Elizabeth öffnete eine Türe nach der anderen. Sie befanden sich in einer Stillgelegten Lagerhalle. Don gab ihr und Alina Deckung während sie ein Raum nach dem anderen Absuchten und als sie letztlich die Richtige fanden, blieb Liz das Herz fast stehen. Dembe war schon hier. Die Tür muss hinter ihm zugefallen sein. Er hatte Raymond von dem Stuhl gebunden und versorgte die Verletzungen. Er war blass und Leblos. Elizabeth sah ihn nicht einmal Atmen. Alina wiederum eilte auf Azari zu und drehte sie auf ihren Rücken. „Sie hat keinen Puls!", sagte sie und begann sofort mit Lebensrettende Maßnahmen.

„Es ist zu spät", sage Dembe und berührte Raymonds Wange. „Es ist zu Spät."

„Nein." Elizabeth kniete sich bei Dembe runter und fühlte selbst nach Raymonds Puls. Sie wartete… Lange… Nichts. „Nein!" Panisch sah sie zu Azari die aber auch keine Regung zeigte. „Nicht so! Raymond!" Elizabeth rüttelte ihn an seiner Schulter und schluchzte leise auf. „Nicht jetzt!" nicht auf diese grausame Weise. „Elizabeth…" Dembe hatte ebenso Tränen in den Augen und griff nach ihrer Schulter. „Dembe er kann nicht einfach… Wieso?" fragte sie und spürte wie er sie in seine Arme zog und sie sehr stark festhielt. „Er liebte dich sehr", sagte Dembe. „Er liebte dich sehr, vergiss das nicht."

„Er brauchte uns. Sie beide brauchten uns und jetzt sind sie Tod? Wieso mussten sie so sterben!"

Donald fühlte sich wie vom Blitz getroffen. Liz Zusammenbruch… Zusehen wie Alina trotzdem versuchte Azari zurück zu holen… „Ich habe meine Leute angerufen. Sie holen beide ab."

„Nein… Nein wir müssen es versuchen!"

„Elizabeth ich habe es versucht er hatte zu viel Blut verloren." Dembe löste sich nicht von ihr sondern gewährte es Elizabeth in seinen Armen zu weinen. „Wir haben alles getan. Jetzt ruhen sie."

„Nein…" Elizabeth löste sich von Dembe und beugte sich wieder über Raymond, ehe sie ihm seine Stirn küsste und seine Wange. „Ich Liebe dich. Ich liebe dich so sehr. Bitte wach auf Raymond! Wach auf! Du darfst jetzt nicht einfach gehen! Wir hatten doch kaum Zeit zusammen." Er war zwar nicht ihr Leiblicher Vater, aber er hatte sich von Klein auf um sie gekümmert. Er war dieser Schatten den sie auf jeder ihrer Schulaufführungen gespürt hatte. Er war derjenige der sie beschützt hatte ohne dass sie wusste, dass es ihn gab und es hatte ihm immer gelangt. Immer. Und dann war er aus dem Schatten getreten, weil er sie beschützen wollte. Vielleicht hätte er von Anfang an ehrlich zu ihr sein sollen ja. Das hätte er. Aber so war es nun mal nicht gelaufen. Sie hatte gelernt ihm vertrauen zu müssen. Sie hatten sich beide lieben gelernt und jetzt war er weg? „Raymond…" Elizabeth berührte noch einmal sanft sein Gesicht und küsste seine Schläfe. „Papa", flüsterte sie leise. Er war ihr Vater gewesen, so wie Sam es für sie gewesen war. „Liz du musst hier raus", sagte Dembe und griff nach ihren Schultern. „Komm… Komm mit an die frische Luft." Und Dembe musste wirklich Kraft aufbringen, um sie von dort weg zu bekommen.

Dembe sah zur Sonne hoch und schloss seine Augen damit die warmen Strahlen sein Gesicht berühren konnten. Diese so natürliche wärme, ließ ihn eine Sekunde lang den Schmerz vergessen den er in seinem Herzen spürte. „Ich glaube ich bekomme keine Luft." Als er Elizabeths Stimme hörte, schaute er sie direkt an und legte eine Hand an ihre Schulter. „Ganz ruhig Elizabeth. Atme tief ein und aus. Tief ein und aus", er wollte ihr zumindest helfen. Elizabeth musste sich auf einen Stein setzten und senkte ihren Blick. Erst als sie sich wieder im Griff hatte, sah sie zu Dembe hoch und musterte ihn. „Sag mir das es ein Trick ist Dembe. Wir sind jetzt unter uns. Bitte… Sag mir das Raymond das alles geplant hat!"

„Es tut mir Leid. Das kann ich nicht." Dembe sah wieder zum Himmel hoch und presste traurig seine Lippen zusammen. „Aber er hat es geahnt."

„Was?" Liz sah mit Tränen in den Augen zu Boden. Sie hatte nicht mehr die Kraft Dembe anzusehen.

„Er hat immer wieder gesagt, dass er Alt ist und es immer soweit sein kann. Er hat Vorkehrungen getroffen und Wünsche geäußert. Ich habe so vieles zu tun. Jetzt wo es geschehen ist."

„Wieso hat er nichts über die Drohungen gesagt? Wir hätten das alles viel schneller klären können!"

„Ja. Wir hätten alle mehr tun können, wenn wir mehr gewusst hätten. Elizabeth… Raymond liebt dich… Er liebte dich sehr. Du bist diejenige die sein Geschäft weiter führen wird. Wir müssen jetzt einen klaren Kopf behalten. Wir beide müssen so vieles klären.

Liz sagte lange nichts mehr sondern schloss nur ihre Augen und fuhr sich mit einer Hand über ihr Gesicht. „Was… Was wollte er im Falle dessen das er… Wann hat er das entschieden?"

„Vor Acht Monaten." Dembe blieb stehen wo er war und ließ sein Gesicht weiterhin von der Sonne wärmen. „Er wünscht sich, dass er an einen ruhigen Ort Beigesetzt wird. Er hat ein stück Land gekauft an der Küste von Cuba und möchte dort beigesetzt werden. Mit dem Blick auf das Meer. Wir waren vor ein paar Jahren einmal dort. Wir hatten die ganze Nacht lang gesprochen und so viel Getrunken…" Dembe musste lächeln und sah Liz nun wieder an. „Und Azari soll bei ihm Beigesetzt werden, wenn ihr etwas zustoßen sollte."

„Die Drillinge…" Elizabeth hielt sich nun die Hand an den Kopf und schluchzte fast wieder auf.

„Raymond war diesbezüglich ganz klar", sagte Dembe ernst. „Er will das die Drei zusammen bleiben. Ich soll nach einer Familie suchen, die sie aufnehmen würden."

„Sie sollen weg?" Elizabeth hielt den Atem an. „A-Aber wieso? Wir können doch auf sie aufpassen?"

„Ich weiß das habe ich ihm auch gesagt aber er will es so. Und ich kann es auch verstehen."

„Sie würden nie erfahren wer sie wirklich sind", sagte Elizabeth. „Ich weiß was das für ein Gefühl ist! Und es hat mich aufgefressen."

„Und wenn du dein Leben von Anfang an in diesen kreisen gehabt hättest? Würdest du dann jetzt eine FBI Agentin sein? Dieses Leben… Unser Leben Liz, würde den Kindern viele Chancen nehmen."

Elizabeth holte tief Luft. „Und darum wurdest du zu Sam gebracht."

„Dann werde ich sie beschützen. So wie Raymond mich beschützt hat."

Dembe sah Elizabeth lange an und fragte sich ob sie sich wirklich damit zufrieden geben würde. „Ich muss Los Elizabeth. Wir müssen später noch vieles klären."

„Kann ich mich von beiden verabschieden? Von Red und Azari? Wo sind sie? Wo werden sie hingebracht?"

Dembe sah wieder hoch zum Himmel und schüttelte seinen Kopf. „Es tut mir Leid Elizabeth. Ich bin ganz nach Raymonds Protokoll gegangen, damit nichts und niemand sein Leichnam abfangen kann."

Kein Abschied. Elizabeth holte tief Luft und versuchte ihre Schultern zu strecken. „Ich kann es nicht glauben Dembe. Als ich zu Letzt mit ihm gesprochen habe… Wenn ich etwas geahnt hätte… Es hätte nicht vorbei sein müssen."

„Alles endet einmal." Dembe war selbst zutiefst erschüttert. „Ich habe meinen Bruder verloren. Raymond war schwierig aber wenn man ihn kannte, dann war es anders. Ich habe eine schöne Zeit an seiner Seite gehabt und ich werde ihn mein ganzes Leben lang vermissen. Und für ihn werde ich auf seine Kinder aufpassen. Auf dich. Jennifer. Eleonora, Liz und Jen. Ich werde jetzt für euch da sein. An seiner Stelle."

„Jennifer? Sie wollte nie etwas mit Reddington zutun haben", murmelte Liz und sah Dembe an.

„Das stimmt. Aber er hat sie seit er sie gefunden hatte, nicht mehr aus den Augen gelassen. Sie wollte keinen Kontakt und sie wünschte sich ein normales Leben. Raymond hat das akzeptiert."

Wie ein Schatten der im Dunkeln über einen Wachte. Elizabeth presste traurig ihre Lippen zusammen. „Dembe wir müssen so vieles klären."

„Das müssen wir Elizabeth. Ich werde mich um ein paar Dinge kümmern. Wenn du soweit bst treffen wir uns im Safe House."

Es war das pure Grauen, was Donald in dieser Halle vorfand. Dieser verrückte sammelte Trophäen seiner ganzen Opfer. Und er hatte bereits zwei Plätze für Azari und Red frei gemacht. Wenn Azari ihn nicht getötet hätte… Donald hätte es jetzt getan. Er wusste noch nicht was er fühlen sollte. Reddingtons Leute waren aufgetaucht und haben beide Leichen eingesackt. Der Dritte, der Verbrecher würde an sie überstellt werden. Ihr Team vom FBI war bereits da und nahm alle Spuren auf. 132 Gläser. 132 Menschen die auf die gleiche Weise von ihnen gegangen waren. Voller Angst, Leid und Schmerzen. Donald fragte sich on Azari und Raymond sich haben voneinander verabschieden können. Er fragte sich ob ihnen klar war, dass jede weitere Sekunde ihre letzte sein könnte. So wie er Reddington kannte, war sich dieser dem vollkommen bewusst gewesen, das er hier sterben würde. Was war das für ein Gefühl? Sie waren nicht alleine gewesen. Der Gedanke traf Donald mehr als er gedacht hätte. Beide sind im Beisein des jeweils anderen gestorben und Raymond vermutlich sogar vor Azari. Was ihr wohl durch den Kopf gegangen war? Sie musste es ebenso gewusst haben. Niemand sollte auf diese Weise sterben müssen.

„Das sind viele Opfer", sagte Alina und kam bei Ressler zum stehen. „Wir werden das hier jetzt auch einpacken und die Opfer identifizieren."

„Ich frage mich", sagte Donald. „Warum Reddington? Wie konnte er ihm in die Falle laufen?"

„Ich habe mit Aram telefoniert", sagte Alina leise und musterte Don. „Er sagte dass es purer Zufall gewesen sein muss. Er hat Video gefunden und… Laut den Rechnern die hier sind… Wir werden viel durcharbeiten müssen."

„Wo ist Elizabeth?"

„Sie ist draußen und denkt nach. Es geht ihr ziemlich schlecht." Alina sah zu Boden und holte tief Luft. „Also ist es nun zu Ende."

„Ja", sagte Ressler. „Es ist viel zu Früh zu Ende gegangen." Damit schritt er weg und suchte Elizabeth. Er fand sie auf einem Stein sitzend vor und kam langsam näher. „Liz?"

„Ja…" fragte sie Monoton und sah zu ihm hoch.

„Es ist besser wenn wir jetzt gehen Elizabeth. Wir haben viel zu klären."

„Dembe hat gesagt, dass Raymond an einen unbekannten Ort beerdigt werden will", sagte Liz leise. „Zusammen mit Azari. Dembe sagte…" Elizabeth musste tief Luftholen. „Er wollte an einen Ort beigesetzt werden, auf welchem man das Meer sehen würde. Ihm gefiel die Vorstellung an einem ruhigen Friedlichen Ort Beigesetzt zu werden und es klingt irgendwie schön. Findest du nicht auch?"

„Er will nicht das man weiß wo es ist?" fragte Don nach und reichte Elizabeth seine Hand.

„Ich denke", fing Liz an und stad mit seiner Hilfe auf. „Er will jetzt einfach seinen Frieden finden, nach so langer Zeit. Und trotzdem ist es so traurig. Azari sie war so Jung und hatte ihr ganzes Leben vor sich. Und die Kinder. Ihre Kinder sind jetzt Weise…"

„Sie haben dich und Dembe." Sagte Donald erst und griff nach ihrer Schulter weil sie schwankte.

„Nein. Nein er… Er hat auch darüber verfügt."

„Was meinst du?"

„Dembe sagte, das Raymond im Falle seine und Azaris Tod wollte das Dembe die Drei nehmen und neu Anfangen sollte. Andere Identitäten. Ein anderes Leben."

„Was? Aber… Das kann er doch nicht einfach…"

„Don… Ich glaube es ist wirklich das Beste so."

„Dembe wird also die Drillinge übernehmen?"

„Nein… Nein ich denke Dembe wird ein gutes Zuhause für sie finden. Ein Liebevolles zuhause." Elizabeth wünschte sich das sehr für sie, aber es tat ihr weh sie auch gehen zu lassen. Ressler sah ihr das an. „Liz…"

„Ich werde sie auch verlieren", sagte Elizabeth und musste sich Tränen zurückhalten.

„Lizzy…" Don zögerte nicht und zog sie wieder in seine Arme. „Liz du musst sie nicht verlieren. Du kannst sie doch nehmen? Sie können bei dir auch ein liebevolles Heim haben."

Elizabeth schluchzte auf und klammerte sich an ihren guten Freund. Er war wirklich immer für sie da. Eine Insel des Friedens… Nur für sie. „Alleine?" flüsterte sie. „Wie soll ich das schaffen Donald… Ich würde keine gute Mutter für sie sein."

„Ich bin auch noch da", sagte er ernst und löste sich von ihr damit er sie ansehen konnte. „Ich kann für dich da sein, Elizabeth. Ich weiß wie viel dir die Kleinen bedeuten und jetzt… Jetzt wo die Task Force ihren Sinn verloren hat… Das Team wird aufgelöst werden und ich habe gerade nichts anderes zu tun."

„Du würdest… Du würdest mir mit den Drillingen helfen?"

„Und Agnes", sagte Ressler und holte tief Luft, ehe er sich runter beugte und seine Stirn an ihre lehnte. „Du bist nicht allein Liz. Denk darüber nach. Du musst deine Geschwister nicht verlieren. Und sie müssen dich auch nicht verlieren."

Elizabeth wurde bewusst, was Ressler ihr da sagte. Er würde an ihrer Seite stehen und sie wusste nichts darauf zu erwidern. Donald würde sein Leben für sie auf den Kopf stellen… Das bedeutete… Sehr viel. „Ich fahre dich jetzt zum Post Office Aram hat viele Informationen für uns und dann bringe ich dich zurück zu den Kindern und wenn es okay ist bleibe ich bei dir".

„Donald…"

„Ist es okay?"

„Ja", sagte Elizabeth und blickte Don in die Augen. „Ja es ist okay."

„Dann komm." Er griff sich ihre Hand und führte sie mit sich zum Auto.

Harold saß in seinem Büro und trank ein Glas von seinem Whisky. Er sah auf seinen Bildschirm und blickte immer wieder die ganzen Aufnahmen durch. Die Person. Richard Flecks, der hinter diesem grauenvoll Morden steckte, war ein junger 25 Jähriger Mann. Laut seinem Background war er ein Problem Kind gewesen, der nicht zwischen gut und Böse unterscheiden konnte. Er war lange Zeit in Therapien gewesen und dann vom Radar verschwunden. Er hatte eine Lagerhalle vererbt bekommen und in dieser Halle, hatte er sein Horrorhaus aufgebaut. 132 Menschen Starben dort auf abstoßende Weise. Harold hatte sich viele Aufnahmen sporadisch angesehen. Alle fingen in diesem kleinen Imbiss an. Es war immer die gleiche Perspektive. Eine Person setzte sich und bestellte etwas Bestimmtes von der Karte und schon waren sie drin. Alle Opfer haben sich nämlich das gleiche bestellt. So hatte er sie sich ausgesucht. Das ganze wurde dann Online gestellt, bis es dann zur Entführung und der Live Folter kam.

Harold öffnete wieder das erste Video von Reddington und Azari und nahm einen kräftigen Schluck.

* Video 1 *

„Das sieht hier gemütlich aus!" sagte Azari und blätterte in der Karte rum. „Oh Sieh mal Ray!" Azari zeigte auf ein Menü. „Das gibt es mit Kartoffel Pattys! Den probiere ich."

„In einen Burger gehört Fleisch", meinte Reddington und sah auf die Karte runter, ehe er ihre Hand ergriff und diese drückte. „Aber ich bleibe offen für Neues." Sie beide bestellten bei einem Kellner, dem Täter, die Burger und solange sie warteten, waren sie miteinander beschäftigt. Azari sah Raymond n die Augen und beugte sich einmal zu ihm vor, damit sie ihn küssen konnte. Sie saßen sich gegenüber. Er war ihr extra ein Stück entgegen gekommen. „Wir sollten Dembe auch etwas mitbringen", fand sie und fuhr mit ihrem Daumen über seine Hand. „Wenn er schon Babysittet hat er sich das verdient."

„Sicher, das können wir machen." Raymond merkte auf als man ihnen die Burger servierte und beide waren sich schnell einig, dass ihnen dieser sehr gut schmeckte. „Oh mein Gott Ray, das ist köstlich!"

„Und wie!" fand er und biss noch einmal ab. „Hier kommen wir wieder her", entschied er.

* Video 1 beendet *

Cooper fuhr sich mit einer Hand über das Gesicht und sprang auf das vierte Video.

* Video 4 *

Lachend setzten beide sich auf eine Bankhälfte. Raymond hatte seinen Arm um Azaris Schultern und hob seine Hand in Richtung des Kellners. „Wie immer bitte!" rief er dem Kellner zu und widmete sich dann wieder seine Frau. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr und brachte sie damit zum lächeln

* Video 4 beendet *

Cooper tat es weh das zu sehen. Beide wirkten schrecklich Verliebt und Glücklich. Frischgebackene Eltern. Er ertrug das nicht mehr. Deshalb schaltete er den Bildschirm aus und füllte sein Glas nach. Die Task Force würde nun aufgelöst werden. Ohne Reddington machte das hier wenig Sinn und er fragte sich ob das alles hätte verhindert werden können. Täuschte Reddington das vor? Die Videos zeigten etwas anderes. Vielleicht wünschte er sich das auch. Vielleicht sollte er das auch einfach weiter denken. Harold lehnte sich zurück und schloss seine Augen. Er stellte sich vor wie beide frisch Verliebt und Glücklich an der Küste von Kuba standen und sich von der Sonne bräunen ließen. Er stellte sich vor wie der frische Wind des Meeres Azari um die Haare fuhr und sie lächelnd zu Raymond hoch schaute. Beide zusammen. Lebend und Zufrieden. Ein klopfen an seiner Türe ließ ihn aufmerken. Er schaute auf und sah Aram dort stehen. „Hey", sagte dieser. „Ich wollte nicht stören aber… Ich werde erst einmal nach Hause gehen und nachdenken."

Cooper konnte ihm nicht Großartig Antworten. Er nickte Aram nur schweigend zu und widmete sich wieder seinem Getränk.

Scotty sah Schweigend zu Boden als Elizabeth und Don zurückgekommen waren. Die Nachricht haute sie ebenso um. „Raymond Red Reddington. Tod. Hm! Kaum zu glauben…" Ihr Blick schwang zu den schlafenden Neugeborenen. „Was wird nun geschehen? Mit ihnen?"

„Dembe ist für sie Verantwortlich", sagte Elizabeth und lehnte sich zurück in die Couch. Don saß neben ihr und griff sich Elizabeths Hand. Liz wusste das zu schätzen und sah ihn entsprechend an. „Raymond hat es so gewollt."

„Dembe und nicht du?" hakte Scotty verwirrt nach. „Du bist doch seine Tochter."

„Und Dembe sein bester Freund ich… Ich werde mich darin nicht Großartig einmischen", sagte Liz leise. „Es war das was Raymond wollte, für seine Kinder."

„Hm…" Scotty sah wieder zu den Drillingen. „Sie sind sehr niedlich und so wunderschön. Das Raymond so etwas fabrizieren kann?"

„Das lag wohl Großenteils an den Genen der Mutter", sagte Don. „Azari war wunderschön."

„Und so sanft", sagte Liz leise. „Ich glaube Red hat bei ihr einen Ruhepol gefunden…" So wie sie ihren bei Don gefunden hatte. „Und sie waren beide schrecklich glücklich. Habe ich dir erzählt, wie Raymond es mir gesagt hat?" sie schaute Don nachdenklich an.

„Nein bisher nicht", gab dieser zu und wusste das es für Elizabeth gut wäre jetzt zu sprechen, damit sie ihre Trauer irgendwo verarbeiten konnte.

„Ich habe bemerkt, dass Reddington immer recht abgelenkt gewesen ist. Er war oft am Telefon oder schrieb Nachrichten. Dinge die sonst Dembe für ihn tat. Aber ich ließ ihn in Ruhe und dann fast ein Jahr später nahm er mich mit in sein Apartment und da stand Azari. Er stellte sie mir einfach mal kurz als seine Frau vor und ich dachte er würde mich verarschen", lächelte Elizabeth. „Ich konnte nicht glauben, dass beide schon ein Jahr verheiratet waren, aber es erklärte wieso er so abgelenkt gewesen war und manchmal vollkommen in Gedanken war. Zu erst da wollte ich Azari überzeugen sich das noch einmal zu überdenken aber sie… Sie stellte sofort klar, das sie sich nicht in diese Angelegenheit reinreden lassen würde. Sie liebte Raymond und er liebte sie. Mehr war nicht Wichtig. Mehr war ihnen beiden nicht wichtig."

„Er hat es ein Jahr lang verborgen gehalten?" fragte Scotty ernst nach.

„Ja. Ein ganzes Jahr lang. Aber es war okay. Sie beide waren nicht lange zusammen und die Umstände wie beide zusammen gekommen sind, mögen uns seltsam erscheinen aber, sie waren glücklich. Er war glücklich."

„Er hat sie gekauft", sagte Don in Scottys Richtung. „Und sie als Spion nutzen wollen."

„Ah die typische Romanze." Scotty lächelte und stand auf damit sie die Babys ansehen konnte. „Und sie Drei sind daraus entstanden."

* Eine Woche Später *

Elizabeth hatte sich entschieden, dass sie sich verabschieden musste. Es gab zwar keine Leichen aber das musste es auch nicht geben um Raymond und Azari zu Gedenken. Deshalb hatte sie ein gesamtes Restaurant mieten lassen, mit allen wichtigen Personen aus Raymonds Unternehmen. Heute wäre sie hier unter diesen Verbrechern und Mördern. Sie hatte zwar Cooper und dem Rest ihres Teams Bescheid gegeben, aber auch klar gemacht das Reddington Kreis nicht… Passend für Personen wie sie wäre. Sie ließ ihnen die Entscheidung offen zu kommen, aber als sie es doch getan hatten, war sie sehr erleichtert. Natürlich stellte sich hier niemand als ein FBI Agent vor. Ganz im Gegenteil. Jeden Einzelnen ihres Teams stellte sie mit einem falschen Namen vor. Sie alle tranken und aßen das Beste vom Besten. Raymond hätte das so gewollt.

„Leute?" es war Glen der sich erhob und sein Glas hochhielt. „Ich weiß es ist für uns alle nicht leicht. Raymond war einer unserer, vor allem mein Bester Freund. Wir werden ihn alle vermissen." Glen trank einen großen Schluck Wein und setzte sich nicht gleich, er sah Elizabeth an und hob das Glas in ihre Richtung, ehe er sich setzte und sich gleich neuen Wein einschenkte.

Elizabeth musste lächeln und trank ebenso einen schluck. Glen war unheimlich anstrengend aber jetzt schien er sich zurück zu nehmen.

„Ich war einmal mit Reddington fast Vierzehnstundenlang in einem Zwischenboden eines LKWs in Mexiko festgesessen! Der Fahrer wurde erschossen, der Truck entführt und wir steckten mitten drin. Keiner wusste dass wir da noch drin steckten!" erzählte plötzlich einer von Raymonds Leuten. „Und als wir endlich rauskamen, stand Raymond auf, fiel zu Boden, weil unsere Beine Stundenlang eingeklemmt gewesen waren und sagte: Hola, gibt's hier Tequila?" lachend trank der Mann einen Schluck von seinem Glas und schon fing der nächste an eine der Geschichten zu erzählen, die sie mit Reddington erlebt hatten.

Erst viel später als sich die meisten verabschiedet hatten und nur noch Cooper und Dembe bei ihr saßen, seufzte Elizabeth leicht. „Das hat gut getan."

„Das hat es", sagte Cooper und nippte an seinem Scotch.

Dembe sah nur auf seinen Teller und holte tief Luft. „Raymond hätte sich sehr darüber gefreut."

„Ist er Beigesetzt worden?" fragte Cooper ihn plötzlich. „Er und seine Frau?"

„Vor drei Tagen ja. Es liegt an einem wundervollen Ort."

„Das klingt schön." Elizabeth griff sich Dembes Hand und drückte diese. „Werden sich unsere Wege trennen Dembe?"

„Fürs erste", sagte Dembe ernst und blickte Elizabeth an. „Du weißt was du zu tun hast und ich muss tun, was ich tun muss."

„Wohin werdet ihr Vier gehen?" fragte Harold Dembe und lehnte sich zurück. „Werdet ihr neue Identitäten nehmen?"

„Die haben wir bereits", sagte Dembe und schaute Cooper an, dabei löste er seine Hand von Elizabeths. „Und wir haben einen Ort gefunden an den wir gehen werden. Ich habe mich entschlossen die Kinder nicht wegzugeben, so wie Raymond es wollte", sagte Dembe und schaute Liz wieder an. „Sie bleiben bei mir und sie werden wissen wer ihre Eltern waren. Aber wir werden gehen und lange Zeit vom Radar verschwinden. Solange bis sie dich kennenlernen wollen."

Elizabeth musste traurig lächeln. „Ich werde euch nicht suchen", versprach sie ihm. „Damit ihr sicher seit."

„Danke Elizabeth. Wir werden morgen Abend abreisen. Wir sind im Safe House, wenn du dich verabschieden willst."

„Aber natürlich will ich das! Ich werde da sein."

„Gut…" Dembe erhob sich nun und verabschiedete sich für die Nacht.

Cooper blickte Elizabeth nun an, die am Kopfende des Tisches saß und an ihrem Wein nippte. Sie wirkte so… Seltsam. So als müsste sie genau hier sitzen unter all den Verbrechern. „Reddingtons Imperium…" murmelte Harold und betrachtete Liz. „Wenn Dembe sich nicht darum kümmert. Wer tut es dann?"

„Ich habe keine Ahnung." Elizabeth sagte das Atemlos und trank einen schluck von ihrem Wein. „Das war so ein langer Tag nicht wahr? Aber er war schön."

„Das war er." Cooper sagte es zwar nicht, aber er hatte gesehen wie Reddingtons Leute Elizabeth ansahen. Als wäre sie diejenige die nun die Fäden zog. „Ich muss langsam los. Donald wollte mich gleich abholen", sagte Liz und stand auf. „Ich gehe auch jetzt." Cooper erhob sich und folgte Elizabeth nach draußen. Während er auf ihren Rücken sah, fragte er sich wie viel sie wirklich vor ihm verbarg.

Der Abschied fiel ihr schwerer als Gedacht. Elizabeth küsste die Wangen und Hände der Mädchen und richtete sich am Ende wieder auf damit sie Dembe ansehen konnte. Er lächelte leicht und wirkte müde.

„Pass auf dich auf Elizabeth", sagte Dembe und schloss sie in ihre Arme. „Und bring dich nicht unnötig in Gefahr."

Liz umarmte ihn fest und genoss die Nähe die sie zu ihm spürte. „Leb wohl Dembe. Und wenn es etwas gibt… Sag mir Bescheid."

„Das werde ich." Dembe sah sie und auch Donald an der langsam näher kam. Er nickte dem Mann zu und betrachtete beide. „Ihr habt euch", sagte Dembe ernst. „Aber denkt auch einmal darüber nach, etwas abzuschalten und euch zwei besser zu finden. Raymond würde euch vermutlich San Vito Lo Capo empfehlen. Eine kleine Gemeinde in Sizilien. Sie haben einen wunderschönen Strand", schlug Dembe beiden vor und brachte sie damit zum lächeln „Agnes könnte dort Muscheln sammeln. Vielleicht… Wenn alles anders wäre, würden wir alle dort hingehen und gemeinsam die Sonne auf unserer Haut fühlen, während die Kinder sich von der Natur begeistern lassen und wir den Frieden genießen. Und vielleicht… Vielleicht wenn vieles anders wäre, kommt ihr dort hin und genießt die Schönheit die sich euch bietet und dann… Dann während ihr beiden euch küsst und Agnes Schlösser aus Sand baut, seht ihr in der Ferne eine kleine glückliche Familie. Ein Ehepaar und ihre Drillinge. Ihr seht euch an, ihr erkennt euch, aber ihr schweigt und teilt euch den Strand im Stillen. Ihr lebt euer Leben weiter und sie ihres in Frieden auch. Am Ende des Tages gehen eure beider Familien ihre eigenen Wege."

„Das ist ein schöner Traum", flüsterte Elizabeth und spürte Tränen n ihre Augen steigen.

„Ein Traum über den wir sprechen könnten", schlug Don vor und griff sich ihre Hand. „Wir können das immer noch tun."

„Ja… Ja das klingt gut." Elizabeth und Don verabschiedeten sich von Dembe und den Drillingen und sahen dem Auto noch lange nach. Schließlich als sie beide vollkommen alleine vor dem Safe House standen musste Elizabeth Weinen. Don zog sie schweigend in seine Arme um sie zu trösten. Der Traum ging ihr nicht aus dem Kopf. Der Gedanke dass Raymond doch lebte und alles vorgetäuscht hatte um abtauchen zu können traf sie hart. Sie wünschte sich es wäre wahr. Sie wünschte sich er wäre wirklich in Italien an diesem Strand und genoss die Sonne auf seiner Haut und hörte Azari lachen, während die Drillinge bei ihnen lagen. Sie wären irgendwo da draußen vollkommen glücklich und zufrieden. Sie wünschte sich, es wäre wahr, auch wenn sie niemals zu ihnen könnte. Sie musste sie nicht wieder sehen. Sie wollte nur dass es ihnen gut ging. Mehr verlangte sie nicht. Mehr wollte sie nicht für sich… Sie wünschte sich nur… Das Raymond doch noch etwas für sich gefunden hatte, wofür es sich zu kämpfen lohnte und das er alles dafür tun würde, dieses Etwas für immer zu beschützen. Und trotzdem… So sehr Elizabeth sich das einreden wollte, war da diese schwarze Motte, die das helle Licht störte und wie dieses schwarze kleine Etwas, wie ein Tumor, Fraß sich der Gedanke in sie rein, das beide Tod waren und die Drillinge ihre Eltern nie wieder um sich haben würden. „Ich werde sie beschützen, egal was Dembe sagt", flüsterte Elizabeth und löste sich von Don. „Und ich muss dir etwas sehr Wichtiges über mich erzählen."

Dembe sah in seinen Rückspiegel um die Drillinge sehen zu können. Alle Drei schliefen tief. Zufrieden fuhr er weiter und hing seinen Gedanken nach. Sein Weg wäre noch lang. Er musste bestimmt noch Siebzehnstunden Fahren. Das aber nur wenn er durch fuhr. Mit den Drillingen musste er fast jede Stunde eine Pause machen aber gut… So Eilig er es auch hatte. Das Wohlergehen der Kinder war Wichtiger. Es tat ihm weh dieses alte Leben zurückzulassen. Ein leben voller Erinnerungen an seinen besten Freund. Seinen Bruder. Niemand würde es aus diesem Leben nun mitnehmen. Niemanden außer diese drei Kostbaren Juwelen. Tief Luftholend fuhr er weiter Richtung Süden.

Viele Stunden und Pausen später hielt Dembe den Wagen an einer Tankstelle an und stieg nicht aus. Um sie herum war eine Steppe. Eine lange weite Steppe. Die Sonne prallte auf das schwarze Autodach und die Kinder hinter ihm waren wach. Sie rührten sich kaum, sahen sich nur müde um. Er beobachtete sie im Rückspiegel und spürte etwas Warmes in seiner Brust. Fest umklammerte Dembe sein Lenkrad und schloss seine Augen, als die Autotür sich öffnete und jemand ohne weitere Worte einstieg. Er öffnete seine Augen wieder und sah zu der Person, ehe er ohne ein weiteres Kommentar einfach weiter fuhr.

* Drei Jahre später *

Elizabeth war endlich hier. San Vita Lo Capo. In all der Zeit waren ihr Dembes Worte nicht aus dem Kopf gegangen und sie hatte einfach kommen müssen. Nachdenklich lehnte sie sich in ihren Liegestuhl zurück und schaute auf ihre Hand. Ihr Ehering funkelte im Sonnenlicht und brachte sie zum lächeln. „Ganz schön heiß hier." Don setzte sich auf den Stuhl neben ihr nachdem er den Sonnenschirm geöffnet hatte und suchte dann in einer Kühlbox nach einem Getränk. Elizabeth sagte nichts dazu. Sie musterte ihn nur warmlächelnd und schaute rauf aufs Meer. Agnes spielte in den Wellen und sammelte immer wieder neue Muscheln und Steine. Neben ihr in einem Korb lag ihr kleiner Sohn, der kaum drei Monate Alt war und schlief tief. Es war hier wirklich wie in diesem Traum. Es war wunderschön. „Wir sollten hier wieder hinkommen", fand Donald und reichte Elizabeth was zum trinken welches sie dankend annahm. Sie setzte sich besser hin und öffnete die kühle Dose, ehe sie einen Schluck davon trank. Die Erfrischung tat ihr unheimlich gut. „Wie geht es dem Kleinen?"

„Sam schläft tief", sagte Elizabeth und blickte runter zu ihrem Sohn. „Er genießt die Sonne genauso sehr wie wir." Liz stellte die Dose ab und blickte den fast leeren Strand entlang. Etwas entfernt von ihnen war eine weitere Familie dazu gekommen und sie konnte nicht anders als diese zu beobachten. Drei kleine Mädchen in Badeanzügen und Schwimmflügeln eilten zum Wasser. Ihre beide Eltern liefen ihnen hinter her. Die Mutter hatte lange braune Haare, die sie sich gerade zusammenband. Während ihr wesentlich älterer Ehemann mit so etwas keine Probleme hatte. Ihr Atem stockte und tränen sammelten sich in ihren Augen. Elizabeth wusste nicht was sie sagen sollte, aber ihr Herz zersprang vor Freude in Tausendscherben. Trauer und Glück brachten sie zum lächeln. „Liz?" Dons Stimme lenkte ihre Aufmerksamkeit zu ihm um. „Ist etwas?"

„Nein. Nein es ist… Es ist alles okay. Alles ist okay." Sie hielt ihm ihre Hand hin und als er sich diese griff musste sie lachen. „Wir sind genau da, wo wir sein sollen."

Donald hob eine Augenbraue und drehte sich nun auch um, damit er sehen konnte was Elizabeth so aufgewühlt hatte und als er es sah stand er sofort auf und flüsterte etwas fast schon ungläubig. „Reddington?"

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Ich hoffe es hat euch gefallen! Ich musste unbedingt diese FF schreiben, weil mir Blacklist einfach nicht mehr aus dem Kopf ging.

Normalerweise schreibe ich Situationen wesentlich ausführlicher und genauer, was mich hier im nach hinein sehr gestört hat. Es gab vieles was ich einfach wesentlich Detailreicher beschreiben wollte aber… dann wäre aus den 10 Kapiteln schnell 50 geworden und weil ich noch eine andere FF schreibe, wollte ich mich mit dieser nicht zulange aufhalten. Trotzdem hat es total spaß gemacht.

Ich habe eigentlich noch eine FF Idee zu Blacklist… Die anders wäre als diese.

Das Pair Lizzington gefällt mir auch ziemlich gut und ich habe ne Mega Idee dazu. Aber mal schauen ob ich sie wirklich schreiben werde. Ich befürchte dass es dann wirklich eine lange Fanfiktion werden würde. Aber mal sehen. Lust dazu ist auf jeden Fall da.

Liebe Grüße

Safia