Hallo ihr Lieben! Ich weiß, ich habe mich ewig nicht gemeldet. Das tut mir auch leid, aber ich war sehr abgelenkt. In Zukunft will ich wieder versuchen, regelmäßiger neue Kapitel hochzuladen. Versprechen kann ich es leider nicht. Ihr kennt ja das Sprichwort: Jemand plant und ein anderer lenkt! Naja euch jetztviel Spaß beim Lesen!
Die Kammer des Schreckens
Ich war ohne Pausen bis in mein Zimmer gerannt. Was ist passiert? Ich warf mich auf mein Bett und vergrub mein Gesicht tief ins Kissen. Was ist bloß passiert? Ich wollte so nicht mit Kalita reden oder den anderen! Aber mit dem was ich sagte hatte ich Recht! Ich setzte mich auf und blickte mich im Zimmer um. Tom und Jerry dösten in ihrem Terrarium und ein kühler Wind wehte durch das halb geöffnete Fenster. Ich stand auf und trat ans Fenster. Der schwarze See lag still und spiegelglatt da. Ich atmete tief ein und schloss dann das Fenster. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und kramte meine Geschichtshausaufgaben hervor. Blickte eine Weile auf meine Notizen und schob sie wieder zur Seite. Ich öffnete meine mittlere Schreibtischschublade und holte Toms Tagebuch hervor. Ich muss mit jemanden reden.
Ich klappte das Tagebuch auf und schrieb: „Hallo Tom!" „Guten Nachmittag, Anna! Bereit für eine neue Lehrstunde?" „Noch nicht!" „Das ist schade! Du solltest dich mehr auf deine Studien konzentrieren." Na toll! Nicht er auch noch! „Anna!" „Dir ist klar, dass ich noch ein bisschen mehr zu tun habe, als nur deine Stunden. Schule, Freunde, Lockhart, Musik, Switchball,…." „Du solltest lernen Prioritäten zu setzen, Anna!" „Und was soll ich löschen? Sport ist gut für die Gesundheit. Musik gibt mir eine Pause von allem. Lockhart würde ich gerne loswerden, aber das geht ja nicht! Schule und meine Freunde kann und will ich nicht aufgeben!" „Ich spreche nicht von aufgeben, nur von Prioritäten setzen, Anna. Deine Freunde sollten verstehen, wenn du mal Zeit für dich willst!" :Er hat Recht!: Ich nickte und schrieb. „Du hast Recht, Tom. Wir könnten eine Geschichtsstunde abhalten. Ich muss einen Aufsatz schreiben über Frederick den Großartigen."
„Nicht besonders aufregend. Ein Zauberer, der einen der ersten Zauber zum Verbergen magischer Orte entwickelte. Meiner Meinung nach keine Meisterleistung. Das war der erste Schritt in die falsche Richtung!" „Warum?" „Wir sollten uns nicht vor den Muggeln verstecken. Wir sind besser!" „Und sie würden glauben wir könnten mit unserer Magie alle Probleme lösen. Wir würden zu Dienern werden, Tom!" „Nein! Herrschern! Mit unserer Magie könnten wir sie zu Dienern machen." „Keine Chance!" „Pessimistisch!" „Nein, realistisch! Es gab einen guten Grund warum unsere Welt vor ihrer Welt versteckt wurde! Und damals sind die Menschen nur mit Heugabeln und Fackeln auf die magische Gemeinschaft los! Heute haben sie tödlichere Waffen, Tom!" „Eines Tages wird das anders." „Glaub ich nicht!" „Wünschst du dir nicht, deine Magie frei benutzten zu können?" „Ja natürlich, aber das kann ich doch auch. Hier in Hogwarts, in Gryffin Coast, in der Winkelgasse und es gibt noch so viele andere magische Orte." „Aber wenn du überall du sein könntest. Wäre das nicht besser?" „Tom, seit über 300 Jahren leben wir getrennt von der Menschenwelt. Alle alten Zaubererfamilien leben nur in der magischen Welt, selbst wenn ihre Häuser direkt in der Menschenwelt stehen und ich rede nicht nur von Malfoy und Konsorten, sondern auch meine Freunde. Tracey und Neville kennen die Menschenwelt nicht; waren noch nie in ihr.; brauchen sie auch nicht! Ich kann immer ich selbst sein! Warum einen Krieg führen, der nur kostbares Blut kosten wird?"
Tom antwortete nicht gleich. Nach einer Weile kam: „Vielleicht hast du Recht!" Na das sind ja ganz andere Töne! „Kannst du mir diese Blutmagie erklären? Ich habe in der Bibliothek keine Informationen dazu gefunden. Zumindest keine informativen. Nur, dass jegliche Blutmagie ist in englischen Zaubergebieten verboten ist." „Ignoranten! Was möchtest du wissen?" „Wieso wurde Blutmagie verboten? Ist es das alles dunkle Magie? Ich verstehe dieses Schubladendenken nicht!" „Blutmagie ist mächtig und die Rituale, die diese Art von Magie brauchen ist sehr alt und fast vergessen. Die neumodernen Zauberer verstehen diese Art von Magie nicht, also verbieten sie sie einfach, weil sie sie nicht anders kontrollieren können! Aber nein es ist keine dunkle Magie, nur wie gesagt alte!" „Aber wenn man etwas verbietet, bedeutet das doch nur, dass diese Art von Praktiken in den Untergrund verbannt werden. Oder kann das Ministerium überprüfen, ob Blutmagie benutzt wurde?" „Nein! Können sie nicht, ein Grund warum sie es verboten haben!"
„Welche Rituale brauchen Blutmagie?" „Zum Beispiel eine Blutadoption!" „Was ist denn das?" „Ein Kind akzeptiert das Blut seiner Adoptiveltern. Sein Aussehen, Magie und eben auch sein Blut wird das der Adoptiveltern. Auch auf allen öffentlichen Dokumenten werden zukünftig nur noch die Adoptiveltern, als Eltern aufgeführt. Das Kind wird also wirklich zu ihrem leiblichen Kind." „Okay, das hört sich jetzt nicht dunkel an oder kann das Kind gezwungen werden, also das Ritual durchgeführt werden ohne seine Zustimmung?" „Nein, alle Beteiligten müssen es wollen, ansonsten funktioniert das Ritual nicht." „Na dann ist es doch in Ordnung, wenn es nicht gegen den Willen geht. Andere Rituale?" „Heilrituale, die das Blut des Patienten verwenden, haben eine größere Heilchance, als die neuen Zauber. Manche Krankheiten können nur so geheilt werden. Ein Haus, das mit Blutmagie geschützt ist, kann nur von jenen betreten werden, die von diesem Blut abstammen oder wenn sie Erlaubnis erhalten haben." „Ist diese Art von Sicherheit nicht bei jedem alten Manor. Bei den Windsors musste ich auch eingeladen werden." „Ja, alle alten Familien haben diese Art von Schutz. Aber neuere Häuser, dürfen diese Schutzzauber nicht benutzen." „Das ist doch dumm! Dieser Zauber hilft doch immens!" „Ja, deswegen sage ich doch: Ignoranten!"
„Das klingt alles positiv, aber es muss auch dunkle Rituale geben, sonst wäre es doch nicht verboten worden!" „Natürlich, so wie Zauber zum Helfen, wie auch zum Verletzten verwendet werden können. Das hatten wir ja schon besprochen, nicht wahr!" „Du meinst den zum Beispiel den Seifenzauber, der eigentlich zum sauber machen entwickelt wurde, kann auch in einem Duell verwendet werden." „Richtig, oder mit dem Incendio-Zauber einen Zauberer, anstatt das Holz im Kamin." Ich nickte zustimmend. Das ist wahr! Es ist immer die Intention! „Kannst du mir ein Ritual nennen, das eher dunkle Intention hat?" „Ein Ritual nicht, aber wenn man ein Gift mit dem Blut des Opfers vermengt und dann dieses Gift in ein Getränk gibt, dass viele trinken, stirbt nur das Opfer alle anderen bleiben munter und fidel. Für die Auroren ist es so unmöglich festzustellen, wer der Täter ist." „Wow! Das ist fies, aber auch intelligent!" „Mhm."
„Kannst du mir diesen Schutzzauber beibringen. Der wäre in der Zukunft sehr hilfreich!" „Gerne!" Auf der Seite erschienen Runensymbole und ein kleiner „Film" begann wieder. Ich schaute interessiert zu, wie Tom in einem Raum die Tür und die Fensterrahmen mit Runen in seinem eigenen Blut beschrieb. Als er anscheinend alle Runen niedergeschrieben hatte, zog er seinen Zauberstab und begann in einer alten Sprache zu murmeln, dabei schwang er seinen Zauberstab in einem komplizierten Rhythmus. Die Runen begannen rot zu leuchteten und dann golden. Sie wurden immer heller und sein Gemurmel immer schneller, wie auch seine Zauberstabbewegungen. Ein goldener Schimmer breitete sich im ganzen Raum aus und verband alle Runen miteinander. Dann kam ein letztes Aufleuchten und als der Raum wieder dunkel wurde, waren alle Runen verschwunden. „Achte auf die Runen, die ich schreibe. Am besten schreibe sie auf und recherchiere sie." „In Ordnung!" Ich sah mir den Film mehrmals an, bis ich alle Symbole aufgeschrieben hatte.
Draußen war es dunkel geworden und das Fest würde bald beginnen. Ich klappte das Buch zu und ging hinunter zur großen Halle. Neville und Tracey warteten dort. Sie gingen auf mich zu. Was jetzt? „Anna, wir wollten…", begann Tracey unsicher. Sie sah zu Neville, der das Wort dann ergriff. „… sehen, ob es dir gut geht. Das im Tal war…", er brach ab. Tracey meinte: „intensiv." :Ja und!: „Ja und!", meinte ich genervt. „Naja, wir wollten dir sagen, dass wenn du eine Pause brauchst von unserem Training, dann musst du es nur sagen. Ich mein, wir sind deine Freunde. Du bist uns wichtig und wir wollen nicht, dass du….", erklärte Neville brach dann aber ab. :Ihr wollt nicht was? Mir auf die Nerven gehen. Mission gescheitert!: Ich sagte: „Neville spuck es aus! Was wollt ihr nicht?" Neville wich etwas zurück und blieb stumm, als antwortete Tracey stattdessen: „Dass du sauer auf uns wirst oder genervt oder naja…" :Mission gescheitert!: „Mission gescheitert!", sagte ich scharf. Ich sah ihre verletzten Gesichter und meinte versöhnlicher: „Hört zu! Ihr seid meine Freunde, aber im Moment wird mir alles einfach zu viel. Ich dachte, ich kann alles schaffen, aber naja… ich kann es eben nicht!" „Das verstehen wir! Wir wollten dir nur sagen, dass du jederzeit mit uns reden kannst. Verschweig uns nichts, okay?", fragte Neville. Ich nickte und sagte leise: „Danke!" Dann ließ ich die beiden stehen und setzte mich an den Ravenclaw Tisch. Das Fest begann, aber ich hatte Kopfschmerzen. Stephen und Emily sahen immer öfter zu mir und fragten, ob ich okay wäre. Ich verneinte und stand bald auf und entschuldigte mich. Ich ging zurück in dem Turm und legte mich ins Bett.
Mitten in der Nacht wachte ich auf und musste schnell ins Bad sprinten. Ich übergab mich mehrmals und hielt mich zittrig dann an der Toilettenschüssel fest. Nach einer Weile stand ich wackelig auf und spülte mein Mund mehrmals aus, spritzte mir Wasser ins Gesicht und trank danach einen Schluck. Müde, mit Kopfschmerzen und zittrig kalt kroch ich wieder zurück in mein Bett und schlief augenblicklich erschöpft ein. Am nächsten Morgen wurde ich früh von Emily geweckt. Sie schüttelte mich unsanft an der Schulter. „Anna! ANNA!", rief sie laut. Ich öffnete schlaftrunken meine Augen. „Wasn los?", fragte ich verschlafen und drehte mich stöhnend auf den Rücken. Emily sagte etwas leiser, aber energisch: „Es tut mir leid, Anna, aber du musst aufstehen! Geht es dir noch nicht besser? Du bist immer noch käsig weiß. Vielleicht solltest du nach der Versammlung mal in den Krankenflügel gehen!" Ich setzte mich auf und rieb mir meine Augen. Ugh mein Kopf pocht wie eine afrikanische Trommel! Was für eine Versammlung? Ist was passiert?
Emily warf mir eines meiner Kleider und ein Pulli zu. „Hier zieh dich an. Prof. Flitwick hat zu einer Notfallversammlung gerufen." „Wieso? Ist was passiert?", fragte ich erstaunt. „Ach ja. Du hast davon nichts mitbekommen! Hast schon geschlafen, als wir zurückkamen und wir wollten dich nicht wecken!", erklärte Emily hektisch. Ich zog mir mein Kleid über den Kopf und dann den Pulli über. Ich fühl mich elend. Kalt und heiß und mein Kopf! „und was ist passiert?", fragte ich genervt. „Die Kammer des Schreckens wurde geöffnet und Filchs Katze ist versteinert worden. Mehr wissen wir nicht, deshalb hat Prof. Flitwick zu einer Versammlung gerufen." Ich stoppte in meinen Bemühungen meinen Pulli anzuziehen. „Was?! Die Kammer des Schreckens!" Das kann doch gar nicht sein! Emily nickte und wollte was sagen, aber in diesem Moment ging unsere Tür auf und Lauren kam rein. „Hey, ihr zwei, kommt schon! Anna, du solltest zum Krankenflügel. Du siehst nicht gut aus!", rief sie. „Wir kommen", sagte Emily, zog meinen Pullover runter und nahm mich dann an der Hand.
Wir gingen hinunter in den Gemeinschaftsraum. Die meisten waren schon dort. Stephen, der auf meiner Fensterbank saß, stand auf, als er mich sah. „Anna, du siehst schlimmer aus, als gestern. Hier setz dich!" Ich setzte mich und wartete mit den anderen. Wieso wurde die Kammer geöffnet? Ich bin doch die einzige, die mit Tom kommuniziert oder vielleicht doch nicht?! Ich sah mich auffällig um. Prof. Flitwick kam zu uns und sagte besorgt: „Miss Hansen. Nach der Besprechung bringe ich sie in den Krankenflügel. Madame Pomfrey sollte Sie einmal durchchecken!" :Das ist nicht nötig, Sir. Ich werde mich gleich wieder hinlegen und schlafen!: Ich schüttelte meinen Kopf und sagte: „Danke, Sir, aber das ist nicht nötig. Ich lege mich hin und schlafe mich gesund!" Prof. Flitwick schüttelte seinen Kopf und sagte streng: „Das ist keine Diskussion, Miss Hansen! Ich bin für ihre Gesundheit verantwortlich. Madam Pomfrey wird Sie durchchecken." Ich nickte ergeben und sagte: „Ja, sir." Prof. Flitwick nickte zufrieden und begab sich wieder auf seinen Platz auf dem Regal.
„Ruhe, meine Lieben!" Es wurde still und Prof. Flitwick begann seine Rede: „Wie sich inzwischen bestimmt herumgesprochen hat, wurde Mrs. Norris, die Katze von Mr. Filch versteinert und ein Graffiti auf die Wand im zweiten Stockwerk bei der Mädchentoilette geschmiert. Die Kammer des Schreckens wurde angeblich geöffnet. Ich muss dazu sagen, dass diese ominöse Kammer trotz vieler Suchen niemals gefunden wurde. Der Lehrkörper wird den Schuldigen oder die Schuldige finden. Bis dahin möchte ich sie alle dringend darum bitten keine Gerüchte zu verbreiten oder in die Welt zu setzten! Haben wir uns verstanden?" Alle nickten und ein leises „Ja, Sir!" war zu hören. „Prof. Flitwick, ich hätte eine Frage", sagte eine kleine Erstklässlerin schüchtern. Prof. Flitwick nickte ihr aufmunternd zu. „Ja, Miss Grey." „Was genau ist die Kammer des Schreckens?", fragte das Mädchen verunsichert. Ein paar ihre Freunde nickten fragend.
Prof. Flitwick seufzte tief und wischte sich mit der Hand über das Gesicht. „Nun, Miss Grey. Die Kammer des Schreckens ist eine Legende. Es heißt Salazar selbst habe sie angelegt und in ihr ein Monster versteckt, das sein Werk Hogwarts von allen unwürdigen Schülern zu befreien, vollenden würde. Aber es ist nur eine Geschichte! Nach der Kammer wurde schon mehrmals intensiv gesucht und sie wurde nie gefunden." „Aber irgendjemand oder etwas hat doch die Katze versteinert!", rief eine Stimme laut von links. Prof. Flitwick nickte und antwortete: „Ja, aber noch wissen wir nicht, was oder welcher Zauber das bewirkt hat. Das Graffiti an der Wand kann auch nur Ablenkung sein, um Angst und Unsicherheit zu schüren. Seien Sie versichert, die Professoren von Hogwarts recherchieren in dieser Hinsicht intensiv. Ich weiß, ich kann keinen von Ihnen davon abhalten selber Informationen darüber zu suchen und werde es auch nicht tun! Ich möchte Sie alle nur um eines bitten: Geben Sie alle informativen Daten, die sie gefunden haben, an mich weiter! Keiner spielt alleine Auror und stellt den, nach seiner oder ihrer Meinung, nach Schuldigen zur Rede. Das ist Aufgabe der Schulleitung. Haben wir uns verstanden?" Diesmal kam das „Ja, sir!" schneller und lauter, als zuvor.
Flitwick hält uns also nicht davon ab selber zu recherchieren. Ich mag ihn! Auuu, mein Kopf! Ich hielt meinen Kopf in meinen Händen und beugte mich nach vorne auf meine Knie. Ich spürte eine Hand auf meinen Rücken. Stephen! Ich hörte Prof. Flitwick sagen: „Ich werde Sie alle umgehend informieren, wenn sich Neues ergibt oder Regeln zwischenzeitlich ändern. Für jetzt gilt nur: Der Korridor im zweiten Stock im rechten Flügel ist verboten. Kein Schüler hat sich dort aufzuhalten!" Wieder ein allgemeines zustimmendes Gemurmel. Ich hörte Rascheln und die allgemeinen Nebengeräusche, die sich ergeben, wenn viele Menschen auf einmal aufstehen und sich bewegen. Ich hob langsam den Kopf und sah Prof. Flitwick mit besorgter Miene auf mich zu gehen. „Kommen Sie, Miss Hansen! Madame Pomfrey kann Ihnen sicher helfen!"
Ich nickte ergeben und folgte ihm in den Krankenflügel. Es war doch nichts Ungewöhnliches passiert. Ich benutze das Buch viel weniger, als Ginny es getan hat. Ich fühle mich auch jetzt erst mies. Tom hat mich nie dazu bringen wollen etwas gegen meinen Willen zu tun. Alle Zauber, die er mir beibringt sind nicht dunkel und verdorben. Sie helfen! Vielleicht sollte ich in nächster Zeit doch nicht mehr mit ihm schreiben! Ob Madam Pomfrey etwas ungewöhnliches bemerkt? Was wenn ja? Was mache ich dann? Wir kamen im Krankenflügel an. „Madame Pomfrey!" „Ich komme!" Madame Pomfrey kam aus ihrem Büro. Ich hatte mich inzwischen auf ein Bett gesetzt. „Filius, was kann ich für dich tun?" „Für mich nichts, aber für Miss Hansen, viel! Ihr geht es seit gestern nicht gut." Madame Pomfrey kam zu mir und zückte ihren Zauberstab. Ich zuckte etwas zurück. „Keine Sorge, meine Liebe! Ich werde ein paar Diagnosezauber anwenden."
Ich nickte müde. Ich kann sie sowieso nicht davon abhalten! Madame Pomfrey untersuchte mich und gab mir dann ein Anti-Kopfschmerztrank. „Hier meine Liebe! Das wird helfen und das nächste Mal kommen Sie gleich zu mir." „Ja, Madame. Ansonsten bin ich okay?" „Ja, völlig gesund oder haben Sie noch andere Beschwerden?" „Nein" Ich schluckte den Trank in einem Schwupp herunter, bedankte mich und ging aus dem Krankenflügel. Wieso ist die Kammer demm offen? Ich habe keine Gedächtnislücken, also war ich es nicht, oder? „Anna, fühlst du dich besser?", Stephen kam auf mich zu. Ich nickte matt. „Ja!" „Komm mit wir haben eine Überraschung für dich!" Stephen nahm mich an die Hand und führte mich hinaus auf die Ländereien. „Stephen, was ist denn los?", fragte ich leicht genervt. „Wirst schon sehen! Komm!", sagte Stephen. Ich seufzte leicht genervt.
Wir kamen auf eine der hinteren Wiesen an völlig außer Atem. „Was…", mir blieben meine Worte im Hals stecken. Emily und Lauren standen dort mit einem schwarzen Hengst. „Cuairt-Ghaoth!" „Cua… was?", fragte Lauren verwirrt. „Ach, das ist der Name, den Anna Stormy gegeben hat. Ist ein Walisischer!", erklärte Emily. Ich starrte noch immer auf meinen vierbeinigen Freund. „Das ist eine tolle Überraschung, nicht?", maunzte Tiger und sprang um Cuairt-Ghaoth herum. Ich nickte verblüfft. Lauren dachte es wäre eine Bestätigung zu Emilys Erklärung. Ich trat an und murmelte: „Cuairt-Ghaoth, ich dachte ich würde dich nie wiedersehen!" „Es hat eine Weile gebraucht bis ich mit meiner Herde hier war", schnaubte. Ich sah zu meinen Freunden. „Lass uns woanders weiterreden. Mit weniger Ohren!", flüsterte ich in sein Ohr und saß auf.
„Ich reite mit ihm aus." Die anderen nickten und ich ritt los. Oben weit über den Türmen von Hogwarts fühlte ich mich seit langen wieder wohl. Ich holte tief Luft und atmete erleichtert aus. Dann wendete ich mich an meinen Freund. „Von welcher Herde sprichst du Cuairt-Ghaoth? Ich dachte du wärst alleine?", fragte ich. Cuairt-Ghaoth flog eine lange Kurve und setzte in Richtung der weiten Ebenen hinter Hogwarts. „Meine alte Herde. Ich habe sie gefunden und viele von ihnen wollten mit mir mitkommen. Jetzt sind wir eine ganze Herde." Man konnte es in seiner Stimme hören; er war glücklich. „Das ist so großartig. Ich freu mich für dich, aber Cuairt-Ghaoth der Winter kommt. Hier wird es bald ungemütlich und bitter kalt." „Ich weiß, ich wollte dich besuchen und dir sagen, dass ich nicht verschwunden bin. Ich werde immer dein Freund sein. Schicke Mystery oder Hedwig, wenn du jemals Hilfe brauchst und ich werde kommen. Den Winter werden wir in Cornwall verbringen. Im Frühling sind wir dann wieder hier und werden dann bis zum Sommer bleiben." „Darauf freue ich mich jetzt schon!", ich musste lachen. Das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit, fühlte ich mich frei und unbeschwert.
Hogwarts war schon ganz klein hinter uns, als Cuairt-Ghaoth anfing tiefer zu gehen. Ich konnte auf einer großen Wiese viele Pferde sehen. „Deine Herde?", fragte ich. „Ja. Ich möchte sie dir vorstellen!" Ich nickte. Ich fühle mich viel besser; selbst meine Kopfschmerzen sind weg! Wir landeten und ich stieg ab. Die Herde kam näher und zwei jüngere Hengste waren mutig genug, mich neugierig anzustupsen. Ich tätschelte ihre Hälse. „Alle hergehört! Dies ist das Mädchen, das mir half und mir die Freiheit schenkte", rief Cuairt-Ghaoth laut. Die anderen Pferde schnaubten anerkennend. Ich wurde leicht rot. „Das war ich nicht alleine. Du hast dich für deine Freiheit selbst eingesetzt! Ich habe dir nur zugehört. Du hast mir genauso geholfen und gerade eben wieder!" Cuairt-Ghaoth sah mich verwirrt an: „Wie habe ich dir gerade geholfen?" „Indem ich auf dir reiten durfte. Ich fühlte mich seit Wochen wie in einem Gefängnis. Es wurde immer schlimmer! Aber gerade, als ich auf dir geritten bin, ist das alles von mir abgefallen."
Cuairt-Ghaoth sah mich an mit seinen großen schwarzen Augen. „Was immer dir hilft, Anna!" Eine große graue Stute kam näher. „Meine Mutter" „Du hast meinen Wirbelsturm befreit! Danke!" Sie stupste mich an und ich lächelte. Die Gruppe löste sich wieder auf und die Herde begann zu grasen um Energie zu sammeln für ihren langen Weg in den Süden. Ich blieb bei Cuairt-Ghaoth und seiner Mutter. Sie erzählten mir Geschichten von früher, als er noch ein Fohlen war und Cuairt-Ghaoth von seiner Suche nach seiner Mutter. Als die Sonne langsam wieder unterging, brachte er mich zurück nach Hogwarts. „Wir sehen uns im Frühling wieder", versprach er und ich umarmte ihn. „Bis zum Frühling dann. Pass auf dich und deine Herde auf!" Cuairt-Ghaoth nickte und flog davon.
Ich seufzte tief und ging ins Gebäude. Das Gefühl der Leichtigkeit, das mich umgeben hatte, war wieder weg und ein beengendes Gefühl überkam mich wieder. Ist das Tom?
Was passiert jetzt wohl? Ist Anna besessen oder nicht? Nächstes Mal kommt auch das goldene Trio wieder. Freut euch darauf! Bis dann...
