Zurück ins Leben
1
"Autsch." Hermine wimmerte leise. Ihr Kopf schmerzte und sie sank sanft auf das weiche Kissen unter ihr zurück, als jemand ihren Arm berührte.
"Langsam. Schön unten bleiben."
"Poppy, sind Sie das?" Verwundert fragte sich Hermine, wie sie in den Krankenflügel gekommen war. Sie hatte ziemliche Schwierigkeiten, sich an etwas zu erinnern.
"Ja, das bin ich. Ruhen Sie sich aus, bald geht es Ihnen besser", munterte die Heilerin sie zuversichtlich auf.
"Was ist denn passiert? Wieso ist es so dunkel?"
"Es hat Sie ganz schön erwischt. Da Sie sich unbedingt schonen müssen, habe ich Ihre Augen verbundenen. Sie werden schneller gesund, wenn Sie stillhalten. Bis dahin müssen Sie jede Anstrengung vermeiden."
"Auch das Blinzeln?", fragte Hermine höhnisch. Sie war nicht zufriedengestellt, obwohl die Heilerin es sicher nur gut mit ihr meinte. "Was ist denn passiert, Poppy?"
"Sie haben Ihre gesamte Magie aufgewendet, um Professor Snape das Leben zu retten. Das war vor drei Monaten", erklärte Poppy ruhig.
Hermine setzte sich trotz der Kopfschmerzen ruckartig auf und riss an dem Verband. "Wollen Sie mir sagen, dass ich die ganze Zeit geschlafen habe?"
Die Erinnerung, die sich ausgeklinkt hatte, als sie in der Heulenden Hütte, wo sie Snape am Leben gehalten hatte, vor Erschöpfung zusammengebrochen war, setzte auf einen Schlag wieder ein. Ihre Schule war nach dem Mord ihres Schulleiters in die Hände der Todesser gefallen und sie war mit Harry und Ron abgetaucht, um die letzten Horkruxe zu finden, die sie zerstören mussten. Diese hatte Voldemort erschaffen, um unsterblich zu sein. Mächtiger als jeder andere Zauberer, war er zum Schrecken von ganz Großbritannien geworden. Dann kehrten die Freude nach Hogwarts zurück und es gab einen schrecklichen Kampf. In der Heulenden Hütte fanden sie Voldemort und belauschten ihn bei einem Gespräch mit Snape. Als Voldemort beschloss, dass er Snape nicht mehr brauchte, griff Hermine in letzter Minute ein, um dem sterbenden Mann das Leben zu retten. Allerdings zweifelte sie an der Richtigkeit ihrer Entscheidung. Snape war ein Todesser, ein Anhänger Voldemorts, und der Mörder ihres Schulleiters Albus Dumbledore.
Poppy seufzte laut und half ihr mit dem Verband. "Das haben Sie. Willkommen zurück, Miss Granger."
Die Heilerin lächelte freundlich, doch das Tageslicht brannte in Hermines Augen und sie hob die Hand davor. Sie sah, dass sich im Krankenflügel seit ihrem letzten Besuch nichts groß verändert hatte, abgesehen davon, dass sich auf einem weißen Tisch an der Wand vor ihrem Bett bunte Blumensträuße und Grußkarten türmten. Waren die alle für sie?
"Was ist mit Harry und Ron? Geht es ihnen gut?"
"Es geht ihnen gut. Sie kommen jeden Tag und besuchen Sie."
"Wie ist es für uns ausgegangen?", fragte Hermine erleichtert, während sie sich weiter umsah. Mehrere Betten standen im Zimmer, aber keines war belegt, soweit sie erkennen konnte. "Gibt es noch viele Verletzte?"
Poppy war nun zerknirscht. "Wollen Sie sich nicht noch etwas ausruhen, bevor Sie alles aufholen?"
"Ich hab genug geschlafen" sagte Hernine und rümpfte die Nase. "Ich muss wissen, was passiert ist."
"Wie Sie wollen. Es sind immer noch Verletzte im St. Mungo's Hospital, die meisten jedoch nicht wegen körperlicher Schäden. Deshalb hat man Sie im Schloss gelassen, wo Sie in Ruhe genesen konnten. Die Betroffenen leiden sehr unter den Auswirkungen. Schläfstörungen, Angstzustände, Schreikrämpfe und noch viel mehr. Aber wir haben gesiegt. Ihre Freunde haben die Aufgabe erfüllt, die Professor Dumbledore für sie hatte, jetzt braucht es Zeit, um alles aufzuarbeiten. Hogwarts wurde stark beschädigt, doch die Schule hat ihre Tore für alle geöffnet, die Hilfe brauchen. Glücklicherweise gehen die Arbeiten gut voran und ab September findet wieder der Unterricht statt."
"Woher wissen Sie von der Aufgabe?", erkundigte sich Hermine distanziert. Auch sie würde alles erst noch verarbeiten müssen, aber sie wollte nicht im Dunkeln bleiben. Davon hatte sie genug. Seit sie, Harry und Ron Hogwarts verlassen hatten, war sie in lauter Heimlichkeiten verstrickt gewesen. Dumbledore hatte Harry in seinem letzten Schuljahr erklärt, wie Voldemort unsterblich geworden war und ihm die Aufgabe übertragen, ihn zu töten. Er hatte auch darauf bestanden, dass Harry niemandem außer Hermine und Ron etwas sagte, was zu Komplikation geführt hatte. Sie knetete im Schoß ihre Hände. Sie hätten wirklich Hilfe nötig gehabt.
"Mr Potter hat sein Schweigen gebrochen. Wir wissen, was Sie in diesen vielen einsamen Monaten geleistet haben. Aber es gibt einiges, das Sie nicht wissen." Poppys Stimme wechselte von mütterlich zu belehrend, was Hermine missfiel. Sie mochte diese Ahnungslosigkeit gar nicht. "Das ist keine leichte Kost, Miss Granger."
"Dann sagen Sie es mir bitte. Ich kann nicht ewig in diesem Bett bleiben. Ich möchte alles wissen."
Die Heilerin gab mit säuerlicher Miene nach. "Als Sie in der Heulenden Hütte gefunden wurden, waren Sie fast tot. Erinnern Sie sich daran, was Sie getan haben?"
"Sie sagten, ich habe Snape gerettet. Daran erinnere ich mich. Ich habe es jedenfalls versucht, aber ich dachte nicht, dass es gelingt."
"Es ist Ihnen gelungen. Er lebt. Wissen Sie noch, was in Ihnen vorging, als Sie beschlossen haben, ihn zu retten?"
"Ich hab nicht lange nachgedacht. Ich war schockiert. Voldemort wollte ihn töten und hat ihn verwundet und sterbend zurückgelassen. Harry, Ron und ich hatten uns in der Heulenden Hütte versteckt, wo Voldemort mit Snape redete. Auf einmal wurde Snape von ihm angegriffen und Voldemorts Schlange Nagini sollte Snape töten. Wir wussten, dass Snape ein Todesser war, aber wir wollten ihn nicht eigenhändig für den Mord an Dumbledore bestrafen. Er sollte vor den Zaubergamot kommen und seine gerechte Strafe erhalten. Wir sind zu ihm, als Voldemort mit Nagini weg war, und da erkannte uns Snape. Er wollte Harry etwas mitteilen. Aber er war so schwer verletzt, dass er Harry mit Magie Erinnerungen von ihm gab."
"Sehr wichtige Erinnerungen", warf Poppy ein, "die beweisen, dass Professor Snape kein Todesser ist."
"Wie bitte?" Sie konnte ihre Verblüffung nicht unterdrücken. "Harry hat Snape den Tödlichen Fluch sprechen hören und Dumbledore fallen sehen. Er ist tot. Snape ist der Mörder."
"Sie haben wirklich viel verpasst", sagte Poppy und setzte sich, nachdem sie rasch Hermines Vitalwerte überprüft hatte, auf einen Stuhl an ihr Bett. "Alles normal. Sind Sie müde?"
"Keine Spur." Aber sie war umso aufgeregter. "Können Sie mich bitte nicht länger auf die Folter spannen? Wie kann Snape kein Todesser sein?"
"Für jemanden, der so eine lange Auszeit hatte, sind Sie sehr schnell auf dem Damm."
"Ihre gute Pflege bewirkt Wunder", lobte Hermine gut gemeint. Ihr Kopf schmerzte noch etwas, aber viel wichtiger war für sie, alles aufzuholen, was sie verpasst hatte.
"Na, dann werde ich Ihre Gedächtnislücken mal füllen. Professor Snape hat uns alle an der Nase rumgeführt. Aber nicht allein. Er hatte ein Abkommen mit Professor Dumbledore. Sie haben seinen Tod geplant."
"Wer macht denn sowas?", rief Hermine erschrocken dazwischen.
"Jemand, der Horkruxe finden wollte, sich dabei einen tödlichen Fluch zuzog und daran sowie gestorben wäre."
Hermine saß wie gebannt in ihrem Bett und hörte zu. Langsam hob sich für sie der Schleier. Der Horkrux, der für den Fluch verantwortlich war, war ein mit einem von Voldemorts Seelenstücken bestückter, alter Ring. Dumbledore hatte ihn gefunden und ihn anprobiert. Das hätte er nicht tun sollen, aber jeder macht mal einen Fehler und da Dumbledore ein langes Leben gehabt hatte, fand er sich mit seinem baldigen Tod ab. Um Snape als seinen Nachfolger in Hogwarts einzusetzen, und damit Voldemort seinem Todesser auch wirklich vertraute, wollte er sich von ihm töten lassen. Alles musste echt aussehen. Dass der Clou gelang, zeigte sich, als Harry und die Todesser darauf hereinfielen. Alle hielten Snape für einen gewissenlosen Killer.
"Wenn ich daran denke, dass wir ihm Unrecht getan haben, wird mir schlecht. Wie hat Harry es aufgefasst?", fragte Hermine mit einem dicken Kloß im Hals. Wie sollte sie damit fertigwerden, dass sie ihn so gehasst hatte, obwohl er nicht anders konnte: Dumbledore hatte nicht nur von Harry Stillschweigen verlangt, sondern auch von Snape.
"Mr Potter hat den Irrtum alsbald aus der Welt geräumt und Severus wurde vom Zaubergamot von der Mordanklage freigesprochen. Weil er rehabilitiert ist, kann Professor Snape seinen Beruf als Lehrer weiterführen."
Hermine setzte sich in den Kopf, erstmal nicht darüber nachzudenken, ob das Letzte eine gute Entscheidung war. Snape als Lehrer war nicht gerade ein Traum gewesen. Aber immerhin war er kein Todesser und das war positiv, denn nun musste sie sich nicht vorwerfen, einen Killer gerettet zu haben.
Poppy überzeugte sich ein weiteres Mal von Hermines Wohlbefinden. Sie zeigte sich zufrieden. "Die Kopfschmerzen werden Sie noch länger begleiten. Erst wenn Ihre Magie vollständig zurückgekehrt ist, hört es auf. Das kann in zwei Wochen oder zwei Monaten sein."
"Es wird schon gehen. Glauben Sie, ich kann im September wieder zur Schule?"
"Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen. Sie haben so viel Talent, dass die Einschränkung nicht auffallen sollte. Lassen Sie es nur langsam angehen, dann wird das schon."
Erleichtert atmete Hermine auf. Kurz hatte sie schon Panik gehabt. Sie selbst konnte es fast nicht mehr erwarteten, wieder die Schulbank zu drücken. Harry und Ron würden ihr das bestimmt ausreden wollen und sie bitten, mit ihnen Auror zu werden. Sie hatten sich oft darüber unterhalten, als sie Abends beim Essen gesessen und die reiche Auswahl des Buffets vermisst hatten, das eine der vielen Besonderheiten ihrer Schule war. Aber Hermine wusste, wo sie hingehörte. Hogwarts bot ihr Stabilität und das war das Beste, was sie für sich nach dem verkorksten letzten Jahr tun konnte. Erst dann würde sie sich um die anderen Angelegenheiten kümmern, wie etwa ihre Eltern, die sie vor dem Abtauchen mit Harry und Ron vor den Todessern in Sicherheit gebracht hatte. Sie führten ihr Leben weit weg von Großbritannien und standen unter Zaubern, die Hermine zu ihrem Schutz eingesetzt hatte.
"Wenn es Ihnen nichts ausmacht, werde ich Professor McGonagall berichten, dass Sie wach sind. Sie wird mit Ihnen reden wollen. Meinetwegen können Sie sich inzwischen kurz die Beine vertreten. Aber das Zimmer verlassen Sie nur unter der Bedingung, dass Sie noch einige Tage in Hogwarts bleiben und sich jeden zweiten von mir untersuchen lassen. Ich werde einen Hauselfen bitten, ein eigenes Zimmer im Gryffindorturm für Sie herzurichten. Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt es wie gewohnt und zu den üblichen Zeiten in der Großen Halle. Wenn Sie Fragen haben, wissen Sie ja, wo Sie mich finden."
Hermine war sofort mit allem einverstanden. Während sie wartete, setzte sie vorsichtig die Füße aus dem Bett und tastete sich Schritt für Schritt voran zu dem Tisch mit den Grußkarten. Schwer zu ertragen war, wie schwach sie sich fühlte. Ihre Füße konnten sie kaum die wenigen Meter transportieren, aber mit etwas Geduld und der Hilfe eines Stuhls schaffte sie es. Gerührt betrachtete sie die vielen frischen Blumen und einige der Karten. Die Resonanz der Zaubererschaft war riesig. Sie wurde überhäuft mit Dankschreiben und Genesungswünschen.
Poppy blieb verschwunden, als Professor McGonagall hereinkam. Ihr Gesicht hatte ein paar mehr Falten und das Grau in ihren schwarzen Haaren hatte sich ebenfalls stärker durchgesetzt, aber sie wiederzusehen, war gut.
Sie umarmten sich und McGonagall half Hermine zurück zu ihrem Bett. "Poppy sagt, Sie dürfen das Zimmer verlassen, wenn Sie wollen. Sie lässt ein eigenes für Sie herrichten."
"Vielen Dank. Ich möchte Ihnen aber auch nicht zur Last fallen."
"Nicht der Rede wert", winkte McGonagall ab. "Wir haben viele Gäste und viele helfende Hände, die sich um alles kümmern. Die meisten Professoren sind hier und die Bauaufsicht des Ministeriums. Es herrscht ein ganz schöner Trubel."
Hermine nickte höflich. Das flache Lächeln der Professorin erweckte den Eindruck, dass sie die Sachlage besser darstellte als sie war. McGonagall musste erschöpft sein, nachdem sie es im Schloss noch mit zwei anderen Todessern zu tun hatten, die von Voldemort als neue Lehrer gesandt worden waren. Als Hermine und Harry mit Ron gestritten hatten, war er weggelaufen und bei seiner Familie untergekommen. Dort hatte er erfahren, wie es um Hogwarts stand. McGonagall hatte sich mit den anderen Lehrern um ihre Schüler gekümmert, während sie unter dem Einfluss von Voldemorts Anhängern zu leiden hatten. Snape und sie waren Feinde gewesen und jetzt hatte sie als neue Schulleitung die ganze Verantwortung auf ihren Schultern und musste weiterhin mit ihm zusammenarbeiten. Wie kam sie damit zurecht, ohne den Verstand zu verlieren, weil sie die ganze Zeit belogen worden war?
"Ist das Schloss sehr stark beschädigt?", tastete Hermine sich voran.
"Einige Bereiche waren es. Aber jeden Tag wird es besser. Ich bin zuversichtlich, dass wir rechtzeitig fertig werden."
"Wenn ich etwas tun kann, sagen Sie es mir. Es ist wichtig, dass Hogwarts wieder öffnet."
"Das ist es und wir freuen uns, wenn wir Sie dabeihaben", versicherte McGonagall. Sie hielt fest Hermines Blick. "Wenn Sie es wollen."
"Auf jeden Fall. Die Schule wird mir gut tun."
"Sehr schön. Wir stehen alle in Ihrer Schuld. Normalerweise tue ich das nicht, aber wenn Sie wollen, werde ich dafür sorgen, dass Sie während Ihrer Schulzeit Ihr eigenes Zimmer behalten können. Sie haben ein ganzes Jahr dafür aufgebracht, Voldemort zu zerstören."
"Dieses Angebot nehme ich gerne an", sagte Hermine dankbar. "Aber wird das nicht Gerede geben?"
"Niemand wird gezwungen, nach Hogwarts zu gehen. Wer es tut, soll hier gut aufgehoben sein. Unsere Gemeinschaft ist sehr wichtig und Ihre Situation erfordert eine besondere Ausnahme. Ich glaube, die meisten werden es verstehen."
"Auch Ihre Kollegen?", erkundigte sich Hermine mit einem verschmitzten Lächeln. "Ich habe gehört, dass Professor Snape wieder unterrichten wird und wir hatten nicht gerade einen guten Draht zueinander." Diese Umschreibung traf es nicht annähernd. Snape war der unbeliebteste und strengste Lehrer, den man sich als Schüler vorstellen konnte. Hauptsächlich, weil er gewisse Schüler anderen vorzog, was keineswegs gerecht war.
"Gut, dass Sie davon sprechen. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso Sie Ihr Leben für einen Todesser riskiert haben. Ihre Freunde konnten es mir nicht erklären. Mr Weasley meinte, Ihnen wären die Sicherungen durchgebrannt", platzte McGonagall hitzig heraus, als schien sie schon darauf gewartet zu haben, das Thema aufzugreifen.
"Ron übertreibt manchmal. Wir waren uns nicht immer einig, aber Harry und ich hielten es für angemessen, Professor Snape vor den Zaubergamot zu bringen. Ich weiß nicht, was in der Heulenden Hütte passiert ist. Ich habe nur meinen Instinkten vertraut. Professor Snape wollte Harry etwas mitteilen und ich hatte eine Ahnung, dass es wichtig sein könnte. Vielleicht hat es einfach Klick gemacht", antwortete Hermine ehrlich, die sich ihr Handeln selbst nicht besser erklären konnte.
"Dazu gratuliere ich Ihnen. Sie scheinen den richtigen Riecher gehabt zu haben", sagte McGonagall und schüttelte niedergeschlagen den Kopf. "Severus hat Schreckliches durchgemacht. Von uns allen war er im größten Zwiespalt. Ich hoffe, es ist zu seinem Besten, wenn wir wieder da anknüpfen, wo wir vor dem Tag mit der Invasion der Todesser in Hogwarts waren."
Hermine brachte ein erzwungenes Lächeln auf. Das war der Tag gewesen, der alles von Grund auf ins Wanken gebracht hatte. Die Todesser waren gekommen, um Voldemorts ärgsten Feind in die Ecke zu drängen, woraufhin Snape gezwungen war, Dumbledores Wunsch zu erfüllen und ihn tötete. Hermine würde jede Wette eingehen, dass Snape dadurch nur noch schwieriger geworden war.
"Machen Sie einfach das Beste draus", setzte McGonagall dezent hinterher. Sie musste vermuten, dass der Wunsch, den sie hatte, nicht zu erreichen war. Snape war unumstritten ein eigenwilliger Mensch und nicht zuletzt die vergangenen eineinhalb Jahre waren für ihn nicht einfach auszuradieren. "Wenn Sie wollen, bringe ich Sie in Ihr Zimmer. Die Blumen und Karten lassen ich Ihnen nachschicken."
Hermine bedankte sich aufrichtig und wieder umarmten sie sich. Die Freude auf Hogwarts kehrte zurück. Voldemort war zerstört und sie würde hier wieder ihr Zuhause finden, in dem sie mit ihren Freunden so glücklich gewesen war.
