„Ich helfe dir." Azari stellte sich gegenüber von Raymond hin. Er saß auf ihrem Bett und wirkte vollkommen erledigt. Er konnte seine Arme kaum heben, allerdings wollte er sich für den Tag fertigmachen. Azari war dagegen. Sie wollte das Raymond sich hier ausruhte. Was wäre so schlimm daran? Niemand wüsste das er hier war. Er war also in Sicherheit. Sie griff nach seinem Unterhemd und zog es ihm vorsichtig und mit seiner Hilfe aus. Er hatte furchtbare schmerzen. Azari musterte Raymond von der Seite und schüttelte ihren Kopf. „Was muss ich tun um dich davon zu überzeugen, dass du hier im Bett bleiben solltest? Du brauchst mindestens für eine Woche komplett Ruhe. Dein Körper muss Heilen."
„Aber meine Geschäfte tuen es nicht Kleines." Raymond hörte sie seufzend und beobachtete wie sie frisches Verbandszeug holte und anfing seinen Oberkörper zu verarzten. Die schmerzsalbe bewirkte wirklich wunder. „Ich habe einen wichtigen Fall für das FBI. Es geht um Menschenhandel im großen Stil." Raymond sah auf den Schrank vor sich, während Azari einfach weitermachte. „Hunderte Kinder und Frauen. Das sind die größten Opfer in dieser Sache. Ich habe selbst auch mal Menschenhandel betrieben aber dann kam eine Frau zu mir und sprach einfach. Ich meine. Ist es nicht verrückt wie viel Worte ausrichten können? Ich habe Millionen. Geld ohne Ende. Aber sie hatte nichts außer Erfahrung und diese Rede. Sie überzeugte mich aufzuhören und ich sah welche Schlimmen Fehler ich gemacht habe. Sie wurde einige Jahre darauf getötet. Niemand mag es wenn Probleme angesprochen werden. Darum mache ich auf meine Weise für sie weiter und lege diesen Widerlingen das Handwerk."
Azari hatte innegehalten als er das gesagt hatte. „Du bist selbst ein Mörder und Verbrecher", warf sie leise ein. „Und trotzdem legst du anderen Verbrechern und Mördern das Handwerk."
„Es gibt eben immer Personen die schlechter sind als ich."
„Und du erlaubst es dir darüber zu urteilen? Wessen Vater, Mutter, Tochter Sohn. Bruder oder Schwester hast du schon getötet?" fragte sie und machte mit ihrer Arbeit weiter. „Aber, wer bin ich die darüber Urteilen will?" fragte sie lächelnd. „Du hast mich von meinem Goldenen Käfig befreit. Und mir ein Leben geschenkt. Ich weiß das du es nicht ohne Grund getan hast", sagte sie. „Genauso wenig… Wie mein Bruder mich nicht ohne Grund dir gegeben hat. Ray…" Azari klebte den Verband ab und sah Raymond wieder an. Er musterte sie mit seinem entsprechend prüfenden Blick. „Mein Bruder will Informationen über dich sammeln. Er will Namen. Orte. Alles Mögliche wissen. Abdul ist eine schreckliche Person. Eine Person mit zu viel Einfluss und Macht auf andere. Du hast genauso viel Macht, wenn nicht sogar wesentlich mehr als er. Und trotzdem hast du Ehre. Du zwingst dich mir nicht auf, obwohl du es von Anfang an hättest können. Du legst anderen schlimmen Menschen das Handwerk und rettest unschuldige. Natürlich kann man auch sehen, dass du nur deine Feinde Los wirst und dich besser positionieren kannst. Vermutlich ist das aber nur ein unheimlich guter Nebeneffekt für dich. Weil in erster Linie, kümmerst du dich wirklich um das Einhalten deiner Prinzipien." Azari spürte wie er nach ihrer Hand griff und diese drückte. Er sagte nichts, sondern musterte sie einfach weiterhin. „Abdul hat meine kleine Schwester an einen Mann verkauft der älter ist als du Ray. Ich habe sie seit vier Jahren nicht mehr gesehen. Sie war erst 14." Ray sah in ihren Augen Hoffnung aufkeimen und aus reinem Instinkt drückte er ihre Hand noch ein stückweit fester. „Ich weiß nicht wie es ihr geht. Ob sie noch lebt oder wo sie ist. Dieses Gefühl nichts tun zu können macht mich verrückt! Ich war immer in einer Lage, in der ich zwar alles hören, aber nichts unternehmen konnte. Aber mit deiner Hilfe… Wenn ich dir alles sage was ich weiß. Wirst du sie finden können? Kannst du herausfinden was mit ihr passiert ist?"
Raymond blickte ihr tief in die Augen, ehe er einmal leicht nickte und seine Lippen zusammenpresste. „Ich finde sie. Das kann ich. Dafür brauche ich aber alles was du weist. Über diesen Mann. Mehr musst du mir nicht sagen." Noch nicht zumindest. Aber natürlich wollte er von Azari Informationen haben. Informationen die er mit der Zeit rausquetschen würde. Step by Step. „Ich sage dir alles, wenn du dich wieder hinlegst?"
„Jetzt hast du mich." Raymond gab ihr nach und zog ein frisches Shirt mit ihrer Hilfe wieder an, ehe er sich langsam hinlegte. Azari rutschte ebenso höher auf das Bett, direkt neben ihm. „Ihr Name ist Hawwa Bibi."
Raymond beobachtete Azari dabei wie sie von ihrer Schwester erzählte. Vieles war an dieser Sache interessant. Also war Azari als Spion zu ihm geschickt worden so wie einst Katharina. Und doch war vieles anders zwischen beiden Frauen. Azari war keine Auftragskillerin. Sie war eine Frau die unter einem Bruder aufgewachsen war, der absolut Erbarmungslos war. Er beschütze nicht diejenigen die ihm nahestanden. Er benutzte sie auf Schäbe weise. „Dann lass uns einen Deal machen…" fing Raymond an, aber Azari stoppte ihn sofort. „Keinen Deal Ray." Sie rutschte näher zu ihm und zog die dünne Decke etwas weiter über ihn. Als sie ihn schließlich ansah war er doch Neugierig auf das was sie sagen würde. Überrascht war er, als sie nach seiner Hand griff und ihn mit beiden Händen sanft festhielt. „Mach es mir als Hochzeitsgeschenk. Du bist mein Ehemann. Ich gehöre zu dir und du gehörst zu mir. Ich werde zu dir stehen und dir meine Ehrliche Meinung zu all deinen Vorhaben sagen. Ich will keine Lügen zwischen uns. Ich weiß das du mich beschützen willst und mich deshalb aus deinen Geschäften raushältst. Ich verstehe und akzeptiere das. Ray ich… Ich werde nie ein normales Leben führen können. So oder so. Ich habe Morde gesehen. Ich habe schlimme Sachen passieren sehen. Ich verstehe die vielen bewegründe die einen Mann wie dich antreiben." Sie löste eine Hand von seiner und legte diese an seine Wange, ehe sie sich runter beugte und seine Stirn zärtlich küsste. Es war das erste Mal, dass sie so etwas tat und sie fühlte sich dabei auch befreit und gut. „Ray ich will die Scheidung nicht haben. Ich werde dir mit allem was ich kann helfen und ich hoffe das du auch in Zukunft hier her kommst um Ruhe zu finden."
Wieso? Raymond fragte sich das die ganze Zeit während er sie musterte. Katharina war ähnlich vorgegangen. Sie hatte ihn Verliebt gemacht und ihn dann benutzt. Ihn und seine Lizzy. Meinte Azari das nun wirklich ernst? Oder versuchte sie auch mit ihm zu spielen? Was konnte er glauben und was nicht? Als sie seine Stirn küsste, schloss er kurz seine Augen und öffnete sie wieder, als ihr Gesicht nur etwas von ihm entfernt war. „Wieso?" fragte Raymond leise nach und hob seine Hand damit er ihr ein paar Haarsträhnen hinter das Ohr legen konnte. Wieso? Er verbrachte nur wenig Zeit hier. Er telefonierte hin und wieder mit ihr. Es war nicht so, dass er seine ganze Zeit in sie investierte. Wozu auch? Sie hatte ihren eigenen Weg gehen sollen. Aber was, wenn das der Weg war, den sie wählen wollte? Ihr Weg? Einen an seiner Seite? „Du bist an meiner Seite nicht sicher", sagte er ernst.
„Und ich bin es nirgendwo. Abdul wird mich suchen und vielleicht umbringen."
„Du bist immer noch Familie für ihn Azari. Unterschätz das nicht."
„Gerade deshalb bin ich nicht sicher. Es spielt keine Rolle bei wem oder wo ich bin. Ich kann mich nur für einen Weg Entscheiden und mein Bauch sagt mir, ich soll bei dir bleiben."
Raymond wanderte mit seiner Hand vor bis zu ihrer Wange und berührte diese vorsichtig. Azari war eine wunderschöne Exotische Frau. Ein Traum vieler Männer. „Ich muss darüber nachdenken", sagte er offen und fuhr mit seinem Daumen nachdenklich über ihre Lippe. Natürlich gefiel sie ihm. Äußerlich sowie innerlich. Sie war eine sanfte Frau die von Tag zu Tag mehr Selbstbewusstsein gewann.
Azari sah zu ihm runter und schloss ihre Augen als er mit seinem Daumen ihre Lippen liebkoste. Es fühlte sich gut an… Es löste ein Kribbeln in ihrem Magen aus und das Beste an all dem war, er stieß sie nicht von sich. Nicht so wie bei dem letzten Mal. Zuerst überlegte sie- Dann aber legte sie sich in seinen Arm. Ihren Kopf betete sie auf seine Schulter. Als sie hörte wie er tiefer Luftholte hob sie sofort wieder ihren Kopf um ihn ansehen zu können. „Habe ich dir weh getan?"
„Nein schon gut. Es ist nichts", Raymond legte seinen Arm besser um sie und drückte sie wieder dichter zu ihm. Azari schmiegte sich an seine Seite und legte ihre Hand auf seinen Bauch, während er mit seiner Hand über ihre Schulter fuhr. Er konnte nichts dazu sagen. Er wollte nichts dazu sagen. Das hier fühlte sich gut an. Sie fühlte sich gut an. „Wir sollten versuchen zu schlafen", sagte er leise und blickte zur Decke hoch. Er konnte fühlen wie Azari noch etwas dichter an ihn ran rückte. „Das sollten wir", murmelte Azari und sog langsam seinen Geruch ein. Es war so… Beruhigend und Berauschend zu gleich. „Ich habe noch nie in den Armen eines Mannes gelegen. Und du bist so… Warm."
Raymond musste leise lachen und schüttelte seinen Kopf. „Schlaf jetzt Kleines." Raymond fuhr kleine Kreise mit seinem Finger über ihren Arm Was tat er hier nur? Was ließ er hier zu? Azari war in seinem Leben und er wusste tief in seinem inneren, dass er sie beschützen wollte.
*Acht Monate zuvor*
Raymond saß gerade im Auto, welches Dembe fuhr und holte sein Handy heraus. Fast jeden Tag rief er bei Azari an. Nur kurz, aber er erkundigte sich nach ihrem befinden. Als er sie heute wieder anrufen wollte, nahm sie nicht ab. Er versuchte es gleich noch einmal und als sich die Mailbox aktivierte klappte er sein Handy frustriert zusammen. „Raymond."
Dembe beobachtete Raymond durch den Rückspiegel und schaute dann wieder auf die Straße. „Sollen wir hinfahren?"
„Entschuldige. Was?" Raymond sah nach vorne und musterte den Hinterkopf seines Freundes. Er war in seinen Gedanken und hatte Dembes Frage nicht gehört.
„Sollen wir zu unserer Freundin fahren? Sie geht nicht ran?"
„Nein. Wir fahren jetzt zu Cooper", entschied Raymond und sah wieder hinaus. Er durfte nicht hinfahren. Er durfte nicht zu viel Aufmerksamkeit auf diesen Ort legen. Sicher war sicher. Nur innerlich spürte er diesen Knoten in sich. Er wollte sie sprechen. Sie sehen. „Du wirkst aber als würdest du genau das nicht wollen. Azari ist eine nette Frau. Und sie mag dich."
„Unsinn." Raymond war nicht bereit mit Dembe über Azari zu sprechen. Noch nicht. Er musste sich selbst erst Gedanken machen. „Wir fahren zu Cooper."
„Man kann für ihren Schutz sorgen."
„Im Moment benötigt sie keinen, weil niemand etwas weiß und dabei soll es auch bleiben."
„Ihr Bruder weiß es. Er sucht sie bestimmt", warf Dembe ein.
„Abdul kann nicht so einfach einreisen. Das weist du. Ich würde es erfahren."
„Ja, was ihn angeht. Aber er hat hier gewiss auch Kontakte."
Ja. Das stimmte. Es waren Kontakte dessen Namen Raymond unbedingt wollte. Und jetzt erst recht. Jetzt wo Raymond gegen Abdul vorgegangen war. Er biss sich leicht auf seine Lippen und schaute weiter hinaus. „Noch ist sie sicher. Dabei bleibt es fürs erste."
„Du magst sie auch."
„Das geht dich vorerst nichts an Dembe", sagte Raymond ernst und wollte noch etwas sagen, als sein Handy klingelte. Als er Azaris Namen darauf sah, nahm er sofort ab und Dembe konnte beobachten wie Raymond lächeln musste.
„Hallo Kleines! Ich hoffe es geht dir gut? … Hm ja die Geschäfte laufen bei mir gut… Genau ich habe angerufen um dir Bescheid zusagen das in etwas vier Stunden eine Miss Stork bei dir vorbeischaut. Sie ist eine wundervolle Person die sich etwas mit dir beschäftigen wird. … Nun haha… Das bleibt eine Überraschung. Ich werde dich dann heute Abend abholen. Dembe kommt auch ja.… Das sage ich ihm. Wie war dein Tag in der Universität? … Tatsächlich? Aha… Ja das tue ich auch. Ich freue mich schon dich nachher zu sehen Kleines. … Bis später."
Als Raymond auflegte und sein Handy einsteckte, schaute er zu Dembe vor. „Ich soll dir Grüße von Azari ausrichten. Sie hatte eine erfolgreiche Hausarbeit geschrieben", erzählte er Dembe und blickte wieder hinaus.
Dembe umspannte das Lenkrad fester und holte tief Luft. „Wir sehen sie also später?"
„Oh ja. Wir fahren nach dem Termin mit Cooper zu ihr."
„Du magst sie Raymond. Und du musst dir das nicht kaputt machen."
„Ich habe nicht vor irgendetwas kaputt zu machen Dembe."
„Weil Elizabeth von ihr?"
„Nein und dabei bleibt es auch vorerst." Verhielt er sich den so anders, wenn er von ihr sprach?
„Agnes fragt, ob du heute zum Essen vorbeikommst?" Elizabeth sah Raymond an, nachdem sie Stunden lang über einen neuen Fall diskutiert hatten. Raymond zog sich gerade seinen Hut an und musterte seine Lizzy aufmerksam. „Das würde ich sehr gerne. Aber ich kann leider nicht. Morgen hingegen schon."
„Hast du noch etwas vor?" sonst schlug er eine Einladung von Agnes auch nie aus. Immerhin hing er sehr an der Kleinen. „Etwa wegen dem Fall?"
„Wegen eines anderen Falls den ich selbst nachgehe. Aber richte der Kleinen doch meine lieben Grüße aus."
„Klar mache ich." Liz lächelte als Red ihr einen Kuss auf die Wange gab und schließlich mit Dembe ging. Irgendwie Verhielt er sich anders als sonst. Er wirkte fast schon ungeduldig, als habe er hier nur schnell wegkommen wollen. Vielleicht bildete Elizabeth sich das aber auch nur ein.
Raymond setzte sich in den Wagen und gab Dembe Bescheid, zu ihrer eignen Unterkunft zu fahren. Er musste sich immerhin umziehen. Dembe stellte keine Fragen. Das war auch gut so. In seiner sporadischen Wohnung ging er zu dem Kleiderschrank und holte einen schwarzen Anzug heraus. Erst als alles saß verließ er mit Dembe wieder die Wohnung. „Was planst du?" fragte Dembe leise und hielt Raymond die Türe zum Wagen auf.
„Wenn wir Azari abgeholt haben, lässt du uns an der neuen Kunstgalerie raus. Danach kannst du dich auch für den Abend zurückziehen."
Dembe beobachtete wie Raymond in den Wagen stieg und nickte nur leicht. „Gut Raymond." Natürlich machte Dembe sich Gedanken. Azari könnte sehr wohl eine verdammt gute Spionin sein. Oder aber sie war die sie war und Raymond spielte mit ihr. Wie es wirklich aussah, würde wohl nur die Zeit zeigen. Also fuhr Dembe bis vor zu Azaris Apartment und rief von dort selbst bei Azari an- „Ich bin es Dembe… Schön dich auch zu hören. Wir sind Unten. Vor dem Apartment du musst nicht in die Tiefgara- … Was? Nun… Ich denke nicht das… Wenn du dich nicht wohl fühlst… Vielleicht solltest du es einfach wagen? Ich bin mir sicher, dass es nicht so schlimm ist. Lass dir Zeit… Ja bis gleich."
Raymond merkte sofort auf als Dembe sprach und rückte weiter vor in der Hoffnung hören zu können was Azari sagte. Als Dembe aufgelegt hatte, drehte dieser sich im Sitz etwas seitlich damit er Raymond ansehen konnte. „Du hast ihr ein Kleid gekauft, das keine Arme hat?"
Raymond blinzelte einmal. Darum ging es? „Sie fühlt sich seltsam in dem Kleid, aber sie kommt runter. Sie hat so etwas noch nie getragen."
Raymond hatte das nicht bedacht. Azari war es nicht gewohnt sich offen zu Kleiden. „manchmal muss man sich nur an neue Dinge gewöhnen."
„Sie ist Muslima Raymond. Vergiss das nicht."
„Aber eine sehr moderne Muslima und ich bin mir sicher, das Kleid wird ihr dennoch gutstehen." Und er hatte Recht. Als Azari aus dem Apartment schritt, blieb ihm fast der Atem weg. Das Kleid stand ihr Perfekt. Es war dunkelrot, elegant und lang und war Schulter und Rückenfrei. Ihr Haar war hochgesteckt und sie trug ein unglaubliches Collier. Als der erste Schock geschluckt war, öffnete er seine Autotüren und trat um den Wagen herum. „Liebes du siehst Fabelhaft aus!" sagte Raymond und trat zu ihr, ehe er ihre Hände ergriff. „Lass dich einmal ansehen." Er drehte sie einmal und nickte zufrieden „Ich wusste das Kleid wird deiner Figur schmeicheln."
„E-E… Danke", stotterte sie zunächst und sah zu Boden. „Ich habe noch nie so etwas getragen. Es ist… Wunderschön. Wirklich schön aber… Sehr ungewohnt."
„Viele Neue ist einem Fremd." Sein Herz schlug schneller. Das sollte es nicht! Aber es tat es.
„Du siehst auch gut aus", sagte Azari und legte ihre Hand auf seine Schulter, damit sie den Stoff des Anzugs fühlen konnte. „Wie immer", lächelte sie und schaute ihn wieder an. „Verratest du mir, was wir vorhaben?"
„Nun…" Raymond legte seine Hand auf ihren Nackten Rücken und geleitete sie zum Auto. „Wir fahren an einen besonderen Ort."
„Aha…" Sie musste lächeln und stieg in den Wagen ein. Raymond tat es ihr gleich und griff sich direkt wieder ihre Hand. Miss Stork hat sich richtig ins Zeug gelegt. Du siehst wundervoll aus."
„Das finde ich auch", sagte Dembe. „Hallo Azari."
„Hallo Dembe! Danke… Schön dich zu sehen", grüßte sie ihn zunächst, ehe sie Raymond ansah. „Und dir auch Danke. Miss Stork war sehr freundlich. Ich mag sie."
„Das freut mich zu hören. Sie wird dich gewiss in Zukunft noch weiter derartig verwöhnen."
„Ach ja?" lachend schüttelte sie ihren Kopf und betrachtete Raymond wieder. „Ich hätte nichts dagegen. Vor allem wenn du dich dann auch so schick machst. Mir gefällt das."
„Vielen Dank." Raymond löste seine Hand von ihrer und rutschte etwas vor, damit er etwas zu Dembe sagen konnte, dabei legte er seine Hand auf ihr Bein. Als er sich wieder zurück lehnte behielt er seine Hand auf ihrem Oberschekel und blickte Azari schließlich wieder an. „Wir haben heute etwas zu feiern", verkündete er ihr und als Dembe den Wagen stoppte, stieg Raymond aus um ihr die Türe aufzuhalten. Azari verabschiedete sich von Dembe und griff sich die Hand die Raymond ihr anbot, ehe sie aufstand und sich umsah. „Das ist die Kunstgalerie! Was machen wir hier?"
„Wir genießen die neue Ausstellung", sagte Ray ihr und führte sie zum Nebeneingang des Gebäudes.
„Aber… Es beginnt doch erst übermorgen?"
„Das ist wahr. Allerdings habe ich etwas meine Beziehungen spielen lassen. Heute haben wir eine Premiere Vorstellung. Nur du und ich."
Azari musterte ihn, während sie in das Gebäude traten und ein Wachmann sie entsprechend rein führten. Er hatte das hier arrangieren lassen? Für sie beide? „Wobei ganz alleine sind wir nicht. Wir bekommen eine Führung und danach gibt es noch etwas zu essen."
„In der Galerie?"
„In der Galerie", bestätigte Raymond sie.
Er genoss den Moment zu sehen wie ihre Augen größer wurden als sie die ersten Kunstwerke erblickte. Sie löste sich ganz von ihm und drehte sich immer wieder, damit sie ja keines der Bilder verpasste. Als sie plötzlich stoppte und ein ganz spezielles Bild betrachtete, trat er an ihre Seite. „Hades und Persephone", kommentierte er das Bild und legte den Kopf schief. „Es gefällt dir?"
„Es zeigt so viel Emotionen. Persephones Blick. Hades Haltung." Azari schüttelte ihren Kopf. „Du sagtest es gibt eine Führung?"
„Oh ja, die Dame ist gleich da." Er reichte ihr seinen Arm und führte sie weiter.
Azari hatte sich das so nie vorgestellt. Nicht das sie hier sein würde und auch nicht das Raymond bei ihr war. Er war ihr gegenüber sehr Aufmerksam. Und auch die anschließende Führung war für sie zumindest sehr spannend. Manchmal erzählte Raymond dazu kleine Anekdoten und manchmal lächelte er nur einfach. Azari konnte aber sehen wie verwirrt de Frau jedes Mal war, wenn er etwas sagte. Es brachte sie ganz aus dem Konzept. Amüsiert davon verabschiedeten sie die Frau am Ende.
„Und es gibt essen?" hakte Azari nach und blickte sich um.
„Gleich hier." Er führte sie weiter zum nächsten Saal der Galerie. Dieser Teil lag im Dunkeln, abgesehen von einem runden Tisch auf welchem Kerzen brannten. Azari musste blinzeln. „Das sieht wunderschön aus."
„Das hoffe ich doch. Ich habe mir explizit diesbezüglich ausgedrückt. Und sieh nur. Es gibt Ente!"
Raymond trat mit ihr an den Tisch und schob den Stuhl für sie etwas zurück damit sie sich setzten konnte. Es gab nur einen Teller aber zwei Gläser. Raymond setzte sich direkt neben ihr hin.
„Ah!" sagte er Kopfschüttelnd. „Ich habe extra nach Alkoholfreien Wein gefragt! Warte ich sehe was ich machen kann." Gerade als er aufstehen wollte, griff sie nach seinem Arm und schüttelte ihren Kopf. „Es ist okay. Ich werde es probieren."
„Aber du…"
„Schon gut. Ich bin Neugierig", gab sie zu und blickte auf den Tisch. „Einmal will ich wissen wie das ist, so zu Leben als gäbe es nichts woran man glauben muss."
Raymond betrachtete sie eingehend und übernahm es dann ihr den Wein einzuschenken. „Beim ersten Mal kann es etwas seltsam schmecken. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern wie das damals für mich war. Es ist zu lange her." Als er sein Glas gefüllt hatte griff er danach und wartete bis sie ihres ebenso hatte, ehe er mit ihr anstieß. Neugierig beobachtete er wie sie einen kleinen Schluck nahm und dann ihr Gesicht verzog. „Uh…" hustend stellte sie das Glas bei Seite und blinzelte einmal. „Oh es ist so… Anders." Und ihr wurde innerlich vollkommen warm. „Du solltest erst einmal etwas essen bevor du noch einen Schluck nimmst." Raymond schnitt etwas von der Ente ab und legte es auf den Teller, ehe er es kleiner schnitt und ihr ein Stück mit der Gabel hinhielt. Azari musste lächeln von der Geste und nahm den happen in den Mund. „Hm… Es ist schön durch."
„Ich mag es so", sagte Raymond und nahm sich nun selbst auch etwas. Azari stellte schnell fest das Raymond das einzige Besteck hielt und musste lachen. „War das auch so durchdacht? Das wir beide von einem Teller essen?"
„Das ich dich heute Verwöhne ja", sagte er dazu und hielt ihr wieder ein Stück hin. Als sie dieses entgegennahm, trank sie wieder einen Schluck von dem Wein und behielt ihr Glas nun in den Händen, während sie ihn musterte. Sogar Essen tat er mit so einer Eleganz und Selbstzufriedenheit. Sie hatte noch nie in ihrem Leben einen so verrückten und schönen Abend gehabt.
Als ihr Glas ein zweites Mal gefüllt wurde spürte sie den Alkohol bereits sehr, aber sie hatte sich gut unter Kontrolle. Glaubte sie zumindest. Unbewusst war sie dichter an ihn ran gerutscht. Soweit das sich ihre Beine berühren konnten und sie seinen Arm fühlen konnte bei jeder Bewegung die er machte. Er faszinierte sie. Azari bekam nicht einmal mit, worum es in seinen Geschichten ging. Ihr Verstand war benebelt, aber sie nahm durchaus wahr, wie er lachte und strahlte. Er wirkte zufrieden. „Ich denke, wenn du das ausgetrunken hast, hast du genug", sagte Raymond amüsiert und spürte wie sie ihren Kopf an seine Schulter legte und seufzte. „Der Abend ist so wundervoll."
„Und er hat noch nicht aufgehört." Raymond erhob sich und half Azari auf die Beine. Er musste amüsiert lächeln als sie etwas wackelte und ihre Wagen vom Alkohol gerötet waren. „Was machen wir jetzt?" fragte sie und hielt sich gut an seinen Händen fest. „Wir schnappen jetzt frische Luft. Es ist eine angenehme Nacht und zu jedem guten Date gehört ein kleiner Spaziergang."
„Aha…" Azari verließ sie mit ihm die schöne Galerie und holte tief Luft als die Nachtluft sie traf. „Ah! Das tut so gut!"
„Durchaus." Raymond schloss seine Augen und genoss die leicht kühle Luft die seinen Verstand wieder ordnete.
„Danke Ray."
„Es gibt nichts zu danken. Hier. Hak dich wieder bei mir ein", bot er ihr an und reichte ihr den Arm. Azari nahm das dankend an und schritt mit ihm auf die offene Straße. „Ich hatte noch nie so viel Spaß! Ich wusste gar nicht, dass Alkohol so eine Wirkung hat!"
„Es kann helfen einen zu entspannen. Auch wenn du das nicht nötig gehabt hattest."
„Hat dir die Ausstellung wirklich gefallen?" fragte sie neugierig und sah zu ihm hoch.
„Ja sie war sehr Unterhaltsam."
„Du hast die arme Frau ganz aus dem Konzept gebracht!" lachte sie. „Sie hat dich einmal angestarrt als würde sie dich erwürgen wollen!"
„Ja haha das habe ich gesehen. Sie soll sich nicht beschweren, ich habe ihrem Sohn dafür ein Teil seines Studiums finanziert."
Azari blinzelte und musterte ihn. „Du hast das für sie getan, nur damit sie uns durch die Ausstellung führt?"
„Sie ist die Beste in diesem Fach und ja. Das war es die Sache Wert. So verängstigt wie sie damit war. Vielleicht gewinnen wir sie irgendwann mal für noch eine Ausstellung?"
„Haha!" Azari musste lachen und lehnte sich dichter an ihn beim Laufen. Er war sehr warm und ihr selbst wurde doch langsam Kalt. Raymond bemerkte das sehr wohl und steuerte mit ihr einen Park an. Als sie dort ankamen hielt er an einer Bank inne und zog sein Jackett aus, welches er nun direkt um ihre Schultern legte. „Raymond was machst du?" Azari griff nach den Enden des Jacketts und musste lächeln. „Mir war ohne hin etwas warm. Setzten wir uns doch."
„Gerne." Sie griff mit einer Hand nach seiner und setzte sich dicht zu ihm auf die Bank. Raymond streckte seinen Arm aus, damit sie sich dichter an ihn schmiegen konnte und der Einladung kam sie gerne nach. Azari lehnte ihren Kopf an seine Schulter und überschlug ein Bein, damit sie es bequemer hatte. Red wiederum legte seinen Arm um sie, einfach um sie noch weiter wärmen zu können. „Das soll nie aufhören Ray", flüsterte sie und schloss ihre Augen. „Niemals."
Er wünschte es wäre so. Aber die Wahrheit war eine andere. „Kannst du damit Leben, mich nicht immer um dich zu haben? Du bist die meiste Zeit alleine und…"
„Auch, wenn du nicht bei mir bist, weiß ich das du auf mich achtest", warf sie ein und fuhr mit ihrer Hand seine Brust rauf und schließlich umfasste sie seine Wage, ehe sie sich hochbeugte und seine andere Wangenseite küsste. Sie konnte fühlen wie er tiefer Luftholte und sah wie er seine Augen schloss. Deshalb küsste sie ihn direkt noch einmal auf die Wange und verblieb dort einen Moment lang. Als sie sich löste sah sie ihn an und legte dann ihren Kopf wieder zurück auf seine Schulter. „Ich erwarte nichts", sagte Azari leise. „Ich bin glücklich mit dem was du mir gibst. Mit dem was du mir von deiner Zeit gibst. Ich versteh deine Position und ich werde dir damit nicht im Weg stehen."
„Du kannst ein langes ruhiges Leben führen. Ich könnte dafür sorgen", sagte er ernst und strich ihr über die Schulter und den Oberarm. „Ich will es mit dir versuchen", sagte Azari. „Du bist wie ein Schwert Raymond. Du kannst beschützen und Richten."
Er sah zu ihr runter als sie das sagte, ehe er sich etwas runter beugte und ihre Stirn küsste. Er lehnte nun seine Wange an ihren Kopf und blickte in die Nacht hinaus. Vielleicht sollte er es wirklich probieren. Die Zeit mit Azari war etwas, was er als Kostbar empfand. Er hatte selten jemanden so echten und liebevollen Menschen getroffen. Und jeder dieser Personen hatte den Tod gefunden. Azari war aber keine Närrin. Sie wusste worauf sie sich hier einlassen wollte und sie war Alt genug es selbst zu entscheiden… Aber. Sie bedeutete ihm zu viel. Er konnte sie noch gehen lassen. Sie könnte Sicher sein und Leben. Eine richtige eigene Familie haben. Dinge die er ihr nicht in diesem Sinne bieten konnte. Wenn man etwas liebte musste man es manchmal gehen lassen. Das einzige Problem hierbei für ihn war, dass er es nicht ertragen könnte sie zu verlieren. Er war Selbstsüchtig ja. So Selbstsüchtig das er das Leben des Menschen riskieren wollte, die ehrliche Gefühle für ihn empfand. Seine eigene Frau.
„Ich habe noch etwas für dich." Raymond griff in seinen Blazer und holte aus der Innentasche ein Bild hervor, welches er nun Azari reichte.
Als Azari das Bild sah, setzte sie sich sofort aufrecht hin und nahm das Bild in beiden Händen. Ungläubig starrte sie darauf und spürte ihr Puls absacken." Meine Schwester!" sie war wesentlich älter auf dem Bild. Erwachsen. Sie hatte zwei Kinder bei sich. Eines trug sie auf dem Arm, das andere ging ihr schon bis knapp an die Brust. „Hawwa… Aber…"
„Sie hat zwei gesunde Töchter. Ich habe sie vor zwei Tagen aus den Klauen ihres Mannes befreien können. Es geht ihr gut. Die Kleine heißt Leyla und die größere Annam. Deine Schwester und ihre Kinder befinden sich jetzt in Sicherheit. Weit weg von diesem Mann. Du musst verstehen, dass dieses Bild das einzige sein wird, was du von ihr haben wirst. Ein treffen ist für sehr lange Zeit nicht möglich zum Schutz von ihr und ihren Kindern. Ich kann dir aber versichern, dass es ihnen an nichts fehlen wird."
Azari glaubte ihre Welt würde beben. Ihre Schwester lebte… „Was… Wie ging es ihr? Was ist…"
„Ihr Leben war nicht das was man sich einem Menschen wünschen würde. Jetzt geht es ihr gut. Sie ist weit weg von allem Übel."
„Habe ich dein Wort darauf?" Azaris Augen brannten und als sie Raymond ansah und er nickte musste sie lächeln.
„Das hast du. Das weist du."
„Sie sind wunderschön! Ich bin Tante!" zufrieden blickte sie wieder auf das Bild und drückte es gegen ihre Brust. „Danke Raymond. Du hast sie gerettet."
„Ich habe zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ihr werter Ehemann singt wie ein Vogel." Raymond lehnte sich etwas vor und legte seine Hand auf ihren Rücken. Er sah die Tränen die ihr über die Wange liefen, aber es waren keine Tränen der Trauer. „Danke", flüsterte sie wieder und blickte nochmal auf das Bild, ehe sie es in Raymonds Jackett steckte und sich zu ihm wandte. Er sah sie ebenso an. Ernst. Seine Wangen bewegten sich leicht, weil er seine Zähne zusammenbiss. Sie mochte diesen nachdenklichen Ausdruck an ihm. Sie liebte es. „Komm, ich bringe dich nach Hause." Er stand auf und reichte ihr seine Hand die sie dankend annahm. Aber als er loswollte, hielt sie ihn zurück, weshalb er sich umdrehte um sie ansehen zu können und da trat sie plötzlich dichter zu ihm und umarmte ihn fest. „Danke Ray. Danke."
„Es gibt nichts zu danken." Er legte seine Arme ebenso um sie und sog den Duft ihrer Haare ein. Diese Umarmung tat gut. Es war so ähnlich wie knapp vor zwei Wochen, als sie beide im Bett lagen und sich einfach gehalten hatten. Als sie sich langsam löste, wanderten seine Hände zu ihren Hüften wo er sie festhielt, sich runter beugte und ihre Stirn küsste. „Es wird alles gut." Und sie glaubte ihm seine Worte. Jetzt wusste sie absolut zu was er alles in der Lage war. Und es gefiel ihr. Nochmal trat sie dichter zu ihm und vergrub ihr Gesicht nun in seinem Nacken, ehe sie ihn dort sanft küsste und dann ihre Stirn an seine Schulter lehnte.
Eine Stunde später schritten sie zusammen auf den Fluren in Richtung ihres Zimmers. Sie hatten die meiste Zeit geschwiegen, aber die Stille tat ihnen beiden gut. Vor ihrem Apartment stoppte Azari und Raymond. Er öffnete die Türe und ließ sie eintreten. „Kommst du mit rein?"
„Ich muss noch weiter", sagte er ruhig. „Aber du solltest dich hinlegen. Das war ein langer Abend."
„Aber ein schöner." Sie zog das Jackett aus und holte noch das Bild heraus, ehe sie ihm die Jacke wiedergab. Raymond zog diese direkt an und beobachtete wie sie das Bild auf ihren Schrank legte und dann wieder zur Türe kam. Er trat nicht ein. Würde er jetzt a reingehen würde er auf Gedanken kommen die… Zu verfrüht waren. Aber für eines war es nicht zu Spät. „Gute Nacht Mrs. Reddington." Als er ihr lächeln sah trat er etwas näher und beugte sich langsam runter, um zu sehen ob sie zurückweichen würde. Sollte sie es tun, würde er das Akzeptieren. Aber sie wich nicht zurück. Er sah wie sie ihre Augen schloss und sich ihm entgegen lehnte. Deshalb legte r eine Hand an ihre Wange und berührte dann ganz sanft ihre Lippen. Und weil sie den zarten Kuss mit etwas Druck erwiderte, ließ er den Kuss noch etwas andauern und trat dichter zu ihr. Seine freie Hand legte er auf ihr Kreuz und zog sie so dichter zu sich. Er war ein Gentleman. Er wusste wie man eine Frau küsste und er wusste, dass diese Frau absolut keine Erfahrung in diesen Dingen hatte. Aber trotzdem fühlte dieser Kuss sich ehrlich und richtig an. Er war genau zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.
Als Raymond den Kuss löste, damit sie beiden Luft bekommen konnten, lehnte er seine Stirn an ihre und zog sie noch mal in eine Umarmung. „Ich habe in den nächsten Wochen viel zu tun. Aber wenn ich wiederkomme, wissen wir wo wir weitermachen werden." Als er das geflüsterte hatte, nahe an ihrem Ohr, küsste er ihren Hals und das mit wesentlich mehr Druck. Er hörte sie keuchen und sein ganzes Blut schoss ihm in eine Region, die jetzt besser nicht aufschreien sollte. Und trotzdem konnte er sich nicht von dieser jungen Frau lösen. „Ray", keuchte sie, als er sie sanft biss und ihre Hände sich in seine Schultern gruben. Genau das… Er wollte… Genau das.
