Unpässlich war leicht untertrieben, wie sich herausstellte. Kaum hatte Severus Snape morgens die Augen geöffnet, schloss er sie mit einem unterdrückten Ächzen wieder und vergrub sein Gesicht in Lunas Pullover.
„Ooh, verflucht nochmal", hörte sie ihn stöhnen und musste fast lachen.
„Sie sehen ziemlich elend aus", bemerkte sie mit der ihr eigenen Ehrlichkeit. „Nur gut, dass Wochenende ist. Was halten Sie davon, wenn ich Ihnen erst mal einen richtig starken Kaffee mache? Sieht so aus, als könnten Sie den wirklich dringend brauchen, richtig?"
Äußerst vorsichtig streckte er sich, setzte sich mit Lunas diskreter Unterstützung bedächtig auf, verzog gequält das Gesicht und gab zurück: „Luna, Sie sind ein Engel. Tun Sie mir nur einen Gefallen: reden Sie leiser."
„Natürlich, kein Problem. Tut mir leid." Mit einem entschuldigenden Lächeln stand Luna auf und ging zur Küchenzeile hinüber. Wie sie es von zuhause gewöhnt war, brühte sie den Kaffee nach Muggelart von Hand auf; ihr Vater pflegte immer zu sagen, dass er so wesentlich besser schmeckte. Sie konnte das nicht beurteilen, da sie Tee bevorzugte, doch wie fast alles glaubte sie ihrem Dad auch das unbesehen.
„Danke, ich habe keinen Hunger", wehrte Snape mit bleichem Gesicht ab, als sie zu ihm zurückkam und ihm neben der Kaffeetasse auch einen Teller mit ein paar Scheiben Toast hinstellte.
Doch Luna ließ das nicht gelten. „Das kann schon sein, aber Sie sollten trotzdem ein bisschen was essen. Mir zuliebe, ja? Sie waren nicht beim Mittagessen, Sie haben das Abendessen verpasst, und in der Zwischenzeit sind Sie hundertprozentig der Besitzer des leersten Magens an der gesamten Schule. Und hier sind wirklich eine Menge Leute mit den merkwürdigsten Essgewohnheiten, also will das schon was heißen. Denken Sie nur mal an die vielen Mädchen, die sich ständig für zu fett halten und sich von Wasser und Salatblättern ernähren… Bitte, Severus. Essen Sie was, in Ordnung? Wenigstens eine Scheibe Toast. Ich verspreche Ihnen, Sie werden sich besser fühlen, wenn Sie ein bisschen was im Magen haben. Sie sind ohnehin viel zu dünn – man kann Ihre Rippen zählen."
Es war ihr natürlich nicht egal, dass ihm ihre direkte Art Unbehagen bereitete. Mrs Weasley hätte es vielleicht etwas diplomatischer formuliert, und Luna hätte einiges darum gegeben, ähnlich resolut und zugleich fürsorglich zu sein wie Ginny und ihre Mum – doch sie selber war nicht dafür geschaffen, jemandem etwas auf subtile Art mitzuteilen. Entweder geradeheraus, oder gar nicht. Fast immer waren ihre Aussagen genauso angekommen, wie sie gemeint gewesen waren, aber der kurze und sehr nervöse Blick, den er ihr zuwarf, tat fast ein bisschen weh.
„Hören Sie", sagte sie behutsam und kniete sich vor ihn, um auf Augenhöhe mit ihm zu sein, „mir ist klar, dass Sie schon immer schlank waren, und das ist auch überhaupt kein Problem. Aber das hier, Severus…", sie strich leicht mit den Fingern über seine Rippen und umschloss danach seine Handgelenke, „das hier ist mager. So ähnlich haben Sie in den ersten Wochen in London ausgesehen, und das ist nicht normal. Nicht mal für Sie, verstehen Sie? Es wird Zeit, dass Sie über ein oder zwei Mahlzeiten mehr pro Tag nachdenken. Anständige Mahlzeiten."
„Ich…" Er stockte kurz, senkte den Kopf und gestand dann: „Ich vergesse das die meiste Zeit über einfach. Bei uns zuhause gab es keine regelmäßigen Mahlzeiten. Wir haben gegessen, wenn es etwas zu essen gab, und das war nicht unbedingt dreimal täglich der Fall. Einmal, höchstens. In der Muggelschule gab es zwar Mittagessen, aber dafür hatte mein Vater kein Geld übrig. Als ich nach Hogwarts kam, verbrachte ich die meiste freie Zeit in der Bibliothek statt beim Essen… und wenn Lily mich nicht wenigstens zum Abendessen dort herausgeholt hätte, wäre ich wohl jeden Tag von Madam Pince hinausgeworfen worden."
Aufmerksam hörte Luna zu, und ihre Daumen strichen sanft über seine knochigen Handgelenke, die sie immer noch festhielt. Im Stillen dankte sie der hartnäckigen Lily dafür, dass sie es zumindest versucht hatte.
„In unserem fünften Jahr ist unsere Freundschaft zerbrochen", sprach Snape weiter, „und ich habe mich noch mehr auf meine Bücher konzentriert. Während der Ausbildung hatte ich auch kaum Zeit für etwas anderes außer Lernen, und die wenige Freizeit verbrachte ich mit Auftragsarbeiten für kleine Apotheken, um mir wenigstens ein bisschen Geld zum Leben zu verdienen. Und danach…" Er schüttelte nur müde den Kopf. „Danach kam ich als Lehrer wieder hierher zurück."
„Wie war das für Sie?" fragte Luna, um ihm weiterzuhelfen. „Sie waren bei weitem der Jüngste im Kollegium, oder?"
Er nickte nur. Doch eigentlich musste er gar nichts weiter sagen: Luna konnte sich durchaus vorstellen, wie sich der junge Mann gefühlt haben musste – zwischen Kollegen, die, Professor Trelawney mal nicht mitgerechnet, allesamt um Jahrzehnte älter waren als er und ihn vermutlich anfangs aus Gewohnheit noch als Schüler angesehen hatten, und den Schülern, denen er gerade mal ein paar Jahre voraus war. Und auch diese hatten ihn als Schüler kennengelernt, zumindest die aus den älteren Jahrgängen.
„Das wird wohl nicht einfach gewesen sein", meinte sie in sanftem Ton, „die meisten an der Schule kannten Sie ja noch als Schüler, oder?"
„Und alle kannten mich als Todesser", fügte er tonlos hinzu. „Am Anfang waren es nur ein paar Gerüchte, aber vor den Weihnachtsferien in meinem ersten Jahr als Lehrer wurde ich direkt vor den Augen aller Schüler verhaftet. Zur Frühstückszeit in der Großen Halle. Dumbledore hat zwar für mich ausgesagt, und ich wurde freigesprochen, aber sie haben mich erst kurz vor dem Ende der Ferien laufenlassen. Und der Tagesprophet hat sehr ausführlich über jeden Prozess berichtet… Das hat die Sache nicht gerade erleichtert, auch wenn Dumbledore den Kollegen die besonderen Umstände erklärt hat… die meisten von ihnen trauten seinem Urteil nicht ganz, und die Schüler – nun, Sie können es sich sicher vorstellen."
Luna nickte nachdenklich. „Und so wie ich Sie kenne, haben Sie sich in Ihren Kerkern verschanzt, nehme ich an. Durchaus verständlich, wenn auch komplett verkehrt. Aber das wissen Sie selber. Hat denn niemand mal nachgefragt, warum Sie nie beim Essen auftauchen?"
„Dumbledore. Er hat in seiner unglaublich überschwänglichen Art darauf bestanden, dass ich wenigstens zum Frühstück komme. Und er war so hartnäckig, mich sogar abzuholen." Ein kleines Lächeln huschte über das schmale Gesicht des Tränkemeisters. „Er hat mich damit ziemlich genervt, aber er hat erreicht, was er wollte."
„Zumindest hat er sich ein bisschen um Sie gekümmert", bemerkte Luna und nahm seine Hände zwischen ihre beiden, um sie ein wenig zu wärmen, „und das ist die Hauptsache. – Schön, jetzt kenne ich das Problem. Die Lösung ist relativ einfach, oder? Einer von uns wird Sie zu jedem Essen abholen. Und Sie essen bei uns am Tisch. Ich weiß, dass Ihnen das lieber ist als oben bei den Lehrern. Wär das in Ordnung für Sie?"
Snape nickte, ohne sie anzusehen, und durch Lunas Hände floss wärmende Magie, während sie weitersprach: „Ich rede mit den anderen. Wir werden schon dafür sorgen, dass Sie die Mahlzeiten nicht mehr vergessen. In den Ferien hat es doch auch wunderbar geklappt mit dem Essen, oder nicht? Machen Sie sich mal keine Sorgen, das wird schon. Überlassen Sie das einfach uns. Jetzt trinken Sie Ihren Kaffee, bevor er kalt ist… und den Toast nicht vergessen!"
„Ich will wirklich nichts essen, mir ist immer noch etwas übel."
„Ach was", wischte sie den Einwand beiseite und stand auf, „das vergeht, wenn Sie ein bisschen was im Magen haben, glauben Sie mir."
Eine Weile herrschte Schweigen am Tisch, während die beiden frühstückten. Nach der dritten Tasse Kaffee und immerhin einer halben Scheibe Toast räusperte sich Snape, den Blick verlegen auf seine Tasse geheftet. „Ich hoffe, ich habe Sie gestern Abend nicht zu sehr gestört, Luna."
„So ein Unsinn, natürlich nicht", gab sie munter zurück. „Ich fand es schön, ein bisschen Gesellschaft zu haben, wissen Sie. Ich mag es, wenn Leuten meine Musik gefällt. Und ich mag Sie. Egal in welcher Verfassung."
Aufmerksam studierte sie sein Gesicht, auch wenn er sie immer noch nicht ansah. Natürlich konnte sie verstehen, dass ihm der Verlauf des Abends ein wenig peinlich war. Immerhin hatte sie ihn ganz anders erlebt als sonst: redselig, ängstlich, verunsichert, verletzlich… im Grunde so ähnlich wie in den Weihnachtsferien, nur nicht ganz so schlimm.
Und er hatte sich vorsätzlich betrunken. Das war komplett neu, obwohl Luna die Hintergründe natürlich verstanden hatte, vermutlich besser als der Mann selbst.
Er hatte dringend die Wärme und den Zuspruch eines anderen Menschen gebraucht und sich wohl nicht anders zu helfen gewusst, als zum Alkohol zu greifen. Gut, Feuerwhisky war zwar nicht gerade die beste Idee gewesen, um es sich ein wenig leichter zu machen, aber nüchtern hätte er es sicher nicht gewagt, ihren Trost zu suchen. Allerdings musste er heute mit dem ersten heftigen Kater seines Lebens klarkommen, sofern sie das richtig verstanden hatte. Von Silvester einmal abgesehen, doch dieses Mal hatte er zusätzlich mit den Nachwirkungen des Cruciatus zu kämpfen! Wenn er sich so fühlte, wie er aussah, dann wollte Luna nicht in seiner Haut stecken. Allein dafür verdiente er schon ihr Mitgefühl. Sie würde versuchen, ihm seine völlig unbegründeten Sorgen zu nehmen, die den Verlauf des Abends betrafen.
„Severus", sagte Luna leise, „ist schon in Ordnung. Sie wollten nicht allein sein, und ich hab mich über Ihre Gesellschaft gefreut. Wirklich. Und was den Rest betrifft: was in diesem Raum geschieht, bleibt auch in diesem Raum. Ich bin keine Tratschtante. Sie können mir vertrauen. Versprochen."
Er warf ihr einen raschen, schüchternen Blick zu und konzentrierte sich wieder auf seinen Kaffee. Er senkte den Kopf, verwirrt und befangen, und sein strähniges schwarzes Haar verbarg sein Gesicht – eine wirklich typische Angewohnheit, die er wohl nie ganz ablegen würde.
Luna stand auf, trat hinter ihn und legte ihm die Hände auf die Schultern. „Es ist okay", versicherte sie ihm noch einmal freundlich und fügte hinzu: „Immerhin sehen Sie ein wenig besser aus als gestern. Schlafen ist eben immer noch die beste Medizin, was? Sie waren ziemlich von der Rolle, ich hab mir wirklich Sorgen gemacht. Geht´s Ihnen jetzt besser?"
Er stellte die Tasse ab und fuhr sich müde mit den Händen übers Gesicht, versuchte aber trotzdem zu lächeln. „Ich habe zwar ein grässlich flaues Gefühl im Magen, mörderische Kopfschmerzen und höllischen Muskelkater, aber ansonsten, ja. Es geht mir besser. Danke, Luna."
Sie drückte kurz seine Schultern, ging dann zum Apothekenregal hinüber und kam mit einer kleinen Phiole zurück. „Hier, das sollte zumindest Ihren Magen ein bisschen beruhigen, und das Schwindelgefühl wird sich auch leicht abschwächen. Sie werden zwar heute sicher nicht sehr fit sein, und gegen mögliche Nachbeben hilft es auch nicht viel, aber damit wird der Rest immerhin ein bisschen erträglicher."
„Danke", sagte er leise und spielte eine Weile mit dem kleinen Gefäß, bis Luna es ihm sanft aus der Hand nahm, den Korken herauszog und den Inhalt in ein Glas Kürbissaft goss. Sie schob ihm das Glas zu, und folgsam leerte er es, immer einen Schluck nach dem anderen. Langsam bekam sein Gesicht wieder etwas Farbe, und erleichtert seufzend griff er schließlich nach der zweiten Hälfte seiner Toastscheibe, für die er sage und schreibe geschlagene fünf Minuten brauchte.
„Besser?" fragte Luna von der Küchenzeile her, wo sie sich gerade Tee holte. Der Professor nickte mit einem schiefen Lächeln, erhob sich und griff nach seiner eigenen Tasse. Er wirkte noch ein wenig unsicher auf den Beinen, als er neben das Mädchen trat und sich Kaffee nachschenkte. Seine Finger zitterten leicht, und er lehnte sich rasch an die Schubladenfront. Offensichtlich ein weiteres Nachbeben.
Das Mädchen verfluchte im Stillen die Tatsache, dass es dagegen keinen Trank gab. Sie hatte gemeinsam mit Neville, Ginny und Hermine die gesamte Bibliothek durchforstet, doch sie hatten nichts gefunden. Und Ginny hatte ihnen bestätigt, dass auch ein Gespräch mit Poppy – die inzwischen eine ziemliche Expertin für den Fluch war – nichts gebracht hatte. Obwohl sie dadurch einiges über die Geschichte der Unverzeihlichen Flüche erfahren hatten, die erstaunlicherweise gar nicht so finster war, wie sie alle geglaubt hätten.
Die drei Unverzeihlichen Flüche – Cruciatus, Imperius und der Todesfluch Avada Kedavra – hatten alle drei einen Ursprung gehabt, der in der Heilkunde lag. Der Todesfluch war eine schmerzfreie Möglichkeit gewesen, unheilbar Kranken sinnloses Leiden zu ersparen, was gerade bei der hohen Lebenserwartung von Zauberern und Hexen ein Segen sein konnte. Den Imperius hatten Heiler eingesetzt, um gefährdete Patienten davor zu schützen, sich selbst zu schaden, indem sie für die Zeit ihrer Genesung selbst die uneingeschränkte Kontrolle über ihren Willen übernahmen – und der Cruciatus, damals noch unter dem Namen Sanato Neuralis bekannt, war eigentlich dafür entwickelt worden, Schäden in den Nervenbahnen aufzuspüren und zu heilen, beziehungsweise bereits abgestorbene Nerven durch die Stimulation wieder funktionsfähig zu machen.
Doch jede Galleone hat zwei Seiten: wie vieles andere, wurde auch diese uralte Heilkunst später für die falschen Zwecke eingesetzt. Schwarzmagier hatten sich die magischen Wissenschaften zunutze gemacht, um den Sanato Neuralis zum heute wesentlich besser bekannten Cruciatus weiter zu entwickeln und ihn – genau wie die beiden anderen – rücksichtslos für ihre eigenen finsteren Pläne zu nutzen.
Anständige, verantwortungsbewusste magische Heilkundige auf der ganzen Welt waren entsetzt über diesen Missbrauch gewesen und hatten schließlich im Jahre 1717 schweren Herzens zugestimmt, die drei so schwer in Verruf geratenen Flüche bei schwerer Strafe verbieten zu lassen – auch wenn sie damit auf wertvolle Optionen in ihren Behandlungsmethoden verzichten mussten. Doch noch in der heutigen Zeit konnten sie die ursprünglichen Zauber in bestimmten Fällen nutzen, sofern die Heilerkommission der Internationalen Zauberervereinigung ihre Zustimmung dafür gab – was äußerst selten vorkam. Vielleicht einmal in hundert Jahren.
Nicht nur Madam Pomfrey bedauerte es sehr, dass die Urform des Sanato Neuralis nirgends dokumentiert war, da Generationen von Heilern ihr Wissen vorwiegend mündlich untereinander weitergegeben hatten; hätten sie noch über diese Information verfügt, dann wäre es immerhin möglich gewesen, daraus einen Heilzauber gegen die Nachbeben zu entwickeln, oder gar einen Gegenfluch für den Cruciatus. Doch seit den Tagen von Grindelwald arbeitete ein internationales Team aus Magietheoretikern, Heilern, Fluchbrechern und Magiehistorikern gemeinsam an diesem Problem – bisher vergeblich!
Luna hatte den leisen Verdacht, dass Kingsley Shacklebolt sich auf die ursprüngliche Anwendung des Todesfluchs berufen hatte, um Severus vor einer drohenden Mordanklage zu bewahren, und sie persönlich hätte es nicht anders gemacht; wenn dem so war, dann hatte der neue Minister sich für den Tränkemeister allerdings gewaltig ins Zeug gelegt! Sie beschloss, ihn bei Gelegenheit zu fragen, während sie ihren Lehrer forschend betrachtete.
Das Zittern hatte nachgelassen, doch Snape stützte sich weiter schwer auf die Arbeitsplatte, ohne Anstalten zu machen, auch nur nach seinem Kaffee zu greifen. Er sollte sich wirklich wieder hinsetzen, bis der kreislaufstärkende Trank anständig wirkte, auch wenn das nicht mehr lange dauern konnte.
„Ist Ihnen immer noch schwindlig? Keine Sorge, das wird in ein paar Minuten nachlassen. Kommen Sie." Luna legte ohne große Umstände den Arm um ihn und eskortierte ihn zum Tisch, ihre beiden Tassen in der Schwebe über ihrer freien Hand, dann setzte sie sich wieder ihm gegenüber und nahm einen vorsichtigen Schluck von ihrem Kamillentee. „Severus, Sie haben da gestern etwas gesagt…"
Langsam hob er den Blick, nervös und fragend zugleich. „Ich hoffe doch sehr, es war nichts Unanständiges", versuchte er zu scherzen, doch er biss sich dabei unbewusst auf die Unterlippe.
„Unsinn", erwiderte Luna amüsiert. Severus Snape und unanständig, das passte nun wirklich nicht zusammen! „Nein, Sie haben mich da auf etwas gebracht, was diese Angriffe betrifft." Sie sah aufmerksames Interesse in seinen Augen aufflackern und fuhr fort: „Wenn ich mich nicht täusche, ist das jedes Mal in der Nacht von Freitag auf Samstag passiert, oder? Und ich denke, dafür muss es einen bestimmten Grund geben."
