Warnung: Verletzungen

"Ich wiederhole mich nur ungern Dolores, aber Ihre Andeutungen sind haltlos. Das wissen Sie genau so gut wie ich. Ich würde Sie also bitten das Thema fallen zu lassen, ein für alle Mal!"

"Das sehe ich anders Schulleiter. Was Ihre gute Freundin und die muggelstämmige Schülerin da machen, geht gegen die Regeln an dieser Schule und gegen das Gesetz!"

"Was, wenn ich Sie fragen darf, tun Professor McGonagall und Miss Granger denn?"

"Die Einzelheiten möchte ich Ihnen hier nicht ausbreiten, aber seien Sie versichert: Sie werden es rechtzeitig erfahren, wenn Sie die Berichte und Aussagen vor der Anhörung vorgelegt bekommen"

"…"

"Der Minister hat bereits Kenntnis und ist nicht erfreut!"

"Professor Umbridge, das geht entschieden zu weit. Das Schuljahr ist noch keine Woche alt und Sie versuchen bereits eine Professorin nach Askaban und eine Schülerin von Hogwarts zu verweisen. Und auf welchen Grundlagen basieren Sie das? Auf gar keinen. Ich selbst habe Professor McGonagall gebeten sich um Hermine Granger zu kümmern, da diese mit Probleme hatte sich hier einzufinden. Immerhin ist Minerva ihre Hauslehrerin."

"Dumbledore, denken Sie nicht, ich lasse mich so leicht unterkriegen. Ich halte meine Augen weiterhin offen und wenn ich nur einen einzigen weiteren Fehltritt bemerke, wird das Verfahren in Gang gesetzt. Verlassen Sie sich darauf."

Die blauen Augen von Professor Umbridge stachen in die eiskalten blauen Augen von Professor Dumbledore. Die beiden verharrten so eine Weile, weder Albus gewillt die Verteidigung von Minerva oder Miss Granger aufzugeben, noch Umbridge gewillt, die beiden einfach so vom Haken springen zu lassen.
Kurz darauf drehte Umbridge sich ohne ein weiteres Wort um und verließ das Büro des Schulleiters.


Ein Phönix pickte gegen das Fenster des Verwandlungsklassenraumes. Minerva überblickte ihre Klasse, die weiterhin ruhig arbeitete und ging hinüber um den Vogel hineinzulassen. Unauffälliger hätte Albus seinen Brief nicht schicken können, oder? Sie schmunzelte innerlich und nahm Fawkes den Umschlag ab. Daraufhin ging sie zu ihrem Pult, holte bizarr aussehende Drops heraus und gab sie dem Phönix. Dieser legte ihr dankend den Kopf an die Schulter und flog wieder heraus. Minerva wandte sich erneut der Klasse zu und bemerkte, dass ausnahmslos alle Schüler das Geschehen am Fenster mit offenen Mündern beobachtet hatten.

"Gibt es hier etwas zu sehen?" erkundigte sie sich streng.

"Nun Professor, das war ein Phönix!" rief einer der Hufflepuff-Schüler, während einige die Hälse reckten um noch einen Blick auf ihn am Horizont zu erhaschen.

"Mister Williams, ich weiß, dass das ein Phönix war" erwiderte sie schroff, "wenn Sie nun zu Ihrer Arbeit zurückkehren würden…" wies sie an und ging zu ihrem Pult.

Mit interessierter Miene öffnete sie den Brief und lies die Augen über die Zeilen schweifen

M,
Komm so schnell wie möglich in mein Büro,
A

Minerva blickte geschwind auf die Muggel-Uhr neben der Tür ihres Klassenraumes und bemerkte, dass die Doppelstunde der Erstklässler sowieso in zehn Minuten enden würde.

"Sie können gehen" rief sie einsilbig und verließ den Raum sogar noch vor ihren Schülern.

"Was hat die denn?"

"Zehn Minuten vor Schluss, ich glaube ich Träume"

"Es muss was mit dem Brief und dem Phönix zu tun haben"

"Ich habe gehört dass der amerikanische Zaubereiminister seine Post mit einem Phönix verschickt"

"Und du meinst das Tier ist den ganzen Weg nach Großbritannien geflogen? Du hast sie ja nicht mehr alle…"


Dumbledore hörte den Wasserspeier drehen und bereits wenige Sekunden später stand seine Stellvertreterin im Raum. Sie muss die Treppe des Wasserspeiers hochgelaufen sein anstatt einfach den Luxus des hochfahrenlassens zu genießen.

"Albus, was hat deine kryptische Nachricht zu bedeuten? Ich war mitten in einer Stunde über die Verwandlung von Streic…" begann die wütende Hexe, doch ihr Arbeitgeber unterbrach sie.

"Minerva"

"Was?"

"Setz dich bitte"

Es fühlte sich komisch an. Normalerweise saßen sie nebeneinander, selbst um zu arbeiten. Sie fühlte sich plötzlich wie eine Untergebene, als sie auf den umbequemen Stühlen für Besucher Platz nahm.

"Umbridge war heute morgen hier. Sie beabsichtigt eine rechtliche Beschwerde gegen dich und damit auch gegen Miss Granger einzulegen" sprach er so ruhig er konnte.

Er hatte sich vorher überlegt, dass er besser direkt zum Punkt kommen sollte, um seine Freundin nicht noch mehr zu verärgern. Sie würde am Ende dieses Gesprächs schon aufgebracht genug sein.
Minerva fiel alles aus dem Gesicht. Ihr normalerweise stoisch emotionsloser Gesichtsausdruck versagte. Er hatte eine solch starke Reaktion noch nicht häufig bei ihr gesehen.
Minerva schluckte sichtlich und versuchte sich zu sammeln.

"Auf welchen Grundlagen denn?" Fragte sie so gefasst wie möglich.

"Sie sagte, du und Miss Granger verstoßet gegen Schulregeln und gegen das Gesetz. Minerva, ich muss das jetzt fragen: haben du und Miss Granger eine Beziehung, die widerrechtlich im Auge des Gesetzes ist?"

"Wie kannst du es wagen?" flüsterte sie.

Sie hätte schreien können, sie hätte ihren Zauberstab ziehen können; alles wäre angenehmer gewesen als ihre Reaktion.
Das blanke Entsetzen und auch ein kleines bisschen Hass, aber vor allem schäumende Wut standen ihr ins Gesicht geschrieben.

"Wie kannst du nur.." wiederholte sie und verließ den Raum.

Albus sprang auf um ihr hinterherzueilen, doch seine Freundin war schon unten. Er lief unbeirrt weiter in die Richtung ihrer privaten Räume. Er holte sie auf dem weg nicht ein, was ein Indikator dafür war, dass sie in ihrer Katzenform zurückgelaufen war oder einen der Schleichwege benutzt hatte.

Er erreichte ihre Eingangstür, sprach das Passwort und lief durch zu ihrem Schlafzimmer. Dort stand sie. Er wusste er würde sie hier finden. Angelehnt an den Bogen ihres Fensters, starrte sie auf die Ländereien.
Forsch durchschritt er den Raum und packte sie fast schmerzhaft. Er drehte ihren reaktionslosen Körper zu sich und schloss sie in seine Arme.

Minutenlang standen sie dort, bis er bemerkte dass seine Wangen feucht wurden. Er wusste es direkt, Minerva weinte.
"Minerva…"

Das schien sie aus ihrer starre zu erlösen, denn plötzlich wand sie sich aus seinem Armen und stieß ihn weg.
"Minerva hör mir zu!"

"Was möchtest du denn noch wissen? Reicht nicht die Frage, ob ich eine romantische Beziehung zu einer Schülerin habe? Wie lange unsere schmutzige Affäre bereits läuft? Vielleicht ob ich sie gevögelt habe? Ob ich sie entjungfert habe? Ob wir vorhaben zu heiraten?" brach es aus ihr heraus. Noch nie hatte er Worte wie diese aus ihrem Mund gehört.
"… bei allem anderen scheint ihr eure Meinung ja bereits gefestigt zu haben" stieß sie noch keuchend hervor, bevor sie sich in den Sessel neben dem Fenster niederließ.

Er ging zu ihr und kniete sich neben ihre Beine.
"Minerva es tut mir leid. Vielleicht hätte ich das Ganze anders angehen sollen…"

"Ja, vielleicht…"

"Ich muss das mit dir als dein Vorgesetzter besprechen und das weißt du…"

"Ja, ich weiß…"
Ihre passive Haltung tat genau das, was sie zum Ziel hatte. Sie machte es ihm so schwer wie möglich.

"Also. Umbridge erzählte mir von diesem Antrag auf ein Verfahren. Sie sagte genaueres werde ich aus den Unterlagen des Zaubergamots erfahren und der Minister sei bereits informiert. Als ich sie auf die Absurdität der Lage hinwies, ließ sie durchblicken, dass noch keine offiziellen Schritte gegangen wurden, doch dass sie sowohl dich, als auch Miss Granger im Auge behalten werde."

"Professor Dumbledore, wie können Sie mich und Miss Granger denn verteidigen, wenn Sie selber nicht sicher sind, was da zwischen uns läuft?"

"Lass das! Du weißt ich musste das fragen."

"Ja, ich weiß…"

"Bevor sie mit der Anklageabsicht herausrückte, zeigte sie mir eine Erinnerung. Sie zeigte dich und Miss Granger in einer innigen Umarmung auf den Ländereien. Du küsstest sie unter anderem auch auf die Stirn. Nach all den Gesprächen der letzten Tage, hat es mich schlichtweg verwirrt. Du sagtest du willst sie nicht an dich heranlassen, weil du vor genau dieser Situation angst hast und dann umarmst und küsst du sie in aller Öffentlichkeit? Erklär es mir Minerva, denn ich bin sicher es gibt eine gute Begründung"

"Also hat sie etwas in der Hand, tatsächlich.."
Sie schluckte.

"Es tut mir leid, ich weiß gerade nicht, wie ich mit dir reden soll. Vielleicht nachher vor der Konferenz" murmelte sie, stand auf, umkreiste seine immer noch kniende Figur und verließ den Raum.
Einerseits verstand er ihre Reaktion, andererseits war es dumm von ihr. Sie sollten dies klären, bevor schlimmes passierte.


Das Mittagessen war eine verkrampfte Geschichte. Beide waren anwesend und hatten ihre üblichen Plätze inne, doch sie sprachen weder mit einander, noch mit den anderen anwesenden Lehrern. Zu allem übel schien besonders Umbridge das zu bemerken und zu genießen.


Um kurz vor halb drei klopfte es an seine Bürotür.

"Herein." Er sah von seinen Pergamenten auf. Seine älteste Freundin stand unsicher in der Tür.
Er ging auf sie zu, griff ihre Hand und geleitete sie zum Sofa.

"Albus, denk nicht ich hätte dir bereits verziehen. Das wird nicht passieren, jedenfalls nicht für die nächste Zeit" sprach sie und rutschte zum anderen Ende des Sofas.

"Damit muss ich wohl leben, aber bedenke bitte,"

"du musstest mich das fragen. Wie oft willst du es noch wiederholen?" unterbrach sie ihn unwirsch. "Aber dafür bin ich nicht hier. Ich werde dir die Szene aus der Erinnerung erklären und dann werde ich gehen. Das Thema werde ich danach nie wieder mit dir besprechen" erklärte sie hart und fixierte ihn mir ihrem Blick.

Er blieb stumm und nickte auch nicht, denn er wollte diese Situation zwischen den beiden unbedingt lösen, so dass sie irgendwann, in nicht allzu ferner Zukunft, ihm wieder das nötige Vertrauen zubringen würde, damit sie mit ihm über die Angelegenheiten ihres Herzens sprechen konnte.

"Du erinnerst dich an das Gespräch von gestern Morgen am schwarzen See? Als ich danach zum Frühstück ging traf ich auf Miss Granger im Torbogen der großen Halle. Ich reagierte wohl sehr abweisend, denn als ich mit Pomona und einigen der anderen später im „Drei Besen" war, hatte sich eine unangenehme Spannung zwischen uns aufgebaut. Auf dem Weg zurück ins Schloss holte sie mich ein und konfrontierte mich. Sie machte mich drauf aufmerksam, dass es nicht meine alleinige Entscheidung wäre, inwiefern wir unsere Lehrer-Schüler-Dynamik vertiefen. Ich sah meinen Fehler ein, immerhin hattest du mich am morgen bestärkt in einer „Freundschaft" zu ihr. Sie umarmte mich und sagte etwas, das hat mir fast das Herz herausgerissen. Sie sagte, dass sie mich brauche. Albus das Mädchen hat kaum jemanden. Ihre Eltern verstehen sie nicht mehr und Freunde findet sie nicht so schnell, da stehen ihr ihr Intellekt und Vorurteile entgegen. Ich beruhigte sie und sagte ihr, dass sie auf mich zählen kann und ich sie nicht im Stich lasse."

Die bieden saßen da und starrten wie so häufig ins Feuer.

"Ich.."

"Nein Albus, sag bitte nichts. Ich werde mein Versprechen ihr gegenüber nicht zurücknehmen"

"Darum möchte ich dich nicht bitten. Ich möchte dich bitten, dass du Hermine holst und wir zu dritt die Lage besprechen können. Minerva ich stehe weiterhin hinter dir. Ich will doch lediglich das weitere Vorgehen besprechen. Auch was meine Frage vorhin angeht: ich wollte dir nicht das Gefühl geben, dass ich an dir zweifle. Ich war schlichtweg durcheinander. Also bitte Minerva, hol sie.."

Professor McGonagall stand auf, nickte kurz und verließ das Büro.
Im Grunde wusste sie ja, dass Albus hinter ihr steht, doch diese Frage heute morgen hatte sie so tief verletzt, dass er es nicht einfach mit einer Entschuldigung und einer Erklärung wieder gut machen konnte.
Sie schlug die Richtung zum Gryffindor Gemeinschaftsraum ein, doch änderte wenig später den Kurs und ging in Richtung Bibliothek. Natürlich.

Natürlich fand sie hier auch Hermine. In einer Ecke alleine mit einem Berg voller Bücher und Pergamentrollen.
"Miss Granger, der Schulleiter bittet um eine Audienz"

Hermine blickte verwundert auf, doch fragte nicht. Sie schickte die Bücher mit einem Wisch ihres Zauberstabs zurück zu ihren Plätzen in den Regalen und kramte ihre Pergamente zusammen. Mit den Rollen unterm Arm ging sie hinüber zu McGonagall.
Schweigend liefen die beiden durch das Schloss zum Wasserspeier. Hermine entnahm der Haltung und der Stimmung der Professorin, dass es um etwas ernstes gehen musste, also fragte sie nicht nach, sondern beschloss zu warten bis sie beim Schulleiter waren.

Minerva sprach das Passwort und die beiden begaben sich hinauf. Als die Treppe endlich oben angekommen war, stand die Tür bereits offen und Dumbledore saß hinter seinem Schreibtisch.
Wenn Minerva sich bereits heute morgen komisch fühlte, als sie auf dem Besucherstuhl platz nahm, so fühlte es sich jetzt noch kurioser an neben einem ihrer Schüler zu sitzen. Sie schluckte ihren Stolz hinunter und wartete auf Albus um zu beginnen.

Dumbledore erläuterte Hermine die Situation und was das alles mit sich bringen würde. Ihr Gesicht spiegelte das von Minerva wieder, als sie zum ersten mal von den Anschuldigungen hörte.

"Professor, Sir, ich versichere Ihnen dass es sich um leere Anschuldigungen handelt. Professor McGonagall und ich haben nichts unrechtmäßiges getan. Ich kann ihnen die Situation auf dem Schlossgelände erklären."

"Miss Granger," er hielt seine Hand hoch und lächelte leicht „das ist nicht nötig. Professor McGonagall hat mir bereits alles erklärt"
Nach dem Satz traf Minervas Blick zum ersten mal auch auf Hermines seit sie sich gesetzt hatten. Die Lehrerin hatte bisher ausdruckslos auf die Tischplatte gestarrt.

"Heißt das alles, dass ich Professor McGonagall außerhalb des Unterrichts nicht mehr sehen kann? Wir tun nichts falsches!" Sprach Hermine fast aggressiv.

"Nun ich habe mir Gedanken dazu gemacht. Ich vertraue Professor McGonagall und auch Ihnen Miss Granger, doch das ist irrelevant wenn Professor Umbridge weiteres Material zusammenträgt und es schließlich doch zu einer Anklage kommt. Eine Anklage wäre dann Sache des Zaubergamots und nicht mehr lediglich des Schulrates, wie wenn es simple Anschuldigungen wären.
Also: Ihre wöchentlich Tee-Stunde ist ab sofort ein offizieller Termin für Begabtenförderung in Verwandlung. Ich habe bereits eine Zulassung beantragt und die Vereinigung der Verwandlungsmeister sollte sich bis Mittwoch spätestens gemeldet haben. Dieser „Status" ermöglicht es Ihnen Miss Granger, später in ein Ausbildungsprogramm im Fachbereich Verwandlung zu kommen, was ein netter Nebeneffekt ist. Eure Tee-Stunde wird auch weiterhin eure Tee-Stunde bleiben, nur unter einem anderen Namen, verstanden?"

Beide nickten. Hermine würde sich unter anderen umständen freuen, doch sie konnte sich aktuell nicht dazu durchringen auch nur etwas ähnliches wie Freude zu empfinden.

"Gut. Bei den gemeinsamen Nachtschichten sollte es keine Probleme geben, da Professor Umbridge selber keine schichten übernimmt, doch ihr solltet vorsichtig sein bei Schülern wie Draco Malfoy. Beim Komitee sind andere Schüler dabei und schon habt ihr keine Probleme mehr."

Er lächelte die beiden Hexen aufmunternd an, offensichtlich zufrieden mit sich selbst.
Weder Minerva noch Hermine war zum Lächeln zumute, doch wenigstens hatte er ihnen eine Lösung gegeben und ihnen sein Vertrauen ausgesprochen.
"Miss Granger, danke für Ihre Zeit. Sie können sich nun wieder Ihrer Arbeit zuwenden" bemerkte er und nickte den Pergamentrollen zu, die Hermine immer noch unter den Armen klemmen hatte. Hermine nickte und verließ den Raum.

"Minerva,"

"Warum tust du das?"

"Was?"

"Warum hilfst du uns, damit wir uns weiterhin sehen können? Als Schulleiter kannst du es nicht gutheißen, dass…"

Er unterbrach sie.

"Erstens tue ich das als dein Freund und zweitens weißt du so gut wie ich, dass wir uns nicht von dieser Person unterkriegen lassen können. Es gibt nichts an der Bindung zwischen dir und Miss Granger auszusetzen und ich habe dich immerhin gebeten auf sie zu achten."

"Danke" sagte sie schlicht und ging auch hinaus. Sie musste erstmal mit sich selbst und ihren Gedanken fertig werden, bevor sie sich an die leicht gestörte Freundschaft mit Albus heranwagte. Außerdem sahen sie sich nachher noch bei der Konferenz.


Es war 16 Uhr und alle Professoren waren bereits im Lehrerzimmer versammelt. Nur eine fehlte noch und wenn man in die Gesichter der anderen blickte, wusste man direkt was ein jeder dachte: Minerva war noch nie zu spät.
Drei Minuten nach vier wurde die Tür hastig aufgeschlossen und eine ziemlich atemlose Professor McGonagall trat herein.

"Entschuldigung, ich hatte noch einen unaufschiebbaren Brief zu beenden" erklärte sie, während sie zu ihrem üblichen Stuhl links neben Albus schritt.

Rolanda lachte: "Nun Minerva, wem willst du das denn weiß machen. Du bist nie zu spät. Du kannst ruhig zugeben wenn du ein Date hattest." Sie lachte ihrer langjährigen Freundin ins Gesicht, offenbar völlig unaufmerksam dem Fakt gegenüber, dass Minerva nicht den Anschein machte, es lustig zu finden.
Sie holte Luft um fortzufahren, doch ihr kam jemand dazwischen.

"Madam Hooch!" donnerte es von der Position vor Kopf. Der Schulleiter erhob nicht oft seine Stimme, doch wenn er es tat, hatte es seine Wirkung.
"Das ist unangebracht." Albus konnte es nicht durchgehen lassen, denn er wusste, was Minerva heute für einen schweren Tag hatte und dass Roland dann ausgerechnet mit diesem Thema anfing…
"Wir wollen beginnen- " setzte er an, doch nun wurde er unterbrochen.

"Aber moment mal, es fehlt noch jemand" stellte Professor Flitwick mit verwirrter Miene fest.

"Ach ja, Professor Umbridge kann uns heute leider nicht mit ihrer Anwesenheit erfreuen. Als ich den Termin auf heute Nachmittag gelegt habe, ist mir wohl entgangen, dass sie noch eine Nachmittagsstunde hat…" erklärte Albus neutral, doch alle wussten, dass es ihm ganz und gar nicht entgangen war, aber niemand kommentierte es. Lieber schmunzelten sie alle innerlich.

Minerva hingegen war froh, dass das Thema so schnell von ihr gelenkt worden war, denn sie war heute ganz und gar nicht im Stande Rolandas dumme Kommentare zu beantworten. Sie saß da stumm neben Dumbledore und dachte nach.


Zur gleichen Zeit im Raum für Verteidigung gegen die dunklen Künste.

"Haben Sie die Kapitel gelesen die ich Ihnen aufgegeben habe?" Fragte Umbridge und lächelte süßlich als sie durch die Reihen schritt.
Jahrgang fünf, Gryffindor und Slytherin.

"Haben Sie Fragen?" Fügte sie hinzu, als sie vor ihrem Pult angekommen war und sich zur Klasse drehte.

Eine Hand schoss hoch.

"Ja, Miss…"
Hermine hätte am liebsten laut losgelacht. Die Frau, die kurz davor war Professor McGonagall und sie vor den Zaubergerichtshof zu bringen, gab vor, ihren Namen nicht zu kennen. Die Schülerin hatte sich nach dem Gespräch mit Dumbledore natürlich viele Gedanken gemacht und es schien ihr am besten Umbridge nicht zu reizen, doch die Wut in ihr brodelte zu tief, um sich zu mäßigen.

"Granger, Professor. In diesem Buch steht nicht drin, wie man die Zauber anwendet."

"Und ihre Frage, Miss Granger?" lächelte Umbridge weiter. Ihr Mund verzog zwar ihr Gesicht, doch die blauen Augen hatten keine Spur eines Lächelns.

"Wie sollen wir lernen sie anzuwenden, wenn es nicht in den Büchern steht?" Hermine wurde ungeduldig.

"Wozu sollten Sie die Zauber anwenden?" Erkundigte sich die Professorin gespielt unschuldig.

"Um uns zu verteidigen. Ich dachte, ich sei in Verteidigung gegen die dunklen Künste, doch ich muss mich im Raum geirrt haben" Der Sarkasmus triefte aus jeder Silbe während die Augen der anderen Schüler immer größer wurden und die Augenbrauen immer höher rutschten.

"Miss Granger, noch so eine Bemerkung und ich lasse Sie nachsitzen" Umbridge wurde ebenso ungeduldig wie Hermine, doch Hermine dachte nicht ans aufhören.

"Professor, in der Welt draußen lauert Gefahr! Voldemort ist wieder da und die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns selbst verteidigen können müssen wird immer größer!"

"Ich warne Sie. Treiben Sie es nicht auf die Spitze! Von solch einem Unsinn will ich in diesem Raum nichts hören" schrie sie und schritt nun genau vor Hermines Tisch. Ihr Zeigefinger war ausgestreckt und zeigte auf Hermine, wie auf ein Kind, das etwas unrechtes getan hatte.

"Oh, wir können uns gerne vor der Tür unterhalten." Sie sprang auf und blickte Umbridge direkt in die Augen. Sie waren ca gleich groß. Könnten Augen Funken sprühen, dann hätten Hermines in diesem Moment lichterloh gebrannt. Der blanke Hass stand ihr ins Gesicht geschrieben.

"Das geht zu weit. Ich erwarte Sie nach dieser Stunde in meinem Büro. Wie kommen Sie darauf, dass Sie so mit mir sprechen können" sprach die Kröte und drehte sich um, um zu ihrem Pult zu gehen.

"Lesen Sie nun bitte das nächste Kapitel und seien Sie gefälligst still!" Herrschte sie die Schüler an, die inzwischen wild tuschelten.

Harry packte Hermine am Ärmel und zog sie zurück auf die Sitzbank. Seine Augen bohrten sich in ihre und stellten stumme Fragen.
Schnell kritzelte sie auf ein Stück Pergament: erzähle es dir heute Abend
Er nickte kaum merklich und die beiden senkten ihre Blicke in die Bücher. Harry tatsächlich um zu lesen. Hermine lediglich um nicht weiter bestraft zu werden.

Nach der Unterrichtsstunde schritt Hermine auf Umbridge zu. Selbstbewusst, um ihre Strafe entgegen zu nehmen, doch sie ahnte nicht, was auf sie zukam.

"Folgen Sie mir" sagte Umbridge schlicht. Ihr normales süßliches Auftreten fast vergessen, schritt sie herrisch die Treppe in ihr Büro hoch.

"Sie werden die nächste Stunde, bis genau 18:30 Uhr Zeilen für mich schreiben."
Die Professorin legte ihr Feder und Pergament auf einem Tisch zurecht und bedeutete Hermine sich zu setzen.

"Was soll ich schreiben?" Fragte Hermine so höflich sie es nur herausbekam; also ziemlich ungehalten.

"Schreiben Sie bitte: adhuc flagranti crimine. Sie wissen worum es geht und warum Sie hier sind, also fangen Sie an." Sagte Umbridge herrisch und ließ sich hinter ihrem Tisch nieder. Natürlich ließ sie es sich nicht nehmen, die Schülerin genau zu beobachten.

Hermine bemerkte erst nach zahlreichen Zeilen, dass ihre Hand juckte. Dann brannte. Und schließlich solche Schmerzen bereitete, dass sie die Hand auf den Tisch legte.
Sie war kurz davor vor Schreck laut aufzuschreien, doch da erinnerte sie sich an Umbridge und zwang sich selbst zur Ruhe. In blutroter Schrift stand es da. Auf ihrem Handrücken… adhuc flagranti crimine. Dieser verleumderische Satz.

Sie sah zu ihrer Lehrerin auf und diese lächelte sie „wohlwollend" an.

"Miss Granger, ich wünsche mir von Ihnen, dass Sie mich in Zukunft mit Respekt behandeln. Und davon," sie deutete auf Hermines Hand „davon würde ich niemandem etwas erzählen. Auch nicht Ihrer geliebten Minerva, denn egal wem Sie es erzählen, am Ende wird sie es zu spüren bekommen."

Hermine antwortete nicht und schrieb schmerzverkrampft weiter. Umbridge stand auf und ging durch den Raum. Ganz beiläufig, als spräche sie mit sich selbst, begann sie zu murmeln: „ich habe gehört in Askaban soll es ziemlich zugig sein; wurde Ihnen dieses Gerücht auch erzählt? Nein? Naja, ich kann Ihnen aber versichern, der Minister weiß wovon er spricht. Immerhin ist er unser Führer. Was würde die Zaubererwelt nur ohne diesen Mann tun…"

Es war eine Drohung und Hermine wusste es. Sie befahl sich ruhig zu bleiben und den Rest er Zeit schwiegen die beiden sich an. Hermine weiterhin am ritzen ihrer eigenen Hand und Umbridge damit beschäftigt, ihren Tee möglichst grazil zu trinken.


Nach der Stunde Nachsitzen bei dieser schrecklichen Frau, eilte Hermine in die Große Halle, um noch einen Bissen zu erlangen, bevor sie zum Tee mit Professor McGonagall gehen würde. Ihre Hand verzauberte sie dabei so gut wie möglich, mit einem Zauber, der die frische Wunde unsichtbar machte.
Minerva war nicht beim Abendessen in der großen Halle und so beschloss Hermine ein bisschen früher aufzubrechen, um ihrer Professorin einen Teller aus der Küche mitzubringen. Immerhin war die Frau bei keiner der Mahlzeiten gewesen.


Punkt 19 Uhr klopfte Hermine mit einem dampfenden Teller an der Tür ihrer Lehrerin. Sie hörte Schritte und kurz darauf öffnete sich die Tür. Eine müde wirkende Minerva erschien.

"Miss Granger, kommen Sie doch rein."

Hermine trat heran und streckte der Frau den Teller wortlos entgegen. Minervas Augen leuchteten ein kleines bisschen heller als sie der Schülerin den Teller abnahm.

"Dankeschön" sagte sie einfach und trug den Teller durch die Tür zu ihren privaten Räumen. Mit Hermine im Schlepptau setzte sie sich an den Esstisch und bedeutete der Schülerin ebenfalls Platz zu nehmen.
Sie schwiegen bis Minerva ihre Mahlzeit gegessen hatte. Daraufhin ging sie hinüber zur Sitzgruppe und bedeutete Hermine sich neben sich zu setzen.

"Tee?" Fragte sie und goss bereits zwei Tassen ein. Sie reichte eine an die Schülerin, doch ließ ihre stehen.

"Ein ereignisreicher Tag, nicht wahr?" sprach Minerva, lächelte schwach und konnte dabei ihre Müdigkeit nicht verbergen. Sie wurde sichtlich ernst und sagte:

"Miss Granger, Hermine, zeigen Sie mir bitte ihre Hand"

Hermine starrte die Frau an. Woher wusste sie es? Sie hatte nichts gesagt, nichts angedeutet und sogar darauf geachtet ihre Hand so gewöhnlich wie möglich einzusetzen.

"Bitte Hermine"

"Nein, ich weiß ehrlich gesagt nicht was das soll, also wirklich, ich verstehe jetzt nicht, was Sie wollen…" brabbelte Hermine los um der Situation zu entkommen.
Als sie nicht mehr wusste, was sie sagen sollte, stellte sie ihre Tasse ab, blieb sie stumm sitzen und starrte die Professorin an.
Diese starrte unbeirrt zurück, hob die Arme und griff Hermines Ellenbogen. Reflexartig hob Hermine die Arme auf Brusthöhe und Minerva ließ ihre Hände über die Unterarme der Schülerin gleiten, bis sie die jungen Hände in der Hand hatte. Sie hob die linke Hand und drehte den Handrücken nach oben.

Jetzt, wo sie hier so saß und versuchte die Wunden auf ihrer Hand zu verbergen, fiel Hermine erst auf, wie schlecht sie die Zauber tatsächlich ausgeführt hatte.

Minerva sagte nichts. Sie ließ ihre eigene Hand in der Luft einen Kreis über Hermines fahren und die beiden Hexen sahen, wie der Zauber von der Hand verschwand.
Minerva blickte Hermine ins Gesicht und sah, dass der jungen Hexe Tränen über die Wangen liefen.
Anstatt jetzt etwas zu sagen, ließ Minerva Hermines Hand in ihren Schoß sinken und hob ihre eigenen Hand. Die linke.

Hermines Augen wandten sich von Minervas Augen ab und folgten ihrem Blick auf die Hand. Wie sie es schon bei Hermine getan hatte, kreiste die Frau ihre Hand über dem Rücken ihrer anderen und es dauerte ein wenig länger, bis der viel kräftigere Zauber von Minervas Hand abfiel.
Hermine war stockte der Atem.

Blutrot und frisch. Wie bei ihr selbst: adhuc flagranti crimine.
Weiterhin wortlos schlossen sich die beiden in die Arme.
So verweilten sie. Keine der beiden wusste wie lange oder wessen Tränen die Wangen der anderen befeuchteten oder wer sich zuerst löste.

"Wir sollten darüber sprechen" brach Minerva die Stille, die gefühlt bereits seit Stunden anhielt. Die beiden saßen noch immer nah beieinander. Ihre Knie berührten sich und ihre Oberkörper waren einander zugewandt.

"Ich kann nicht.." stotterte Hermine, "Ich darf es nicht" erklärte sie gebrochen und schluckte tief.

"Wir sind hier unter uns Hermine" Intensive grüne Augen trafen auf traurige braune.

Es war ihr Vorname. Die ältere Frau hatte ihn bereits mehrfach benutzt heute Abend, doch nun fiel es Hermine erst richtig auf und es stärkte ihr Vertrauen.

"Wenn ich darüber spreche, trifft es Sie, Professor. Sie drohte und machte Andeutungen und erzählte schließlich irgendwas von Askaban…"
Der Körper der Schülerin zitterte und auch ihre Stimme war brüchig.

"Sie wird es nicht wissen Hermine, denn so gerne ich was dagegen unternehmen würde, es sieht leider so aus, als würde das Ministerium sie schützen. Wir können zur Zeit nichts machen"

Sie strich der jungen Hexe sanft über die Haare um sie zu beruhigen. Eigentlich wusste sie, dass der Versuch im Moment sinnlos war.

"Aber Professor, ohne übertreiben zu wollen, das ist fast Folter."

"Nein. Es ist nicht fast Folter. Es ist Folter. Nun bitte Hermine…."

"Ich habe mich respektlos ihr gegenüber im Unterricht verhalten. Ich wusste es. Ich wusste ich spiele mit dem Feuer, doch ich konnte mich nicht zurückhalten. Ich war so wütend auf sie. Ich habe das Nachsitzen vermutlich verdient, doch Sie… wie kann sie es nur… Wieso bestraft sie Sie denn auch?" schluchzte Hermine los.

"Übersetzen Sie mir bitte was es heißt."

"bei noch brennendem Verbrechen, doch, Professor, das wissen Sie doch sicher selber"

"Das ist richtig. Ich möchte sie jedoch drauf hinweisen, dass dieser Satz doppeldeutig ist. Es geht nicht allein um Ihren Ausraster im Unterricht. Es geht auch um uns. Sie hat die Erinnerung, wie wir uns umarmen Hermine… auf frischer Tat. Sie droht uns damit, uns beiden"

"Das ist doch unfair. Professor, wir haben nichts getan!," brach Hermine heraus.

Die angestaute Wut war immens groß und sie wusste nicht, wie sie sich mäßigen sollte. Warum war es nur so gekommen?

"Ich schlage vor, Sie mäßigen sich vor Umbridge und ich spreche mit Albus"

"Nein,.."

"Entschuldigung?"

"Ich meine nein, Professor, Sie können nicht mit Professor Dumbledore darüber sprechen. Er wird es melden oder mit Umbridge sprechen und dann landen Sie in Askaban… das geht doch nicht"

"Ich werde mit Albus sprechen, doch nicht als Schulleiter, sondern als Freund. Ich werde ihm die Situation erklären und auch die Gefahr. Es wird nichts Passiren, in Ordnung?"

"Na wenn es unbedingt sein muss…" lächelte Hermine leicht. Sie vertraue Professor McGonagall und wenn diese Dumbledore vertraue, hatte Hermine keinen Grund, es nicht zu tun.

"So nun lassen Sie mal Ihre Hand sehen, ich habe bereit seinige Cremes aus dem Krankenflügel organisiert. Damit sind die Schnitte innerhalb der nächsten zwei Wochen verheilt. Und wenn Sie sich benehmen und nicht erneut Nachsitzen müssen und die Wunden dabei wieder öffnen, sollten Sie sogar ohne Narben davonkommen" erklärte Minerva ernst und hob Hermines Hand erneut. Sie zauberte mehrere Tuben herbei und bestrich Hermines wunde Haut sanft mit den Tinkturen.

Als sie fertig war, wollte sie die Tuben wieder schließen, doch eine Hand auf ihrem Arm stoppte sie. Wortlos nahm Hermine der Frau die Cremes aus der Hand. Sie griff nach Minervas linker Hand und spiegelte das Verhalten der älteren Frau wider. Sie bestrich die Wunden der anderen Sanft mit sämtlichen Substanzen und verschloss die zahlreichen Behältnisse.

"Danke" flüsterte Minerva und räumte die Cremes zusammen. Mit einem Schwung ihres Zauberstabes, waren sie verschwunden. "Sie sind im Schrank hinter Ihrem Spiegel. Achten Sie darauf sie täglich zwei mal aufzutragen" erklärte sie Hermine und griff nach ihrer inzwischen kalten Tasse Tee.

"Eine Sache verstehe ich nicht. Warum sollte sie verbieten dass ich mit Ihnen darüber spreche, wenn sie doch weiß, dass Sie die gleichen Wunden haben, ohne dass Sie Zeilen schreiben mussten. Sie muss doch wissen, dass Sie direkt wissen würden woher es kommt…"

"Ich nehme an, sie wollte damit erreichen, dass eine gewisse Distanz zwischen uns aufgebaut wird. Wenn Sie sich mir nicht anvertraut hätten, dann hätte ich die Wunden gehabt und gewusst, dass Sie sie auch haben, aber nicht andersherum.
Indem sie unsere Kommunikation stören wollte, wollte sie erstens eine Mauer zwischen uns errichten und zweites zeigen, in wie weit sie bereit ist, Druck auf Sie auszuüben. Doch das haben wir verhindert."

Hermine lächelte und nickte. Es war zwar immer noch nicht alles gut, aber wenigstens hatten Sie und Minerva die Sache miteinander teilen können und so die Belastung aufgeteilt.

"Ich schlage vor ich bringe Sie zum Gemeinschaftsraum und Sie gehen zu Bett. Alles weitere besprechen wir wann anders…. Es tut mir leid Hermine" schloss Minerva traurig.

"Nein, es braucht Ihnen nicht leid zu tun. Ich habe Sie angebettelt unsere Freundschaft nicht wegzuwerfen. Das haben wir davon, also wenn dann bin ich schuld"

"Es ist eigentlich egal. Wir sind nun in dieser Situation und müssen uns einfach diskret verhalten. Es ist mir eine Ehre mit so einer starken Person wie Ihnen befreundet zu sein, Miss Granger" sagte Minerva ehrlich. Sie wechselte absichtlich wieder zum formalen Titel, damit es nicht zur Gewohnheit wurde, die Schülerin beim Vornamen anzusprechen.

Minerva brachte Hermine in den bereits leeren Gryffindor-Gemeinschaftsraum. Hermine schloss sie fest in ihre Arme und flüsterte „Danke für alles" bevor sie ihre Lippen leicht über die hohen Wangenknochen der ehrbaren Frau gleiten ließ.
Ohne weiteres löste Hermine die Umarmung und ging hinauf in ihr Zimmer.
Minerva lies ihre Hand über die Stelle gleiten, wo Hermines sanfte Lippen sie gestreift hatten und ging auch zurück in ihre Räume. Es war ein langer Tag und der rest der Woche würde ebenso anstrengend werden.


Lasst mich bitte wissen, wie es euch gefallen hat!
Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Geschichte fortsetzen soll, weil die Reaktionen so gering sind.
Danke an alle, die sich die Mühe machen etwas zu schreiben. Auch nur ein kleiner Satz reicht aus um mich zu erfreuen.
Konstruktive Kritik, Tipps und Ratschläge nehme ich auch sehr gerne entgegen!

P.S.: Ich weiß, meine Rechtschreibung ist unterirdisch, ebenso wie die Kommasetzung, doch ich arbeite daran!