Warnung: In dieser Story geht es um die Beziehung von Minerva und Hermine, während Hermine noch nach Hogwarts geht.
In den späteren Kapiteln könnte es explizit werden.
Don't like don't read!
Dies ist außerdem meine erste Fanfic. Ich bin dankbar über jede Kritik und freue mich immer über Eure Ratschläge und Tipps!
Das erste Kapitel ist verändert und erweitert!


Die Uhren in Hogwarts schlugen 10.00 Uhr und die offizielle Bettruhe begann.
Doch für die Lehrer sowie die Vertrauensschüler ging es jetzt erst richtig los. Um streunenden Schülern und potentiellen Übeltätern und Unruhestiftern auf die Schliche zu kommen, richtete Schulleiter Albus Dumbledore Nachtschichten ein, in denen Professoren sowie Schüler die Gänge und Korridore Hogwarts' beaufsichtigen sollten. Man durfte sich als Schüler auch freiwillig melden, allerdings waren dies nicht allzu viele. Dumbledore war sich jedoch sicher, dass es im Laufe des Schuljahres noch Anträge geben werde.
Zu diesen Schülern gehörte zufälligerweise auch Hermine Granger. Die Vertrauensschülerin, die außerdem als sehr vertrauenswürdig eingestuft wurde, hatte sich freiwillig bei Professor Dumbledore gemeldet. Im Gegensatz zu den anderen Vertrauensschülern übernahm sie nicht nur zwei Nächte jede Woche sondern fünf.
Die Schichten gingen von zehn Uhr bis zwei Uhr morgens. Die ausgewählten Schüler bekamen dafür morgens einen speziellen Trank von Madam Pomfrey um die Erschöpfung zu umgehen.

Es war der 01. September und Hermine und ihre Freunde waren nun im fünften Schuljahr.
Gleichzeitig war es die erste Nacht, die Hermine beaufsichtigen sollte.
Da für die Schüler das ganze Schloss zu groß war, durfte sie sich ihren Bereich aussuchen.
Natürlich nahm sie den Abschnitt der am nächsten am Gryffindor-Turm lag. Das ganze hatte drei Vorteile. Erstens verstand sie sich mit den Mitgliedern ihres eigenen Hauses am besten und diese respektierten die intelligente Hexe.
Zweitens hatte sie so die Möglichkeit, schnell nach ihrer Schicht zu ihrem Schlafsaal zu kommen.
Und der vielleicht wichtigste Punkt war, dass sie sich erhoffte die nächtlichen Aufsichten mit Professor McGonagall zu teilen. Abgesehen davon, dass sie ihre absolute Lieblingslehrerin war, hatte sie nicht das Bedürfnis ihre Nächte mit Snape zu verbringen. Die Abneigung der beiden beruhte ganz eindeutig auf Gegenseitigkeit.


Hermine klemmte sich ihre Schulbücher unter die Arme, ein bisschen leichte Lektüre für die einsamen Stunden könnte nicht schaden, und machte sich auf den Weg. Heute würden sich zuerst alle vor der großen Halle treffen, um eingewiesen zu werden und um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen.
Als sie unten ankam warteten Professor Dumbledore und Professor McGonagall bereits. Die beiden waren noch in ein Gespräch über die neu beschlossene Budgetplanung vertieft und McGonagall schimpfte lautstark auf das Ministerium. Drumherum standen einige andere Professoren.

Hermine stellte sich zu den anwesenden Schülern und wartete still. Ernie und Hannah sprachen über Hufflepuffs Chancen auf den diesjährigen Quidditch-Pokal. Malfoy und Pansy Parkinson tuschelten leise miteinander, ohne, dass auch nur ein Wort für Außenstehende zu verstehen war. Anthony Goldstein und Padma Patil unterhielten sich angeregt mit Professor Flitwick. Auch ein paar ältere Schüler waren dabei, die Hermine nur teilweise kannte.
Während sie nicht sonderlich überrascht war, dass Fred und George für diese Aufgabe nicht ausgewählt wurden, fragt sie sich jedoch wo Ron blieb. Er war der zweite Gryffindor Vertrauensschülern und auch wenn er nicht die extra Schichten hatte, die Hermine schieben würde, so sollte er doch heute Abend dabei sein.

Den gleichen Gedanken hatte offensichtlich Professor McGonagall, die mit fragender Miene auf Hermine zuschritt. Es war inzwischen fünf Minuten nach zehn und sie wurde offenkundig allmählich ungeduldig.

„Miss Granger, dürfte ich Sie fragen wo Weasley steckt?"

„Es tut mir Leid Professor, aber ich weiß es nicht. Ich habe ihn im Zug noch dran erinnert und.. eigentlich..."

„Jetzt sagen Sie nicht, Mr. Weasley sei eigentlich verlässlich. Wir wissen beide, dass das nicht stimmt Miss Granger!"
Hermine lächelte verlegen. Sie würde garantiert nicht ihren besten Freund schlecht reden, aber weshalb Ron und nicht Harry Vertrauensschüler geworden ist, hatte sie sich auch gefragt.

„ ... 'tschuldigung für die Verspätung. Ich.. äh.. ich musste Harry noch... bei etwas.. den Hausaufgaben behilflich sein!"
Ron kam schnaufend angelaufen.

Während Hermine ihren Blick zu Boden richtete und ein Lachen nur mühselig unterdrücken konnte, die Ausrede war unglaublich einfallslos, richtete Professor McGonagall ihre Augen hilfesuchend gen Himmel. Ihre Lippen waren gefährlich dünn geworden.

Hermine fragte sich, ob Professor McGonagall die tatsächlichen Gründe für Rons Verspätung ahnte.

Da Harry fast nicht mehr nach Hogwarts zurückkehren durfte, wollten sie eine kleine Feier im Gryffindor Turm ausrichten. Diese Feier brauchte noch einige helfende Hände zur Vorbereitung und Ron als Harrys bester Freund konnte sich schlecht rausreden. Dass Hermine nicht helfen konnte, weil sie pünktlich weg musste, verstand allerdings jeder. Sie kannte ihre 'Mione eben.
Hermines Gedankengang wurde von den Worten Dumbledores unterbrochen.

„Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Professoren. Ich bin froh feststellen zu können, dass wir nun vollzählig sind und bereit anzufangen. Die Professoren und einige Schüler übernehmen fünf Schichten die Woche, die Mehrheit der Schüler übernimmt nur zwei Schichten. In den Briefen die ich jedem von Ihnen habe zukommen lassen steht das alles nochmal detaillierter.
Wir kommen nun zur Aufteilung der Gebiete.

Professor Sprout und ihre Hufflepuffs werden sich in der Nähe des Hufflepuff Gemeinschaftsraumes aufhalten. Achten Sie bitte darauf, dass sie nicht als Gruppe auftreten, sondern höchstens zu zweit, damit sie als Summe mehr Korridore und Gänge überprüfen können. Das gilt allerdings für alle.

Professor Snape, Sie und Ihre Slytherins patrouillieren in der Kerkergegend.

Professor Flitwick, für Sie und Ihre Schüler gilt das gleiche, nur in der Nähe des Ravenclaw Turms.

Ebenso für Professor McGonagall. Da Gryffindor mehr Schüler stellt als die anderen, teilen Sie sich bitte zudem weitläufig über die Korridore bis hier zur Großen Halle auf. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass Miss Granger durch ihren freiwilligen Einsatz, mehr Schichten zu übernehmen, die Umgebung um den Gryffindor Gemeinschaftsraum reserviert hat. Minerva, Du übernimmst bitte den angrenzenden Teil bis hin zu Deinem Klassenraum. Gerade Gryffindor ist wegen Mr. Potter ein beliebtes Anschlagsziel."

„Immer diese scheiß Gryffindors und ihre Extrawürste rund ums Thema Potter"

„Mr. Malfoy ich erwarte angebrachtes Verhalten von Ihnen. Wie können Sie es wagen so zu sprechen!" Professor McGonagall war wutentbrannt den Slytherins entgegengetreten.

Aus Snapes Richtung war ein verächtliches Schnauben zu hören, doch McGonagall fuhr fort: „Nur weil Sie jetzt Vertrauensschüler sind, heißt dies nicht, dass Sie Ihre Stellung ausnutzen dürfen. Außerdem schützt Sie das nicht im geringsten vor Punktabzug. 20 Punkte Abzug für unangebrachtes, respektloses Betragen!"

Snape war gerade dabei den Mund aufzumachen um Draco schützend zur Seite zu springen, als Dumbledore unbeirrt fortfuhr um eine Eskalation zu verhindern.

„Wenn die übrigen Professoren die Abschnitte um Ihre Klassenräume übernehmen, ist alles abgedeckt, bis auf mein Büro und das Lehrerzimmer. Diesen Teil werde ich selber übernehmen.
Sollten Probleme auftreten, so haben Sie hier Ihre spezielle Pergamentbögen."

Er verteilte gammlig aussehende und übel riechende Pergamente an jeden einzelnen und kleine Federkiele zum mitnehmen.

„Damit können Sie jederzeit Hilfe rufen, da die die am nächsten zu Ihnen unterwegs sind und ich selbst, diese Nachricht erhalten werden. Gibt es noch fragen?"
Professor Severus Snape räusperte sich und setzte ein gehässiges Grinsen auf. „Wo ist denn unsere liebreizende Ergänzung aus dem Ministerium?" Er zog dramatisch die Augenbrauen hoch und sah den Schulleiter gespielt interessiert an.„Nun... Professor Umbridge wird für die Patrouille nicht eingesetzt. Ein Punkt den ich hier nicht weiter ausführen werde."

Er schaute ein letztes Mal in die Runde und gab sowohl Severus als auch Minerva einen besonders beruhigenden Gesichtsausdruck. Hermine hatte zurecht das Gefühl, dass dieses Schuljahr sehr aufregend werden würde.

„Dass Sie alle auf angebrachte Kleidung achten sollten, muss ich Ihnen wohl nicht sagen. Mit der Kleidung verschaffen Sie sich Respekt. Ich erwarte das vorbildliche Tragen der Hauskrawatten und ihrer Umhänge, sowie diesen Ansteckern, die sie alle als offizielle Aufsichtspersonen kennzeichnen. Das ist besonders für die wichtig, die keine Vertrauensschüler sind." Dumbledore kramte zahlreiche Anstecker aus seiner Umhangtasche und verteilte sie an die im Kreis stehenden Leute.
Hermine betrachtete das Abzeichen ein bisschen länger bevor sie es sich ansteckte und bemerkte, dass es Hogwarts zeigte und offensichtlich im dunkeln leuchtet. Als Ron sich zu ihr hinüberbeugte um das Ding frontal zu mustern, (er hatte seins sehr hastig an seinen Umhang gesteckt und bekam es auch mit viel reißen und zerren nicht mehr ab, wollte aber noch genau erfahren, wie es eigentlich aussah) wurde aus dem ursprünglichen Bildchen, ein roter Hintergrund mit der goldenen Aufschrift: „Hermine Granger - offizielle Aufsichtsperson".

„Boah cool, Hermine hast du das gesehen?!" mit großen Augen starrte Ron das intelligente Schildchen an. Hermine trat an Ron heran und sah sein Abzeichen an. Es hatte die gleiche Reaktion, nur dass es für Ronald Weasley personalisiert wurde.

„Wie ich sehe haben Ms. Granger und Mr. Weasley bereits eine der Fähigkeiten des Ansteckers erkannt. Ich bin sicher im laufe der Nächte werden Sie alle noch mehr Eigenschaften entdecken. Also nun an die Arbeit meine Damen und Herren!" Mit diesen Worten drehte Dumbledore sich um und ging in Richtung seines Büros.
Der Rest stand vorerst noch etwas verwirrt da, machte sich jedoch schnell in den Haus-Gruppen auf den Weg zum jeweiligen Einsatzgebiet.


Nachdem die Gryffindors zusammen in ihre Richtung gegangen sind, lösten sie sich nun immer mehr auf, bis schließlich nur noch Hermine, Ron und Professor McGonagall auf dem Weg zu ihren Positionen waren.
Als sie sich dem Porträt der Fetten Dame näherten, fing Ron plötzlich an lautstark zu husten und sich den Magen zu halten. Auf einen strengen Blick McGonagalls, sagte er schließlich, dass es ihm nicht gut ginge.

„Nun Mr. Weasley, dann gehen Sie lieber in den Gemeinschaftsraum und ruhen sich aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass in der ersten Nacht des neuen Schuljahres etwas passiert, ist sowieso gering."

„Danke Professor, Bis nach.. ähm Bis Morgen Hermine!"
Während Ron schnell in Richtung Gemeinschaftsraum eilte, musste Hermine sich ein Lächeln mit aller Mühe verkneifen.

„Miss Granger, gibt es etwas?" Mist, sie musste Hermines amüsiertes Gesicht gesehen haben.

„..nein Professor, wieso fragen Sie?"

„Machen Sie mir nichts vor, Miss Granger, ich kenne Sie seit Ihrem elften Lebensjahr"

„Warum haben Sie Ron damit durchkommen lassen?"

„Womit?" fragte die Professorin mit gespielter Unschuld.

„Mit der unterirdischen Ausrede eben und vorhin. Sie sind unsere Hauslehrerin und stellvertretende Schulleiterin, natürlich wissen Sie, was hier vor sich geht."

„Nun, es liegt viel weniger an meiner Stellung hier, als an meinem normalen Hör- und Sehvermögen. Hätten Fred und George nicht zahlreiche Pakete Süßigkeiten aus der Küche in den Gemeinschaftsraum getragen, wäre ich vielleicht nichtmal stutzig geworden. Aber als Ginerva, Ronald und Neville lautstark diskutieren an mir vorbeigingen und darüber stritten, wie sie Harry zur Party locken könnten, konnte ich es nicht mehr nicht wissen."

„Aber warum unternehmen Sie nichts dagegen?"

„Nun, das ganze gebührt Mr. Potter. Ich bevorzuge hier niemanden, aber ich weiß, dass er es nach dem Tod von Diggory nicht leicht hatte. Allein die Umstände mit den Dementoren und der Abholaktion zum Grimmauldplace haben einen negativen Nachgeschmack hinterlassen. Er kann diese kleine Feier durchaus gebrauchen."

„Dankeschön Professor" sagte Hermine und versuchte den gequälten Ausdruckt der Frau nicht zu bemerken. Harry's Schicksal schien ihr näher zu gehen, als ihr lieb war.

Die beiden gingen gemeinsam weiter und trennten sich vor dem Bild der Fetten Dame. Nachdem Hermine das Buch zum Thema Verwandlung begonnen hatte und für die ersten 10 Kapitel Notizen angefertigt hatte, gab sie sich ihrer Privatlektüre hin: einem Buch über Animagi. Dass Verwandlung ihr Lieblingsfach war, würde sie nie leugnen und so machte sie sich mit Eifer daran, sich auch neben dem Unterricht fortzubilden.


Um ca. 11 Uhr kam ihr in einem der Gänge eine Person entgegen. Zuerst dachte Hermine es sei ein Elf, doch bei näherer Betrachtung war es Ellen Peare, eine der neuen Gryffindor Erstklässler. Nachdem Hermine ruhig auf sie zugegangen war und sie fragte, ob sie ein Problem habe, fing Ellen lautstark an zu weinen. Das rief natürlich direkt Professor McGonagall auf den Plan, doch diese blieb im Schatten der Wand hinter Hermine stehen, unbemerkt von den beiden, denn ihre Hilfe war hier wohl nicht von Nöten. Interessiert sah sie sich den Austausch der beiden Schülerinnen an. Hermine hielt Ellen im Arm, bis sich diese etwas beruhigte. Als sie schließlich aufhörte zu weinen Sprach Hermine:

„Du bist Ellen, nicht wahr?" Die kleine nickte schüchtern.

„Ellen, warum weinst du?"

„Ich habe so schreckliches Heimweh. Ich gehöre hier gar.. gar nicht hin" schluchzte das Mädchen.

„Warum solltest du hier nicht hingehören?"

„Naja, meine Eltern sind keine Magier und das hier alles ist so neu. Ich möchte einfach nach Hause!"

„Hör mir mal zu. Ich bin auch Muggelstämmig und mir ging es am Anfang genau so wie dir und wahrscheinlich noch ein bisschen schlechter, denn ich hatte lange Zeit keine Freunde hier. Ich verspreche dir, es wird alles gut. Wenn du morgen den ersten Unterricht hast, wirst du sehen, wie toll es hier ist! Morgen gibt Professor McGonagall dir deinen Stundenplan und du wirst ganz schnell diese Welt erobern." Hermine konnte Ellens Reaktion auf den Namen McGonagall nicht übersehen. Fragend schaute sie das Mädchen an.

„Professor McGonagall wirkt ziemlich streng und … und ziemlich schrecklich" gab das Mädchen leise zu. Minerva musste sich an der Wand ganz schön zusammenreißen um sich nicht zu verraten und so zwang sie sich, ruhig zu bleiben und auf Hermines Antwort zu warten.

„Sag sowas nie. Professor McGonagall hat mir den Start hier so gut wie möglich erleichtert. Sie hat alles dafür getan, damit ich Anschluss finde und zurecht komme. Wir treffen uns immer noch einmal im Monat zum Tee. Sie ist ein wirklich guter Mensch und wenn ich Probleme habe gehe ich immer zu ihr. Sie ist auch deine Hauslehrerin und word für dich das gleiche tun. Warte nur ab, sie ist wunderbar" als Hermine Ellens beruhigtes und inzwischen trockenes Gesicht lächeln sah, gab sie ihr noch ein paar nette Worte mit auf den Weg und schickte sie ins Bett.

Nachdem die kleine durch das Porträtloch geklettert war, stand Hermine von den Knien auf, sammelte ihre Bücher auf und drehte sich um, um mit der Patrouille weiterzufahren.

Mit einem Schrei sprang sie rückwärts, als sie eine weitere, diesmal große Person auf sich zugehen sah. „Mein Gott, Professor, Sie haben mich erschreckt!"

Professor McGonagall sag Hermine nur stumm an und langsam dämmerte es ihr. „Wie lange standen Sie da schon?"

„Lange genug…" gab die Lehrerin kurz zurück.

„Hören Sie Professor, Ellen hat es sicher nicht so gemeint.." Startete Hermine, doch bevor sie weitersprechen konnte, unterbrach McGonagalls gehobene Hand ihren Satz. „Darum geht es mir nicht. Ich weiß durchaus wie ich wirke"gab sie zurück und fing auf einmal an zu lächeln.

„Miss Granger, Sie haben das toll gelöst. Miss Peare wird sich bestimmt gut einleben und ansonsten zu Ihnen oder zu mir kommen, kein Zweifel. Sie haben ein gutes Händchen mit Kindern."

Überrascht von der plötzlichen Wendung des Gesprächs, fing auch Hermine an zu lächeln „Danke Professor, ein Kompliment von Ihnen ist immer etwas besonderes".

Professor McGonagall schaute Hermine freundlich an und fasste sie sanft an die Schulter: „Miss Granger, Sie gehen jetzt besser zur Party für Ihren besten Freund, oder wollen Sie die etwa verpassen?"

Auf Hermines fragendes Gesicht fügte sie hinzu: „nun, es sind nur noch zwei einhalb Stunden und das schaffe ich hier auch alleine"

„Danke Professor" gab Hermine freudestrahlend zurück und verschwand so schnell es ging in Richtung Gemeinschaftsraum. So gerne sie auch Zeit mit Professor McGonagall verbrachte, heute war Harrys Abend.

Minerva sah ihr noch lange nach und dachte an das kleine Mädchen, dem sie erklärt hatte, dass sie von nun an auf eine Zauberschule gehen würde. Niemals würde sie diese großen braunen Augen vergessen, doch Hermine hatte sich verändert. Sie war erwachsener geworden und hatte so viel gelernt. Minerva verbrachte gerne Zeit mit der Hexe, denn trotz des Altersunterschieds hatte Hermine die art und weise, sie intellektuell herauszufordern. Lange nachdem die junge Frau weg war, begriff Minerva, dass sie immer noch wie angewurzelt der Schülerin hinterhersah und drehte sich auf dem Absatz um, um ihre Patrouille fortzusetzen.

To be continued.
Ich würde mich sehr über eine kurze Rückmeldung freuen!