Sorry, guys! Had to edit this one... there was a part in it which was not meant to be in there... I uploaded this chapter from my cellphone... Won't happen again!

Kapitel 3

Allein!

Sie vergrub ihre Nase in Adams seidigem Haar.

Er und He-Man hatten den gleichen Duft an sich haften. Ein leichter Duft von Zedern- und Sandelholz, Weideblüten und Schilf, untermalt von einer maskulinen Note.

Sie hatte diesen Duft schon immer mit Adam verbunden. Warum roch He-Man also genau so?

Benommen blickte sie ihn an. Statt des freundlichen Lächelns sah sie in die leeren Augenhöhlen des einen Feindes, der ihnen das Leben seit Jahren erschwerte.

Das Gesicht lachte nicht, noch zeigte es sonst irgend eine Gemütsregung.

Nur seine Augenhöhlen glühten rot.

Vor Ekel und Grauen wich sie vor ihm zurück.

Skeletor hatte sie jedoch fest umklammert, und ließ sie nicht los, so sehr sie sich auch gegen ihn stemmte. Das hämische Lachen klingelte in ihren Ohren wie eine unheilvolle Prophezeiung, der sie sich nicht entreißen konnte.

Sie trommelte auf seine blauhäutige Brust ein. Es half nichts. Nur sein Gelächter wurde immer lauter. Tote Krallen umschlungen ihr Handgelenk.

"Schau nur, Miststück, was du angestellt hast!" Er deutete auf ein Stück Land, das sich plötzlich zu seiner Linken erstreckte. Sie standen auf einem Berg und der Abhang befand sich hinter ihr.

Wo waren sie?

Die Situation kam ihr unbekannt vor.

Ängstlich warf sie einen Blick über ihre Schulter.

Der Abhang ging tief. Tiefer als das Land um sie herum. Es schien ins bodenlose zu verschwinden, so tief, dass sich im Abgrund Nebelschwaden sammelten.

"Du entkommst mir nicht!" Das Knochengesicht war ihr plötzlich ganz nah. Sein Atem stank nach Verwesung und Verbrennung. Ganz so deutlich konnte und wollte sie dies gar nicht erörtern.

Er packte sie mit nur einer Hand am Hals und hob sie mühelos in die Luft. Sie zappelte wie ein frisch gefangener Fisch und suchte nach einem Fluchtweg. Der Griff um ihren Hals war so stark, dass sie nicht den Kopf bewegen und um sich schauen konnte. Ihre Beine hingen über dem Abgrund und unter ihr ging es so weit nach unten, dass sie den Sturz nicht überleben würde.

Sie krallte sich mit aller Kraft in die blaue Haut ihres Gegners.

"Vergiss es, Teela. Du hast keine Chance gegen mich!" Sie spürte sein Lachen an ihrem ganzen Körper. Und da war noch etwas. Irgend etwas, das sie sich nicht erklären konnte. Sein Gesicht verschwamm immer wieder vor ihren Augen - fast wie eine Störung auf einem Monitor. Sein Gesicht bekam einen rot gelben Schatten ringsherum, wie eine Aura. Sie verstand nicht, wie es um sie geschehen war. Ihre Gedanken streckten sich nach ihm aus. Sie verließen ihren Körper ganz ähnlich einem verlängerten Arm. Seine Gestalt baute sich in einer anderen Ebene vor ihr auf, eine Ebene, die strahlte und keine greifbare Substanz hatte.

"Was wird das, dummes Gör?" Skeletor schüttelte sich.

Sie streckte die Hand nach ihm aus. Aus ihren Fingern wuchsen Krallen und ihr Arm war mit braunen und schwarzen Federn bedeckt.

In einem günstigen Moment schwang sie ihre Krallen und erwischte den Knochenmann am Arm und auf der Brust.

Skeletor wich vor ihr zurück als hätte sie ihn verbrannt.

Noch im Sturz dachte sie, dass sie jetzt frei wäre. Es ereilte sie ein wunderbares Gefühl. Ihr ganzer Körper kribbelte.

Angst kannte sie keine mehr.

Sie drehte sich im Sturz um und schlug mit ihren Flügeln. Ihr Körper fühlte sich leicht und doch mächtig an. So voller Leben und Kraft. Ein wunderbares Gefühl!

Sie flog immer höher.

Das erzürnte Geschrei Skeletors verebbte in der Ferne.

Sie flog so schnell sie konnte. Dabei stellte sie gar nicht in Frage, dass sie flog und wieso es ihr so natürlich vorkam.

Der Wind umschmiegte ihre Flügel wie eine freudige Umarmung.

Alle Sorgen fielen von ihr ab wie jahrelang getragene Fesseln. Ihr Geist war unbeschwert und freute sich auf ihr Zuhause.

Ihr Zuhause… Der Gedanke klang seltsam, und sie wusste nicht warum.

Ihr Ziel kam in Sicht.

Dabei war es nicht der königliche Palast.

Es war eine Burg oder mehr ein Hauen grob angelegter Steine, die aus einer bodenlosen Schlucht hervorragten. Die Burg wirkte trostlos und nicht einladend. Und doch verband sie mit diesem Ort eine große Verantwortung, der sie sich mit ihrem ganzen Geist widmete. Für andere mochte der Ort wie ein Gefängnis sein. Aber für sie war dieser Ort eine Heimat, mit der sie sich zufriedengab.

Sie flog durch eines der fensterlosen Öffnungen in einem der Türme.

Die Treppenstiegen und Gänge waren finster. Da wo sie hinflog erhellte ihr Licht den Weg, den sie auch blind gefunden hätte.

Der Thronsaal war einsam und kalt wie sonst auch. Sie flog geradewegs auf den Thron zu, zielsicher und selbstbewusst, wie etwas, das sie jeden Tag tut. So wie sie es sehr viele Male getan hatte.

Dieses Mal war etwas anders - nicht nur anders, es war falsch!

Jemand saß auf dem Thron. Die Gestalt erwachte aus tiefer Trance in dem Moment, in dem sich beide der Anwesenheit des anderen gewahr wurden.

Es schlug ihr ein Blick entgegen, der kälter nicht hätte sein können.

Verwirrung machte sich breit.

"Das ist mein Zuhause!" dachte sie und wusste, dass ihr Gegenüber sie hören konnte.

Die Gestalt stand auf. Ihr Körper war umschlungen von einem knielangen Cape aus weißen Federn. Auf ihrem Kopf thronte die Haube eines Vogels mit blauschwarzen Tupfen auf dem Hinterkopf. Ein Schneeadler?

Sie wusste, dass diese Art von Greifvögeln längst ausgestorben war.

Ihre Haut war beinahe so weiß wie ihr Umhang. Sie war wunderschön, doch ihre Augen waren kalt wie Eis.

"Das ist nicht deine Zeit!" rief sie ohne den Mund zu öffnen. Mit einer kreisenden Handbewegung erschuf sie einen weißen Zauberstab. Sie ergriff ihren Stab und ehe sie sich versah, wurde sie aus der Burg hinausgeschleudert.

"Nein!" rief sie auf einmal sehr müde und leblos.

Sie schlug die Augen auf. Alle bisher vergessenen Schmerzen brachen wieder auf sie ein.

"Guten Morgen, Sonnenschein", sagte eine alte Frau, die neben ihr auf dem Bett saß und den Schweiß aus ihrem Gesicht tupfte. "Du bist ganz schön redselig, wenn du schläfst, Kleines." Die Frau lachte mit dem ganzen Körper. "Du bist bestimmt durstig", sagte sie.

Bevor Teela etwas erwidern konnte, wurde ihr ein Becher mit abgeplatztem Rand an die Lippen gereicht. Das Wasser war eiskalt, dass sie sich zuerst verschluckte.

"Wo bin ich?" fragte sie noch ganz schlaftrunken und verwirrt.

"Du bist in meiner Hütte in den Bergen, Kleines, und du hast großes Glück gehabt, dass ich dich gefunden habe! Du wärst mit dem gebrochenen Bein und deiner Kopfwunde nicht viel weiter gekommen. Du hattest eine lange Zeit so hohes Fieber, dass ich mir keine großen Hoffnungen mehr gemacht habe. Was hast du da nur so mutterseelenallein gemacht? Das weiß doch jedes Kind, dass die Dunnedius Höhlen gefährlich sind! Wolltest du den Tod suchen, mein liebes Kind? Du bist doch noch so jung und das Leben ist so viel lebenswerter als es durch eigenes Handeln zu beenden."

Sie fasste sich an den Kopf. Ein Verband aus grobem Stoff war darum gewickelt. Ihr Kopf schmerzte mit jeder Augenbewegung und jeder noch so kleinen Lichtquelle, die sie entdeckte.

"Nein, ich wollte mich nicht umbringen", fing sie schließlich an, doch sie wollte nicht zu viel von sich preisgeben, jedenfalls noch nicht. "Ich war mit jemandem zusammen. Er ist vorgegangen, um einen Ausgang aus dem Tunnel zu suchen. Haben Sie ihn gesehen? Groß, blond, gut bemuskelt und vermutlich auch halb nackt…"

Die alte Frau fing an zu lachen. "Halb nackt? Kindchen, wer hier oben in den Bergen leicht bekleidet nach draußen geht, ist in kürzester Zeit erfroren. Es ist tiefster Winter, meine Liebe!"

Erschrocken hätte sie beinahe den Becher fallen gelassen.

Nein! Das konnte nicht sein!

"Seid Ihr Euch sicher, dass ihr niemanden gesehen habt?" hakte sie nach und spürte die Verzweiflung in ihr aufkeimen.

"So sicher, dass ich dafür meine Hand ins Feuer legen würde, Kindchen."

Sie biss sich auf die Unterlippe.

Er hatte sich noch geweigert zu gehen! Wieso um alles in der Welt hatte sie ihn bloß weggeschickt?!

"Ich hatte ein Schwert bei mir…" fing sie hoffnungsvoll an.

"Ein Schwert? Kindchen, ich glaube, du bist zu stark auf den Kopf gefallen. Halb nackte Männer… Schwerter… Das muss ja ein echt wilder Traum gewesen sein!" Die alte Frau stand auf und band sich eine Schürze um.

"Also hatte ich kein Schwert bei mir?" fragte sie leise.

"Amade und ich haben nur dich allein gefunden, Liebes. Der alte Esel war ganz aufgeregt, als er dich im Schnee vor der Höhle entdeckt hatte. Ich hatte ja zuerst befürchtet, wir hätten eine Leiche entdeckt!" Sie verschwand um die Ecke und es polterte und klirrte. "Du hast bestimmt Hunger. Du musst ja ganz ausgemergelt sein nach der langen Zeit im Bett!"

"Wie lange habe ich denn geschlafen?"

"Das waren gute drei Tage, Kleines. Aber wo bleiben meine guten Manieren! Mein Name ist Dalianta, aber alle im Dorf unten nennen mich nur Dalia. Und wie heißt du, meine Liebe?"

"Ich heiße Teela."

Dalia streckte den Kopf neugierig um die Ecke. "Teela, ja? Das ist aber ein ungewöhnlicher Name." Dann lächelte sie. "Gefällt mir!" Und wieder verschwand sie um die Ecke und lärmte geschäftig in ihrer Küche.

"Wir sind hier oben nur zu zweit. Mein alter Esel und ich, sonst niemand. Ich habe zwar nicht viel, aber ich teile es gern mit dir. Mit dem Bein wirst du ohnehin nicht weit kommen ohne fremde Hilfe, und ich fürchte, dass dein Bein erst einmal eine Weile brauchen wird zum heilen."

Das durfte alles nicht wahr sein!

Die Tränen rollten unkontrolliert über die Wangen und sie krallte sich mit zittrigen Händen in ihrer Bettdecke fest.


A/N:

Yep, this is still the same story! I swear! So let's see what we will get for next chapter, eh?

No sword, no Adam... Poor little Teela! :D

I also wanted to explain a bit: I do love the 80's MotU and I still imagine Teela in her 80's style. At least her hair style.

I still can't understand how they were able to let female characters run over the screen half naked in a swim suit! :D

So her uniform will be at least a bit more functional. Perhaps I will describe this a bit more in future chapters.