Nach dem Ende der Welt


A/N: Dies hier ist ein A/B/O-AU.

Es gibt ziemlich viele Walking Dead-A/B/O-Fics aber ich habe bisher keine gefunden, die mir wirklich das gegeben hätte, was ich gewollt habe, daher habe ich beschlossen, es wohl selbst schreiben zu müssen.

Diese Fic spielt in dem selben Setting wie mein Arrowverse-A/B/O-AU, sprich auf einer Erde in diesem Mulitversum, wenn man so will. Die Regeln sind also die gleichen. Hintergrundinformationen zu meinem A/B/O-Arrowverse findet ihr auf meinem Blog: afaimsarrowverse . tumblr .com (ohne Abstände). Achtet auf die Tags, dann findet ihr alles, was sich auf mein A/B/O-Verse bezieht. Ihr müsst meine entsprechenden Arrow-Fics nicht lesen, um euch hier auszukennen, (ihr dürft aber natürlich gerne), denn das hier bleibt trotzdem eine reine TWD-Fic. Trotzdem wird mein Verse in diesen Fics natürlich genau erklärt und aufgebaut.


Hier also schnell noch einmal das Wichtigste:

Vorhergehende Begriffserklärung:

Was bedeutet A/B/O? Das steht für Alpha/Beta/Omega und ist eine Fanfiction-Trope, die sich vom Tierreich inspirieren lässt und eine Welt postuliert, in der die Menschen neben dem primären Geschlecht auch noch ein sekundäres Geschlecht (nämlich eben Alpha, Beta oder Omega) besitzen. Traditionell funktioniert die Gesellschaft auf Grund von der Existenz dieser sekundären Geschlechter anders als unsere, und es herrscht oft ein gewisser Seximus vor (bezogen auf die sekundären Geschlechter). Autoren nützen dieses Gimmick gerne für Dystopien und/oder gesellschaftliche Kommentare. … Oder dafür um Pornographie zu verfassen. Diese Fic ist mehr ersteres als letzteres. Sorry.

Wie funktioniert eine A/B/O-Gesellschaftsform? Okay, es gibt Leute, die behaupten es gäbe so was wie die „typische" A/B/O-Fic (die gibt es schon aber eher bei dem pornographischen Teil der A/B/O-Fics) und traditionelle A/B/O-Gesellschaftsformen, die immer gleich wären –DOCH DAS IST EINE LÜGE! Sie unterschieden sich nicht nur von Fandom zu Fandom, sondern auch von Autor zu Autor und teilweise sogar von Fic zu Fic. Ja, es gibt gewisse A/B/O-Tropes, aber die finden sich nicht bei allen Fics und werden oft absichtlich vom Autor unterlaufen etc. Meine A/B/O-Gesellschaft wird also auch anders funktionieren als in anderen Fics, die ihr vielleicht kennt.

Gibt es also gar nichts, was wirklich immer gleich ist? Nun, meistens gibt es eine Sache in diesen Fics als Konstante, und das ist die Alpha/Omega-Sache: Omegas erleben sogenannten Hitzen (grob gesagt sie werden rollig bzw. läufig, sucht euch aus welches Tier ihr bevorzugt) und sondern in dieser Phase ihres Lebens Pheromone ab, die bei Alphas wiederum Brunftverhalten auslösen (ja, jetzt haben wir die Tierart gewechselt, sorry) – auf jeden Fall sind dann beide Seiten geil aufeinander und beschließen sich zu paaren und tun das dann auch über einen längeren Zeitraum hinweg – im Falle eines männlichen Alphas verhakt sich dieser meistens im Omega, und sie hängen dann längere Zeit zusammen (und jetzt sind wir wieder bei den Hunden gelandet) bis der Penis abschwillt und entfernt werden kann.

Das hört sich verdächtig nach Mpreg an! Ja, das ist irgendwie der Punkt bei den meisten A/B/O-Fics. Es muss aber nicht sein. Bei einigen ist es auch so, dass männliche Omegas evolutionäre bedingt keine Kinder mehr austragen können. Wie etwa bei mir hier. Also sorry, keine Mpreg.

Okay, was muss ich also über diese Fic wissen, abgesehen davon, dass Omegas und Alphas in einer gewissen Phasen ihres Lebens sexbesessen sind? Es gibt Alphas, Betas und Omegas jeden Geschlechts. Aus historischen Gründen heraus werden in der modernen Gesellschaft Alphas und Omegas aber aus unterschiedlichen Gründen nicht besonders hoch angesehen. Betas erhalten bevorzugt Führungspositionen und haben im Grunde genommen das Sagen in der Gesellschaft, da Alphas als zu aggressiv und territorial gelten und Omegas als schwach und flatterhaft bzw. instabil – jeweils wegen ihrem Hormonhaushalt. Im 21. Jahrhundert gilt diese Vorstellung zwar als überholt und veraltet, und es gibt viele Gleichberechtigungsbewegungen, aber viele hängen trotzdem noch den alten Vorurteilen an. Auch deswegen, weil es stimmt, dass Betas eine beruhigende und stabilisierende Wirkung auf Alphas und Omegas haben (wegen den Pheromonen, die sie absondern). In dieser Fic haben alle drei sekundären Geschlechter einen Geruchssinn, der sie dazu bringt zu riechen, was für Pheromone die Angehörigen der anderen Geschlechter gerade aussenden, sprich sie erkennen so die Stimmung der anderen und Hinweise auf Hitze bzw. Brunft.


Und wer ist was? Das werden ich natürlich immer betonen, wenn der entsprechende Charakter auftritt, aber hier eine kurze Vorabinformation für die wichtigsten Charakte:

Rick Grime – Omega

Shane Walsh - Alpha

Lori Grimes – Beta

Andrea Harrison- Beta

Glenn Rhee – Omega

Carl Grimes –Omega

Morgan Jones – Alpha

Merle Dixon – Alpha

Morales – Alpha

Daryl Dixon – Omega

Carlol Peletier – Omega

Ed Peletier – Alpha

Maggie Greene – Omega

Beth Greene – Omega

Hershel Greene – Alpha

Philip Blake – Alpha

Michonne – Alpha-Beta

Sasha Williams- Beta

Tyreese Williams – Omega

Abraham Ford – Alpha

Eugene Porter – Omega

Rosita Espinosa – Beta

Tara Chambler – Beta

Gabriel Stokes – Beta

Noah – Omega

Aaron – Omega

Spencer Monroe – Alpha

Deanna Monroe – Beta

Denise Cloyd – Omega

Olivia – Omega

Enid – Beta

Negan – Alpha

Der Großteil der Saviors – Alphas

Paul Rovia – Omega

Gregory – Beta

Ezekiel – Alpha-Beta


Warnings: A/B/O-Dynamik- tierisches Verhalten,; Seximus, Misshandlungen und Missbrauch, andere düstere Themen, existenzielle Ängste, Character Death, PTSD, Erwähnung von Mpreg von Omegas in vergangenen Zeiten,, Slash, femmeslash, Het, Polygamie , Post-Apokalypse, Zombies, Kannibalismus, Machtmissbrauch, Gewalt, Andeutung von Vergewaltigung, Spoiler für die ersten 8. Staffeln und in späterer Folge vermutlich Spoiler für Staffel 9 und 10 so wie die Comics (Mehr fällt mir im Moment nicht ein.)

Disclaimer: „The Walking Dead" ist Eigentum von Robert Kirkman, Image, AMC und all den anderen. Ich spiele nur auf ihrer Wiese, erhebe keinen Anspruch auf ihr geistiges Eigentum und verdiene kein Geld mit dieser Fic.

Pairings: Stellt euch bitte auf wechselnde Pairings quer durch die Geschlechter (primäre und sekundäre) ein und auch auf Dreiergespanne: Hauptpairings: Rick/Shane, Rick/Lori, Lori/Shane, Maggie/Glenn, Michonne/Andrea, Abraham/Rosita/Eugene, Abraham/Sasha, Carol/Ed, Sasha/Bob, Aron/Eric, Tara/Denise, Negan/jeder, der das Pech hat kein Alpha zu sein, Carol/Ezekiel, und einige Überraschungspaare, die ich hier nicht verraten möchte

Sonstiger Vorbemerk: Diese Fic hier ist ein AU, aber nicht unbedingt ein Fix-It. Manche Charaktere, die zuvor im Canon gestorben sind, leben noch, andere sind zu einem späteren Zeitpunkt gestorben, manche sind genauso und genau zum gleichen Zeitpunkt wie im Canon gestorben, und manche werden vielleicht früher oder anders als im Canon im Verlauf dieser Fic sterben. Seid also auf alles gefasst.


Prolog

:

Vor der Apokalypse war es nicht immer leicht gewesen ein Omega zu sein, nach der Apokalypse war es …. Nun vorsichtig ausgedrückt ziemlich scheiße, wenn man ein Omega war. Das wusste Rick nicht erst seit seiner Begegnung mit Joey und seiner Gang. Das wusste er nicht erst sein Terminus. Er hatte es auf die harte Tour gelernt, schon lange zuvor. Es gab immer noch Tage, an denen er schweißgebadet aufwachte und sich von Träumen erholen musste, in denen er nachdem er aus seinem Koma erwacht war, als ersten Menschen einen anderen Alpha als Morgan getroffen hatte.

Nein, Omegas überlebte in diesenrschönen neuen Welt normalerweise nicht lange. Beth, Tyreese, Noah, Denise …. Nur einige Beispiele von Omega, die von dieser neuen Welt der Toten verschlungen worden waren. Rick jedoch hatte es irgendwie geschafft, irgendwie hatte er es bis hierher geschafft. Und nicht nur er.

Sein Sohn Carl, der genauso ein Omega war wie sein Vater, war ebenfalls hier. Kniete wenige Meter von ihm entfernt, war immer noch am Leben. Bis jetzt. Genau wie Glenn, den Rick nur kurze Zeit nach Morgan Jones getroffen hatte, und der nun ebenfalls hier kniete, zusammen mit seiner schwangeren Frau Maggie, die ebenfalls ein Omega war. Auch die beiden lebten noch, hatten überlebt, bis jetzt. So wie Daryl, Daryl Dixons, Ricks Bruder, sein engster Vertrauter, der Mann, auf den er sich meisten gestützt hatte seit Shane … seit damals eben. Daryl, der entgegen allen Erwartungen ein Omega war, und immer noch lebte. Bis jetzt. So wie Eugene, der auch immer noch lebte, trotz seiner Lügen (oder vielleicht gerade wegen ihnen), den jeder auf den ersten Blick als Omega identifizierte, der aber immer noch hier war, der immer noch lebte, hier kniete, genau wie die anderen, der leise weinte, den nicht einmal die Gegenwart von seinem Alpha und seinem Beta trösten konnte, die auch hier waren. Noch. Genau wie Aaron, Aaron, der sanfte Omega, der sie alle von den verstaubten Straßen nach Alexandria geholt hatte, und noch nie jemand was getan hatte, und noch lange in Sicherheit hätte leben können, wenn er nicht das Pech gehabt hätte auf Rick Grimes und seine Gruppe zu treffen. Aaron, der unbedingt hatte mitkommen wollen (Rick hätte es ihm nie erlauben dürfen). Aaron, der hier kniete, wie sie alle anderen ebenfalls und um sein Leben bangte.

Was habe ich getan? Was habe ich mir gedacht? Ich habe mich von Alexandria einlullen lassen, mich in falscher Sicherheit wiegen lassen, ich habe auf die Joeys, Gareths und Dawns dieser Welt vergessen. Haben mich die Wölfe nichts gelehrt? Rick hatte es vergessen, hatte vergessen, wie es dort draußen war, hatte das vergessen, was er Deanna nach seiner Ankunft in Alexandria immer wieder vorgebetet hatte, dass hier draußen keine Gesetze herrschten, nur die Wildnis. Dass hier draußen kein Platz für Omegas war. Und er war mit einer Karawane hauptsächlich bestehend aus Omegas nach Hilltop aufgebrochen. Und nun waren sie umgeben von Alphas, Rick roch neben der Angst seines Rudels vor allem nur noch Alphas.

Das hier war Wahnsinn: Er selbst, Carl, Glenn, Maggie, Daryl, Eugene, Aaron – sieben Omegas, nur begleitet von drei weiblichen Betas – Sasha, Rosita, und Andrea, die von diesen Alphas genauso leicht vergewaltig und getötet werden konnten wie sie ,und von Abraham und Michonne, die nur zu zweit waren und hier nicht siegen würden, und die, wenn man realistisch war, wohl die ersten sein würden, die hier sterben würden. Er wünschte sich Morgan wäre hier. Verdammt, er wünschte sich Spencer wäre hier, Tobin, irgendein Alpha aus Alexandria.

Er hatte es vergessen, hatte vergessen, dass sekundäre Geschlechter eine Rolle spielten. Jesus der Omega, der ihm seine Gemeinde vorstellte, die von einem Beta wie Gregory angeführt wurde – er hatte gedacht alle anderen Gemeinden wären wie Alexandria und Hilltop – zivilisiert. Und vielleicht waren sie das ja auch. Aber zwischen diesen Gemeinden herrschte die Wildnis, und sie waren in der Wildnis überfallen worden.

Carol würde sie diesmal nicht retten können. Rick rechnete fast damit, dass sie aus dem Nichts auftauchen würde, bewaffnet, zusammen mit Morgan und Tara, und dass sie sie retten würden, doch er wusste, dass kein Dreiergespann aus Omega, Alpha, und Beta sie aus dieser Lage würde retten können.

Das alles hier war seine Schuld, das wusste er. Er hatte niemals zustimmen dürfen sich um diese sogenannten Erlöser zu kümmern. Er hätte hinter den sicheren Mauern von Alexandria bleiben sollen, Jesus Jesus sein lassen sollen, Greogry Greogry sein lassen sollen, und einfach weitermachen sollen wie bisher, dann wären sie jetzt nicht in dieser Lage. Aber Hilltop hatte einen Arzt und besaß Vorräte, Hilltop hätte ein guter Nachbar sein sollen. Und die Erlöser wären nicht die erste Gruppe verwildeter Alphas, der Ricks Rudel ein Ende bereitete.

Der Gouverneur, Joey, Gareth, die Wölfe - sie alle hatten auf die harte Tour lernen müssen, dass man nicht automatisch schwach war, nur weil man kein Alpha war. Dass ihr Rudel nicht automatisch schwach war.

Aber das hier war anders. Rick wusste nicht, wann er zum letzten Mal so viele Alphas auf einem Fleck gesehen hatte. Nicht einmal vor der Apokalypse konnte er sich an einen Moment erinnern, an dem er so viele bedrohlich wirkende Alphas auf einem Fleck gesehen hatte. (Aber vor der Apokalypse hatte er immer Shane gehabt, der ihn den Rücken freihielt, vor der Apokalypse hätte ihn das alles hier keine Angst gemacht, nicht mit Shane an seiner Seite. Doch auch Shane würde nicht auf magische Weise auftauchen um ihn zu retten, Shane war tot, das wusste Rick mit Sicherheit, er wusste es weil … Shane sonst immer noch hier an seiner Seite wäre, wenn es anders wäre, nicht wahr?)

„Und habt ihr euch schon alle in die Hose gepisst?" Es war der Anführer, der jetzt aus dem Wohnwagen heraus sprang, vor ihnen allen auftauchte, und das sagte, als wäre es ganz normal. Es war der Alpha, der Alpha einer Gruppe Alphas, das hier war Negan – eindeutig. Und verdammt ja, Rick war sich ziemlich sicher, dass sich jeder einzelne anwesende Omega in die Hose gemacht hatte, und vielleicht auch ein paar der Betas, aber alleine die Tatsache, dass der Alpha das ansprach bewies, dass er ihnen Angst machen wollte.

Er erinnerte sich an den Gouverneur, der Merle getötet hatte, der Andrea ihren Arm gekostet hatte, der Hershel geköpft hatte, der das alles aber getan hatte um sein Territorium zu markieren (und weil er wahnsinnig gewesen war), aber nicht um ihnen Angst zu machen. Ja, er hatte Unterwerfung erwartet, die hatte er aber erwartet, weil er sie als Eindringlinge ansah, als rivalisierendes Rudel, als seine Feinde, weil er sie als Bedrohung angesehen hatte, er wollte sie tot oder unterworfen, weil er sie respektiert hatte, nie hatte er sich dazu herabgelassen ihnen einfach Angst einjagen zu wollen.

Terminus – Gareth, Mary, und ihr kranker Clan, die hatten sie alle auffressen wollen, Angst war ein Nebenprodukt gewesen, das den Geschmack des Fleisches versüßte oder verdarb (Wer war schon krank genug um das überprüfen zu wollen?), aber nie der Selbstzweck der Sache.

Joey und die seinen, die hatten sich einfach genommen, was sie wollten, was ihnen gefiel – Rick würde nie vergessen, was sie sich alles genommen hatten und was sie sich noch hatten nehmen wollen – denen war es einfach scheißegal gewesen, ob ihre Opfer Angst vor ihnen gehabt hatten oder nicht.

Dawn und ihre Deputies hatten Sklaven gewollt. Für sie war es um Disziplin und Gehorsam gegangen, niemals hätten sie sich dazu herabgelassen ihre neuen Sklaven zu erschrecken um das zu erzwingen, das wäre unter ihrer Würde gewesen, sie, die sich für zivilisiert hielten, hätten sich nie verhalten wie Wilde.

Und die Wilden? Die Wölfe hielten Angst für ein Zeichen von Schwäche. „Wir töten diejenigen, die nach Angst stinken", hatte Owen gesagt, als er noch von wir und nicht sie gesprochen hatte, „Was anderes haben sie nicht verdient." (Rick wünschte sich Owen wäre jetzt hier, aber ohne Morgan hatte er ihn nicht mitnehmen wollen, hatte gewollt, dass er stattdessen für sie Alexandria beschützte, denn trotz Gabriels tapferen Worten, wusste Rick, dass der Pater zu vielen fähig war dazu aber wohl eher nicht).

Aber das hier, diese Taktik, - denn es war eine Taktik - weckte Ricks Copinstinkt und sagte ihm alles, was er wissen musste – dieser Alpha genießt es anderen Angst zu machen, dieser Alpha genießt es seine Macht zu demonstrieren - und er hat Macht, mehr Macht als irgendein anderer Alpha, den Rick jemals getroffen hatte.

Nun schritt er vor den nebeneinander knieenden Rudel auf und ab. Blickte sie alle an, roch an ihnen allen, und hielt dabei einen Baseballschläger mit spitzen Dornen darin in der Hand, den er neben sich her schwang. Er schnupperte und schnupperte, und Rick konnte in seinem Gesicht etwas lesen, das er sehr wohl zu deuten wusste. Vor Alexandria hatte immer jeder gewusst, mit wem er es zu tun hatte, wenn er sie traf. Seit Alexandria konnten sie wieder Geruchsunterdrücker auftragen, seit dem gingen sie möglichst geruchslos vor die Tore und waren so viel sicherer vor den wandelnden Toten als jemals zuvor. Doch der Stress dieser Begegnung, die Angst, die sie alle empfanden, machten das alles zu Nichte. Es war unmöglich, dass dieser Alpha, der Alpha der Alphas, nicht roch was sie waren.

Als er am Ende der Reihe angekommen war, hielt er inne und wandte sich an einer seiner Männer. „Wer ist der Anführer?", wollte er wissen, und sein Blick irrte zu Abraham. Doch sein Unter-Alpha belehrte ihn schnell eines Besseren und deutete auf Rick.

Der Alpha schritt auf ihn zu, kniete sich vor ihn hin, schnupperte, und sah ihm tief in die Augen. Rick hatte furchtbare Angst – nicht um sich, sondern um alle anderen, allen voran Carl – trotzdem erwiderte er den Blick trotzig. Wenn er jetzt Schwäche zeigte, dann waren sie tot, sie alle, das wusste er. Vielleicht wäre es auf lange Sicht besser schnell zu sterben, aber er schuldete es den anderen für sie zu kämpfen, so wie sie immer für ihn gekämpft hatten – auf der Farm, im Gefängnis, in Woodbury, in Terminus, in Alexandria, und auf den staubigen Straßen der Wildnis.

Der Alpha richtete sich auf und warf den anderen Alpha einen wütenden Blick zu. „Soll das ein Witz sein?!", bellte er dann, „Verarscht ihr mich gerade?!"

Diese Reaktion überraschte Rick nicht wirklich. Warum sollte ein Alpha hier am Ende der Welt auch glauben, dass das Rudel, das seine Alpha-Untergebenen getötet hatte, von einem Omega angeführt wurde?


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