Kapitel 13 - Der Schattenkrieg - Teil 3

Gundel rekelte sich auf ihrem neuen Thron und war sichtlich zufrieden. ,,Der beste Platz im Haus. Und nun der Rachemonolog, den ich schon seit 15 Jahren plane. An meinen meist gehassten Feind. Das sind Sie'', wandte sie sich an den Kreuzer, worauf das Abbild von Herrn Duck die Augen verengte. ,,Wie Sie wissen, haben Sie mich in die Unterwelt Ihres Glückskreuzers verbannt, wo ich meine Zeit abgesessen habe und Ihren köstlichen Untergang ausgeheckt habe. Und abschließend... Augenblick, die sind durcheinander, Moment, warten Sie'', geriet Gundel in Panik. Das einzige was mir dazu nur einfiel, war die Augen zu verdrehen, und anscheinend schien nicht nur ich so zu denken. ,,Jetzt verdrehen Sie bloß nicht Ihre Augen. Ich war 15 Jahre eingesperrt, mir steht eine ganze Minute Schadenfreude zu!'', schrie Gundel den Kreuzer an. ,,Ich lasse Sie dabei zu sehen, wie ich alles zerstöre, was Sie je geliebt haben. Angefangen bei Ihrer kostbaren, kleinen Stadt. Uh das ist gut, haben Sie einen Stift?'', lenkte die Hexe sich selbst von ihrem Vorhaben ab, um einen Stift zu suchen.
Gundel versuchte alles um Herrn Duck irgendwie weh zu tun, auch wenn manche Aktionen mehr lächerlich als böse waren. So verwandelte sie eine Schatulle mit Juwelen vor seinen Augen zu Eiscreme, nur um sie dann weg zu werfen.
In diesem Moment sah man, das Herrn Ducks Familie wohl vorhatte ihn zu retten. Über die Brücke näherten sich Herr Düsentrieb zusammen mit der kleinen Glühbirne und einem Pferd auf zwei Hufen und einem Dagobert Kopf auf den Schultern? Äh ja. Über das Meer kam Donalds Hausboot dem Geldspeicher immer näher und aus der Luft näherte sich der Sonnenjäger. Wahrscheinlich mit Quack am Steuer. ,,Oh ich glaube Ihre Familie kommt zum spielen. Sagen sie Lebe wohl Herr Duck'', schien wohl auch Gundel den drei Seiten Angriff zu bemerken. Mit lächerlichen Kommentaren ließ sie mehrere Salven Magie auf die Angreifer nieder fahren. Düsentrieb und seine Gruppe sprangen gerade noch rechtzeitig in Sicherheit und Donald wich behände mit seinem Boot aus, sodass beide Angriffe ins Leere gingen. Auch Quack vollzog ein Drehung mit dem Sonnenjäger und wich so dem Angriff aus.
Quack steuerte geradewegs auf den Geldspeicher zu, wohl in der Absicht mit dem ganzen Sonnenjäger in den Geldspeicher zu stürzen, wurde aber immer wieder von Gundels Schattenarmee abgewehrt. Die Gruppe von Düsentrieb wurde währenddessen von einem ganzen Pulk an Schatten davon abgehalten die Brücke weiter zu überqueren. Daniel schoss mit einer merkwürdigen Waffe auf die Schatten, wurde aber kurz darauf von de diesen überwältigt und nach oben zum Geldspeicher geflogen.
,,Na endlich. Einer von Dagoberts geliebten Nev... Was? Wer sind Sie?'', kam es von Gundel, kaum dass die Schatten ihn zu ihr gebracht hatten. ,,Ich bin Herrn Ducks Forscher Nummer eins'', wurde ihre Frage sofort von Daniel beantwortete, der noch immer gegen die Schatten ankämpfte. ,,Blinzeln Sie einmal, wenn der Kerl ein guter Freund ist, zweimal wenn er nur ein Mitarbeiter ist'', wandte sich die Hexe an Herrn Duck. Sofort blinzelte das Abbild von ihm zwei mal. Daniel schien darüber leicht enttäuscht zu sein, während Gundel mehr als nur sauer war und ihn ins Meer schleuderte.
Herr Duck hatte ihm damit wahrscheinlich das Leben gerettet. Wer weiß, was sie mit ihm gemacht hätte, wenn er nur einmal geblinzelt hätte. Von hier oben konnte man sehen, wie Donalds Boot den Geist aufgab und er daraufhin von Bord sprang. Während er auf den Geldspeicher zu schwamm, blieb Frieda auf dem Boot und kämpfte weiter gegen die Schatten. Sie hatte nicht die geringste Chance gegen alle auf einmal, weswegen die Schatten das Boot nach und nach auseinander nahmen.
Sie alle kämpften um Herrn Duck zu befreien, so wie es eine Familie tun sollte. Aber es wunderte mich, dass ich noch nirgends Nikki und die Jungs gesehen hatte. Durften sie nicht am Kampf teil nehmen oder verfolgten sie einen separaten Plan?
Kaum das mir diese Gedanken durch den Kopf gingen, hörte ich leise Stimmen von oben. Als ich mich der Geräuschquelle zu wandte, sah ich die vier, wie sie gerade durch die Tresortür kamen und auf die Sprungplattform liefen. Leider war das nicht nur mir aufgefallen. Gundel reagiert sofort und sprengte mit einem mächtigen Magiestoß die Plattform von der Wand. Zum Glück zögerte Nikki keine Sekunde und benutzte ihren Enterhaken. Der Haken verfing sich an einem der Gelände und Nikki schwang sich sicher nach unten, wobei sie auch die Jungs packte. ,,Oh sieh an, Kinder'', empfing die Hexe die vier mit einem unheilvollen Grinsen, das Nikki und die anderen dazu veranlasste ein paar Schritte zurück zu gehen.
Gundel umhüllte sich mit einer Sphäre aus Magie und schwebte hinunter von ihrem Thron. ,,Sucht ihr den hier?'' Dabei ließ sie den Kreuzer mit Dagoberts Antlitz in ihrer linken Hand schweben. ,,Oder den hier?'' Und hielt die kleine Holzfigur hoch, in der ich gefangen war. ,,Kommt und holt sie euch'', waren ihre letzten Worte bevor sie ihren Stab auf die vier richtete. ,,Geben Sie unseren Onkel zurück'', versuchte Trick es mit Forderungen. Leider saßen sie am kürzeren Hebel. ,,Oh, er ist für immer in dem gefangen, das er am meisten liebt. Tut mir leid'', spottete die Hexe und begann die Kinder mit Magiegeschossen zu attackieren. Sofort teilten sie sich auf und gingen an verschiedene Orten in Deckung. ,,Und dann?'', kam es daraufhin panisch von Tick. ,,Tun wir das, was wir am besten können. Für Ärger sorgen'', gab ihm Trick sofort zu verstehen.
Als ich einen Blick zu den anderen Fronten warf, konnte man sehen, dass die Düsentrieb Truppe jetzt nur noch aus dem Pferd und der Glühbirne bestehend Verstärkung von Fenton bekamen. Auch Frieda, die das Boot aufgeben musste, schloss sich dieser Front an. An der Sonnenjäger Front sah es genau so schlecht aus. Die Schatten hatten das Flugzeug vollkommen in ihrem Griff und boten Quack keinen Spielraum mehr. Er schien das auch zu erkennen und kletterte auf das Flugzeug und bekämpfte die Schatten dort mit bloßen Fäusten.
Währenddessen ging der Hauptkamp im Speicher weiter. Nikki und die Jungs waren in Deckung gegangen und Gundel schlich durch die Geldberge, in der Absicht jeden, den sie erblicken würde, an zu greifen. Wie aus dem Nichts erschien Tick an ihrer Seite. ,,Hey ich hab da mal ne Frage.'' Gleich darauf sprang er hinter einen Geldberg, um einem Energiestrahl von Gundel aus zu weichen. Vom Reden hielt ihn das aber nicht ab. ,,Wenn Sie im Glückskreuzer gefangen waren, warum haben wir Sie nie gesehen? Achja und Onkel Dagobert ist kein Zauberer, wie konnte er Sie dann einsperren? Ahhh'', stellte er immer weiter Fragen und wich mehreren Schüssen aus. ,,Folgefrage, was hat die Mondfinsternis mit all dem zu tun?'', erschien er wieder wie aus dem nichts neben Gundel und erschreckte sie fast zu Tode. Sie schien im ersten Moment etwas aus dem Konzept gebracht. ,,Weißt du, ich leite meine Kräfte ... Es ist einfach Magie, ok?'', besann sie sich zum Ende hin wieder. Tick ging sofort wieder in Deckung, wodurch sein Spiegelbild in einem großen Spiegel zu sehen war. Gundel zögerte nicht und schoss einen ihrer Magieblitze darauf. Sofort zersprang der Spiegel, hinter dem Track zum Vorschein kam. ,,Oh nein. Sie haben den Spiegel der Tyche zerbrochen!'', rief er mit entsetzen.
,,Den was bitte?'', rief Gundel voller Überraschung. ,,Antikes Artefakt, Sie habe ihn zerbrochen. Jetzt sind Sie verflucht'', erklärte er und verschwand mit einem Köpper im Geldmeer. ,,Ich habe noch nie davon gehört und ich kenne mich mit Magie aus. Gälischer, Demagogische, Sumerischer'', meinte Gundel mit Hochmut in der Stimme und versuchte Track zu erwischen. Dieser erschien gleich darauf in einem der Geldberge. ,,Sumerischer? Sie haben echt lange in dem Zehner gesteckt. Tja viel Glück mit dem Fluch'', konterte er und tauchte wieder im Geld unter. ,,Was ist das für ein Fluch?'', kam es verwirrt von Gundel, wobei sie den Kreuzer und die Holzfigur aus ihrer Tasche zog. Sie hoffte wohl, dass einer von uns mehr darüber wüsste. Track hingegen tauchte wieder direkt vor dem Spiegel auf. ,,Er bringt großes Unglück, erhöhte Leichtgläubigkeit und einen Tritt in die Rippen'', verkündete er. ,,Einen was?'', wurde Gundel immer verwirrter. Ihre Frage wurde sofort beantwortet, als Nikki ihr einen kräftigen Tritt in die Rippen verpasste, der sie ein paar Meter weg schleuderte.
Dabei rutschten ihr sowohl der Kreuzer wie auch die Figur aus den Händen. Beide landeten an verschiedenen Orten. Endlich war ich nicht mehr in ihrer Reichweite. Sofort konzentrierte ich meine gesamte Magie auf meine Ringe, worauf die Figur begann grün zu leuchten. Keine Sekunde später stand ich wieder in voller Lebensgröße mitten im Kampf. Nur zwei Meter von Nikki entfernt, die Gundel ins Visier nahm. Jetzt konnte die Hexe was erleben. ,,Oh, da ist jemand wütend'', meinte sie gehässig.
Während Nikki begann auf sie zuzulaufen und sie mit Schlägen zu traktieren, schleuderte ich nun meinerseits Magiegeschosse auf sie. Ihr viel es sichtlich schwer zwei Angriffen aus verschiedenen Richtungen auszuweichen. Sie schaffte es meine Geschosse mit einem Schutzzauber ab zu halten, wurde dadurch aber mehrmals von Nikkis Schlägen erwischt. ,,Ich habe gerade eine Familie bekommen! Ich dachte ich hätte mit Lena und Marcel zwei beste Freunde! Aber Sie haben mir das alles weg genommen!'', brüllte Nikki ihr entgegen, wobei sie Gundel mehrere Schläge verpasste, bei welchen sie am Ende nach hinten fiel. Bevor Nikki sie weiter angreifen konnte, schleuderte Gundel ihr eine Hand voll Münzen entgegen und rannte einen der Geldberge hinauf.
Als sie sich umdrehte, um Nikki ins Visier zu nehmen, war diese schon im Geld abgetaucht und kam hinter ihr wieder zum Vorschein. Wieder musste die Hexe mehrere Schläge erdulden, wobei sie einige mit Magie abwehren konnte. Da Nikki für mich in der Schusslinie war, konnte ich nichts anderes tun, als zuzugucken. Gerade als es schien, das Nikki die Oberhand gewinnen könnte, entdeckte Gundel den Kreuzer und ließ ihn mit Magie zu sich schweben. Ich versuchte noch nach ihm zu greifen, war aber leider nicht schnell genug.
Kaum das Gundel den Kreuzer in ihren gierigen Klauen hatte, erfüllte sie die pure Magie und schleuderte Nikki einfach von sich. ,,Lena konnte gar nicht deine Freundin sein, denn sie war niemals real'', versuchte Gundel ihr weiter weh zu tun. ,,Ich glaube Ihnen kein Wort'', kam es von Nikki, während ich ihr ein schlichtes, ,,Du elende Lügnerin'', entgegen schleuderte. Gundel schien es nicht weiter zu interessieren, ob wir ihr glaubte oder nicht. Sie fing Trick ab, der sie von hinten angreifen wollte und schleuderte ihn auf Nikki. Sofort gingen beide zu Boden. Ich rannte zu den zweien und wollte ihnen auf helfen. ,,Du hattest Pyjamapartys mit einem Schatten und hast ihm ein Freundschaftsarmband geschenkt. Ehrlich, es ist peinlich wie erbärmlich du warst'', machte sie sich über Nikki lustig. ,,Und du hast dich sogar in den Schatten verliebt und hast ihr bei allem geholfen. Das ist wohl das Erbärmlichste von allem'', wandte sie sich an mich und brach in schallendes Gelächter aus. Ohne es zu wollen, trafen diese Wort mich sehr und trieben mir die Tränen in die Augen. Das sogar die gefühlskalte Hexe bemerkt hatte, was ich für meine beste Freundin empfand. ,,Kommt ich erlöse euch von eurem Elend'', wollte Gundel es beenden und schoss einem enormen Strahl magischer Kraft auf uns. Sofort legte ich die Arme um Nikki und Trick in der Absicht, sie mit meinem Körper ab zu schirmen. Ich hoffte das meine Magie stark genug wäre, dass ich wenigsten die beiden retten könnte.
Aber das war überhaupt nicht nötig. Um uns herum bildete sich ein Schild aus blauer Magie. Erst war ich verwirrt, da meine Magie grün und nicht blau war, doch dann erkannte ich die Quelle dieser Magie. Nikkis Freundschaftsarmband, welches sie noch immer um ihr Handgelenk trug. Die Magie schützte uns und ihr entsprang eine Silhouette, die sich mit Gundels Schatten vereinigte. Der ganze Schatten wurde hellblau und verwandelte sich in eine durchscheinende Erscheinung von Lena. ,,Lass meine besten Freunde in Ruhe Tante Gundel!'', rief sie und stürzte sich auf die überraschte Hexe.
,,Lena?'', entkam es Nikki mehr als nur überrascht, während Lena und Gundel um den Stab kämpften. ,,Tante? Du bist noch schlimmer als sie, du gehörst nicht zu meiner Familie. Du bist ein nichts'', rief Gundel voller Wut und attackierte Lena mit einem Magiestoß aus nächster Nähe. Sofort löste sich die Magie auf und verschwand zusammen mit Lena im Nichts. Ich konnte es nicht glauben. War sie wirklich weg? Ohne zu zögern, entließen Nikki und ich unsere ganze Wut und stürzten uns auf Gundel. Während Nikki wieder wie wild auf ihren Schutzschild einprügelte, schoss ich eine Salve Magie nach der anderen auf sie ab.
Unsere Bemühungen wurden insoweit belohnt, dass Gundel ihren Stab so stark fest halten musste, dass ihr der Kreuzer aus der Hand rutschte. Trick reagiert sofort und fing ihn auf, bevor er den Boden berührte und sprintete in Deckung. Nikki und ich traktierten sie immer weiter mit unserem Angriffen, während sie versuchte an Trick heran zu kommen.
Irgendwann als Nikki auf ihrem Rücken saß und auf sie einschlug, erschuf Gundel um sich eine magische Barriere, mit der sie Nikki von sich schleuderte. Ich schaffte es gerade noch, sie auf zu fangen. Von unserem Platz aus konnten wir sehen, wie sie eine Krallenhand aus Geld erschuf, die Trick den Weg versperrte. Sofort schoss Gundel einen Strahl mächtiger Magie ab, um ihn völlig zu vernichten.
Aber zum Glück hielt Trick den Kreuzer schützend vor sich, wodurch erneut das Tor hinein geöffnet wurde. Der Kreuzer wurde hoch in die Luft geschleudert, und keine Sekunde später stand Herr Duck in voller Montur vor uns und fing seinen Kreuzer auf. ,,Besten Dank Junge'', wandte er sich an seinen Neffen.
,,Gut den eigenen Zauber entzaubert Gundel'', verhöhnte er die Hexe und ging in Angriffsposition. Gundel reagiert sofort und schoss einen weiteren Strahl auf Dagobert ab, welcher aber flink im Geld unter tauchte. Sofort tauchte er direkt vor ihr wieder auf und wehrte mit seinem Gehstock ihren Stab ab. Während die beiden immer wieder versuchten auf einander einzuschlagen, verhöhnte Dagobert die alte Hexe weiter. ,,Wissen Sie, ich muss Ihnen danken.'' ,,Weil ich Ihnen gezeigt habe, wie schwach und erbärmlich Sie eigentlich sind? Gern geschehen'', stieg Gundel sofort darauf ein. ,,Ohne Ihren Plan wäre meine Familie vielleicht nie wieder zusammen gekommen. Aber weil Sie mich vernichten wollten, haben Sie meine Familie gerettet'', erklärte Herr Duck. ,,So war das überhaupt nicht'', rief Gundel erbost und feuerte einen weiteren Strahl ab, den Herr Duck abwehrte, indem er mit seinem Gehstock einen Krug vor sich hielt. Dieser zersprang durch die Magie, aber schützte ihn vor dieser.
Herr Duck sprang über sie hinweg und schaffte es, ihr den Stab aus der Hand zu schlagen. Er wurde hoch in die Luft geschleudert, bis zur Plattform mit der Tresortür. Aus eben dieser traten gerade Donald, Frieda, Fenton, das Pferd und die kleine Glühbirne. Sofort versuchte Donald den Stab zu fangen, stolperte aber und fiel hinunter ins Geld. Keine Sekunde später landete der Stab mit dem Kristall vorweg auf seinem Kopf. Der Kristall bekam dadurch einen ordentlichen Knacks und entließ einen Großteil seiner Magie, die Gundel sofort einhüllte und in die Lüfte erhob. Die ganze Magie fuhr in die Hexe und wurde aus ihren Augen und dem Mond in den Himmel geschleudert. Der so entstandene Strahl traf genau auf die Schattenwolke über dem Geldspeicher und vernichtete sie mit einem großen Knall.
Kaum das die gesamte Magie entwichen war, fiel Gundel in einen Krater, der sich durch die Magieentladung im Geld gebildet hatte. Sofort stand sie wieder auf und wollte Herrn Duck angreifen, was ihr aber nicht gelang. ,,Meine Kräfte?! Sie sind weg! Sie haben alles ruiniert!'', schrie sie Herrn Duck an, wurde aber keine Sekunde später zu schweigen gebracht, als Quack vom Himmel fiel und sie regelrecht in den Boden stampfte.
,,Ha, bin noch nie ohne etwas abgestürzt'', meinte Quack leicht verblüfft, als er wieder aus dem Geld auftauchte. Gundel stemmte ihn von sich runter und richtete sich sichtlich angeschlagen wieder auf. ,,Ich verfluche Sie Dago. Ich verspreche Ihnen, wir werden uns wiedersehen!'' rief sie Herrn Duck entgegen und verschwand in einer Rauchwolke.
Na ja, verschwinden war etwas übertrieben. Sie nutzte den Rauch und lief zum Rand des Geldspeichers und sprang ins Meer. Sofort brachen alle in lauter Jubel aus. Ich konnte verstehen, dass sie sich freuten aber ich konnte es nicht. Ich hatte heute die mir wichtigste Person verloren. Deprimiert ließ ich mich an einem der Geldhaufen zu Boden sinken und vergoss stumm meine Tränen. ,,Lena ist weg'', erfasste auch Nikki diese Tatsache. Sie stand nur einen Meter von mir entfernt. ,,Aber sie hat sich geopfert, weil sie dich retten wollte'', versuchte Tick sie auf zu muntern. ,,Ich schätze, sie war wirklich meine beste Freundin'', meinte sie traurig. ,,Sie wird immer bei dir sein'', stimmte ihr Trick zu und die Drillinge nahmen sie in den Arm. ,,Das ist wahr. Sie würde nicht wollen, dass du deswegen traurig bist'', wandte ich mich an Nikki.
Erst jetzt schienen alle zu realisieren, dass ich ja auch noch da war. Sofort hatte ich die Aufmerksamkeit aller. ,,Wenigstens bist du wieder frei'', wandte sich Track an mich. ,,Du beherrscht doch auch Magie. Gibt es keine Möglichkeit Lena zurück zu holen?'', versuchte Nikki ihre Hoffnungen aufrecht zu halten. Sofort wurde ich von allen fragend angesehen. ,,Leider nicht…'', musste ich sie enttäuschen. Ich war schon alle Möglichkeiten im Kopf durchgegangen. ,,Es gäbe nur einen Zauber, der stark genug wäre, aber der muss innerhalb von einer Stunde gesprochen werden und braucht fünf Gegenstände, wo ich an zwei in dieser Zeit niemals ran kommen könnte'', erklärte ich ihnen und ließ dabei mit Magie die Abbilder eines Armbandes und eines paar Ohrringen in der Luft entstehen. Das Armband war aus Metall und hatte ähnliche Verschnörkelungen wie meine Ringe. Die Ohrringe waren ebenfalls aus Metall und bildeten ein Dreieck aus ineinander verschlungen Linien. ,,Die sind zwei magische Relikte, de je nach Besitzer die Gestalt verändern. Diese Gestalt hatten sie bei ihren letzten bekannten Besitzern.''
Meine Aussage schien auf allgemeine Betrübnis zu stoßen. Nur bei einem nicht. ,,Diese Schmuckstücke. Gehörten die mal zwei Hexen mit den Namen Hedwig und Madam Mim?'', wandte sich Herr Duck an mich. Woher wusste er? War das möglich? ,,Ja! Woher wissen Sie das?'', wandte ich mich an Herrn Duck und sprang auf die Füße. ,,Beide haben mir diese Gegenstände anvertraut, als sie meinten, dass es für sie an der Zeit wäre. Sie meinten damals, dass sie keine Erben hätten und es jemanden bräuchte, der diese Schmuckstücke vor den falschen Händen beschützt. Sie befinden sich in meinem 'anderen Speicher''', erklärte er. Wenn das wirklich wahr war dann... ,,Wenn ich die habe, dann kann ich Lena zurück holen. Würden sie mir die Stücke überlassen?'', bat ich ihn und legte so viel Verzweiflung in meine Stimme wie möglich. ,,Natürlich. Schließlich habe ich dem Mädchen etwas versprochen'', stimmte Herr Duck zu.