sein dürfte wie ich…", Leila wurde abrupt Jurij unterbrochen.
„Woher wollen sie…"
„Mentale Ebene", antwortete ihm Jean. „Oder wie auch immer sie es nennen."
„Richtig", lächelte Ray. „Du bist gut, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so eine Parade erhalten."
„Jederzeit wieder."
„Darf man fragen, wer dein Großvater ist?"
Leila kaute auf ihrer Unterlippe. Sollte sie darauf antworten, dann würden sich zumindest eine ganze Menge von Fragen erübrigen. Andererseits wusste sie nicht, ob es Ramix recht war.
„Er ist ein Wächter, oder", mischte sich Yuki ein.
„Ja…", antwortete sie zögernd.
„Warum ist es dann so schlimm seinen Namen zu sagen."
„Ich… Pandoramix."
Eine Weile herrschte erstauntes schweigen. Keiner hatte mit dieser Antwort gerechnet.
„Der Pandoramix", fragte Jurij.
„Wer ist das", wollten die anderen einheitlich wissen.
„Einer der ältesten noch lebenden Druiden. Wie alt ist er jetzt?"
„Er wird diese Woche 1512. Kennt ihr ihn, er hat nie etwas gesagt."
„Nur vom Hören und Sagen. Er hat sich nie großartig mit anderen Völkern eingelassen. Aber für seine Enkelin sind sie erstaunlich jung."
„Bin ich ja auch nicht. Zero hat mich bei ihm abgeliefert als ich noch ein Baby war."
„Ein Vampir", kam es skeptisch von Hiwatari.
„Nein, damals war er wohl noch ein Karpartianer. Er hat mich Pandoramix nur in die Arme gedrückt und gesagt, dass sein Gefährte vor zwei Tagen gestorben sei, Pandoramix mich in so vielen Sprachen wie nur möglich, alten Sagen und in Kampftechniken unterweisen solle. Er würde in etwa neunzehn Jahren wiederkommen und alle bis dahin noch offenen Fragen beantworten. Tja, das ist jetzt."
„Das ergibt keinen Sinn", brummelten Jean und Rahel einstimmig.
„Ich wusste gar nicht, dass Zero seinen Gefährten gefunden hatte", meinten dagegen Jurij und Hiwatari und nickten zustimmend.
„Doch, es ergibt sogar sehr viel Sinn", widersprach Yuki. „Sein Gefährte war ein Mensch, nicht und er starb bei einem Brand."
„Wie kommst du darauf", stoppte der helläugige alle weiteren Theorien.
„Weil ihr mir gesagt habt, dass ihr Zero das letzte Mal am Tag vor dem Brand in der nähe unseres Hauses gesehen hattet und das nächste was ihr von ihm hörtet war, dass er unter die gefallenen gegangen sei."
„Außerdem stimmt es", mischte sich Leila ein. „Sein Gefährte war tatsächlich ein Mensch. Ein junger Mann, neunzehn Jahre alt und arbeitete bei der Feuerwehr. Er starb, als sie den Brand in ein Haus löschten, dass mutwillig angezündet worden war. Man versuchte nach überlebenden in dem noch brennenden Haus dabei wurde ihm der Rückweg abgeschnitten und er verbrannte."
„Er hat dich also noch hierher gebracht bevor er ganz der Dunkelheit in sich nachgab?"
„Nein, er hat mich hier her gebracht bevor er der Dunkelheit in sich soweit nachgab, dass er für die nächsten zwei Jahrzehnte irgendwie überleben würde."
„So ist es", meldete sich eine Stimme von der Tür.
„Zero", lächelte ihm die junge Frau freudig überrascht entgegen.
„Warum hat du uns damals nichts gesagt", fragten die beiden ältesten die Begrüßungsfloskeln einfach übergehen. Doch falls sie sich eine Antwort erhofft hatten, wurden sie enttäuscht, denn sie wurden geflissentlich übergangen.
„Ich glaube mich erinnern zu können, dir gesagt zu haben, dass das hier nicht der richtige Ort für dich ist, Leila", ermahnte Zero leicht tadelnd.
„Hmpf, wenn du bloß wieder schimpfen willst, dann nimm dir die anderen vor, ich wurde vollkommen überstimmt", maulte diese bloß. Doch der Vampir ging gar nicht weiter darauf ein, er lachte bloß warm und winkte ab.
„Du solltest es deiner Kollegin gleich tun und schlafen."
„Wie denn, wenn man gelöchert wird, wie ein Schweizer Käse."
„Schlaf", verlangte er nun nachdrücklicher. „Du bist ohnehin viel zu müde um noch mit mir zu diskutieren und sie sollten es ihr gleich tun Abbé."
Jean nickte wortlos und Leila streckte ihm die Zunge raus, dann legten sich beide hin und waren in kürzester Zeit eingeschlafen.
„Warum bist du jetzt hier", fragte Hiwatari als man nur noch die ruhigen Atemgeräusche der drei schlafenden vernehmen konnte.
„Oh, sieh mich nicht so vorwurfsvoll an, ich habe nie jemanden umgebracht", wies Zero den nur unwesentlich älteren zurecht. „Weißt du das wirklich nicht", fuhr er allerdings wesentlich ruhiger fort.
„Nein."
„Sieh sie dir genau an und berücksichtige dabei, dass die Haare gefärbt wurden. Normalerweise sind sie eher silber-weiß."
