Hallo ihr Lieben! Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Das Kapitel kam etwas später, als geplant :) Die Feiertage waren schön, anstrengend, besinnlich, chaotisch, lustig und stressig; mit anderen Worten Weihnachten eben ;) Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und wir hören wieder voneinander im neuen Jahr!

Oh du fröhliche

Die Weihnachtsferien standen kurz vor der Tür und damit die letzten Prüfungen. Ich schrieb gerade die letzte Antwort aufs Pergament, als Flitwick rief: „Schluss! Bitte legen Sie ihre Federn nieder und gehen Sie in Ihre wohlverdiente Pause!" Man konnte erleichtertes Aufatmen hören, wie auch verzweifeltes Stöhnen. „Wie lief es bei dir, Anna?", fragte mich Stephen, wie inzwischen nach jeder Prüfung. „Ganz gut!", antwortete ich so wie zuvor. „Morgen fahren wir alle nach Hause. Fährst du wieder zu den Windsors?" Ich schüttelte meinen Kopf. „Nein, ich bleibe hier!" „Ehrlich, wieso?" „Weil ich will! Darum!" Ich drehte mich um und ließ ihn stehen.

Die letzten zwei Wochen waren sehr anstrengend. Ich ging allen so gut es ging aus dem Weg. Harry sah furchtbar aus und ich wollte das Gewisper und Getuschel nicht mehr hören. Vor allem weil es einen weiteren Angriff gab. Justin wurde genau wie im Buch, am Tag nach dem Duellier Club angegriffen und versteinert. Emily und Lauren hatten mir davon erzählt. Aber ich kann es nicht gewesen sein! Ich war in der Bibliothek, als es geschah! Ich hab kein Blackout gehabt. Alles war wie immer! Und niemand hat mich die Bibliothek verlassen sehen! Trotzdem hatte ich seitdem Duellier-Club nicht mehr ins Buch geschrieben, aber irgendwas war anders in mir. Ich konnte die Gesellschaft der anderen langsam nicht mehr aushalten. Sie gingen mir auf die Nerven!

Der nächste Tag kam. Der Tag an dem in diesem Jahr fast alle Schüler nach Hause fuhren. Ich verabschiedete mich von Neville und Tracey. Die beiden sahen mich fragend an, aber ich schüttelte den Kopf und meinte: „Ich möchte meine Ruhe haben und zu mir kommen. Irgendetwas ist mit mir und ich möchte es allein schaffen." Auch wenn ich langsam das Gefühl habe, Tom ist mir näher, als mir lieb ist, aber wie hat er es geschafft? Ich habe keine Blackouts? Wie kontrolliert er mich? Neville nickte, aber meinte dann: „Ein Brief und ich bin wieder hier, Anna. Manche Dinge kann man vielleicht nur mit Freunden bewältigen." Vielleicht, aber in diesem Fall hab ich mehr Angst, euch in Gefahr zu bringen! Ich hätte dieses Buch niemals hierherbringen dürfen. Ich werde nicht mehr darin schreiben!

Es war Weihnachtsmorgen. Ich hatte im Ravenclawturm alleine meine Geschenke ausgepackt, da niemand aus Ravenclaw über die Ferien dableiben wollte. Nun war ich auf dem Weg in die Bibliothek um die Möglichkeit Phönixtränen zur Zerstörung des Tagebuches zu benutzen zu untersuchen. Ich habe keine Lust dem Basilisken gegenüber zu treten. Ich frage mich nur, wenn ich für die Angriffe verantwortlich bin, wieso habe ich keine Gedächtnislücken?

Ich lief um eine Ecke und stoppte abrupt. Lockhart kam mir in einem lilafarbenen glitzernden Umhang entgegen. Oh nein! Nicht der schon wieder! :Ich schwöre, wenn der mich schon wieder nervt!: „Ah, Miss Hansen! Was für ein wunderschöner Morgen, nicht wahr? Haben Sie schöne Geschenke erhalten? Ich brauchte heute Morgen Stunden, um all die Geschenke von meinen Fans zu öffnen. Natürlich muss ich noch allen einen Gruß mit einem Foto von mir zurückschicken. Das kennen Sie natürlich! Sie bekommen doch bestimmt auch ständig Fanpost?!" Ich hatte tatsächlich Geschenke und Fanbriefe in den letzten Monaten bekommen und habe sie auch alle beantwortet. Vor allem aber habe ich durch das Turnier neue Freunde in meiner alten Heimat gefunden. Hannes! Amelié! Justus! Lockhart fuhr schon wieder fort mit seinem Monolog. Er kam näher, legte seinen Arm um meine Schultern und sagte: „Natürlich haben Sie den Vorzug meiner persönlichen Gesellschaft."

Ich schüttelte seinen Arm ab und sagte unwirsch: „Ehrlich gesagt, nein! Schönen Tag!" Ich wollte an ihm vorbei gehen, aber er hielt mich wieder auf und trat in meinen Weg. „Meine liebe Miss Hansen. Ich wollte Sie gerne zu einem Weihnachtstee in meinem Quartier einladen. Wir Berühmtheiten sollten uns doch immer wieder austauschen. Ich kann Ihnen im Umgang mit ihren Fans eine Unterstützung sein!" :Auf Ihre Unterstützung würde ich nicht einmal zurück greifen, selbst wenn Sie der letzte Mensch auf Erden wären!: „Mann, schnallen Sie das nicht? Ich will nicht mit Ihnen reden! Auf Ihre Unterstützung würde ich nicht einmal zurück greifen, selbst wenn Sie der letzte Mensch auf Erden wären!" Ich stieß ihn beiseite, als plötzlich eine harsche Stimme rief: „Miss Hansen!" Ich wurde herumgewirbelt und stand plötzlich nicht, wie erwartet Lockhart gegenüber, sondern Professor Snape, der mich extrem wütend ansah. JanH

„Was haben Sie sich dabei gedacht? Geben Sie mir sofort Ihren Zauberstab! Sofort!" „Wieso, Sir? Was ist denn los?" Was hat er? Wo ist Lockhart? Ich sah mich suchend um und sah Lockhart zehn Meter entfernt auf dem Boden liegen. „Was ist denn mit dem passiert?", fragte ich erstaunt. Ist der über seine eigenen Füße gestolpert? Professor Snape sah mich ungläubig an. „Miss Hansen, ich mache keine Scherze! Geben Sie mir Ihren Zauberstab! Jetzt!" Ich sah hinunter und hielt meinen Zauberstab fest in meiner Hand. Wann habe ich ihn gezogen? „Professor, ich verstehe nicht, was hier los ist?" „Geben Sie sich keine Mühe, Miss Hansen. Ich habe alles gesehen und auch wenn Lockhart ein Idiot und Schwindler ist, gibt Ihnen das noch lange kein Recht einen Lehrer so anzugreifen! Hören Sie auf zu leugnen! Es wird erbärmlich! Ihren Zauberstab, ich werde mich nicht noch einmal wiederholen!" Er streckte seine Hand aus und sah mich streng an. Ich wollte ihm meinen Zauberstab geben. :Nein!: „Nein." :Es ist meiner!: „Es ist meiner!", sagte ich. Snape sah mich ungläubig an für eine Sekunde, dann wechselte sein Gesichtszug zu zornig. „Nein, ist er nicht und ob Sie ihn wiederbekommen, wird der Schulleiter entscheiden!" Er riss mir den Zauberstab aus der Hand und ging zu Lockhart.

Ich folgte ihm vorsichtig. Was ist hier denn los? Ich soll ihn angegriffen haben? Wann? Ich habe ihn doch nur gestoßen! Lockhart lag auf dem Rücken, die Lippen zusammengepresst und sein Umhang staubig und leicht zerfetzt. Durch seinen Sturz auf den Boden vermutlich. Er sah aus, als ob er keine Luft bekommen würde. „Gilderoy können Sie aufstehen?", fragte Snape unwirsch und lies mich nicht aus den Augen. Lockhart wollte etwas sagen, aber da bemerkten wir, dass er seine Lippen nicht zusammenpresste, sondern dass sie verschmolzen waren. Wow! Snape zischte mich an: „Welche Art von Zauber haben Sie benutzt, Miss Hansen?" „Ich?", fragte ich verdutzt. Ich war das nicht! „Wovon zum Teufel sprechen Sie, Professor? Ich habe ihn nur von mir weggestoßen, nicht gezaubert!" :Als ob ich das bei so einem müsste!: „Als ob ich das müsste, Sir!", meinte ich sarkastisch. „Außerdem kenne ich keinen Zauber, der so etwas könnte. Das habe ich nicht gelernt!" „Ich habe Ihre Fähigkeiten im Duellier Club gesehen, Miss Hansen! Sie sind zu weit mehr fähig, als Sie zeigen! Welcher! Zauber! War! Es!", fragte mich Snape zischend.

Ich trat einen Schritt zurück und schüttelte den Kopf. „Sir, ich war das nicht! Ich…" „30 Punkte Abzug von Ravenclaw für Ihr feiges Leugnen und Lügen, Miss Hansen!", sprach Snape harsch und riss Lockhart auf seine Füße. „Gehen Sie in den Krankenflügel! Madam Pomfrey wird das rückgängig machen!" Snape schubste Lockhart, der wieder versuchte zu sprechen, aber kein Ton herausbrachte, den Gang entlang und nahm mich fest am Arm. „Und Sie kommen mit mir zum Schulleiter, Miss Hansen!" Lockhart stolperte davon. Ich sah ihm kurz nach, aber dann zog mich Snape unsanft in die andere Richtung davon. Ich versuchte mich loszureißen, aber Snape zog mich einfach weiter. „Sir, lassen Sie mich los! Ich kann selber laufen!" Ich versuchte es nochmal, da zog mich Snape sehr unsanft zu sich. „Miss Hansen, Sie haben einen Lehrer angegriffen. Wenn es Ihnen noch nicht klar ist, Ihre Zukunft hier in Hogwarts ist sehr unsicher!" „Aber ich habe nichts getan!" „10 Punkte Abzug, Miss Hansen!" „Aber, ich…" „Weitere 10! Machen sie weiter so und Ravenclaw wird bei null Punkten sein, bis wir den Schulleiter erreichen!" Ich schwieg und Snape zog mich weiter hinter sich her. Ich soll Lockhart angegriffen haben? Aber ich kann mich nicht erinnern und es ist keine Zeit vergangen zwischen meinem Stoß und Snapes Auftauchen! Wir gingen weiter schweigend durch Hogwarts. War es vielleicht mein Zauberstab? Ollivander sagte mir damals, dass ein einziger Gedanke ausreicht! Vielleicht reagierte er ohne mein Wissen?!

Wir kamen am Wasserspeier an. Snape sagte: „Zitronenbonbon." Ich rollte meine Augen. Ehrlich, seine Passwörter sind so simpel! Wir standen auf der Treppe, die sich langsam nach oben drehte. Nach einem kurzen „Herein" traten wir in das runde Büro, das mit allerlei merkwürdigen Dingen dekoriert war. „Ah, Severus, Miss Hansen. Bitte, setzt euch. Was kann ich an diesem Weihnachtsmorgen für euch tun?" ich setzte mich auf einen Stuhl, aber Snape blieb direkt hinter mir stehen. Dann begann er zu erzählen, was nach seiner Meinung zwischen mir und Lockhart vorgefallen war. Albus Dumbledore studierte mich nachdenklich, während er Prof. Snape zuhörte.

Snape beendete seinen Bericht. Prof. Dumbledore lehnte sich zurück und sah mich fragend an. „Nun, Miss Hansen! Sie haben gehört, was Prof. Snape Ihnen vorwirft. Können Sie mir aus Ihrer Sicht erklären, was vorgefallen ist und warum Sie es getan haben?" Ich schüttelte erneut den Kopf und sagte klar und deutlich: „Ich habe Lock… ich meine Professor Lockhart nicht angegriffen!" Snape wollte etwas sagen, aber Dumbledore brachte ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen. Er deute mir an, fortzufahren. Ich holte Luft und begann zu erzählen: „Ich bin Lockhart auf dem Gang begegnet. Er begann mich wie immer zu belästigen. Ich habe ihn abgewiesen und wollte weitergehen. Er stellte sich mir in den Weg. Ich riss mich los und schubste ihn, ja… schubste ihn aus dem Weg und dann drehte mich Professor Snape plötzlich herum." Professor Dumbledore sah mich durchdringend aus und meinte: „Mit anderen Worten, Sie können sich an den Angriff nicht erinnern!" „Weil ich ihn nicht angegriffen habe, Sir! Wenn Sie mir nicht glauben, benutzen Sie Veritaserum. Ich lüge nicht!"

„So kommen wir wirklich nicht weiter. Severus, wir sollten Ihre Ansicht der Geschehnisse im Denkarium gemeinsam ansehen!", schlug Prof. Dumbledore vor. „Aber Schulleiter…", setzte Snape an, doch ein Blick vom Schulleiter genügte, um ihn zu stoppen. Snape und Dumbledore stellten sich etwas abseits und begannen die Prozedur einen silbernen Faden aus Snapes Kopf zu ziehen. Fawkes war währenddessen zu mir geflogen und hat zu singen begonnen. Ich fühlte mich sofort besser und begann zu entspannen. Ich sah zu Dumbledore und Snape hinüber, die ziemlich beschäftigt schienen, also versuchte ich mein Glück.

„Fawkes, pst! Ich könnte deine Hilfe gebrauchen?!" Fawkes stoppte seine Melodie kurz, blickte mich kritisch an und meinte dann abwertend: „Du, kleines Mädchen bist zu sehr in die dunkle Magie verwickelt." Ich stockte überrascht. Er kann das spüren, aber Tiger nicht?! Warum? Ich fragte vorsichtig: „Bin ich von dunkler Magie umgeben?" Fawkes sah mich länger an während er sang, dann antwortete er: „Nein, nicht um dich herum, sondern tief in dir, aber nicht ein Teil von dir!" Na, Merlin sei Dank! Dann kann ich versuchen Tom loszuwerden! Dann ist er es wirklich gewesen, der mich kontrollierte und ich… naja ich bin für die Angriffe verantwortlich! „Fawkes, kannst du mir helfen, die dunkle Magie loszuwerden?", fragte ich flüsternd. Ich ließ Snape und Dumbledore nicht aus den Augen. Fawkes sah mich abwägend an. Dann schüttelte er seinen Kopf und sagte: „Diesen Kampf musst du allein führen. Die Dunkelheit ist in dir. Du musst sie aus dir herausholen! Dabei kann ich dir nicht helfen! Aber wenn du dich würdig erweist, werde ich dir immer beistehen! Aber du musst dich erst beweisen!"

Ich lehnte mich zurück und genoss einfach wieder seinen Gesang. Ich muss die Dunkelheit alleine besiegen, aber da beißt sich der Hund doch selbst in den Schwanz. Ich muss das Tagebuch zerstören und dafür muss ich den Basilisken besiegen oder Fawkes hilft mir. Huh! Probleme, Probleme! Dumbledore und Snape kamen wieder heran. Dumbledore lächelte und sagte: „Ah Fawkes, dein Gesang ist immer eine Wohltat! Ist er nicht ein beeindruckendes Geschöpf, Miss Hansen?" Ich nickte. „Nun, Miss Hansen folgen Sie mir bitte." Prof. Dumbledore und Professor Snape gingen mit mir zu einem Regal, in dem ein Schrank eingebaut war, dessen Türen waren geöffnet und man konnte ein Becken sehen, das mit einer silbrigen Flüssigkeit, das wie Wasser aussah, gefüllt war. „Dies ist ein Denkarium. Durch dieses Objekt können wir Professor Snapes Erinnerung miterleben", erklärte Prof. Dumbledore. Das weiß ich!

„Sie müssen mit Ihrem Kopf einfach in das Becken eintauchen!" Ich nickte erneut, holte einmal tief Luft und tauchte meinen Kopf in das Becken. Augenblicklich fühlte es sich an, als ob mir der Boden unter den Füßen weggerissen wurde und ich fiel. Ich landete und sah mich um. Professor Snape lief den Gang entlang und ich folgte ihm zusammen mit dem Schulleiter und dem „echten" Snape. Erinnerungs-Snape hörte Stimmen. Ich erkannte sie auch. Es war meine eigene: „Ehrlich gesagt, nein! Schönen Tag!" Erinnerungs-Snape lief etwas schneller und die Stimmen wurden noch klarer. „Meine liebe Miss Hansen. Ich wollte Sie gerne zu einem Weihnachtstee in meinem Quartier einladen. Wir Berühmtheiten sollten uns doch immer wieder austauschen. Ich kann Ihnen im Umgang mit ihren Fans eine Unterstützung sein!" ich konnte erkennen, wie Erinnerungs-Snape die Augen rollte und ich konnte ihn sehr gut verstehen. Der „echte" Snape beobachtete mich sehr genau. Dumbledore, schien wie ich die Szene zu beobachten.

Snape war nun fast an der Ecke zu dem Gang indem mein Erinnerungs-Ich sich mit dem Idioten Lockhart stritt. „Mann, schnallen Sie das nicht? Ich will nicht mit Ihnen reden! Auf Ihre Unterstützung würde ich nicht einmal zurückgreifen, selbst wenn Sie der letzte Mensch auf Erden wären!" Erinnerungs-Snape grinste. Er grinst wirklich! Wir kamen an der Ecke an und Erinnerungs-Snape blieb stehen und sah im Schatten zu, wie Erinnerungs- Ich Lockhart zur Seite stieß. Ja genau das ist passiert! Ich wollte das schon sagen, aber dann sah ich, wie Lockhart mich wieder festhielt und anlächelte. „Miss Hansen, ich bitte Sie, das meinen Sie nicht so!" „Und ob ich das so meine, Sie Vollidiot! Hören Sie auf mich so anzulächeln. Es funktioniert nicht!", herrschte mein Erinnerungs-Ich Lockhart an. Lockhart sah etwas verwirrt vielleicht sogar besorgt? aus. „Was meinen Sie denn damit, Miss Hansen?" Mein Erinnerungs-Ich sah ihn sarkastisch an und sagte herablassend: „Das charmante Lächeln und wie andere verzaubern können!" Lockhart wurde blass und der Erinnerungs-Snape stellte sich etwas aufrechter hin. Er scheint interessiert. Was meinte ich denn damit? Ich kann mich nicht erinnern!

„Wirklich, Miss Hansen…. Ich…ich habe keine Ahnung, wovon…wovon Sie sprechen!", stotterte Lockhart. „Wissen Sie, Lockhart, es würde mich zu sehr interessieren, was Sie tun würden, wenn Sie nicht mehr charmant lächeln können!" Erinnerungs-Ich drehte sich um und wollte gehen. Aber Lockhart lies das erneut nicht zu und stellte sich in meinen Weg. „Miss, Hansen. Ich… ich kann nicht zulassen, dass sie…" „Das ich was?", forderte ich ihn wütend heraus. „Das ich jedem erzähle, dass sie ein Lügner, ein Blender, ein Täuscher sind! Das Sie illegale Zauber verwenden, um die weiblichen Geschöpfe zu bezaubern?" Erinnerungs-Snape spannte sich an und sein Gesicht spiegelte Fassungslosigkeit wieder, aber auch Dumbledore sah mich ungläubig an. Ich konnte nur mit den Schultern zucken. Ich kann mich an all das hier nicht erinnern!

Mein Erinnerungs-Ich fuhr wütend fort: „Wissen Sie, dass ich selbst zum Teil gefangen war, von Ihrem Zauber, aber zum Glück habe ich Freunde, die Sie nicht bezirzen konnten! Und ich bin nicht umsonst eine Ravenclaw! Das Sie einmal in Ravenclaw waren ist eine Schande!" Lockhart setzte erneut an: „Nun, Miss Hansen, Sie sind mit Sicherheit clever und ich… ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Wenn Sie wollen, Miss Hansen, kann ich Ihnen den Zauber beibringen. Für Sie würde er natürlich umgekehrt wirken, aber Sie werden die Aufmerksamkeit einige der jungen Burschen bestimmt genießen!" Erinnerungs-Ich, -Snape, wie auch der echte Snape und Dumbledore sahen wütend und fassungslos aus.

Mein Erinnerungs-Ich zog plötzlich den Zauberstab richtete ihn auf Lockhart und zischte voller Hass: „Die Welt wird ein besserer Ort sein, wenn Sie niemanden mehr belästigen können! Claudo mutus infinite, Coadulscere semper!" Ein roter Blitz traf Lockhart genau auf den Mund und schleuderte ihn von meinem Erinnerungs-Ich weg. Der „echte" Snape trat schnell heran und riss mein Erinnerungs-Ich herum. „Miss Hansen!" Die Szene vor uns verschwand und wir befanden uns alle wieder in Dumbledores Büro! Ich sah nachdenklich zum Denkarium. Was mache ich nun? Ich bin mir sicher, dass das so abgelaufen ist, aber ich kann mich nicht erinnern. Dumbledore sah mich eindringlich an. „Nun, Miss Hansen." Ich seufzte und setzte mich auf den Stuhl zurück. Dann sah ich ihn an. Alles oder nichts! Ich muss ihn davon überzeugen, dass ich das nicht war! „Professor Dumbledore, ich schwöre Ihnen, dass ich mich nicht daran erinnern kann. Ich weiß nur nicht, wie ich Ihnen das beweisen kann. Sie können meine Gedanken ja nicht lesen! Geben Sie mir Veritaserum!"

Prof. Dumbledore sah mich lange an. „Nun, Miss Hansen ich kenne Sie nun eine Weile und ich habe auch das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt!" Prof. Snape sah den Schulleiter verständnislos an. „Schulleiter, Sie wurde von Lockhart bedrängt, sogar bedroht, aber das erlaubt ihr nicht einen solchen Zauber auszusprechen! Sie muss bestraft werden!" Dumbledore sah zu Snape und sagte ernst: „Severus, das werde ich, aber ich möchte sicher sein, dass sie wirklich schuldig ist." Er wendete sich wieder an mich. „Miss Hansen, es gibt eine Möglichkeit herauszufinden, ob sie die Wahrheit sagen. Veritaserum ist sehr gefährlich für ein Kind. Ich schlage etwas anderes vor. Ich werde Leglimentik anwenden." „Sie können das? Aber ist das nicht auch illegal?", fragte ich. „Nicht, wenn Sie zustimmen, Miss Hansen. Ich bin sehr gut darin. Ich verspreche Ihnen, Sie werden keinen Schaden davontragen."

Soll ich das wagen, aber was, wenn er mehr sieht? Habe ich eine andere Wahl? Ich sah Professor Dumbledore fragend an. "Sir, verstehen Sie, dass jetzt nicht falsch, aber warum kann ich nicht einfach Ihnen und Prof. Snape meine Erinnerung geben und wir schauen Sie uns gemeinsam im Denkarium an?" Prof. Dumbledore stutze leicht, dann lächelte er wissend und erklärte: "Miss Hansen, wenn Sie die Wahrheit sagen und auch Prof. Snape nicht lügt, dann ist hier etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Dem müssen wir auf den Grund gehen. Wenn ich in Ihre Gedanken eintauche, kann ich vielleicht...hoffentlich erkennen, warum Sie sich nicht erinnern können. Wie Sie ja wissen sind einige sehr merkwürdige Dinge hier in Hogwarts dieses Jahr geschehen und Sie könnten ein Werkzeug für jemanden sehr Mächtigen geworden sein, der schon letztes Jahr für Aufregungen gesorgt hat. Wenn dem so ist, sind Sie unschuldig und wir haben eine Chance diese Angriffe auf Muggelgeborene zu unterbinden." Ich sah ihn entsetzt an und sagte: "Sie denken, ICH bin die Angreiferin, aber Sir ich habe niemals jemanden angegriffen und ich war nie auch nur in der Nähe. Ich..." "Sie können sich vielleicht einfach nicht daran erinnern Miss Hansen. Jemand hat, wie auch jetzt, ihre Erinnerungen unterdrückt oder gelöscht, aber die Frage ist wer und wie. Für das wer habe ich eine gute Vermutung, aber das wie ist mir noch unklar, vielleicht erhalte ich Antworten in Ihrem Geist! Sollen wir?", erklärte Dumbledore und zückte wieder seinen Zauberstab.

Ich nickte und Professor Dumbledore lies einen Stuhl neben mich schweben. Er setzte sich darauf und so saßen wir einander gegenüber. Dumbledore erklärte mir: „Ich werde in Ihre Gedanken eindringen, nach dem Ereignis suchen, das relevant ist. Versuchen Sie daran zu denken, dann ist es einfacher." Ich nickte und rief diese Erinnerung hervor. „Legilimens!" Ich fühlte mich, wie im Denkarium. Ich sah mich selbst mit meinen Freunden Neville, Tracey, Hermine, Harry, Stephen, Emily, Lauren, Ron, wie ich in der Bibliothek lernte, Tigers und meine Spaziergänge, Flitwicks Unterricht, Neville, Tracey und ich, wie wir in einem leeren Klassenraum Zauber übten, Lockhart. Ich fühlte allerlei Gefühle, die mit all diesen Erinnerungen verknüpft waren.

Bei Lockhart stoppten die Bilder und ich fühlte jemanden, der nicht ich war. Die Begegnung von Lockhart spielte sich ab und wie ich gesagt hatte, war der Angriff nicht dabei. Ich spürte Neugier, Interesse, Sorge. Die Szene kam wieder und wieder und immer wieder spürte ich Unwillen, Ärger, Angespanntheit, aber noch etwas anderes…Kaltes! Plötzlich fand ich mich wieder im Büro vom Schulleiter. Ich war vom Stuhl gekippt und mein Kopf hämmerte wie wild. Prof. Dumbledore half mir auf und sah mich sorgenvoll an. Er sagte leise: „Sie spricht die Wahrheit, Severus. Sie kann sich nicht erinnern. Dieser Part wird von etwas blockiert." Snape war herangetreten und fragte: „Blockiert, Schulleiter? Wie?" „Das kann ich nicht sagen. Miss Hansen?" Ich hob den Kopf und sah zu Albus Dumbledore hinauf. „Miss Hansen, diese Kälte, die sie spüren konnten, haben Sie die schon oft gefühlt?" Ich schüttelte den Kopf, aber dann hielt ich inne. Naja, irgendwie schon. Ich fühlte mich schon kalt und allein… ach keine Ahnung! Mein Kopf hämmert! Oh, ooww!

„Vielleicht, aber nie so deutlich", flüsterte ich. Der Schulleiter nickte und fragte weiter: „Seit wann?" Ich zuckte mit den Schultern und gab dann zu: „Ich fühle mich seit ein paar Wochen nicht wirklich wohl, aber Madam Pomfreys Tränke halfen nicht. Ich habe ständig Kopfschmerzen, allerdings sind sie jetzt viel schlimmer!" Ich hielt mir den Kopf. Der Schulleiter setzte sich mir wieder gegenüber und meinte sehr ernst: „Miss Hansen, ich muss etwas überprüfen. Ich werde Sie noch einmal legilimentieren. Nur kurz, aber kann schmerzhaft sein!" Ich nickte matt. Der Schulleiter suchte Augenkontakt mit mir und richtete seinen Zauberstab auf mich und sagte erneut: „Legilimens!"

Diesmal rasten die Erinnerungen an mir vorbei, so schnell, dass ich sie kaum erfassen konnte: Neville… Wärme… Vertrauen, Tracey… Verbundenheit… Wärme, Lauren… Interesse…, Bücher… Neugierde…, Tiger… Wärme… Spaß…, Luna… Sorgen…, Lockhart… Ärger… Verachtung…., Flitwick… Wärme… Bewunderung…, Emily… Fröhlichkeit… Anerkennung, Snape… Bestreben… Unsicherheit, Hermine… Sympathie… Verwirrung, Harry… Sorgen… Bewunderung. Immer wieder hielten sie kurz an. Ich war in der Bibliothek und lernten… Kälte…. Ich lag im Bett und schlief... Kälte… ich lag wieder im Bett und schlief… Kälte…. Wieder kam ich zu mir und wieder lag ich auf dem Boden. Mein Kopf pochte schlimmer denn je. Ich stöhnte und Prof. Snape gab mir eine Phiole. Ich trank sie leer und fühlte mich gleich etwas besser, wenn auch total ausgelaugt.

Professor Dumbledore seufzte und sagte: „Wir haben den Angreifer gefunden, allerdings sind Sie nur ein Werkzeug, Miss Hansen. Jemand benutzt sie und verschließt ihre eigenen Erinnerungen vor Ihnen. Ich kann sie nicht erreichen." „Aber das bedeutet ja…", unterbrach ihn Snape. Dumbledore nickte und sagte: „Jemand sehr mächtiges. Miss Hansen, ich fürchte nur Sie können uns helfen." „Wie denn?", fragte ich. Ihre verschlossenen Erinnerungen müssen entschlossen werden, aber das können nur Sie." „Wenn ich verantwortlich bin, für die Angriffe und die Kammer des Schreckens, heißt das dann das ich von der Schule fliege?", fragte ich ängstlich. Dumbledore schüttelte den Kopf. „Sie werden benutzt! Wir müssen so schnell wie möglich herausfinden, wie und wer! Bis jetzt ist noch niemand dauerhaft zu schaden gekommen." Aber wenn, dann… ich verstehe!

„Wie kann ich an diese Erinnerungen herankommen, Sir? Ich will helfen!" „Indem Sie eine Art Okklumentik erlernen. Ihr Geist ist vor Ihnen selbst verschlossen. Mit Hilfe von Okklumentik lernt man genau das, aber im Umkehrschluss kann man natürlich auch seinen Geist willentlich öffnen." „Werden Sie es mir beibringen, Sir?", fragte ich leicht besorgt, aber der Schulleiter schüttelte den Kopf. „Nein, Professor Dumbledore ist mehr bewandert in diesem Aspekt. Ich hatte nie einen Grund meinen Geist so zu verschließen. Prof. Snape kennt hingegen alle Feinheiten. Er wird Sie lehren, Miss Hansen." Prof Snape sagte: „Sir, sie ist viel zu jung!" „Nichtsdestotrotz, muss sie es lernen, Severus. Nur so können wir den wahren Angreifer finden!" Snape wird in meinen Geist eindringen. Freude über Freude! Ich bin echt geliefert!

Da flackerte das Feuer im Kamin plötzlich grün auf und Madam Pomfrey stand im Zimmer. „Professor Dumbledore, ich weiß nicht, was geschehen ist, aber ich kann den Zauber von Lockhart nicht nehmen! Haben Sie herausfinden können, welcher Zauber es war?" Sie sah mich und fragte überrascht: „Miss Hansen?" Ich sah sie kein bisschen schuldig an, denn ich fühlte mich kein bisschen schuldig, für das was ihm passiert war. Er verdient es! „Nun ja, Madam Pomfrey, es gab einen Zwischenfall. Ich habe den Zauber selbst noch nie gehört, aber wir werden sehen, ob wir ihm seine Sprache wiedergeben können. Schließlich wird er sie in seinem Verfahren vor dem Zaubergamot brauchen!" Dumbledore zwinkerte mir zu. Ich lächelte zurück und aus dem Augenwinkel auch sehen, wie Snapes Mundwinkel kurz zuckten. „Zaubergamot? Wovon sprechen Sie?", fragte Madam Pomfrey verwirrt. „Später meine Liebe, zunächst braucht Miss Hansen ihre Aufmerksamkeit. Ich möchte einen vollständigen Scan von ihr!", erklärte Dumbledore und führte mich zum Kamin. „Severus, bereiten sie sich auf den Unterricht vor. Sobald Miss Hansen sich besser fühlt, beginnt er." Snape nickte und verließ das Büro.

Dumbledore, Madam Pomfrey und ich reisten mittels des Kamins in den Krankenflügel. Madam Pomfrey brachte mich zu einem Bett und Dumbledore ging zu Lockhart, der einige Betten weiter saß. Ich hoffe trotzdem er findet für eine Weile keinen Gegenzauber! Madam Pomfrey begann ihren Scan und irgendwann begann ich einzuschlafen. Madam Pomfrey gab mir ein weiteren Kopfschmerztrank und etwas zum Schlafen. Die Welt wurde dunkel… Was für ein Weihnachten!

So, hoffe es hat euch gefallen! Bitte Kommentare oder Anregungen, die ihr habt in der Box unten rechts eintragen. Bis zum nächsten Mal!