Warum willst du unser Kind nicht


Wo ist sie jetzt?"

Ich vermute zu Hause was hast.." schon hatte Izaya aufgelegt, schnappte sich seine Jacke und machte sich auf dem Weg nach Ikebukuro. Er wusste glücklicherweise wo Shizuka wohnt, nun natürlich er war Orihara Izaya.

Ein kleines Apartment in einem heruntergekommenen Komplex. Warum machte ihn der Gedanke so fertig das Shizuka abtreiben wollte, weil es sein Kind war? Vermutlich auch aber was ihn wohl antrieb war der Gedanke das er Shizuka und sein Kind unter seiner Kontrolle wissen wollte. Kontrolle über Menschen zu haben war seine persönliche Sucht. Er wollte Sie, Sie beide, sein Kind und dessen Mutter.


Shizuka saß mit T-Shirt und Jogginghose, an ihrem Esstisch und füllte, traurig die Formulare aus. Sie wollte ihr Kind nicht töten, aber der Gedanke das es ebenso eine Kindheit haben könnte wie sie selbst, oder das sie es versehentlich verletzen könnte, in einem ihrer Adrenalin Rauschen, hatte schlussendlich Gesiegt.

Plötzlich klopfte es an der, ohne groß darüber nachzudenken öffnete sie die Tür und ein schwarzes Etwas sprang sie an und fixierte sie an der Wand. Sie riss die Augenaugen auf und sah in die blutroten Augen von Izaya.

„Verdammter Floh! Was willst du hier?"

„Etwas überprüfen," er zog ihr, mit seiner rechten Hand, ihr weißes T-Shirt hoch und sah ihren leicht geschwollenen Bauch und strich mit seiner linken Hand seicht darüber.

„Du bist also wirklich schwanger, Shizu-chan!" Shizuka lief rot an.

W-woher weißt du das?" Doch sie beantwortete sich ihre frage selbst. „Shinra hat es dir erzählt, nicht wahr!"

„Ah, doch nicht ganz zurückgeblieben, aber ich hoffe trotzdem das unser Kind meinen verstand erbt." Shizuka wurde wieder rot im Gesicht, dieses Mal aus Wut.

„Was interessiert dich das überhaupt. Seit wann interessiert sich ein Floh für etwas anderes als sich selbst?"

„Nun dieses Kind ist zur Hälfte mir, daher finde ich den Gedanken nicht sehr schön, dass du es einfach töten willst."

„Was?" Izaya ließ von Shizuka ab und ging entspannt zum Esstisch und hielt eins der Formulare hoch.

„Du bist wohl wirklich ein Monster, wenn du dein eigenes Kind töten willst, oder willst du es töten, weil ich der Vater bin, ich weiß du Hasst mich und willst mir den Schädel mit einem Automaten zertrümmern aber.."

„Das ist nicht der Grund!" Shizuka war an der Wand zu Bode gesunken und vergrub nun ihren Kopf hinter ihren Beinen und Armen.

„Okay, ist es dann weil du Angst davor hast, Fett zu werden?"

„Blödsinn."

„Was ist es dann, denkst du etwa wenn du schwanger bist könnten Gängs auf die Idee kommen dich anzugreifen, weil du dann schwächer wärst als sonst?" Shizuka zuckte leicht zusammen, Izaya nahm dies als Zeichen dafür, dass sie darüber noch keinen Gedanken verschwendet hatte.

„Das ist es auch nicht, sag bloß du hast Angst davor eine schlechte Mutter zu sein~?" meinte Izaya sarkastisch. So erstaunter war er als er eine ernste Antwort bekam.

„Ja!"

„Wie bitte?"

„Ich habe Angst davor das wenn ich Mutter werde, mein Kind sofort als Monster abgestempelt wird," Shizuka saß immer noch auf dem Boden doch starrten ihre Goldenen Augen tränend zu Izaya.

„Egal ob es normal ist oder meine Kraft hat, es wäre jedem egal, allein das ich seine Mutter bin reicht aus das alle Menschen es ebenso als ein Monster ausgrenzen werden. Nur weil ich es auf diese Welt gebracht habe. Ich hatte so eine Kindheit und die wünsche ich niemanden, schon gar nicht meinem Kind Ich meine selbst sein eigener Vater wird es bloß als ein Monster sehen oder Izaya, selbst wenn es auch deins ist, allein das es meine Monster DNA in sich hat, reicht dir doch um es als Monster zu betrachten!"


Izaya konnte die Angst von Shizuka durch aus nach vollziehen aber er würde nicht zu lassen das sie sein Kind aufgibt aus dieser Angst heraus. Hielt sie ihn wirklich für so Herzlos, gut er war in gewisser Weise, die Verkörperung der Manipulation, aber seine Familie bedeutete ihm viel, auch wenn er das Mairu und Kururi niemals sagen würde. Also musste er ihr nur zeigen, dass er für dieses Kind da sein würde.

„Und deswegen willst du es lieber töten?" fragte Izaya mit belustigtem Unterton. Shizuka sah auf und sah gerade noch wie Izaya ihr um die Schultern fiel.

„Hör mir zu Shizu-chan, mir ist es egal wenn unser Kind genauso wird wie du und kein bisschen Ähnlichkeit zu mir hat, denn ich würde es lieben. Und nicht nur von mir, du hast doch auch trotz deiner Monsterkraft Freunde gefunden, wie Celty, Shinra, Simon, Dota-chin und die Van-Gang, sie alle haben dich akzeptiert. Also warum denkst du, dass unser Kind allein sein wird. Es wird Menschen geben die ihm wichtig sind und den es sehr viel bedeutet. Aber vor allem wirst du nicht alleine sein. Du hast mich und ich werde weder dich noch unser Kind verlassen." Shizuka schlurzte und sah in Izayas roten Augen.

„Nicht das ich irgendwie zulassen werde das irgendeine Klinik legal oder illegal, die Schwangerschaft von dir abbricht. Wenn du aber immer noch denkst es könnte einsam sein, gibt es eine einfache Lösung, wir müssen unserem Kind bloß ganz viele Geschwisterchen machen." Jetzt war Shizuka´s Gesicht rot von ihren Tränen und vor Scharm ‚Dieser blöde perverse Floh'.

Izaya erwartete eigentlich jetzt einen Schlag für den letzten Satz zu kassieren, aber stattdessen vergrub sich sie sich in seine Schulter.


Sie wusste es doch besser Izaya´s Worten zu glauben war wie einen Pakt mit dem Teufel einzugehen. Dennoch konnte sie nicht anders als sich durch seine Worte sicher zu fühlen.

‚Schwanger sein ist Scheiße' dachte Shizuka, ihre Gefühlsausbruche waren schon immer schlimm gewesen aber damals ist sie einfach wütend geworden und hat Nervensägen in den Arsch getreten. Jetzt jedoch wurde sie von so vielen Hormonen durchströmt, dass sie keine von ihren Stimmungen im Griff hatte. Noch dazu war das Tausendmal ermüdender als jemanden einem LKW hinterher zu schmeißen.

Sie war total ausgelaugt und schlief nach kurzer Zeit in Izaya´s Armen ein. Als er das bemerkte strich er ihr einmal sanft durch die blonden Haare, grinste und hob sie vom Boden auf.

Er hatte seinen Standpunkt klar und deutlich gezeigt, Shizuka würde sein Kind austragen, sie war ihm ausgeliefert. Aber da sie auch nicht widersprochen hatte konnte man nicht sagen, dass er sie dazu zwang.

Izaya trug Shizuka in ihr Schlafzimmer, legte sie auf ihr Bett und deckte sie zu. Nachdem er ihn nochmal durch die Haare gestrichen war, verließ er das Schlafzimmer lautlos und begann sich Shizuka´s Wohnung an zu sehen.

Hier würde er sie nicht mehr lange wohnen lassen. Sein Kind würde nicht an so einem Ort aufwachsen. Er überlegte, die einfachste Lösung wäre es Shizuka zu überreden zu ihm zu ziehen. Ein Ding der Unmöglichkeit, unabhängig und stolz würde sie nie zustimmen. Nun es gab Mittel und Wege wie er kriegen konnte was er wollte. Immerhin war er Orihara Izaya, er bekam immer was er wollte.


Er geriet wieder ins Esszimmer und sah die Formulare auf dem Tisch liegen, schnappte sie sich und verließ die Wohnung.

Zurück in seiner Wohnung in Shinjuku angekommen, holte er die Zettel hervor und zündete sie an. Belustigt sah er zu wie sie verbrannten bis nichts mehr übrig war als Asche. Diese ließ er dort wo sie war, Namie konnte das morgen weg machen. Stattdessen ging er zu seinem Spielbret und stellte die weise Königin ein Feld vor dem schwarzen König, „Bald" murmelte er und ging zu Bett, schließlich hatte er morgen viel zu tun.