Sie waren so Klein. Viel zu Klein um alleine klar zu kommen. Reddington beobachtete wie die Ärzte die Kinder in ihrem Brutkasten versorgten. Sie würden erst in ein paar Wochen aus diesen raus dürfen. Ihnen fehlten Acht Wochen ihrer Entwicklung. Azari hatte die Kinder noch nicht gesehen. Sie schlief noch und Dembe war bei ihr. Er wiederum hatte hier sein wollen. „Sir." Der Arzt kam auf ihn zu und deutete auf die Drillinge. „Den Kindern geht es gut. Aber weil sie so Klein sind, und manche Organe noch nicht ganz entwickelt sind, müssen sie sicherheitshalber hier drin bleiben. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass Ihre Frau die Kinder Stillen kann. Aber vielleicht versuchen wir es erst mit Abpumpen."
„Man kann sie bereits stillen?" es ging ihnen also so gut?
„Ja, aber es fragt sich ob Ihre Frau dazu in der Lage ist. Darum probieren wir es mit abpumpen sobald sie aufwacht. Ich sehe gleich nach ihr."
„Ja…" Reddington trat näher an die Brutkästen und beugte sich runter damit er seine Drei Kinder betrachten konnte. Wie der Arzt es ihnen bereits mitgeteilt hatte, waren es Mädchen. Eineiig. Ihr Haar war bereits relativ lang und dunkelbraun. Ihre Haut war leicht Karamellfarbig. Sie kamen nach ihrer Mutter. Zumindest wirkte es im Moment so. Er könnte sie ewig ansehen und wieder wurde ihm bewusst, dass er handeln musste. Aber seine Pläne würden noch viel Zeit brauchen. Er würde dafür sorgen dass die Kinder zu Azari gebracht wurden. Dort konnten sie genauso versorgt werden. Er würde das veranlassen bevor Azari aufwachen würde.
Ein Klopfen an der Zimmertüre ließ Raymond aufmerken. Es war Elizabeth die in das Zimmer lugte und Agnes bei sich hatte. Sofort stand Raymond von seinem Platz auf und begrüßte beide, ehe er sie näher ins Zimmer führte. „Azari schläft noch", sagte Red leise und deutete zu dem Aufwendigen Brutkasten. Agnes trat sofort näher und blickte neugierig hinein. „Mama da sind die Babys drin!"
„Das sehe ich Schatz. Red ist alles gut gelaufen?"
Reddington trat mit Elizabeth an den Brutkasten und nickte. „Den Kindern geht es relativ gut. Azari hat es auch überstanden. Das Narkotikum war nur etwas stark."
„Großvater?" Agnes sah zu Reddington hoch. „Sind das Mädchen?"
„Ja Liebling. Es sind Mädchen." Reddington kniete sich zu ihr runter und schaute sich mit ihr die Kinder an.
„Und was ist an ihrem Gesicht?"
„Das sind Schläuche. Sie helfen den Mädchen beim Atmen. Aber es geht ihnen gut. In ein paar Wochen, kann man sie auch in den Arm nehmen."
„Agnes hat für die Drillinge Kleider gekauft", erzählte Elizabeth und öffnete die Tüte die sie dabei hatte. „Noch mehr Geschenke? Ich glaube liebe Agnes du verwöhnst meine drei Prinzessinnen viel zu sehr."
Agnes musste kichern und schüttelte ihren Kopf. „Nein!"
„Ach du bist nicht der Meinung?" Red hob Agnes hoch und sah dann Elizabeth an. „Dann sehen wir uns doch mal an was die liebe Agnes ausgesucht hat."
Liz lächelte warm und holte drei Kleidchen heraus. Sie waren in Baby rosa und sahen den Ballerina Kleidern von Agnes sehr ähnlich. „Sind die nicht niedlich?" fragte Elizabeth. „Sie sind in der kleinsten Größe, aber ich denke da müssen sie noch reinwachsen."
„Sie werden wirklich bezaubernd darin aussehen", lachte Raymond und schaute Agnes wieder an. „Du hast einen wundervollen Geschmack. Den hast du ganz bestimmt von mir."
Agnes musste lächeln und sah daraufhin mit großen Augen zu Azari. „Großvater sieh nur! Azari ist wach!"
„Du hast auch noch ein so gutes Auge." Red ließ sie wieder runter und trat sofort an Azaris Seite. Sie hatten die drei mit einem lächeln beobachtet. „Liebes…" Reddington griff sich ihre Hand und legte die andere an ihre Stirn. „Du bist endlich wach. Wie fühlst du dich?"
„Etwas K.O?" murmelte sie und blickte ihm in die Augen. „Es ist alles gut gegangen? Den Mädchen geht es gut?"
„Sie sind Kräftig", sagte Raymond sofort. „Und es wird ihnen auch weiterhin gut gehen. Du hast das gut gemacht."
„Wir beide gehen uns unten ein Eis holen", sagte Elizabeth. „Und geben den anderen bescheid das alles gut gelaufen ist."
Raymond wusste, das Lizzy ihm nur etwas Zeit alleine mit Azari lassen wollte, deshalb nickte er ihr mit einem leichten lächeln zu. „Aber", sagte Liz sofort weiter. „Ihr solltet euch auf Besuch einstellen. Ich glaube sogar Glen wartete da draußen."
„Glen? Woher weiß er…?"
„Wir hatten telefoniert und… Er weiß es."
„Oh…" Raymond seufzte innerlich und ließ Elizabeth dann gehen. „Die Drillinge?" fragte Azari und sah zu dem Brutkasten. „Ich will sie sehen."
Reddington dachte über ihre Bitte nach und half ihr schließlich sich zu setzten. Sie müsste ohne hin laufen und die Gelegenheit jetzt war gut. „Komm, ich helfe dir."
Als Azari es geschafft hatte an den Brutkasten zu treten musste sie sofort lachen und blickte auf ihre Mädchen runter. „Sie sind so niedlich!"
„Das sind sie." Raymond beobachtete Azari dabei wie sie ihre Mädchen in Augenschein nahm.
„Vielleicht haben sie bald Hunger?"
„Ja der Arzt sagte, dass du versuchen kannst sie zu stillen. Aber schauen wir mal wie das klappt."
Eine Stunde später kam nach Elizabeth und Dembe, Glen in das Zimmer. Raymond hatte beschlossen die Sache schnell hinter sich zu bringen und er war froh das auch getan zu haben. Glen öffnete die Türe und hielt ein paar Luftballons in der Hand, während er langsam näher kam. „Raaymoond. Ich sollte wütend auf dich sein aber, vor Kindern soll man sich ja nicht streiten." Sein Blick schoss zu Azari die er bis Dato noch nie gesehen hatte. „Oh aber Hallo… Da hast du dir ja aber einen Fang gemacht", sagte er zu Letzt in Raymonds Richtung und kam näher zu den beiden. „Ich bin Glen, einer der engsten Freunde von Red", stellte er sich bei Azari vor. „Dein Name ist Azari. Ich hab ein Backroundcheck zu dir gemacht. Bist also die Schwester eines Terroristen?"
„Eh…" Azari wusste im ersten Moment nicht wie sie auf Glen reagieren sollte. Er wirkte vollkommen von sich überzeugt. „Hier, das sind Luftballons ich dachte mir das würde den Raum etwas aufhellen."
„Deine Anwesenheit alleine hellt alles auf", sagte Red trocken und beobachtete wie Glen die Ballons an einem Tisch fest machte. „Und ihr seid also Mama und Papa geworden? Ah da sind ja die Drei. Du meine Güte es sind wirklich Drei! Ich habe auch darüber nachgedacht Vater zu werden, dann könnten unsere Kinder zusammen spielen, während wir arbeiten", scherzte Glen in Raymonds Richtung und lachte selbstgefällig, ehe er die Drillinge in Augenschein nahm. „Hallo ihr da drin." Er klopfte mit dem Finger an den Brutkasten und regte Reddington damit auf. „Glen! Das sind Kinder und keine Fische im Aquarium! Lass sie in ruhe." Tatsächlich hatte Glen die Kinder gestört, weshalb diese sehr leise anfingen piepsende Geräusche zu machen.
„Ray." Azari wollte von ihrem Bett aufstehen, aber Raymond hielt sie auf. Er ging selbst zum Brutkasten und sah dann Glen an. „Schon okay, ich kapiere schon. Aber hey! Sobald ihr einen Patenonkel braucht. Glen ist der Mann! Okay? Nicht vergessen!"
„Danke Glen aber die Vier brauchen jetzt Ruhe. Wir sehen uns später", verabschiedete Red ihn und drängte ihn schon fast zur Türe. Glen schien sich daran nicht zu stören. „Azari! Wir sehen uns! Würde mich freuen zu hören wie Raymond dich rumgekriegt hat!"
Reddington schloss sofort die Türe hinter Glen und seufzte dann schwer. Verdammt. Der Kerl war einfach… „Er wird bestimmt nicht der Patenonkel unserer Mädchen."
„Raymond…" Azari stand vorsichtig auf und trat auf ihn zu. „Er scheint dich sehr zu mögen. Und er ist wohl etwas eigen aber… Er meinte es gut."
„Glen meint es immer gut", murmelte Red und griff sich ihre Hände. „Wenn Glen es weiß werden es bald noch mehr wissen."
„Das macht dir sorgen."
„Es ist gefährlich. Aber nichts womit ich nicht schon gerechnet habe." Raymond zog Azari vorsichtig in seine Arme und schloss seine Augen. „Ich glaube", sagte Azari leise. „Wir werden noch mehr Besuch bekommen."
„Das denke ich auch. Elizabeth sagte, das alle aus der Task Force draußen warten."
„Alle?" lachte Azari und löste sich. „Dann bringen wir das mal hinter uns." Sie beugte sich hoch, damit sie ihn küssen konnte. Raymond erwiderte den Kuss sofort sanft und löste den Kuss erst um Luft zu holen. „Dann sage ich Dembe er kann sie alle rein rufen."
„Mach das." Azari selbst trat nun wieder dichter an den Brutkasten und musterte ihre Töchter.
Es brauchte nur fünf Minuten bis Aram als erster durch die Türe kam, gefolgt von Donald, Alina und Harold. „Hallo zusammen", sagte Aram und kam als erstes auf Azari zu, damit er sich auch die Neugeborenen ansehen konnte. „Wie Niedlich sie aussehen!"
„Und so Klein", meinte Donald. Alina und Harold kamen allerdings zu erst auf Raymond zu. „Das ist ein wundervoller Tag für dich Raymond."
„Das ist es Harold. Miss Park", grüßte Raymond die junge Frau.
„Reddington. Wie ich sehe sind Sie immer für eine Überraschung gut."
„Oh sie haben ja keine Vorstellung!"
Harold lächelte etwas und sah dann auch zu Azari und dem Brutkasten, ehe er näher daran ging um sich die Mädchen anzusehen. Sie waren furchtbar Klein, aber niedlich. „Sie kommen wohl sehr nach ihrer Mutter."
„Sie sehen wunderbar aus", sagte Aram zu Cooper.
„Haben sie schon Namen?" fragte Harold interessiert und schaute Azari an. Sie wirkte wesentlich Gesünder als das letzte Mal. Ihre Wangen waren Rosig, sie war nicht zu zerbrechlich und sie strahlte vor Glück. „Ja. Wir haben uns Namen ausgesucht." Antwortete Azari und sah zu Reddington. Dieser lächelte nur leicht, blieb aber im Hintergrund. „Ganz rechts liegt Eleonora. In der Mitte liegt Jen und ganz links ist Liz." Harold blinzelte einmal und musste dann lächeln. „Das sind schöne Namen. Ihr habt euch wohl einige Gedanken darum gemacht."
„Das haben wir." Azari sah wieder zu den Drillingen und holte tief Luft. Sie wollte sie Drei unbedingt im Arm halten. Harold musterte sie und schritt dann zurück zu Reddington. „Wie wäre es wenn wir jetzt eine Zigarre rauchen?" Er zog aus seiner Innentasche Zwei heraus und brachte Raymond damit zum lachen. „Nach dir mein Freund."
Beide haben sich auf die außen Terrasse begeben und rauchten dort in aller Ruhe ihre Zigarre. „Jen und Liz?" hakte Harold nach.
„Azari hatte die Idee", sagte Raymond. „Und ich fand es ist eine schöne Geste."
„Das ist es… Raymond. Du und deine Familie. Du weist wie viel Ärger Elizabeth wegen dir hatte. Bist du dir sicher das es dieses Mal besser wird."
„Ich habe viele Freunde und viele Feinde. Mehr als mir lieb ist. Aber Azari wird es gut gehen."
„Azari schien es nun wesentlich besser zu gehen. Und dir auch… Du wirst dich also nicht zurückziehen?"
„Die Blacklist ist noch nicht abgeschlossen", sagte Raymond. „Ich frage mich ob sie jemals abgeschlossen sein wird."
Cooper musterte Reddington und zog wieder an seiner Zigarre.
* Drei Monate später *
Dembe hielt die Drillinge im Arm, während Raymond neben ihm saß und Azari ein Foto davon machte. „Das kommt mit auf die Fotowand", sagte Azari zufrieden und betrachtete das Polaroid Bild. Lächelnd zeigte sie es den beiden Männern und schritt dann zur Wand, wo sie es neben dem nächsten Bild aufhängte. Tief Luftholend betrachtete sie die Fotos. Eines Sprang ihr besonders ins Auge. Es war der tag an dem die Drillinge endlich aus dem Brutkasten durften. Elizabeth und ihre Freunde waren wieder vorbei gekommen und ein Arzt hatte ein Bild von ihnen allen gemacht. Sie, Raymond und Dembe trugen jeweils eines der Neugeborenen während Harold, Aram, Alina Donald und Elizabeth um sie herum standen. „Liebes?" Raymonds Stimme holte sie aus ihren Gedanken, weshalb sie zu den beiden zurücklief. „Dembe würde auf die Drillinge aufpassen, dann können wir unseren Ausflug machen."
„Das würdest du?" fragte Azari nach und schaute Dembe an.
„Ich würde mich sehr darüber freuen. Die Drei sind bei mir sicher. Raymond sagte ihr geht für zwei Tage?"
„Das weiß ich. Ja… Aber…" Azari betrachtete ihre Mädchen und sah dann Raymond an. „Wo geht es denn hin?"
„Ich dachte mir wir könnten etwas Abwechslung gebrauchen. Ein kleines Flugzeug wird uns mitnehmen. Wo es hingeht bleibt eine Überraschung."
Zwei tage alleine mit ihm klangen wirklich schön… Trotzdem… „Es wird ungewohnt sein ohne die Kinder zu gehen."
„Es wird ihnen gut gehen." Raymond wollte noch etwas sagen als Elizabeth ihn anrief. Sofort nahm er ab und lächelte. „Lizzy! Alles okay bei dir?… Ah das ist schön. Und wann ist die Aufführung? In drei Tagen? Ja… Azari und ich werden für zwei Tage weg fliegen.… Hm… Nein die Drillinge bleiben bei Dembe.… Ja darüber würde er sich gewiss freuen. Elizabeth? Achte auf dich… Wir fahren. Nun Azari steht hier darum kann ich es dir nicht sagen. Es soll eine Überraschung werden.… Ja die Zeit zusammen brauchen wir. Sag Agnes liebe Grüße von uns. Wir sehen uns Elizabeth." Raymond presste seine Lippen zusammen und schaute dann Azari an. „Pack doch schon mal eine Tasche zusammen. Dann können wir auch schon los."
„Alles klar." Als Elizabeth gegangen war, schaute Raymond Dembe einen Moment lang an. „Ich weiß dass ich mich immer auf dich verlassen kann. Meine Töchter sind bei dir sicher."
„Natürlich Raymond. Das werden sie immer sein."
„Gut!" Reddington erhob sich und schaute zu seinen Töchtern runter. Sie alle hatten Grüne Augen, braunes Haar und waren so wunderschön.
Elizabeth sah auf ihr Telefon runter, nachdem sie das Telefonat mit Red beendet hatte. Er ging also auf einen Ausflug mit Azari? Lächelnd schüttelte sie ihren Kopf. Vielleicht sollte sie später mit Agnes zu Dembe fahren. Damit er nicht ganz allein mit den Mädchen war. Und außerdem musste sie noch einiges mit Dembe klären… Kopfschüttelnd steckte sie das Handy ein und sah sich um. Donald wartete auf sie, weshalb sie auf ihn zu lief. „Reddington", sagte sie. „Entschuldige."
„Geht es Azari und den Kindern gut?"
„Ja es geht ihnen gut. Er plant einen Ausflug mit Azari."
„Ein Ausflug? In die nächste Stadt geht's dann bestimmt nicht. Vermutlich Geht's nach Italien oder Frankreich."
„Das würde ihm ähnlich sehen. Aber ich glaube nicht das er all zu weit von den Drillingen weg möchte. Dembe passt auf die Kinder auf."
„Dembe?" Donald dachte darüber nach. „Er kommt mit drei Neugeborenen zurecht?"
„Ich denke schon aber sicherheitshalber fahre ich nachher mit Agnes zu ihm. Vielleicht bleibe ich bis Raymond zurück ist."
„Ich könnte ja auch kommen. Um zu helfen", bot Ressler sofort an und kam leicht ins Stottern als Elizabeth ihn verwirrt ansah.. „Drei Neugeborene plus Agnes? Da ist es doch einfacher wenn noch ein Erwachsener dabei ist."
„Du kennst dich mit Kindern aus?" hakte Elizabeth nach.
„Ja also… nein aber wäre ja nicht verkehrt es zu lernen oder?"
„Willst du mitkommen um zu helfen oder mich beschatten?" Elizabeth blieb vor dem Wagen stehen und sah Ressler an. Wusste er etwas? Ahnte er etwas?
„Nein. Nein!" sagte Don sofort und fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht. „Nein Elizabeth ich… Wollte einfach Zeit mit dir verbringen."
Überrascht sah Elizabeth Donald an und blinzelte einmal. „Also… Ja. Du kannst gerne mitkommen."
„Das ist so Aufregend!" Azari blickte Raymond an, während sie zum Jet fuhren. Raymond fuhr das Auto, was für sie schon wieder ein ungewöhnlicher Anblick war. „Wohin fliegen wir?"
„Das wirst du sehen. Aber es wird dir gefallen, da in ich mir sicher." Raymond sah flüchtig zu ihr und umklammerte das Lenkrad fester.
„Die Mädchen fehlen mir." Azari lehnte sich weiter zurück in den Sitz und Schloss ihre Augen.
„Mir auch." Sie waren ihm unheimlich wichtig. Er würde alles für die Drei tun. Einfach war es aber nicht, so schön es auch war sie zu haben. Azari bekam kaum schlaf, genauso wenig wie er. Er hatte gesehen wie erschöpft sie war. Sie liebte ihre Aufgabe als Mutter, aber sie war auch so Müde. Darum wollte er ihr diese zwei Tage gönnen um runter zu kommen.
Als sie den Flugplatz erreichten parkte Raymond das Auto und sah Azari dann an. Anschließend stieg er aus, damit er ihre Beifahrertüre öffnen konnte. „Was ist los? Du wirkst plötzlich so ernst?"
„Es ist nichts." Raymond blickte zu ihrem Piloten rüber und holte dann die Tasche aus dem Auto. „Komm. Brechen wir auf."
Diese süßen kleinen Füße. Elizabeth konnte nicht aufhören die winzigen Füße zu halten und lächelte Eleonora an. Um die Kinder besser auseinander zu halten trug jede von ihnen ein Kettchen um ihren Fuß. Zwei der Kinder schliefen nur Liz war wach und leg in Donalds Arme. „Du machst das ganz gut."
„Sie schaut wie Reddington", fand Donald und sah kurz zu Elizabeth. „ich weiß nicht ob sie mich dazu bringen will etwas für sie zu tun oder ob sie spucken möchte."
Elizabeth musste lachen und schüttelte dann ihren Kopf. „Sie ist ein Baby Don."
„Ein gerissenes Baby ich sag es dir. Vielleicht flüsterte sie uns gleich einen neuen Namen aus der Blacklist vor."
Elizabeth musste wieder lachen und bekam so Dembes Aufmerksamkeit, der wieder ins Wohnzimmer kam. Er hatte nach Agnes gesehen die im Schlafzimmer von Red eingeschlafen war. „Was ist den so komisch Elizabeth?"
„Ach Don macht ein paar Scherze. Ich denke er ist von Liz eingeschüchtert."
Dembe musste lächeln und schaute nach den Drillingen. Alles war okay. Die Kinder waren gefüttert, gewickelt und schliefen. Außer Liz. „Danke das du vorbeigekommen bist Elizabeth."
„Mach dir darüber keine Gedanken", sagte Elizabeth sofort. „Ich bin gerne hier und helfe."
„Ihr könnt gerne hier schlafen", schlug Dembe vor. „Du auch Ressler."
„Ja ich denke… Ich bleibe", sagte Donald und lächelte etwas. „Ich frage mich wie Azari und Raymond das alleine hinbekommen."
„Azari liebt ihre Aufgabe als Mutter", sagte Dembe. „Sie lässt mich nur sehr selten mithelfen."
„Dann wundert es mich nicht dass Raymond sie hier mal rausgeholt hat. Etwas Abwechslung ist Wichtig", fand Elizabeth.
„Ja… Aber…" Dembe schwieg plötzlich nachdenklich und sah Elizabeth wieder an. „Es hat noch einen anderen Grund."
„Was meinst du?" Don behielt das Neugeborene im Arm und beobachtete wie Dembe zu einem Schrank lief und aus diesen ein paar Zettel heraus nahm. „Raymond bekam Drohungen. Es ist nichts ernstzunehmendes aber er brauchte einen Klaren Kopf um zu überlegen wie er weiter vorgehen soll."
„Darf ich?" Elizabeth stand auf und nahm die Zettel an sich. „Wo hat er die bekommen?"
„Das wollte er nicht sagen." Dembe sah beunruhigt auf die Zettel. „Darum bin ich mit den Drillingen in ein anderes Safe House gekommen."
„Das klingt nicht gut", sagte Elizabeth und zeigte Don ein paar der Zettel.
„Seit wann bekommt er die?" fragte er daher Dembe.
Der große Mann schüttelte seinen Kopf. „Nach der Menge zu beurteilen ein paar Wochen. Aber gesagt hat er es mir erst vor einer Woche."
„Das sieht ihm nicht ähnlich. Hat er es wirklich nicht ernst genommen?"
„Nein." Dembe presste seine Lippen zusammen. „Aber ich würde dem gerne nachgehen."
„Wir können uns das anschauen. Ich rufe Red nachher an und frage ihn was es damit auf sich hat."
„Danke Elizabeth." Die Stille wurde unterbrochen als Jen plötzlich protestierte und zum Weinen anfing. Dembe war es der sofort zu ihr ging und sie hoch nahm. „Wein nicht kleine Prinzessin", sagte er und wiegte sie sanft in seinen Armen. Als sie dann schon wieder wegdämmerte griff Elizabeth sich ihr Handy und wählte Reddingtons Nummer. Es klingelte und klingelte. „Er nimmt nicht ab."
„Vielleicht sind er und Azari ja auch Beschäftigt", gab Don zu bedenken.
„Raymond weiß dass wir ihn nie ohne Grund anrufen würden", sagte Dembe ernst. „Probiere es bei Azari."
„Bin schon dabei… Hm… Nein es ist aus." Elizabeth steckte ihr Handy ein und sah wieder auf die Drohzettel. „Mein Gefühl sagt mir das etwas nicht stimmt."
„Sollen wir Aram anrufen?" fragte Don ruhig nach. „Er könnte das Telefon Orten."
„Ich versuche es noch einmal bei Red." Es klingelte wieder, aber er ging nicht ran. „Ich…" Elizabeth sah auf das Telefon runter dachte ganz genau nach. Wenn etwas passiert war, zählte jede Minute. „Ich rufe Aram an."
Sie hatten keine andere Wahl als Scotty anzurufen. Dembe und Elizabeth mussten sich einfach bei der Suche nach Raymond und Azari beteiligen. Entsprechend nervös warteten sie darauf das Scotty soweit den Überblick über alles hatte. „Wartet stopp noch einmal", sagte Scotty und blickte in die große Wiege die im Wohnzimmer stand. Die Drei Neugeborenen Drillinge lagen darin. „Das da sind Raymonds Kinder? Und ich will auf sie aufpassen weil er verschwunden ist?"
„Es ist wirklich Wichtig", sagte Elizabeth. „Und wir müssen los. Scotty bitte…"
„Ja schon gut. Schon gut", sagte Scotty und musste lächeln als sich eines der Mädchen streckte. „Ich passe auf sie auf. Agnes schläft?"
„Ja im Zimmer nebenan."
„Seht gut. Nun. Wenn ihr Raymond findet, sagt ihm, das er mir was schuldet."
„Danke." Elizabeth schaute zur Haustüre als Dembe herein kam und ihr zunickte. „Scotty die Windeln liegen im Kinderzimmer und Ich habe die Milchflaschen auf den Küchentresen gestellt. Die Mädchen haben vor einer Stunde gegessen also werden sie in der nächsten Stunde wieder Hunger haben."
„Ich finde mich zu Recht." Scotty beobachtete wie Elizabeth ging und sah selbst runter zu den Drillingen. Die Kleinen waren unheimlich niedlich und noch vollkommen zerknautscht. Wie sehr sie Babys vermisste… Wie sehr sie ihren Jungen vermisste.
Elizabeth stieg in Dembes Auto. „Wir fahren zum Flugplatz", sagte Dembe. „Vielleicht finden wir dort die ersten Infos."
„Ist gut." Liz holte tief Luft und schloss einmal ihre Augen. Als ihr Handy klingelte nahm sie es und stellte es auf Lautsprecher. „Aram, wir sind auf dem Weg zum Flugplatz."
„Deswegen rufe ich an. Es gab einen Notruf bei der Polizei. Man hat ein Leichtflugzeug auf dem Flugplatz gefunden und…"
„Was ist es Aram?" fragte Dembe ernst nach.
„Die Person meldete dass die Maschine voller Blut sei."
Als sie den Schauplatz erreichten war die Polizei bereits vor Ort. Elizabeth zeigte ihren Ausweis und trat mit Dembe näher an die Maschine. Es gab eine Blutlache direkt vor der Maschine und im Innenraum war ebenso alles Blutverschmiert. Aber es gab keine Leichen. „Elizabeth…"
„Noch wissen wir nichts", sagte Elizabeth ernst. „Noch ist es nicht sicher."
„Las Vegas ist eine so Lebhafte Stadt. Ich wollte dir dass unbedingt einmal zeigen", sagte Raymond in Azaris Richtung. „Es gibt so viele leckere kleine Häppchen die man sich jeder Zeit greifen kann und die After Show! Oh Azari du hättest es gelieb-" ein weiterer Schlag mit der Faust gegen sein Kinn, traf sein Gesicht. Raymond brauchte einen Moment um Klar denken zu können, ehe er einfach weiter sprach. „Und die Niagarafälle. Ich verstehe… Ich verstehe nur nicht was die Menschen daran Romantisch finden. Weist du es?" er sprach sie wieder an. Er saß gefesselt auf einem Stuhl. Nur eine Armlänge entfernt saß Azari. Jemand griff nach ihrem Kinn und schlug sie nun ebenso. Raymond konnte kaum etwas erkennen. Seine Augen waren geschwollen und bestimmt schon Grün und Blau. Blut tropfte aus seiner Nase. „Elisabeth war eine wundervolle Prima Ballerina. Ballett ist eine gute Sache. Kinder lernen so viel bei diesem Sport." Ein weiterer Schlag. Raymond versuchte danach seine Augen weit zu öffnen um seine Orientierung wieder zu bekommen. Azari kam wieder zu Bewusstsein, als ein weiterer Schlag sie traf. Raymond konnte das sehen. „Und die Strände von…" wieder schlug ihn jemand und dieses Mal verlor er sein Bewusstsein.
„Raymond…" Azari sah wie sein Kopf vor kippte und er erst einmal nicht mehr reagierte. Sie wusste nicht was man von ihnen wollte. „Raymond…" flüsterte sie und musste Husten, weil sich Blut in ihrem Mund sammelte. Ihm durfte nichts passieren. Nicht ihm. „Ray…" Azari zuckte zusammen als sie plötzlich spürte wie man ihre Hand festhielt. Was passierte hier? Nur Träge konnte sie sehen wie jemand einen Hammer hob und dieses mit voller Wucht auf ihre Hand schlug. Der Schrei den sie von sich gab weckte Reddington wieder auf.
Raymond schnappte auf, wie jemand etwas von Finger sagte und sich jemand anderes Azaris zerschmetterte Hand griff. „Wartet", sagte er sofort und versuchte möglichst gelassen zu sein. „Ihr wisst wer ich bin. Ich kann euch geben was ihr wollt, aber verschont sie."
Er bekam keine Antwort. Gebannt waren seine Augen auf Azaris Hand gerichtet und dem Messer das plötzlich auf funkelte. „Wenn ihr das tut schwöre ich, dass ich euch Töte!" man beachtete ihn nicht einmal. Raymond versuchte Azari anzusehen und er wollte sich entschuldigen, weil er es war, der sie in diese Situation gebracht hatte. Gerade als der Mann ansetzten wollte ihren Finger abzuschneiden, ertönte ein lautes Ohrenbetäubendes Signal. Der Mann hielt inne und sah in eine Ecke hoch, ehe er seine Arme zur Seite hob und mit den Schultern zuckte, ehe er ging. Wohin hatte er gesehen? Raymond versuchte etwas in dem schlecht beleuchtenden Ecken zu sehen und glaubte eine Kamera zu entdecken. Nahm man das hier gerade auf? Wenn ja, war das hier die beste Chance die sie hätten um gefunden zu werden. Inzwischen musste jemand das Flugzeug entdeckt haben, oder das Blut… Dembe und Lizzy wären auf der Hut. „Azari", sagte Raymond müde aber konzentriert. „Rede mit mir." Sie saß schlaff da, mit dem Kopf nach vorne gebeugt.
„Er ist es", flüsterte Azari und hob ihren Blick damit sie Raymond ansehen konnte.
„Wer?"
„Er riecht danach."
„Wonach?" Raymond wusste nicht wie viel Zeit sie hätten und Azari schien das auch zu wissen, trotzdem blieb sie so ruhig. Dabei müsste sie furchtbare schmerzen haben. „Burger…"
„Burger?" Raymond konnte damit erst einmal nicht viel Anfangen. Burger… Meinte sie etwa…? In den letzten Wochen war er mit Azari hin und wieder in ein kleines Imbiss gegangen. Sie beide mochten die Atmosphäre die dort herrschte aber… Sein Blick fiel auf Azari die nun ihre Hand versuchte zu öffnen. „Mein Daumen und Zeigefinger sind gebrochen. Vielleicht auch der Kleine Finger und die Mittelknochen."
„Wir kommen hier raus", sagte Raymond. „Wir müssen nur…" Er hielt Inne als Azari ihre verletzte Hand versuchte aus der Schnalle zu ziehen. Von ihnen beiden waren die Hände, die Füße und die Hüfte an dem Stuhl gefesselt. „Was hast du vor?" fragte er sie leise.
„Ich muss uns raus bringen. Ray wir werden hier sterben", sagte sie möglichst gefasst und schaute ihn an. „Ich kann das." Sie musste es schaffen. Sie hatte schreckliche Angst, aber jetzt blieb keine Zeit für Angst. Sie mussten hier rauskommen. Ihre Hand knackte und sie spürte wie ihre angebrochenen Finger auch knackten. Sie stöhnte auf und zog nun ihre Hand aus dieser engen schnalle. Als sie es geschafft hatte, sammelten sich Tränen in ihren Augen, aber sie versuchte alles um irgendwie die Gurte von ihrer anderen Hand zu lösen. Raymond war fassungslos als er das sah. Woher holte sie diesen Willen? Er fragte ich wie gut er sie überhaupt kannte und da erinnerte er sich an ihre geplante Entführung und wie sie diesen Kerl ausgeschaltet hatte. In ihr steckte mehr als er gedachte hätte. „Azari! Warte… Ich höre etwas." Und ohne dass er ihr wieder etwas sagen musste, holte sie tief Luft und steckte ihre Hand zurück in die Schnalle. Gerade noch Rechtzeitig. Azari sah Raymond in die Augen und wusste, das sie jetzt wieder eine Tortur durchstehen mussten…
„Tadashi hast du etwas gefunden?" Elizabeth stand im Post Office und stand dicht bei Dembe. Er reichte ihr sofort das Telefon. „Prinzessin Lea!" hörte sie Tadashis Stimme. „Hallo meister Yoda", sagte Elizabeth zurück. „Dembe sagt du hast Infos?"
„Und was für welche!" Tadashi biss von irgendetwas ab und blickte auf seinen Bildschirm. „Ich schicke deinem Freund diesem Aram mal ein Code rüber. Er soll ihn aufrufen aber Achtung. Der Link schickt euch direkt ins Dark web!"
„Das Dark Web? Aber wieso?" hakte Elizabeth nach und lief zu Aram rüber.
„Er soll es einfach öffnen. Und Lea? Meine Mum wird dich umbringen, aber sie versteht wie Wichtig das ist und… Verliert nicht zu viel Zeit." Tadashi legte auf. Elizabeth seufzte tief und schaute Aram an. „Du bekommst gleich eine Email von Tadashi… Er arbeitet mit Raymond zusammen. Er hat wohl eine Spur gefunden."
„Eine Spur?" Aram sah auf seinen Computer und als die Mail ankam öffnete er diese sofort und betrachtete sich den Code. „Raffinierter Typ dieser Tadashi… Dann wollen wir mal."
„Habt ihr was?" Don kam näher genauso wie Alina und Dembe. „Das sehen wir gleich", sagte Aram der Gruppe und als der Code sich entschlüsselte und eine Website zeigte, herrschte Stille. „Ein Live Blog", sagte Aram leise und entsetzt. Man konnte ganz deutlich Azari und Raymond auf zwei Stühle sitzen sehen. Beide wirkten mehr Tod als Lebendig. „Hat es Ton?!"
„Nein." Aram schüttelte seinen Kopf. „Es ist ausgeschaltet aber vielleicht kann ich mich reinhaken… Sekunde…" Es brauchte etwas, aber als er es hinbekam hörte man tatsächlich etwas.
„Kannst du das Orten?" fragte Dembe sofort nach.
„Bin schon dabei aber… Oh, oh… Da tut sich was."
Elizabeth hielt den Atem an und griff nach Dembes Arm, als dieser Mann mit einem Schlachtermesser in Bild trat. „Beeil dich Aram!"
Als dieses Signal ein weiteres Mal erklang, war Raymond nicht mehr bei Bewusstsein. Azari hielt sich mit schierem Willen wach und beobachtete wie der Mann den Raum verließ. Er hatte damit gerechnet dass sie bereits Tod wären. Und beinahe hatte er damit auch Erfolg gehabt. Raymond war schwer verletzt und blutete. Er würde hier sterben. Sie würde hier auch sterben. Aber nicht Kampflos. Jetzt hatte sie nichts mehr zu verlieren. Also holte sie ihre ruinierte Hand wieder heraus und öffnete unter den größten Schmerzen die Schnallen an ihrer anderen Hand. Als diese Frei war beugte sie sich runter und öffnete die schnallen ihrer Füße und Hüfte. Jetzt musste sie nur aufstehen. Ihre Kniescheibe war zerschmettert worden. Schreiend griff sie nach ihrer Stuhllehne und biss ihre Zähne zusammen. Sie musste seine Blutung am Bein stillen. Sie suchte seinen Gürtel und öffnete diesen mühsam. Dann zog sie ihn aus seiner Hüfte und band diesen um seinen Oberschenkel. „Ray…" flüsterte sie und legte ihre gute Hand an seine Wange. „Ray… Wach auf bitte… Bitte du musst durchhalten…" er reagierte nicht. Azari konnte die Tränen in ihren Augenwinkeln nicht mehr zurückhalten. Schluchzten küsste sie ihn und hörte ein Geräusch. Der Mann würde zurückkommen. „Ray… Halte noch durch." Es hatte ihn ziemlich übel erwischt. Drei Runden hatte der Kerl mit ihnen gemacht. Das hier wäre nun die vierte Runde. Die Finale Runde. Raymond hatte ihn provoziert. Er hatte schier gekämpft damit der Kerl von ihr abließ und sich ihn vornahm. Azari setzte sich wieder und legte ihre Arme auf die Stuhllehne. Mit einem Beil hatte er Raymond Verletzt. Er hatte mehrfach damit auf ihn eingeschlagen. Wieso? Wieso sie beide? Hatte er sie etwa ausgesucht? Azari erkannte seinen Geruch überall wieder. Er roch nach Fett und Widerlichem Parfüme. Sie würde ihn töten. Egal was käme aber sie würde ihn töten.
Aram konnte nur auf den Bildschirm starren. Cooper stand direkt neben ihm. Das Team und Dembe waren Los gefahren um die Gruppe da rauszuholen. Wobei Dembe als erster Los ist. Im Moment hatte er eine direkt Leitung zur Task Force und schluckte einmal. „Leute… Es geht jetzt zur Sache."
„Was meinst du?" fragte Donald sofort und fuhr noch etwas schneller. Aram fand kaum die passenden Worte um das alles zu erwidern. „Reddington reagiert nicht mehr und Azari hat sich befreit. Sie ist aber schwer verletzt und… Jetzt kommt er zurück."
„Wie weit noch…" murmelte Don zu sich selbst und sah flüchtig zu Elizabeth. Würden sie es schaffen? Was würde geschehen? Er musste sich beeilen.
„Jetzt oh… Oh!"
„WAS?!" fragte Elizabeth sofort lauter nach und spürte ihr Herz rasen. „Aram was passiert?!"
„Er ist Tod!" sagte Aram durch das Headset. „Er bewegt sich zumindest nicht mehr! Sie hat ihn zu Boden gerissen und ihm das Genick gebrochen. Es klang zumindest wie sein Genick."
„Und Azari?" fragte Ressler ernst nach.
„Ihr geht's gut! Denke ich. Oh… Das Netz rastet gerade total aus." Sie hatten fast zwei Tausend live Zuschauer. Aram war noch dabei die Seite Offline zu setzten, aber das brauchte eine Weile. Indessen Poppten unter dem Video immer mehr Nachrichten auf.
„Aram", Cooper sah seinen Mitarbeiter ernst an. „Kannst du die Seite Raus nehmen?"
„Ja ich bin dabei…" seine Finger fuhren über die Tastatur und letztlich schaffte er es die Seite Offline zu setzten, ehe er Cooper ansah. „Er hätte sie beide getötet", murmelte er. „Und sie sind nicht seine ersten Opfer."
„Was meinst du?" Harold spürte sein Hals trocken werden.
„Ich meine dass dieser Kerl dutzende Menschen auf diese Weise getötet hat. Das hier war…" Aram sah runter auf den Bildschirm. „Die Leute haben gewettet. Der Typ hat sich eine Goldene Nase an dieser Sache verdient."
„Das war ein Soziopath", sagte Cooper ruhig. „Ich brauche einen Whisky."
„Ich auch. Reddington er… Er sah nicht gut aus."
„Ich weiß." Cooper wusste, das was auch immer da eben passiert war… Das hier würde nicht gut für Raymond enden. Und für Azari genauso… „Cooper!" Arams Stimme hielt ihn auf. „Was gibt es noch?"
„Das müssen Sie sehen…" Harold dachte kurz nach und kam dann zurück zu Aram, der die Website unter die Lupe nahm. „132 Opfer."
„Was?!" Harold blickte auf de verschiedenen Ordner und deren Anzahl. „Hier ist Reddingtons Ordner. Ich glaube der Kerl wusste nicht mal wer das ist." Aram öffnete den entsprechenden Ordner und dort waren fast Zwölf Videos zu sehen. Vier davon aus dieser Halle… Die anderen Acht hingegen… „So hat er sie sich ausgesucht", murmelte Harold. „Öffne das erste Video."
„Ein Moment." Aram öffnete es und hielt den Atem an. Die Kamera steckte in einer Pflanze oder ähnlichem, den etwas Grünes war leicht im Weg von dem Bild. Das Bild zeigte einen Tisch und wie sich zwei Personen dort hinsetzten. Es waren Nahaufnahmen. Red und Azari konnte man gut erkennen. Sie bemerkten nichts von dieser Bedrohung. „Sie waren dort nur essen", sagte Aram. „Es war doch nur ein essen!"
Harold konnte nichts dazu sagen. War Reddington wirklich in so eine Falle geraten? War das sein entscheidender Fehler den er getroffen hatte? Sein letzter Fehler? „Er ist Tod… Sie auch", murmelte Aram. „Wie sollen sie das überlebt haben?!" er war so frustriert! Wieso auf einmal? Durch was sind die beiden schon durchgegangen und jetzt endete alles? Einfach so? Als er Coopers Hand auf seiner Schulter spürte sah Aram ihm in die Augen und holte tief Luft. „Ich… Ich muss kurz raus."
„Okay." Cooper ließ Aram die Zeit die er bräuchte. Er selbst bezweifelte stark das Azari oder Raymond noch lebten. Beide hatten zu viel durchgemacht. Harold wollte nicht erahnen, was Elizabeth und der Rest dort vor finden würde… Er selber könnte den Anblick wohl auch kaum ertragen. Raymond war zu einer Art Freund geworden, so verrückt das alles auch war und sein Verlust würden sie alle nicht so leicht verdauen können. Dazu… Die Drillinge. Das sie so früh ihre Eltern verlieren würden… Nein. Nein er musste hoffen, dass beide es schaffen würden. Alles andere wäre jetzt einfach viel zu traurig.
So! Das vorletzte Kapitel :)
Wenn ich alles Fertig habe, werde ich die FF noch einmal Korrektur lesen, was DRINGEND nötig ist.
Liebe Grüße
