Der Mann Charles Xavier leitete Pyro zum X-Jet. Als sie dort ankamen, überkam den jungen Mutanten aber ein Gefühl von Unsicherheit und er blieb stehen. Er musterte den Jet kritisch und wusste echt nicht mehr, ob er mit dem Fremden mitfliegen sollte.
Xavier hatte die Unsicherheit Johns auch mitbekommen und drehte sich zu ihm. "Du brauchst keine Angst zu haben. Wir haben nicht vor dir wehzutun.
Dr. McCoy, Raven!"
Hinter Xavier kamen zwei weitere Mutanten aus dem Jet. Ein Arzt und eine blonde Frau. "John, das sind Dr. Hank McCoy und Raven Darkholm." Die beiden lächelten John freundlich entgegen.
"Wir wollen dir wirklich nichts böses"
Die drei Erwachsenen brauchten noch bestimmt 15 Minuten, bis John nach gab und mit auf den Jet kam. Denn urplötzlich waren ihm noch viele Probleme aufgefallen. Wie sollte er die Schule bezahlen? Wie sollte er die Schulsachen bezahlen? Wie sollte er sich Kleidung besorgen? Was, wenn er sich mit den anderen nicht verstehen würde? Und, und, und.
Als der Jet in der Schule landete, war John nicht gerade besonders froh dort zu sein. Er war in einem völlig fremden Land, hatte keine Ahnung, was für Regeln dort galten. Unsicher ging er den anderen hinter her und folgte ihnen durch die Schule. Sie liefen an vielen Schülern vorbei, die alle einen fröhlichen Eindruck machten. Das gab John einen Hauch von Sicherheit. Es war kein Mutantengefängnis, in dem Experimente mit ihm durchgeführt werden würden.
Am Ende ihres Spaziergangs fand John sich in einer Art Krankenstation wieder. Jetzt war es ihm doch wieder ungemütlich hier. Jedoch vergewisserte man ihm, dass man ihm nur Fragen stellen und am Ende einmal Blut abnehmen würde. Dennoch saß John sichtlich angespannt auf dem Bett, den Kopf gesenkt. Auch als Dr. McCoy nur mit Klemmbrett und Stift vor ihm saß, war ihm das alles nicht ganz geheuer.
"Also, Mr. Allerdyce, Sie haben vor 4 Jahren an ihrem achten Geburtstag zum ersten Mal ihre Mutation entdeckt. Ist das korrekt?", fragte der Arzt ihm. Zitternd nickte John, als ihm die Erinnerung wieder hoch kam.
"Und ihre Mutation ist die Feuermanipulation?", fragte Dr. McCoy weiter. Wieder nur ein stummes Nicken.
"Nach der Entdeckung Fähigkeiten wollten Ihre Eltern Sie an andere geben, die Experimente an Ihnen durchführen sollten?"
Ein Nicken.
"Aber Sie konnten entkommen?"
Ein weiteres Nicken.
"Dann haben Sie 4 Jahre lang auf der Straße gelebt und sich nur am Leben halten können, indem Sie von anderen gestohlen haben?"
Ein schuldiges Nicken.
"Wie lang ist ihre letzte Impfung her?"
Das ließ John aufsehen. "Ich wurde nie geimpft", sagte er leise.
"Okay. Das bedeutet für Sie, dass Sie später noch eine Spritze kriegen werden. Wir wollen schließlich niemanden gefährden.
Um zu gucken, ob Sie sich schon irgendetwas eingefangen hast, werde ich Ihnen später Blut abnehmen."
Hank notierte einbisschen was auf seinem Klemmbrett, ehe er sich wieder an John wendete.
"Diese Frage ist jetzt sehr privat und wenn Sie wollen, müssen Sie nicht antworten.
Ihre stille Art, das aggressive Verhalten und die regelrechte Phobie, dass jemand Sie verletzt oder gar irgendwie berührt, werfen Fragen auf. Sagen Sie, Mr. Allerdyce, sind Sie vor Ihrem Rauswurf mit häuslicher Gewalt konfrontiert worden?"
John war still, denn Dr. McCoy hatte recht und er wollte nicht darüber reden. Nicht darüber, wie seine Eltern ihn teils in den Keller gezogen hatten, damit niemand seine Schreie hören konnte, wie sie Gläser nach ihm geworfen hatten, wenn er gehen sollten, wie sie ihn mit Messern bedroht hatten, wenn er Fehler gemacht hatte, wie sie ihn übers Wochenende in sein Zimmer gesperrt und nichts zu Essen gegeben hatten. Über nichts von seiner Vergangenheit wollte er reden.
"Mr. Allerdyce, löschen Sie das Feuer!" John sah auf. Er hatte gar nicht bemerkt, dass er angefangen hatte schwerer zu atmen und eine Flamme seines Zippos an sich genommen hatte, die nun bedrohlich in seiner Hand zappelte und langsam größer wurde. Schnell löschte er das Feuer und steckte sein Feuerzeug in die leicht angebrannte Jacke. "Tschuldigung", murmelte John.
"Aufgrund Ihrer Reaktion, werte ich das als ein Ja.", stellte Hank fest. "Wollen Sie darüber reden?"
John schüttelte hastig den Kopf. Klar und deutlich sagte er"Nein!" "Sie sollten wissen, man fühlt sich oft besser, wenn man über seine Probleme geredet hat. Alles in sich hineinzufressen und ein großes Vorhängeschloss mit Betreten Verboten davor zu hängen, macht die Sache nicht besser und frisst einen nur von innen auf. Sie sollten sich jemanden anvertrauen und mit ihm oder ihr darüber reden." "Ich habe aber keine Vertrauensperson!", rief John leicht gereizt. "Ich habe verdammte, 4 Jahre auf der Straße gelebt! Denken Sie wirklich, dass ich da auch nur irgendjemanden vertraue?!" McCoy notierte etwas ehe er antwortete. "Natürlich habe ich das nicht erwartet. Wenn Sie also jemanden zum Reden brauchen, sind die Lehrer und ich gerne für Sie da. Und bestimmt auch die andere Schüler und dein Zimmergenosse Robert Louis Drake."
Hank stellte John noch ein paar weitere Fragen ehe er aufstand und zwei Spritzen holte. Eine mit Impfstoff, die andere um Blut abzunehmen. Als Hank mit einem Tuch die Stelle desinfizieren wollte, an der er die Nadel einstechen wollten, zog John seinen Arm weg. "Es ist alles in Ordnung, Mr Allerdyce. Es ist nur ein kurzer Stich, der nicht weh tut" John bemühte sich ruhig zu bleiben und streckte seinen Arm wieder aus. Allerdings hatte sein Arm stark angefangen zu zittern und McCoy hatte Mühe den Arm ruhig zu halten, weshalb er schließlich sich einbisschen drauflehnem musste, um die Nadel unter die Haut zu bekommen.
Als alles geklärt war, man sich sicher war, dass John keine Krankheiten hatte und er gegen alles geimpft wurde, gab Dr. McCoy John einrn Zettel. "Das hier ist dein Stundenplan. Der Unterricht für dich beginnt erst am Montag. Ich zeige Ihnen jetzt Ihr Zimmer, damit Sie sich mit Mr. Drake bekannt machen können. Storm hat Kleidung und Bettzeug bereits in Ihr Zimmer grbracht"
John antwortete nur mit einem knappen "OK" und folgte Hank durch die Schule zu seinem Zimmer.
