Hallo ihr Lieben, war eine lange Pause! Ich war durch meine Ausbildung abgelenkt. Hoffe das neue Kapitel gefällt euch!
Erneuter Angriff
Ich stand abends kurz vor 19 Uhr vor der schweren Holztür. Ich stand nur da. Ich könnte wirklich einfach gehen! Ich habe keine Lust auf seine Gesellschaft! Die Tür schwang auf und Snape herrschte mich an: „Rein hier!" „Guten Abend, Professor Snape!", sagte ich betont höflich und lächelte ihn an. Er sah finster zurück und zeigte auf den riesigen Stapel von dreckigen Kesseln. „Beginnen Sie und wenn Sie nicht fertig werden, kommen Sie morgen wieder!" Ich sah die mindestens 20 Kessel. Der hat sie nicht mehr alle. Ladies und Gentlemen, ich glaube ich habe Harrys Position in Snapes Hassliste eingenommen. „Worauf warten Sie?", fragte Professor Snape scharf. Jetzt sah ich ihn finster an und krempelte meine Ärmel hoch. Ich lies heißes Wasser in den ersten Kessel laufen und fügte Seife hinzu.
Ich schrubbte für Stunden. Durch das heiße Wasser war meine Haut ganz schrumpelig und durch das Holz der Bürste hatte ich mir schon Blasen geschrubbt. Ich stöhnte und rieb meine Hände vorsichtig an meinem Rock trocken. „Schon müde, junge Dame? Das nächste Mal werden Sie darüber nachdenken, welchen Ton Sie mir gegenüber anschlagen!" Ich blieb stumm und arbeitete weiter. Ich hatte die Hälfte fertig und nahm den elften Kessel. Kurz vor zehn meinte Professor Snape: „Sieht so aus als würden Sie morgen erneut hier erscheinen müssen!" Ich sah zu den letzten vier Kesseln und sagte: „Ich kann sie auch jetzt schrubben, Sir." „Oh nein! Mein Kollege Professor Flitwick hat eine feste Regel, wann junge Mädchen ins Bett müssen. Ich will doch nicht, dass sie ihre Schlafenzeit verpassen! Ich sehe Sie morgen wieder hier. Pünktlich um 19 Uhr, Miss Hansen!" Mistkerl!
Todmüde fiel ich ins Bett und schlief sofort ein. In den frühen Morgenstunden wachte ich von einem Alptraum auf und konnte nicht mehr einschlafen. Also ging ich irgendwann schläfrig hinunter in den Gemeinschaftsraum, nahm mir ein Buch und setzte mich auf meinen Lieblingsplatz auf dem Fenstersims. Kaum jemand war schon wach und so war es noch leiser, als sonst üblich. Nach einiger Zeit kam Professor Flitwick mit besorgtem Gesichtsausdruck in den Raum, sah mich und sein Gesichtsausdruck wurde nachdenklich. Er kam langsam auf mich zu. Das gefällt mir nicht! Irgendetwas ist passiert! Warum sonst ist er hier um nicht mal sechs Uhr morgens?! Ich legte mein Buch zur Seite und stand auf. „Guten Morgen, Professor Flitwick!", ich knickste und sah ihn abwartend an. „Miss Hansen, wieso sind Sie schon wach?" „Ich konnte nicht mehr schlafen und wollte Emily und Lauren nicht aufwecken", erklärte ich. „Ich verstehe. Kommen Sie bitte mit mir mit!", sagte Professor Flitwick. Ich folgte ihm verwirrt aus dem Turm. „Professor, was ist geschehen?", fragte ich leicht besorgt. Hat Tom etwa schon Kontrolle über jemand anderen? Ist es möglich? Innerhalb von nur wenigen Stunden?
Professor Flitwick sah ernst zu mir auf und sagte: „Es gab einen weiteren Angriff." Ich stoppte abrupt. „Das kann doch nicht sein! Wer? Und wie?" Professor Flitwick sah mich stumm an und ich beschwor ihn: „Professor, ich schwöre, ich war das nicht!" Professor Flitwick sagte verwirrt: „Natürlich nicht, Miss Hansen. Sie haben den Turm nicht verlassen und ich weiß, dass Sie dem Opfer nie etwas antun würden." Nie antun würde? Wer? Einer meiner Freunde? Emily und Lauren geht es gut, aber Neville, Tracey, Harry, Hermine, …. Vielleicht Ronald? „Professor? Wer?", fragte ich ängstlich. Professor Flitwick stoppte vor den Türen des Krankenflügels. „Kommen Sie, Miss Hansen." Er drehte sich um, öffnete die schweren Türen mittels des Schlenkers seines Zauberstabes und trat ein. Ich blieb aber noch stehen. TOM! Was hast du getan?
Ich atmete einmal tief durch und ging dann langsam in den Krankenflügel. Vorsichtig lief ich zu den hinteren Betten, die durch einige Trennwände abgeschirmt waren. Die Professoren Flitwick, Snape, McGonagall und Dumbledore standen dort und redeten leise mit Madame Pomfrey. Auf einem der Betten lag eine reglose Gestalt und ich trat vorsichtig näher heran. Ich erkannte sie und mir stockte der Atem. Tracey! Nein! Schnell überwand ich den letzten Schritt und nahm Traceys steife Hand. „Wie? Was ist passiert? Wieso Tracey? Sie ist keine Muggelgeborene!" „Nun, die meisten Fragen hatte ich gehofft, könnten Sie beantworten, Miss Hansen", sagte Professor Dumbledore ernst. „Wieso Miss Hansen?", fragte Professor Flitwick verwundert und auch Professor McGonagall sah verwirrt aus.
Ich ignorierte die beiden für den Augenblick. „Ich war das nicht, Professor Dumbledore. Milly!" Milly ploppte in den Raum. „Miss Anna hat Milly gerufen?" „Ja, Milly. Entschuldige die frühe Störung, aber du kannst vielleicht bestätigen, dass ich heute nicht … schlafgewandelt bin." Milly sah zu den Professoren auf und sagte: „Die junge Miss war seit fünf Uhr alleine im Gemeinschaftsraum und hat gelesen. Sie ist gestern um zehn ins Bett gegangen und ich war dort bis die beiden anderen jungen Misses zu Bett gingen." „Miss Hansen hat den Turm nicht verlassen!", fügte Professor Flitwick hinzu. „Wieso wird Miss Hansen überhaupt befragt?", fragte Professor McGonagall. Dumbledore und Snape schwiegen und ich sagte nichts. Ich sah nur zu Tracey und fragte leise: „Wo ist Neville?" „Mr. Longbottom? In seinem Bett selbstverständlich!", sagte Professor McGonagall. „Wieso?", fragte ich. „Er ist ihr Freund und wird hier sein wollen!" „Ich werde ihn vor dem Frühstück informieren", sagte Professor McGonagall, als ob sie es nicht wirklich wollte. Tom! :Du hast mich herausgefordert. Wenn du nicht willst, dass deinem anderen kleinen Freund etwas passiert, dann…: Die beiden stammen aus magischen Familien! Ich dachte, magisches Blut wäre dir wichtig!
„Miss Hansen", sprach mich Professor Dumbledore an. Ich konzentrierte mich auf ihn. :Sie ist eine Verräterin. Dreckiges Blut!: „Professor, ich schwöre…" Professor Dumbledore hob seine Hand und ich verstummte. Er sah mich ernst an und ich sah ihn direkt an. Ich spürte eine fremde Präsenz in mir und ich fühlte Erinnerungen hochkommen.
Ich saß alleine an meinem Schreibtisch und schrieb meine Geschichts-hausaufgaben. Ich kraulte Tiger auf dem Sofa und las in einer Zeitschrift. Ich schlief in meinem Bett. Ich wachte auf und setzte mich aufs Sofa und sah aus dem Fenster. Ich ging hinunter in den Gemeinschaftsraum und las in meinem Merlins Geschichte- Buch.
Die Präsenz verschwand aus meinem Kopf und Dumbledore schüttelte unmerklich den Kopf. Das Ganze hatte nur ein paar Sekunden gedauert und Dumbledore fragte: „Ich glaube Ihnen, Miss Hansen. Die Frage ist nur wer?" Ich sah fragend zwischen Snape und Dumbledore hin und her. Snape sah mich durchdringend an und ich erwiderte den Blick. Als Snape etwas sagen wollte, fiel ich ihm ins Wort: „Professor Snape hat mir vor drei Wochen ein altes Tagebuch, dass ich bei Flourish & Blotts gefunden hatte, abgenommen. Er meinte, es wäre schwarzmagisch. Ich dachte, er hätte es Ihnen erzählt, Professor Dumbledore." Snapes sah mich an, als hätte er am liebsten ein Avada auf mich geschickt. „Severus?" Dumbledore sah ihn fragend an. „Es war ein altes Tagebuch. Leer." Dumbledore sah von mir zu Snape und fragte: „Wo ist dieses Tagebuch jetzt?" „Weg", sagte ich und zeigte auf Snape: „Und er beschuldigt mich, aber Sie können meine Sachen durchsuchen. Ich habe es nicht!" Flitwick und McGonagall sahen uns alle sprachlos an. Professor Flitwick sah enttäuscht aus und ich sah ihn traurig an. „Miss Hansen, war beteiligt an den vorherigen Angriffen? Vielleicht durch den Einfluss eines schwarzmagischen Gegenstandes? Ich bin ihr Hauslehrer! Wieso wurde ich nicht informiert?" Professor Dumbledore sah ihn entschuldigend an und meinte: „Wir wollten kein großes Aufsehen erregen und je weniger davon wissen, desto besser. Ich gab ihr den Befehl nichts außer der Reihe zu erzählen!" „Ich bin ihr Hauslehrer!" Professor McGonagall sagte dazwischen: „Der Angriff auf Lockhart. Was ist dort wirklich passiert, Abus?" „Vielleicht sollten wir das an anderem Ort besprechen!", sagte Dumbledore bestimmt.
Ich hatte mich an Traceys Bett gesetzt und winkte Milly leise heran und flüsterte: „Kannst du Neville Bescheid geben und ihn hierherbringen? Er würde das jetzt gleich wissen wollen. Bitte?" „Natürlich, Miss Anna." Milly verschwand mit einem leisen Plop, den die Erwachsenen nicht bemerkten, weil sie sich noch immer hitzig unterhielten. Ich sah zu Tracey. Ich werde dich aufhalten Tom! Das einzige Leben, das nichts wert ist, ist das Leben, das andere als wertlos erachtet. Tracey ist eine klasse Hexe und ein toller Mensch! Wenn dir magische Macht so wichtig ist, dann bist du ein verdammter Hypokrit! Ich strich über Traceys Hand und sah traurig in ihr erstarrtes Gesicht. Nach einer Weile kam Neville in den Krankenflügel und ich sah auf, als ich sein scharfes Luftholen hörte. Er trat ans Bett und ich nahm seine Hand.
Neville stand da und sah einfach auf Tracey hinab. „Was ist passiert?", flüsterte er leise. Ich schüttelte nur leicht mit dem Kopf und sah zu ihm hinauf und sagte leise: „Ich bin mir nicht sicher." Madame Pomfrey kam zu uns und sagte: „Ihr beide könnt bleiben, bis das Frühstück serviert wird." Wir nickten ihr zu und Neville nahm sich einen Stuhl. Die Lehrer waren mit ihrer Diskussion zu Ende und Prof. Dumbledore sagte zu mir: „Miss Hansen, bitte kommen Sie nach dem Unterricht zu mir und ich liebe Säuredrops!" Ich nickte und Neville sah mich wieder fragend an. Ich schüttelte leicht den Kopf und er nickte nur. Die Lehrer verschwanden, nachdem Professor Flitwick noch kurz zu mir gekommen war und sagte: „Miss Hansen, meine Tür steht Ihnen jeder Zeit offen!" Ich nickte ihm zu und er verschwand.
Als das Frühstück serviert wurde, aßen Neville und ich extrem schnell, aber bevor wir verschwinden konnten, erhob sich Professor Dumbledore. Alle wurden leise und warteten ab. „Meine Lieben, es gab einen erneuten Angriff!" Ein lautes Gemurmel erhob sich und verstummte erst, als er die Hand hob. „Um zukünftige Angriffe wieder zu vermeiden, werden die allgemeinen Beschränkungen wieder aufgenommen. Bitte sorgt euch nicht zu sehr! Wir werden den Angreifer bald stellen. Genießt euer Frühstück und dann auf in den Unterricht!" Neville und ich gingen noch vor dem Unterricht in unser Hauptquartier. „Also schieß los!" Neville setzte sich auf den Sessel und sah mich aufmerksam an. Ich seufzte tief und lies mich auf das Sofa fallen. „Ich… du wirst mich hassen! Denn ich hasse mich gerade so sehr selbst!" „Es muss sehr ernst sein, wenn du das Wort nimmst, dass du nie sagen willst!", sagte Neville. Ich sah ihn traurig an. „Es ist schlimm. Alles was dieses Jahr passiert ist, ist meine Schuld! Ich habe etwas benutzt, das schwarzmagisch ist. Ich habe mit Tom keine Briefe geschrieben, sondern in sein Tagebuch." Neville sah mich verständnislos an und ich holte tief Luft. „Ich habe das Buch in der Winkelgasse gefunden und naja, zunächst habe ich es gar nicht beachtet und benutzt. Dann irgendwann hier in Hogwarts habe ich hineingeschrieben und dann konnte ich nicht mehr aufhören. All seine Lektionen waren hilfreich und ich …. Es ist alles meine Schuld! Ich wollte es erst nicht hergeben und dann aber doch zerstören, doch jetzt ist es weg… und die Angriffe werden andauern!"
Ich sank weiter in mich zusammen und legte meinen Kopf in meine Hände. „Wie konntest du Tracey angreifen?", fragte Neville. Ich fuhr hoch und sagte laut: „Ich war das nicht, Neville! Tom hat mich nicht kontrolliert! Ich dachte, als ich das Tagebuch von mir distanziert hatte, würde Tom die Kontrolle über mich verlieren, aber so war dem nicht. Er kann immer noch in meine Gedanken eindringen. Er hat Tracey angegriffen, weil sie für ihn eine Blutsverräterin ist und meine Freundin!" „Wo ist das Tagebuch jetzt? Und wieso hast du es nicht Dumbledore oder Snape gegeben?", fragte Neville leise. „Ich wollte es nicht! Ich… ich … ach Neville... keine Ahnung. Ich wollte es niemandem sagen! Ich wollte es selbst lösen. Mein verdammter Stolz!", sagte ich leise. Neville nickte und fragte: „Wo ist es jetzt?" „Snape hat es mir weggenommen, aber es offensichtlich nicht Dumbledore gegeben, denn jetzt ist es bei irgendeinem Schüler und Tom kontrolliert ihn schon und dass nur nach zwei Wochen!" „Snape hatte es?" „Ja", sagte ich. „Und er konnte es auch nicht weitergeben?" „Anscheinend nicht?", ich zuckte unschlüssig mit den Schultern.
„Ich bin sauer, Anna!" Ich nickte traurig und flüsterte leise: „Ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen!" „Irgendwann, aber im Moment liegt unsere beste Freundin deinetwegen erstarrt im Krankenflügel." „Kann ich verstehen! Ich mach es wieder gut, Neville!" „Nur keine Geheimnisse mehr, Anna!" Ach, Neville wenn das so einfach wäre! Das eine Geheimnis kann ich niemandem anvertrauen. Das würde mir ja auch niemand glauben! Neville stand auf und verließ unser Hauptquartier. Ich saß für eine Weile einfach da und starrte ins Feuer, aber irgendwann stand ich auf und ging zum Unterricht. Allerdings konnte ich mich überhaupt nicht konzentrieren und vergaß komplett, in Geschichte mitzuschreiben. Ich saß in der Bank in der Geschichtsstunde und versuchte meine Augen offen zu halten, aber es fiel mir immer schwerer.
„Anna", flüsterte Emily neben mir. Ich zuckte leicht zusammen und blinzelte sie an. „Ja, was gibt es?", fragte ich. „Du und deine Freunde habt doch schon bestimmt weiter spekuliert, wie man Binns loswerden kann, oder?" Ich sah zu dem schwebenden Geist hinüber und nickte. Lauren sah mich begeistert an und fragte: „Echt und wie?" „Durch das Schulkomitee muss das gehen. Wir müssen die Eltern mobilisieren, denn wenn wir alleine protestieren, wird gar nichts passieren. Aber wir müssen mehr als die Hälfte für unsere Idee erwärmen und das wird schwierig… mehr als schwierig", erklärte ich achselzuckend. Emily überlegte und meinte: „Also meinen Vater hätten wir sicher und bestimmt auch einige andere. Lord Malfoy vermutlich sogar auch!"
Ich sah sie etwas zweifelnd an, aber sie nickte und sagte leise, aber bestimmt: „Doch, wirklich. Professor Dumbledore stellt seit Dekaden keinen neuen Lehrer ein. Also wird ein Dafür, als eine Stimme gegen ihn gelten und so eine Gelegenheit wird sich Lord Malfoy bestimmt nicht entgehen lassen." Da hat sie sicher Recht, trotzdem wird es kompliziert. „Trotzdem wird es schwierig. Schließlich, wie du gesagt hast, unterrichtet er schon seit Dekaden und keiner hat anscheinend etwas dagegen unternommen. Also wieso sollte es bei uns funktionieren?" Emily sah nachdenklich aus und alle anderen wendeten sich wieder ihren Aktivitäten zu. Irgendwann meinte Lauren leise: „Dann brauchen wir einen guten Plan, um die Eltern zu überzeugen, auch die Zweifler oder die „mir ist alles egal"-Typen."
Ich nickte und starrte wieder aus dem Fenster und sah über die Ländereien von Hogwarts. Im Endeffekt ist es mir gerade egal, ob Binns nun weiter unterrichtet oder nicht! Tracey liegt erstarrt im Krankenflügel und sie geht definitiv jetzt vor. In Zauberkunst saß ich nur da und versuchte mich auf Flitwicks Vortrag zu konzentrieren, aber es gelang mir nicht besonders und so schaffte ich es kein einziges Mal, meine Blume zum Tanzen zu bringen. Nach dem Unterricht verschwand ich schnell und lief zu Dumbledores Büro.
Der Wasserspeier trat zur Seite, als ich „Säuredrops", sagte. „Ah, Miss Hansen, bitte setz dich", begrüßte mich Professor Dumbledore. Ich nahm Platz und sah ihn unschlüssig an. „Professor, ich muss Ihnen etwas sagen. Ich… ich hatte Angst etwas zu sagen." „Was ist, meine Liebe?", fragte er aufmunternd. „Ich weiß nicht, was Professor Snape Ihnen gesagt hatte." Ich sah ihn fragend an, aber er schwieg und ich fuhr fort: „Ich habe am Ende der Sommerferien ein altes leeres Tagebuch gefunden. Ich habe es zunächst ignoriert und dann irgendwann angefangen, darin zu schreiben und es hat zurückgeschrieben. Ich fand es faszinierend und der Unterricht bei Lockhart war komplett für die Katz und als mir Tom neue Sprüche beigebracht hatte, war ich dankbar. Es waren nie dunkle Sprüche, Sir! Ich habe sie auch in Büchern in unseren Regalen gefunden. Oder er hat mich angeregt, um die Ecke zu denken und Sprüche anders anzuwenden, um mich zu verteidigen." „Tom?", fragte Professor Dumbledore interessiert. Ich nickte. „Hat er je etwas über sich selbst erzählt?" Ah, darauf will er hinaus! „Dass er ein Schüler hier in Hogwarts war, vor langer Zeit und in Slytherin, Sir." „Sonst nichts?" „Dass er Schülersprecher war und dass dieser Zwist damals schon existierte." Professor Dumbledore nickte und meinte: „Erzähle weiter, mein Kind. Wieso hast du mir nicht gleich davon erzählt?"
Ich zuckte mit den Schultern und sagte unschlüssig: „Als Sie mich fragten, hatte ich irgendwie Angst. Keine Ahnung, … ich wollte es nicht sagen! Ich habe es versteckt und wollte es gerade neu verstecken, als Professor Snape es mir abnahm und ich konnte ihm auch nicht die Wahrheit sagen!" „Wolltest du oder konntest du es nicht sagen?", fragte er ruhig. Ich sah ihn unschlüssig an und meinte: „Ich weiß es nicht, Sir. Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen!" „Danke für deine Ehrlichkeit, Anna", sagte er und fuhr dann fort: „Nun, Tom scheint keinen Einfluss mehr auf dich zu haben, sondern sich jemand anderem und ich bitte dich, dich zu melden, wenn dir irgendetwas auffällt. Die Hauselfin bleibt bei dir; nur zur Sicherheit!" Ich nickte und stand auf. „Sir, was passiert nun?" „Lass das unsere Sorge sein, Anna. Ich bin mir sicher, dieses Buch wird schnell gefunden. Sei einfach vorsichtig!" „Ja, Sir." Und ich werde es auch suchen und vernichten! Sei dir sicher, Tom: Du wirst scheitern!
