Wiedereinmal saß John auf der Bank im Park und beobachtete Familien, die fröhlich zusammen dort entlang spazierten. Wie sehr er diesen Anblick doch hasste. Jeder dieser Leute hatte das, was er nicht hatte: Eine Familie. Jemanden der ihn liebte.
John hatte niemanden. Er lebte alleine auf der Straße als 12 jähriger Obdachloser. Und das verdankte er seinen Eltern, die wahrscheinlich die größten Mutantenhasser waren, die es gab. Jeden Tag hatten sie über sie gelästert, was für eine Plage sie doch sein, dass man drastischere Maßnahmen ergreifen müsste, dass Mutantenexperimente erlaubt sein sollten, dass man Jagd auf sie machen sollte, dass man sie foltern und töten sollte, wenn sie nicht zugeben würden, dass sie Gesandte des Teufels sind. Dämliche Abergläubische Arschlöcher, war das Einzige, was dem Feuer Mutanten dazu einfiel. Gab es Leute, die Mutanten noch mehr hassten als seine vermaledeiten Eltern?
Er hatte schon mitbekommen, dass viele Mutanten auf der Straße landeten, aber dass seine Eltern ihn als 8-jähriges Kind nicht nur vor die Tür setzten, sondern ihn ganz aus der Stadt an einen unbekannten Ort gebracht und dann ein Labor für Mutantenexperimente angerufen hatten, war für ihn heftig gewesen.
Den Forschern war er entkommen, obwohl seine Eltern ihn an einen Baum mitten im Wald gefesselt hatten. Sie hatten eben das Feuerzeug in seiner Hosentasche vergessen. Es hatte zwar kurz gedauert es daraus zu fummeln, aber er war danach schnell frei gewesen.
Trotzdem nagte die Erkenntnis, dass seine Eltern dachten er wäre ein Gesandter des Teufels jeden Tag an ihm. Dass sie wollten, dass mit ihm das passierte, was in ihren Augen jedem Mutanten zustoßen sollte.
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er neben sich zwei Jungen tuscheln hörte.
"Saß der Typ da nicht auch schon die letzten Tage?"
"Ja, und hatte er da nicht auch schon diese Klamotten an?"
"Was ist das denn für einer? Hat der keine anderen Hobbys?"
John sah zu ihnen hoch, als sie sich vor ihm stellten und somit das Licht verdeckten. Der eine spuckte ihm ins Gesicht und meinte"Ey verpiss dich mal, du Spast. Solche wie dich kann man hier nicht gebrauchen!" John antwortete nicht und machte auch keine Anstalten sich zu bewegen. Er klappte lediglich sein Zippo auf und ließ die Flamme brennen. Wenn diese Idioten noch etwas machten, dann würde er ihnen gerne zeigen, dass nur weil sie älter sind, nicht auch stärker sind. Der Pyromane hatte keine Angst seine Kräfte in der Öffentlichkeit zu zeigen. Er war stolz auf sie. Stolz anders zu sein. Mächtiger.
"Ey bist du taub? Ich sagte verpiss dich!" John nahm das Feuer seines Feuerzeugs in die linke Hand. Emotionslos hob er die Hand und sagte"Ich glaube es wäre besser für euch jetzt zu gehen,bevor ich euch zun Laufen zwinge."
Auch wenn beiden der Schock ins Gesicht geschrieben stand, bewegte keiner sich weg.
"Bist du einer dieser Freaks? Ist das der Grund warum du rumläufst, wie der lezte Penner? Haben deine Eltern dich rausgesschmissen?" John stand drohend auf und meinte unter zusammen gebissenen Zähnen"Wir sind keine Freaks!" Er drehte seine Hund und ließ das Feuer auf die Jacke des ersten Jungen springen. "Ihr verzieht euch jetzt oder ich brenne euch komplett ab!" Der brennende Junge zog seine Jacke aus, war sie auf den Boden und ergriff mit seinem Freund in Windeseile die Flucht.
Böse kichernd löschte er die Jacke und setzte er sich wieder, doch dann bemerkte er eine Frau, die das gesehen hatte und augenblicklich um Hilfe schrie, wegen dem Mutanten.
John schnappte sich die leicht angebrannte Jacke und rannte los. Als sich vor ihm eine Menschenmenge zu einer Mauer verband, zischte er nur"Geht mir aus dem Weg oder ich brenne euch alle nieder!" Zur Betonung entzündet er ein Feuer und ließ es in seine Hand gleiten. Die Menge machte sofort Platz, sodass er schleunigst weiter rannte.
Als er aus dem Park raus war und einpaar dreckige Straßen entlang lief, drosselte er sein Tempo. Man hörte zwar schon Polizeisirenen, aber John war das egal. Hier gab es soviele Straßen, dass sie ordentlich suchen mussten, um ihn zu finden.
"Hallo Mr Allerdyce" Erschrockendrehte John sich um, das Feuerzeug bereit zu benutzen. Vor ihm stand, oder besser gesagt saß ein Mann in einem Rollstuhl und blickte zu ihm auf.
Ganz ruhig, Mr Allerdyce. Ich bin nicht hier, um Sie der Polizei auszuliefern. Mit weit aufgerissenen Augen sah John den Mann an. Er hatte deutlich die Stimme gehört, aber sein Mund hatte sich nicht geöffnet.
Keine Angst. Ich bin Charles Xavier. Ein Telepath, wie du wahrscheinlich schon bemerkt hast.
"Und was wollen Sie von mir?" Fragte John unsicher, obwohl er es sogut wie möglich versuchte zu verstecken. Diesesmal antwortete Xavier ganz normal. "Ich bin hier, um dich auf meine Schule für begabte Jugendliche einzuladen, John. Dort sind alle so wie du. Es ist ein sicherer Ort für Mutanten, auch für dich."
John wusste nicht, was er sagen sollte. Er konnte es selbst noch nicht begreifen, dass ihn jemand mitten im Nirgendwo abfängt und auf eine Schule einlädt. Zu dem klang dieser Xavier nach einem Amerikaner. Du hast recht, John. Ich bin Amerikaner. Und die Schule steht ebenfalls dort.
Zu wissen, dass Charles wusste, was er dachte, gefiel John nicht. Seine Gedanken waren sein einziger Zufluchtsort gewesen.
"Sagen Sie mal, ich weiß Sie können Gedanken lesen, aber woher kennen Sie meinen Namen? Haben Sie ihn in meinen Gedanken gesucht?" Charles lachte leise. ,Nein, John. Ich beobachte dich schon eine Zeit lang mit einem Gerät namens Cerebro. Ich habe gesehen unter welchen Umständen du hier lebst und wollte dich deshalb persöhnlich zu meiner Schule einladen. Du bist ein sehr misstrauisches Kind."
John hatte keine Ahnung, was er davon halten sollte. Sicher wollte er hier weg, am Besten nie wieder kommen, aber ihm gefiel auch nicht, dass der Fremde so viel über ihn wuste. Keine Sorge. Normalerweise lese ich nicht die Gedanken meiner Schüler. Ich versuche so nur das Vertrauen der Mutanten zu gewinnen. Indem ich ihnen zeige, dass ich wie sie bin.
John war sich sicher, dass der Mann so nicht sein Vertrauen kriegen würde. In anderer Leute Köpfe rumgeistern und deren Gedanken zu lesen, machte für ihn kein Vertrauenswürdigen Eindruck.
Dennoch beschloss er mit Xavier mitzugehen. Was hatte er denn schon zu verlieren? Sein Traum Autor zu werden war geplatzt, als die Mutanten Sache angefangen hatte. Welcher Verlag würde schon mit einem Mutanten gemeinsame Sache machen?
Falls der Mann John etwas antun wollte, würde er sich einfach umbringen. Denn wie gesagt, zu verlieren hatte er nichts.
Xavier war froh, als er den Gedanken sah, dass John mitkommen würde. Allerdings war er auch bestürzt darüber, dass sein neuer Schüler nicht davor zurückschrecken würde, sein eigenes Leben zu beenden.
Ja, meine erste Story hier. Ich schreibe zwar auch auf anderen Plattformen, also ist das nicht meine erste Story, trotzdem würde ich mich über ein paar Rewies freuen, damit ich weiß, was euch gefällt, aber auch, was ich verbessern kann.Viele GrüßePS: Das hier könnte eine sehr lange Story werden.
