Disclaimer: Die Charaktere aus Assassins Creed Rouge gehören Ubisoft und ich verdiene kein Geld damit, sondern leihe mir sie nur mal kurz aus. Das gleiche gilt für andere Teile von Assassins Creed.
Kapitel 8
Seid dieser schrecklichen Katastrophe sind zwei Monate vergangen und ich war erst Mitte Dezember wieder nach London zurückgekehrt. Ich hatte den Opfern geholfen so gut es ging. Der Bericht für meinen Großmeister war von meiner Seite her kurz ausgefallen. Einfach Mission in vollem Umfang gescheitert! Mehr wollte ich ihm nicht erzählen, sonst hätte er sich womöglich unnötig um mich gesorgt und das konnte ich nicht gebrauchen. Bis jetzt! John hatte wohl die Schnauze voll von meinem Verhalten und zitierte mich ins Arbeitszimmer. In diesem waren nur er und Jenny, welche mittlerweile eine vollwertige Assassine war. „So, kleine Lady", begann John „Was zum Teufel ist auf dieser Mission in Lissabon passiert"?
Ich sah aus dem Fenster und schwieg meinen Meister an. Ich konnte noch nicht darüber sprechen, es war einfach noch zu früh und die Erinnerung zu qualvoll, so dass sie mich bis in meine Träume verfolgten. „Faith! Jetzt reicht es mir mit deinem Verhalten. Das geht schon so seit du zurück bist, ist ja schlimmer als damals im Schottland, als ich dich gefunden habe. Nun rück endlich mit der Sprache raus, ich bin der Großmeister der englischen Bruderschaft und muss wissen was dort passiert ist. Ich will dir doch nur helfen", blaffte er mich lautstark an.
„Was willst du von mir hören Großmeister!" fauchte ich zurück und dann sprudelte alles aus mir heraus „Shay und ich fanden den Tempel der Vorläufer und auch diesen komischen Apfel. Obwohl es wie ein Stern aussah. Shay berührte das Ding und auf einmal fing die Erde an zu beben. Zuerst stürzte der Tempel ein, dann das Kloster und zum Schluss lag fast die ganze Stadt in Schutt und Asche. Auf der Flucht wurden wir beide getrennt, aber ich bat ihn seinem Meister von den Auswirkungen der Artefakte zu erzählen. Ich hoffe das er heil in den Kolonien angekommen ist, obwohl was macht bei tausenden unschuldigen Toten schon einer mehr, vor allem wenn man diese auf seinem Gewissen hat."
„Faith, meine kleine Lady" versuchte mich nun Jenny zu trösten und umarmte mich. An meinen Wangen liefen stumm Tränen hinab. „Du hast an diesem Vorfall keine Schuld, wenn dann war es der andere, er hat das Teil ja berührt.", sagte sie tröstend zu mir. „Nein Jenny. Shay wusste nicht was dieses Artefakt bewirkte. Ihn trifft keine Schuld, mein Bauchgefühl sagte mir das es besser wäre wegzurennen und das haben wir nicht getan.", sagte ich kraftlos. Es tat wirklich gut mir diese Dinge von der Seele zu reden. „Jenny hat recht, kleine Lady. Du hättest viel früher zu mir kommen sollen, bestimmt hast du auch wieder Alpträume? Du kannst dich nicht immer allein mit den Sorgen der Welt belasten. Komm her, kleine Lady.", sagte John mit leicht vorwurfsvollen Ton. Ich ging zu ihm und er nahm mich in seine Arme. Wie ein Vater es bei seiner Tochter machen würde und in gewisser Weise war er ja das für mich.
Nach einer viertel Stunde bekam ich mich wieder in den Griff. „Es geht jetzt wieder, danke John", lächelte ich zu ihm. „Hast du irgendwelche Nachrichten aus den Kolonien erhalten, vielleicht?", hakte ich nach. „Nein du weist doch das im Winter kaum Schiffe von dort kommen." „Ja ich weiß es.", sagte ich leicht enttäuscht „Kann es sein, dass du dich in diesen Assassinen verguckt hast, kleine Lady?", grinste mich Jenny wissend an. „Ich würde nur gerne Wissen ob er überlebt hat!", fauchte ich zurück. „Ja, ja unsere kleine Lady hat endlich das andere Geschlecht für sich entdeckt. Wurde auch mal Zeit. Dachte schon du willst ewig ne Jungfrau bleiben, mit diesem Körper", gab sie ihren Kommentar an mich weiter. Bevor ich auf diese Spitze von ihr eingehen konnte ging unser Meister dazwischen. „Jenny es reicht und Faith für dich sind Männer tabu. Ist das klar. Warum sind Frauen nur so zickig?", fragte er in unsere Richtung. Jenny wollte gerade auf seine Frage antworten, als John ihr das Wort abschnitt „Ist gut ihr zwei ich will es gar nicht Wissen. Es gibt Dinge im Leben eines Mannes, die er nie verstehen wird und das ist das weibliche Geschlecht. Und jetzt macht das ihr beide rauskommt, ich muss über einiges nachdenken.",sagte er und scheuchte uns aus seinem Büro.
„Und was wollen wir jetzt mit den angefangenen Abend machen?", fragte mich Jenny wieder friedlich. Ich zuckte mit den Schultern und dabei viel mir eine Haarsträhne ins Gesicht. Genervt steckte ich sie hinter mein Ohr. „Ich hab's kleine Lady, wir entspannen uns mal wieder richtig und während wir das tun, werde ich mich deiner Haare annehmen. Auf zu unserem Bad.", sagte sie und hakte mich einfach ein. Solche Aktionen waren typisch für Jenny, aber aus diesen Gründen war sie meine beste Freundin und gleichzeitig meine große Schwester.
Im Bad angekommen lies sie mich endlich los und fing an unser Badewasser zu erhitzen. Als es endlich nach einer gefühlten Ewigkeit heiß war, zogen wir uns beide aus und stiegen in den Zuber. Wir seiften uns ein und halfen uns gegenseitig den Rücken zu schrubben. „Nun erzähl mir von diesen Shay?" „Warum bist du so versessen darauf was über Ihn zu erfahren, Jenny? Zwischen uns ist nichts gelaufen." „Wenn da etwas passiert wäre kleine Lady, hätte es mich gewundert. Du bist nämlich ein einziger Männerschreck und das mit diesem Aussehen. Wirklich schade." „Wie kommst du auf so eine Behauptung?" „Ganz einfach, anstatt die Männer zu umgarnen, schneidest du Ihnen lieber die Eier ab, oder etwa nicht?" „Kann sein", sagte ich schnell und beeilte mich aus dem Zuber zu kommen. „Bleib da kleine Lady, ich will dir noch deine Haare schneiden", hielt mich Jenny zurück und so setzte ich mich brav auf den kleinen Hocker, während sie die Schere zückte.
Nach ein paar Minuten des Schweigens durchbrach ich die Stille. „Ich bin kein Männerschreck, ich mag die meisten Exemplare halt nicht." versuchte ich diese Anschuldigung los zu werden. „Ich weiß es doch, aber wenn du weiter so machst bleibst du für immer eine Jungfrau" „Und das wäre so schlimm?" „Na dir würde eine Menge Spaß durch die Lappen gehen." „Was soll an Sex so toll sein?", wollte ich jetzt von ihr wissen. „Das sagst du nur kleine Lady, weil du noch nie bei einem Mann gelegen hast" „Dann beschreibe es mir doch, Jenny" „Das ist schwierig, aber weil du es bist versuche ich es mal. Am Anfang ist es ungewohnt, wenn der Schwanz eines Mannes dich ausfüllt. Meisten tut es auch weh, aber dieser Schmerz ist nur kurz. Wenn dein Liebhaber sich dann anfängt zu bewegen wird es immer besser. Du denkst das es einfach richtig ist und wenn er diese Bewegungen noch schneller macht und er richtig gut ist, denkst du, du wärst im Himmel und das diese wunderschönen Gefühle nie enden sollen. Dieses Kribbeln im Körper und noch andere unbeschreibliche Empfindungen, so wundervoll.", beendete sie ihre Erklärung.
„Also tut es weh egal wie oft man es macht?" „Du gewöhnst dich an das Gefühl und wenn du den Mann liebst ist der Sex gleich noch tausend mal schöner. Ich habe das sogar schon mal selber erlebt. Leider starb der Gute viel zu jung, aber das ist Schnee von gestern. Fakt ist das es mit Gefühlen viel schöner ist, ohne füllt man sich ein bisschen seltsam, auch wenn der Sex fantastisch ist. „Aha, also Punkt eins für mich zum merken, das Gefühle es schöner machen. Was noch?" fragte ich neugierig. „Lass dich niemals zum Sex zwingen. Wenn die Kerle das mit dir machen wollen, dann kannst du Ihnen getrost die Eier abschneiden. Und das wichtigste hab ich bald vergessen." „ Was denn?" „Hör einfach auf zu denken und genieße es. Du musst dein Gehirn ausschalten", sagte sie mir. „Aye. Liebe, Freiwillig und nicht denken, dann ist der Sex perfekt. Ich glaube ich bleibe doch eine Jungfrau, so einen Kerl werde ich nie finden." sagte ich leicht deprimiert. „Kopf hoch kleine Lady, vielleicht hast du ja deinen Traummann schon getroffen und weißt es noch nicht. Wenn nicht nimmst du einfach diesen Shay." plapperte sie einfach weiter. „Da gibt es nur ein Problem Jenny." „Und welches?" „Shay ist über tausend Meilen entfernt und ich sehe ihn bestimmt nicht wieder", meinte ich leicht betrübt. „Aber bevor du wieder anfängst Jenny, wir haben uns nur unterhalten" „Über was denn?", fragte sie mich jetzt neugierig. „Über seine wunderschönen dunklen Augen und das mich die meisten Männer ein Miststück nennen." antwortete ich ihr. „Faith das hast du nicht wirklich getan. Nein sag nichts ich sehe es dir an und mein Rat an dich. Bei so was sollst du denken und nicht einfach drauf los labern!", sagte sie flehend zu mir. „Okay aber jetzt ist das Kind eh schon in den Brunnen gefallen und ich bin halt lieber direkt und ehrlich, als hintenrum zu lästern. Bist du endlich mit meinen Haaren fertig?", wollte ich noch wissen. „Jep, jetzt sind sie nur noch halb so lang und behindern dich nicht mehr so sehr im Kampf. Wollen wir dann essen?" fragte sie mich und wir beide zogen uns an und verließen das Bad in Richtung Küche.
Wir kamen genau pünktlich zum Abendessen und bei dem Duft von den köstlichen Braten fing mein Magen an zu knurren. Ich setzte mich und wartete ungeduldig auf den Rest unserer Familie, um endlich mit dem Essen anzufangen. Als ich gerade den ersten Bissen in den Mund nahm richtete John das Wort an mich. Wie ich so was liebte. „Kleine Lady kommst du dann bitte in mein Büro, ich muss etwas mit dir besprechen." „ Mhm", antwortete ich Ihm und er wandte das Wort an Jack. „Hast du getan um was ich dich gebeten habe?" wollte er wissen. „Alles vorbereitet, kann in zwei Tagen losgehen, Meister" „Gut", und mit diesen Worten stand unser Meister auf , gab mir ein kurzes Zeichen, um dann in sein Arbeitszimmer zu verschwinden. Ich spülte den Bissen schnell mit einem Schluck Wein nach und stand auf um Ihm zu folgen. Er wollte gerade die Tür verschließen, als ich diese mit meiner Hand abfing. Er nickte kurz und ich trat ein.
Mein Großmeister deutete auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch und ich setzte mich artig hin, um zu hören was er zu sagen hatte. „Nun kleine Lady ich werde dich auf einen wichtigen Auftrag schicken und es kann sein das du länger fort bist, aber ich weiß, dass du das hinbekommst. Du wirst in die Kolonien reisen und dort die Bruderschaft aufsuchen." „Warum das denn?" „Ganz einfach, wir wissen nicht ob es ihr Assassine lebend zurück geschafft hat. Du wirst Achilles und seine Assassinen vor den Artfakten warnen und sie bitten die Suche einzustellen." „Okay. Aber nur für den Fall das sie mir nicht Glauben, was soll ich dann tun, Meister?" „ Dann wirst du diesen Auftrag in deinem eigenen Ermessen zu Ende bringen. Dein Ziel ist es, das keine weiteren unschuldigen Menschen mehr zu schaden kommen. So etwas wie in Lissabon darf nicht noch einmal passieren. Deshalb wirst du für diese Mission zu einem Meister ernannt. Rein formell natürlich, du bist dafür noch lange nicht so weit.", meinte er und lies sich auf seinen Stuhl fallen, bis jetzt war er im Zimmer hin und her gelaufen. „Und wie erkennen die meinen Rang dann, John?", fragte ich skeptisch meinen Meister. „Oh du bekommst den Ornat eines Meisters. Ist fast der selbe wie dein jetziger, nur in schwarz-rot und etwas auffälliger. Das gute Stück liegt schon in deinem Zimmer. So du kennst ja jetzt deinen Auftrag, in zwei Tagen legt das Schiff ab und wenn du dort bist halte mich auf dem laufenden. Ich glaube du musst nun packen, kleine Lady. Den Rest besprechen wir morgen im laufe des Tages. Gute Nacht".
Mit diesen Worten entließ mich John und ich stand auf und verabschiedete mich für die Nacht bei ihm. In meinem Zimmer angekommen setzte ich mich auf mein Bett und dachte über diese Mission nach. In zwei Tagen sollte ich schon abreisen, formell war ich nun ein Meister und mir graute es schon vor dieser Überfahrt. Wenn ich Pech hatte musste ich drei Monate auf so einen schwimmenden Ding verbringen. Ich raufte mir meine Harre und setzte mich wieder auf, jetzt hieß es erst mal packen und die nächsten zwei Tage würden echt anstrengend werden. Wie ich so was hasse!
