Kapitel 20 - Der Vorschlag
Meine geliebte Gefährtin war jetzt schon über eine Woche weg und ich bereute es ein wenig, sie Shay geliehen zu haben. New York war nicht gerade die kleinste Stadt, so hieß es für mich in diesen Tagen verdammt viel laufen, weil meine Patienten über die komplette Stadt verteilt lebten. Ein gutes hatte diese Sache aber, ich lernte jeden Tag neue Gebiete der Stadt kennen. Frau sollte ja immer positiv denken. Als ich abends erschöpft in mein Bett viel, schlief ich ganz schnell ein. Diese Situation erinnerte mich ein wenig an meine Ausbildungszeit bei John. Wenn ich an meine Heimat dachte, bekam ich Heimweh. Ich hatte vor zwei Wochen einen Brief nach London geschickt, aber der Brief würde erst in ein bis zwei Monaten ankommen, wenn nichts weiter dazwischen kam. Und bis die Antwort von meiner Familie da war, wurde es schon bald wieder Weihnachten.
Ein paar Tage später gönnte ich mir nach der ganzen harten Arbeit mal ein wenig Ruhe und beschloss mir ein wenig die Beine zu vertreten. Das Wetter war recht angenehm und vom Fluss her wehte eine kühle Brise. Perfektes Wetter für einen ganz normalen Spaziergang. Wie von selbst führten mich meine Füße nach Greenwich. Hier schlenderte ich in aller Ruhe am Fluss entlang und sah den Hafenarbeitern bei der Arbeit zu. Das schöne an Greenwich war, das die Bevölkerung kaum noch von Gaunern und anderen suspekten Gestalten terrorisiert wurde. Das einzige was noch in der Hand dieser Verbrecher war, war das ehemalige Fort der englischen Armee. Die Rotröcke hatten anscheinend ein neues Fort im Norden der Stadt errichtet und damit wurde das alte nicht mehr wirklich gebraucht. Ich ging einfach immer weiter, vorbei an dem alten Fort und gelangte nach einer knappen viertel Stunde zu dem Häuserkomplex, welchen Shay und ich von den Banditen befreit hatten.
Ich schaute mich um und sah jetzt englische Soldaten dort patrouillieren. Seltsam, fragte ich mich und überlegte wer dort jetzt das sagen hatte. „Ihr seid doch die Assassine, welche Master Cormac geholfen hat, oder irre ich mich etwa?", wurde ich von der Seite angesprochen. Erschrocken drehte ich mich um und schaute in graue Augen. Vor mir stand Colonel Monro. „Ihr seid es. Ich hatte euch in dem Ornat nicht so richtig erkannt.", sagte er weiter. Sollte das etwa ein Witz von ihm sein? Ich zog skeptisch meine rechte Augenbraue nach oben und erwiderte nichts. „Ich sehe ihr misstraut mir noch immer.", stellte er fest. „Das wundert euch?", fragte ich ihn sarkastisch und wollte eigentlich gehen als... „Ihr seid genauso allein, wie Master Cormac. Hinter euch steht keine Bruderschaft, oder täusche ich mich?", fragte er mich und ich drehte mich wieder zu ihm um. „Ich will keinen Ärger, Colonel Monro. Ich lasse den hiesigen Orden in Ruhe und der Orden mich.", meinte ich zu ihm.
Damit war für mich das Gespräch beendet, doch der Colonel schien anderer Meinung zu sein. „Aber ich frage mich wirklich, was macht eine Assassine der englischen Bruderschaft in den Kolonien? Wie wäre es wenn ihr mir diese eine Frage noch beantwortet. „Warum sollte ich?", gab ich kalt zurück. „Nun es könnte sich für euch lohnen, Faith McGregor", redete er weiter. Woher wusste der Templer meinen Namen? Nun dann müsste ich mir wohl anhören, was der Colonel zu sagen hatte. „Sprecht weiter", sagte ich trocken und musterte ihn dabei. „Wie wäre es mit einem kleinen Spaziergang?", bot er jetzt an. Ich willigte ein und zusammen lief ich mit dem Colonel durch die Straßen New Yorks.
Nach einer Weile des Schweigens, begann mir der Colonel seinen Vorschlag zu unterbreiten. „Ich würde gern, dass ihr für den Orden einige Informationen besorgt. Es würde sich für euch sicher lohnen. Wie wäre es mit 50 Pfund aufwärts. Der Betrag hängt natürlich von der Bedeutsamkeit der Information ab und wenn ihr noch ein paar von dem Gesindel ausschaltet, würden wir euch dafür ebenfalls großzügig belohnen.", erklärte er mir. „Und wenn ich ablehne?", wollte ich von ihm wissen. „Dann hat unser Gespräch nie stattgefunden." Interessant. Seid wann gab der Orden so schnell auf? „Wieso denkt ihr ich werde meine Brüder an euch verraten?", hakte ich nach. „Ich kenne genug von eurer Sorte, Colonel. Obwohl mich eure Taten hier fast überzeugt hätten." „Nun ihr seid sehr misstrauisch, Miss. Soweit ich weiß seid ihr eine Heilerin und Medizin ist sehr teuer, vor allem da Ihr nie Lohn annehmt. Ihr helft den Ärmsten der Armen. Den Leuten, welche gerade erst in den Kolonien angekommen sind. Wie würde es euch gefallen, wenn der Orden für eure Ausgaben aufkommt.", schlug er mir vor. „Ihr wollt mich also bestechen, legt noch ein paar Süßigkeiten drauf und ich würde es in Erwägung ziehen.", sagte ich und mir huschte sogar ein kurzes Lächeln über die Lippen.
Ich lief schweigend weiter neben dem Templer her und versank in Gedanken. Ich könnte mit der Hilfe des Ordens meine Aufgabe erfüllen, so hatte es Shay mir auch schon gesagt und ihm wollte ich ja helfen. Also warum sträubte sich alles in mir, dieses Angebot anzunehmen. Ganz einfach. Das waren die Templer. Der Feind. Seit ich der Bruderschaft beigetreten war, waren diese Menschen immer die bösen für mich. In meiner Heimat versuchten die Templer die Macht an sich zu reißen, das Volk zu unterdrücken und auszubeuten. Doch hier war alles anders. Ich war total verwirrt. Ich musste über diesen Vorschlag genau nachdenken. Ich blickte auf und schaute zum Colonel. „Ich werde darüber nachdenken, mehr vorerst nicht,", sagte ich zu ihm und drehte mich in die andere Richtung und verschwand einfach.
Ich schlenderte noch ein wenig durch die Straßen und hing dabei meinen Gedanken nach. Als es langsam anfing zu dämmern, beschloss ich zum Appel Pie zurückzukehren. Kurz bevor ich doch dort ankam, hörte ich aus einer kleinen, dunklen Gasse einen Schrei. Das konnte nichts gutes bedeuten und so rannte ich in die Richtung aus der der Lärm kam. Ich bog in die kleine Gasse und erblickte zwei Männer, welche sich gerade an einer Frau vergehen wollten. Das konnte ich nicht zulassen und so rannte ich auf Typ eins zu und schubste ihn weg. Er landete direkt vor mir im Matsch und die Frau konnte sich dadurch befreien. Schnell lief die Frau aus der Gasse und war somit vor diesen Halunken gerettet. „Was fällt dir ein, du kleine Schlampe.", schrie mich Nummer zwei wütend an. „Dafür musst du jetzt herhalten", knurrte er weiter und zückte sein Schwert.
Dann konnte der Spaß jetzt losgehen. Der Kerl griff mich an und ich lies seinen Angriff ins leere verlaufen, weil ich mich zur Seite drehte, um dann mit meiner versteckten Klinge direkt in seine Niere zu stoßen. Der Kerl schrie vor Schmerz auf und knickte ein. Ein schnitt durch die Kehle und ich beendete sein Leiden für immer. Nummer eins hatte sich derweil aufgerafft und starrte mich vollkommen entsetzt an, bevor er sich einfach umdrehte und davon lief. Nun das war schlecht. Der Kerl wusste wie ich aussah und wollte bestimmt Verstärkung holen. Ich zielte mit meinem Seilwerfer auf die Dachkante über mir und Ruck zuck war ich oben. Ich blickte mich kurz um und wünschte mir Shay's Adlerblick, aber ich erspähte ihn auch so. Ungefähr dreißig Meter vor mir rannte er über die Hauptstraße. Schnell eilte ich in seine Richtung und holte langsam auf. Ich sprang über kleine Abgründe, balancierte über ein Seil und musste sogar noch mit Hilfe eines Baumes eine Straße überqueren. Doch ich holte auf und nach fünf Minuten sprang ich auf ihn drauf. Wir gingen beide zu Boden und bevor ich mich aufrappeln konnte, hörte ich schon ein Stöhnen neben mir. Ich schaute zu meinem Feind und sah das er sehr ungünstig gefallen war. In seinem Oberschenkel steckte ein Ast und so wie das Blut daraus hervor sickerte, würde er nicht mehr lange leben. Ich stand langsam auf und da fing mein Feind an zu erzählen. Ich hörte genau zu und war wirklich erstaunt über das gehörte. Als er zu Ende gesprochen hatte hockte ich mich neben ihn und ließ meine Klinge hervor schnellen. Er nickte mir nur zu und dann half ich ihm sein Leid zu beenden.
Es waren wirklich interessante Neuigkeiten, welche mir der Bandit verraten hatte. Nur was tat ich nun mit diesen Wissen, überlegte ich und ich bemerkte wie sich meine Gedanken im Kreis drehten. Argh! Das war zum verrückt werden! Ich beschloss noch ein wenig die Stadt unsicher zu machen und kletterte am nächsten Gebäude nach oben. Ich brauchte jetzt ein wenig körperliche Betätigung, um wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Als ich nach geschlagenen zwei Minuten endlich oben war, stand ich auf und lief einfach los. Ein bestimmtes Ziel hatte ich nicht im Sinn. Nach einer Weile des sinnlosen Umherlaufens und Kletterns, endete mein Weg genau vor dem Häuserkomplex in Greenwich. Ohne es wirklich zu registrieren, hatte mein Unterbewusstsein eine Entscheidung getroffen.
Ich lief auf eine der Wachen zu und fragte diese nach dem Colonel. Der Soldat schaute mich verwundert an, doch nach kurzem zögern deutete er mir an ihn zu folgen. Ich begleitete die Wache zu einem großen Gebäude und dort ließ mich ein anderer Soldat herein. Ich folgte meiner neuen Begleitung weiter und im ersten Stock blieb die Wache vor einer Tür stehen. Der Mann klopfte an und nach einen kurzen Moment wurde die Tür geöffnet. Es war ein junger Soldat, welcher vielleicht nicht älter als zwanzig war. Mein Begleiter wies auf mich und keine zwei Minuten später stand ich dem Colonel gegenüber.
„Miss McGregor, das ist eine Überraschung. Wie kann ich ihnen behilflich sein?", fragte mich der Colonel höflich und deutete mir, mich ihm gegenüber zu setzten. Ich nahm sein Platzangebot an und lies mich auf dem Stuhl nieder. „Es geht um ihr Angebot. Ich werde es annehmen aber ich habe Bedingungen.", fing ich an. „Nun ich höre.", antwortete mir der Templer ruhig. „Ich beschaffe ihnen nur Information nichts weiter. Keine Morde oder andere Aktionen, die den Menschen schaden. Die Informationen sind mindesten 100 Pfund wert, dafür verzichte ich auf die Unterstützung als Heilerin. Ich will den Menschen nur helfen und sie nicht in diesen sinnlosen Krieg zwischen Assassinen und Templern verwickeln und außerdem bin ich lieber unabhängig. Sind wir uns einig, Colonel Monro?", versuchte ich sein Angebot neu zu verhandeln. Der Colonel schloss kurz seine Augen und schien nachzudenken. „Wenn ihr es so wünscht, aber ich werde euch 75 Pfund zahlen und nicht Hundert." „Hundert und nicht weniger.", blieb ich bei meinem Angebot und schaute dem Colonel dabei direkt in seine grauen Augen. Nach einem kurzen Moment seufzte er und wendete den Blick von mir ab. „In Ordnung, Miss. Einhundert Pfund pro Information.", gab er nach. Ich grinste ihn an „Dann sind wir im Geschäft und ihr solltet schon mal das Geld holen.",sagte ich frech und bekam dafür einen skeptischen Blick von meinem Gegenüber. „Ihr sucht bestimmt einen eurer Ordensbrüder, oder irre ich mich da?", fragte ich den Colonel. „Ihr wisst wo Christopfer Gist ist?", bekam ich als Antwort. „Ja. Der Mann soll morgen zur Mittagsstunde öffentlich gehängt werden im alten Fort Arsenal. Er scheint wohl in ein Wespennest gestochen zu haben. Was auch immer er raus gefunden hat, es kostet ihm wohl jetzt sein Leben.", meinte ich trocken zu dem Templer. „Danke für diese wertvollen Informationen. Wie habt ihr das so schnell rausbekommen?", fragte er mich neugierig. „Ich bin ein paar Kerlen begegnet, die meinten eine unbescholtene Bürgerin zu behelligen. Ich half der Dame und die Kerle haben halt ein bisschen geplaudert. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Leute im Angesicht des Todes beichten müssen.", antwortete ich ihm und erhob mich von dem Stuhl. „Wie sieht es jetzt mit meiner Belohnung aus?", fragte ich ihn dreist. Der Templer erhob sich ebenfalls und keine fünf Minuten später verließ ich das Gebäude und war zweihundert Pfund reicher.
Ja dieses Geschäft hatte sich doch wirklich für mich gelohnt. Jetzt hatte ich mit einem Schlag genug Geld um nach London zurück zukehren. Aber wollte ich das überhaupt noch? Wenn ich wieder in der Heimat wäre, könnte ich meine Mission nicht ausführen und Shay? Darüber würde ich später nachdenken und so machte ich mich auf den Heimweg. Die Sonne war fast untergegangen, als ich das Appel Pie erreichte. Ich ging durch den Hintereingang ins Haus und in der Küche stand sogar noch ein kleiner Rest vom Abendessen. Das zauberte mir ein kleines Lächeln ins Gesicht. Margery hatte mich anscheinend nicht vergessen. Ich nahm mir was von dem Braten und dem Kohlgemüse, setzte mich an den Tisch und ließ es mir schmecken. Nach dem Abendessen ging ich in mein Arbeitszimmer. Ich musste unbedingt meine Bestände prüfen und diese in den nächsten Tagen auffüllen. Das Geld hatte ich ja jetzt dafür, so beschloss ich am nächsten Tag der Apotheke in East Village einen Besuch abzustatten.
Der nächste Morgen kam wie immer viel zu früh. Am liebsten hätte ich diesen blöden Hahn den Hals umgedreht. Obwohl ich jetzt hellwach war, wollte ich eigentlich nicht aufstehen, das Bett war viel zu bequem, doch ich hatte Pflichten und diesen musste ich nachkommen. So stand ich auf, zog meinen Ornat an und legte meine Waffen an. Ich hatte heute ein seltsames Gefühl, so verließ ich in voller Montur mein Zimmer und begab mich in die Küche zum Frühstück. Danach verabschiedete ich mich bei den Grants und verließ das Appel Pie in Richtung Nordwesten.
Es war kurz vor dem Mittag, als ich endlich bei meinem zweiten Patienten fertig war. Ich lief gerade die Straße nach King's Farm entlang, als ich mein Pferd entdeckte. Schnell drehte ich mich um und lief Pferd und Reiter hinterher. Doch leider war ich viel zu langsam und ich schaffte es nicht beide einzuholen. Zum Glück für mich, wusste ich den Zielort. So bog ich in eine kleine Gasse ein, benutzte ein paar Schleichwege, um zu den Finnegans zu kommen. Nach nicht mal fünfzehn Minuten erreichte ich mein Ziel. In dem kleinen Vorgarten stand meine treue Gefährtin und graste vor sich hin. Die Gute hatte sogar noch den Sattel und das Zaumzeug drauf und war total Verschmutzt. Was hatte Shay mit ihr angestellt? Das wollte ich sofort herausfinden. Ich klopfte an der Tür der Finnegans und keine Minute später öffnete Cassidy die Tür. „Oh! Hallo Faith, was machst du denn hier?", fragte sie mich überrascht. „Ich suche eine gewisse Person, so fast eins neunzig groß, braune Haare, männlich und muss sehr oft den Helden spielen.", meinte ich etwas bissig. „Du suchst Shay, aber du hast gutaussehend, nett und hilfsbereit vergessen, Faith. Ich weiß leider nicht wo er hin ist. Er kam an, sprach ganz kurz mit dem Colonel, welcher uns besucht hatte und keine Sekunde später, rennt Shay los als wäre der Teufel hinter ihm her.", erklärte sie mir und ich wusste mit einem Schlag wo er hin wollte. „Danke Cassidy. Kannst du kurz auf mein Pferd und meine Tasche aufpassen?", fragte ich sie und stellte meine Tasche ohne auf ihre Antwort zu warten vor ihre Füße. „Bin bald zurück.", rief ich ihr zu und rannte schon los in Richtung Hudson River.
Je näher ich dem alten Fort kam, desto schwieriger wurde es für mich, durch die Menschen zu kommen. Eine Hinrichtung war wohl im Leben vieler Städter eine Abwechslung des eintönigen Alltags. Ich hatte es mittlerweile in das Fort geschafft und suchte verzweifelt nach Shay. Doch ich konnte ihn nirgends entdecken. Langsam schob ich mich durch die Menschenmenge und schaffte es bis zur ersten Reihe, als die Stimmung in der Menge sich veränderte. Die Leute fingen an Beschimpfungen und gemeine Beleidigungen zu rufen. Ich richtete meinen Blick nach vorne auf das Geschehen und sah wie diese Halunken einen Mann zum Galgen führten. Diesen Kerl kannte ich doch! Er hatte mich am ersten Abend im Appel Pie dumm angemacht und von mir eine Abfuhr erhalten. Dann war dieser Herr also Christopfer Gist, ein Templer. Er hatte eine blaue Hose an und einen langen braun-blauen Ledermantel, welcher offen war. Dazu trug er eine schwarz-weiß gestreifte Weste und einen schwarzen Schlapphut. Unter dem Hut waren dunkelblonde Haare zu erkennen. Er hatte einen Bart und schaute mit einen ruhigen Blick auf die Menge, so als wüsste er, dass er heute nicht sterben würde.
Ohne auf das zu achten, was am Galgen geschah, suchte ich die Umgebung nach Shay ab. Leider sah ich ihn nirgends und so lies ich meinen Blick wieder zum Geschehen wandern. Der Henker legte Gist gerade einen Strick um den Hals und die Banditen hatten zu tun die Menge ruhig zu halten. Das war nicht gerade ein schöner Tod, ich hoffte das der Henker wenigstens sein Werk verstand und Gist einen schnellen Tod gewährte. Ich wurde langsam unruhig und begann die Wachen zu zählen, fünf auf der Rechten Seite, sechs links vom Galgen. Dann noch drei weitere direkt bei dem Templer. Ich suchte wieder die Umgebung nach Shay ab und stutze kurz. War da nicht grade noch ein Scharfschütze auf dem Dach gewesen? Jetzt wusste ich wenigstens wo die Person war, welche ich suchte. Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf den Galgen, als plötzlich ein Schuss viel.
