Jennifer war ehrlich überrascht als Severus vor der Tür stand. Er erzählte ihr, dass er eine Auszeit bräuchte. Sie kannte diese Zustände von ihm. Er hatte Zeiten in denen ihn seine Arbeit schwer belastete.

In den nächsten Tagen schlief er fast ausschließlich. Seine Rolle verlangte ihn viel ab und Jennifer bedrängte ihn nicht. Er würde ihr sagen, was los war, wenn er bereit dazu wäre.

So kam es zu diesem morgen als sie wie immer neben ihm schlief und auf der Seite eingerollt lag. Jennifer döste und spürte wie Severus ihr die Haare aus dem Nacken strich. Sie fühlte wie er ihren Hals küsste und seinen warmen Atem auf ihrer Haut.

Jennifer drehte sich um und sah in Severus' müdes wie auch sehnsüchtiges Gesicht. Sie strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht.

„Ich dachte, du schläfst?", sagte sie leise.

„Das dachte ich auch.", antwortete er.

Severus vergrub sein Gesicht in ihrer Schulter und sie legte die Arme um sie. Jennifer streichelte über seinen Kopf und seinen Rücken. Auch wenn er die letzten Tage so betrübt gewesen war wusste sie genau, was das hier werden sollte. Und sie waren lange genug zusammen, um sich keine unendlich kompliziert konstruierten Gründe ausdenken zu müssen, um miteinander Sex zu haben. Das Körperliche tat ihnen beiden gut.

Jennifer drehte sich mit ihm umklammert auf die Seite. Sie nahm seinen Kopf in ihre Hände und küsste ihn. Erst zärtlich, dann fordernder. Ihre Lippen berührten sich. Sie spürten den Atem des jeweils anderen. Sahen sich in ihre Augen. Sie strich ihm über die Tailie und spürte wie seine Hände sanft, aber begierig über ihren Hintern glitten. Jennifer schloss die Augen. Genoss die Berührungen ihres Mannes. Sie spürte die aufkeimende Lust zwischen ihren Beinen, wie sich ihre inneren Muskeln anspannten, weil sie ihn spüren wollte.

Ihre Hände glitten seinen Unterleib hinab. Sie vergrub ihre Finger in seinem krausen Haar und begann seinen Penis zu massieren. Severus seufze, schloss die Augen, küsste sie. Er drehte sich mit ihr auf den Rücken. Jennifer lag auf ihm, liebkoste seinen Hals, glitt mit ihrer Zunge seine Brust hinab und knabberte lustvoll an seinen Brustwarzen.

Severus überließ ihr ganz die Führung. Seine Hände ruhten auf ihren Schultern und er strich ihren Hals entlang. Jennifer setzte sich auf ihn und ließ ihre Schamlippen genussvoll über seinen steifen Penis gleiten. Mit halb offenen Mund beobachtete er sie. Jennifer konnte sehen wie er immer wieder die Augen schloss, sie zukniff, den süßen, verlangenden Schmerz genoss. Gleichzeitig seufze Jennifer, biss sich auf die Lippen, wenn sie spürte wie sie sich an ihm rieb. Schließlich ließ sie ihn langsam in sich gleiten und begann auf ihm zu reiten. Sie beugte sich nach vorn, küsste Severus voller Lust, während sie seine gefühlvollen Stöße in sich spürte. Jennifer stöhnte, gab sich ihm ganz hin.

Severus Hände glitten verlangend über ihre Schenkel. Er nahm ihre Brüste in seine Hände, wanderte wieder hinab zu ihrem Hintern. Ihre beider Bewegungen wurden schneller, der verlangend süße Schmerz zwischen Jennifers Beinen wurde immer größer. Ihr Ritt wurde wilder, ihr Stöhnen lauter. Schließlich setzte sich Severus auf. Er umklammerte ihren Körper. Sie küssten sich leidenschaftlich. Jennifer schlang ihre Arme um seine Schultern und presste ihn an sich. Sie wollte nur noch ihn spüren, seine Stöße und seinen schnellen, erregten Atem.

Severus packte ihren Hintern und legte sie auf den Rücken. Sie umschlang mit ihren Beinen seine Hüfte. Er baute sich über ihr auf, drang immer schneller und tiefer in sie, stöhnte laut, verzog das Gesicht vor Lust. Sie konnte nicht anders, gab sich ihm hin, stöhnte mit ihm, leckte sich die Lippen und umklammerte ihn noch fester.

„Oh ja, mehr.", stöhnte sie. „Tiefer. Los. Ja, ja, ah, ja, oh ja, genau so ..."

Sie küssten sich voller Leidenschaft, voller Verlangen.

„Ich ... ich ..." stöhnte Severus. Jennifers Finger glitten lustvoll über seine Lippen. Er nahm sie in den Mund und saugte daran.

„Ah ... ah ... ja ..." Severus Bewegungen wurden langsamer.

„Nein, mach weiter. Bitte.", sagte Jennifer erregt. Sie brauchte mehr.

Severus setzte sich vor sie und nahm ihren Hintern und ließ ihn vor sich auf seine Schenkel gleiten. Er stieß kräftig in sie. Jennifer schrie auf. Die Lust, das Verlangen war so groß. Sie nahm sich ein Kissen, biss hinein und kniff die Augen zu während sie meinte ihren Körper würde es zerreißen, so groß und unbeschreiblich war die Explosion in ihr. Sie erschlaffte schwer atmend und spürte wie sich Severus aus ihr zurück zog.

Er beugte sich über sie, küsste sie sanft. Seine Lippen glitten ihren Hals hinab. Jennifer vergrub ihre Finger in seinem Haar. Wieder küssten sie sich zärtlich. Severus liebkoste ihre Wange und ihre Ohren. Sie legte ihre Arme um seine Schulter und seufze wohlig. Jennifer genoss ihre Zweisamkeit und ihre Zärtlichkeiten nach ihrem Akt.

„Ich liebe dich.", sagte Severus und küsste sie erneut.

„Ich liebe dich auch.", antwortete Jennifer.

Sie lagen nackt und verschwitzt aufeinander, tauschen Küsse aus und fühlten sich wohl bei dem was sie taten.

Schließlich erhob sich Severus von ihr und zog sich seinen schwarzen Morgenmantel an. Er blickte sie immer noch mit dieser Sehnsucht an.

„Frühstück?", fragte er knapp.

„Ja.", sagte sie und setzte sich auf. Severus nickte und verschwand aus dem Schlafzimmer.

Jennifer saß für einen Augenblick da und umschlang sich mit ihren eigenen Armen. Auch sie hatte Sehnsucht nach ihrem Mann. Immer noch. Sie sahen sich selten und entsprechend waren ihre Gelüste. Mit ihm zu schlafen erfüllte sie mit Zufriedenheit.

Sie kniff die Augen zu und riss sich von ihren Gefühlen los. Jennifer stand auf und hüllte sich in ihren blau karierten Morgenmantel. Sie ging nach unten in die Küche, wo Severus gerade den Tee aufsetzte. Sie umarmte ihn von hinten.

„Vorsicht!", sagte Severus, der gerade das heiße Wasser aufgoss. Er drehte sich um und küsste seine Frau. Sanft strich er ihr ihre Strähnen aus dem Gesicht. Wieder sah er sie mit dieser Sehnsucht an.

„Was ist los?", wollte Jennifer wissen.

„Ich hab' fast vergessen wie das ist.", sagte er und küsste sie erneut.

„Du hattest mich doch gerade.", sagte Jennifer.

„Ich bin halt völlig unverbesserlich in der Beziehung." Er legte seine Stirn an die Ihre und nahm ihren Kopf in seine Hände. „Ich will, dass du weißt wie sehr ich dich liebe."

„Du bist doch sonst nicht so geständig.", sagte Jennifer und küsste ihn. Severus verzog sein Gesicht zu einem Lächeln. Er wandte sich von ihr ab und widmete sich wieder dem Frühstück.

Severus Snape saß auf der Couch im Wohnzimmer, noch immer in seinen Morgenmantel gehüllt. Er saß da und dachte an Jennifer. So banal es klang, doch Sex - noch dazu mit einer Frau die er so liebte wie sie - half. Die letzten Tage war er kaum ansprechbar gewesen. Er hatte sich endlich mal wieder ausgeschlafen und sich noch dazu mit seiner Frau vereint. Severus liebte sie noch genauso wie am ersten Tag. Sein Herz machte noch immer einen Sprung wie als er sie kennen gelernt hatte. Damals, vor so vielen Jahren. Noch bevor er einen Sohn mit ihr hatte. Seine Familie hatte er immer vor den Wirren der Zaubererschaften schützen wollen. Niemand sollte wissen, dass es sie gab und das tat nach all den Jahren immer noch so weh, doch es war zu ihrem Schutz. Hätten Dumbledore oder einige seiner alten Freunde es erfahren wäre er angreifbar gewesen. Vielleicht würden sie es eines Tages erfahren, wenn Potter erwachsen war und sich diese ganze Scharade in Luft aufgelöst hatte. Sich nicht zu den Menschen bekennen zu können, die er am meisten liebte war ein Schmerz den er ertragen gelernt hatte und doch ... jedes Mal wenn er zu Jennifer zurückkehrte spürte er dieses Stechen in seiner Brust.

Severus hatte Minervas Angebot angenommen und sich befreien lassen. Sicherlich würden seine Schüler keine Tränen weinen und sich fragen, wo denn der finstere Alchemist plötzlich hin sei. Davon abgesehen hatte er noch jede menge Krankheitstage offen, die er als Begründung vorschieben konnte.

Die Tür zum Wohnzimmer öffnete sich und Jennifer kam herein. Sie trug einen Teller mit Keksen vor sich her und ließ sich neben ihm nieder. Jennifer stellte den Teller auf den kleinen Tisch vor ihnen und überschlug die Beine. Dabei rutsche ihr Morgenmantel provozierend weit in Richtung ihrer Tailie.

Severus' hatte sich selbst versprochen diese Tage zu nutzen und nicht über die Arbeit nachzudenken. Er sah ihr unwillkürlich auf die entblößten Oberschenkel. Ein Teil von ihm wollte schon wieder Dinge mit ihr tun. Er schüttelte den Kopf.

„Was ist?", fragte Jennifer.

„Nichts."

„Ach komm, ich sehe doch deinen Blick.", entgegnete sie ihm.

„Ich bin wild auf dich.", gab Severus ohne Umschweife zu. „Aber wenn wir damit einmal anfangen ..." Er strich ihr sanft über den Oberschenkel.

„Severus, ich weiß genau, was wir dann tun.", sagte sie. „Und ich glaube, ich will das auch. Du weißt, wir hatten schon ewig keinen Sex mehr, so richtig intensiv und lang."

Severus lächelte in sich hinein. Er wollte sie lieben. Oh ja, genau das und nichts anderes. Und so wie sie sich ihm anbot ... Er spürte wie schon allein bei dem Gedanken sein Herz schneller schlug.

„Ich will dich.", sagte Severus. „Jetzt, hier, auf der Stelle. Wofür sind sind eigentlich die Kekse?"

„Ich dachte, du könntest hungrig werden.", meinte Jennifer und zwinkerte ihm zu.

Severus' Hand glitt ihren Oberschenkel weiter entlang unter ihren Mantel. Er beugte sich zu ihr hinüber und küsste sie. Jennifer erwiderte seinen Kuss. Erst sanft, dann wollte sie mehr. Sie umarmte ihren Mann und klammerte sich an seinem Mantel fest. Stirn an Stirn küssten sie sich immer wieder.

„Nimm mich.", sagte Jennifer und ihre Küssen wurden immer auffordernder, eindringlicher, leidenschaftlicher.

Severus küsste ihren Hals, glitt mit der Zunge über ihre Haut. Er zog ihr ihren Morgenmantel von den Schultern, küsste sie voller Sehnsucht. Er zog seinen Mantel aus während sich ihre Lippen unablässig berührten. Seine Hände glitten zu ihren Brüsten, kneteten sie voller verlangen. Er spürte wie ihre Knospen unter seinen Fingern hart und erregt wurden.

Jennifer ließ nun auch ihre Hülle fallen. Sie legte sich längs zu ihm auf die Couch und strich mit ihrem Fuß über seine Brust. Severus nahm ihr Bein und glitt mit der Nase erregt ihre Schenkel entlang. Er küsste die Innenseite und öffnete Jennifers Beine vor sich. Voller Begierde küsste er ihre Venushügel und atmete den Geruch ihrer Intimität ein. Sein Gesicht verschwand in ihrem krausen Haar. Jennifer seufze unter seinen Küssen. Ihre Hände glitten durch Severus' Haare.

Severus küsste ihren Bauchnabel, glitt mit seiner Zunge über ihren Bauch und immer weiter hinauf. Er nahm ihre Brüste in seinen Mund, sog daran, umspielte ihre Brustwarzen erregt mit seiner Zunge. Jennifer nahm seinen Kopf in ihre Hände. Sie rekelte sich lustvoll und wollte nichts lieber als, dass er endlich in sie drang. Severus nahm sein bereits geschwollenes Glied in die Hand, drang nur kurz in sie und zog sich sofort wieder aus ihr zurück. Er sah mit Freude wie sie das wahnsinnig machte.

„Ah, verdammt, jetzt komm schon!", sagte Jennifer ungehalten.

Severus lachte mit gebleckten Zähnen und leckte über seine Lippen. Er liebte es sie hinzuhalten.

„Ich mag es, wenn du so darum bettelst.", antwortete er erregt.

Jennifer warf den Kopf zurück und kniff die Augen zusammen.

„Oh bitte, mach schon. Ich will dich spüren. Na los, sonst gibt es keine Kekse!"

„Verdammt, diese Drohung war hart.", sagte Severus lachend und drang bewusst langsam in sie. Er kniete vor ihr und schlang ihre Beine um seine Tailie. Seine Hände ruhten auf ihrem Bauch während er gefühlvoll in die stieß. Severus seufze und schloss die Augen.

Jennifer stützte sich auf die Ellenbogen, warf den Kopf zurück, während ihre Bewegungen im Einklang mit Severus immer mehr an Fahrt gewannen. Sie biss sich auf die Unterlippe. Severus stieß tief in sie und stöhnte lustvoll, während seine Hand zwischen ihre Beine glitt, seine Finger sich in ihrem krausen Haar verkrampften und er begierig ihre Schamlippen rieb. Jennifer stöhnte, nahm seine Hand und presste ihre Beine zusammen.

„Ah, ja, hör bloß nicht auf!", rief sie.

Doch genau das tat Severus. Er zog sich aus ihr zurück und sah in ihr lustvoll verzerrtes Gesicht, dass ihm sagte, dass das ja wohl nicht sein ernst war.

„Dreh dich um. Ja, genau so."

Severus hockte sich hinter sie, spreizte ihre Schenkel und drang erneut in sie. Er schloss die Augen und genoss. Jennifer stöhnte laut und sah über ihre Schulter zu ihm. Sie griff nach seiner Hand. Severus wurde schneller, seine Stöße ungleich heftiger. Ihrer beider nackte Haut klatschte verlangend aufeinander. Severus beugte sich nach vorn und umschlang mit seinen Armen ihren Unterleib. Mit seiner Zunge leckte er ihren Schweiß von ihrem Rücken. Jennifers Stöhnen ging in kleine Schreie über. Er hielt sie fest während seine Hiebe in sie immer heftiger wurden. Severus zog Jennifer an den Armen nach oben. Er umklammerte ihre Brust von hinten. Severus kniff die Augen zusammen und spürte wie sich sein Samen in sie ergoss. Er vergrub sein Gesicht zwischen ihren Schultern, schwer atmend und voller Zufriedenheit.

Nach einigen Augenblicken ließ er Jennifer los und zog sich sanft aus ihr zurück. Severus ließ sich erschöpft auf das Sofa fallen. Seine Frau hockte sich neben ihn und begann zu lachen. Auch er musste lachen. Es gab keinen Grund, außer dass sie beide es gerade genossen wie sehr sie es miteinander getrieben hatten.

Severus leugnete seine sexuelle Zufriedenheit nicht, er genoss sie. Das war der normalste Part an seinem Leben, Sex mit der Frau zu haben, die ihn so viel bedeutete. Normaler würde sein Leben nicht werden.

Er stand auf und ging nackt und verschwitzt wie er war in die Küche. Dort schenkte er sich eine Tasse Tee ein und sah aus dem Fenster. In seinem Kopf war es erstaunlich ruhig. Severus trank einen Schluck und stellte die Tasse zurück. Tee passte wirklich nicht dazu. Vielleicht Kaffee?

Er spürte wie ihn Jennifer von hinten umarmte. Sie war genau so nackt wie er. Severus drehte sich um. Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie leidenschaftlich.

„Na, Mrs Franco, da haben Sie ja was ausgelöst.", sagte er leise zu ihr.

„Lust auf eine dritte Runde?", fragte sie neckig.

„Um Gottes Willen, willst du mich umbringen?", fragte Severus.

Es war ein Scherz, aber er war in der Tat erschöpft. Das musste warten, so sehr seine Libido auch etwas anderes behauptete.

„Wo ist eigentlich John?", fragte Severus.

„Nicht hier.", sagte Jennifer. „Er meinte er wäre bei einer Freundin."

Severus nickte verstehend. Es hätte sicherlich ein göttliches Bild abgegeben, wenn er jetzt hereingeplatzt wäre.

Sie duschten und zogen sich an - so ganz ohne zwischenzeitliche, sexuell aufgeladene Rückfälle - und taten anschließend etwas, was sie schon sehr lange nicht mehr getan hatten: Sie gingen gemeinsam in den Park.

Severus zog sich extra seine alte Wollmütze tief ins Gesicht. Für den Fall das ihn doch jemand sehen würde, den er hier nicht erwartete. Ihre Spaziergänge führten sie meist in einsame Gassen und Parks weitab des Hauptverkehrs. Sie gingen den Leuten aus dem Weg, so konnten sie wenigstens einmal Hand-in-Hand gehen - so wie das Paare normaler Weise taten. Auch wenn Severus es nach außen hin leugnete, es gab für ihn nur eine Frau, die er je geheiratet hätte und das war Jennifer. Sie lebten schon so viele Jahre zusammen, hatten einen Sohn und trotzdem mussten sie immer so tun als ob das nicht wahr sei. Severus hasste es. Nie konnte er ihr in der Öffentlichkeit einen Kuss geben, weil immer die Gefahr bestand, dass es irgendjemand herausfand und gegen ihn verwendete. Noch dazu mit einer Muggel. Das wäre ihm bei den entsprechenden Leuten wie ein Sprengsatz um die Ohren geflogen und Severus wusste das. Daher immer die kleinen Versteckspiele und Leugnungen. John hatte das belastet. Auch das wusste Severus. Er konnte nie der Vater sein, den er gebraucht hätte.

„Severus?", sagte Jennifer.

„Hmmm.", brummte er.

„Was beschäftigt dich?"

„Ich grüble zu viel.", antwortete Severus.

Jennifer nahm seinen Arm und zog ihn näher an sich.

„Dann küss mich. Das bringt dich auf andere Gedanken."

„Vielleicht später.", sagte er und lächelte sie an.

„Und wehe, wenn nicht. Dein grüblerisches Gehirn sollte dich nicht davon abhalten Spaß zu haben.", sagte Jennifer ehrlich wie immer.

Sie hatten Spaß. Das war keine Frage. Severus begehrte sie und es bereitete ihm Freude mit ihr Sex zu haben. Er war nicht prüde genug, um sich einzureden, dass er es nicht genoss und so viel davon wollte wie er konnte. Sie waren ja keine peinlich berührten Teenager mehr. Der lustvolle Austausch von Körperflüssigkeiten konnte übermäßig entspannend sein. Und gegen Severus' Depressionen half er allemal.

Als sie wieder Zuhause waren begegnete ihnen John in der Küche. Er löffelte energisch aus einem großen Glas mit Schokocream. Ach ja, die lieben Endophine.

„Ich bin gleich wieder weg.", sagte John.

„So?", machte Severus.

„Liebende soll man in Ruhe lassen.", antwortete er.

Severus atmete tief. Ja, natürlich wusste er es. Wie auch nicht? Er und Jennifer waren ja auch nicht unauffällig gewesen.

„Was machen die Sozialstunden?", wollte Severus wissen.

„Sehr viele, volle Nachttöpfe ausleeren.", antwortete John und stellte das Schokocreameglas wieder in den Schrank. „Aber das wolltest du gar nicht fragen, oder?"

Severus öffnete den Mund und schloss ihn gleich wieder. John hatte ihn ausmanövriert. Mal wieder.

„Wie geht es Mary?", startete Severus einen neuen Versuch.

„Gut, insofern Ferien sind und sie von den Dementoren wegkommt."

„Das kenn' ich irgendwoher.", entgegnete Severus.

Er gab es auf ein Gespräch imitieren zu wollen und John verschwand aus dem Haus. Immer auf den Sprung, der Junge. Severus musste nicht groß herumrätseln was ein Junge und ein Mädchen in seinem Alter den ganzen Tag zusammen machten. Wofür hatte man schließlich Ferien?

Severus schüttelte den Kopf. Er respektierte die Privatsphäre seines Sohnes. Und wenn er mit dem Mädchen glücklich war, dann war das gut so.

Er half Jennifer beim Essen kochen und wusch später ab - ganz ohne Magie. Manchmal, in unwillkürlichen Momenten, fragte sich Severus wie sein Leben verlaufen wäre, wenn er nicht der wäre, der er war. Ohne einen Harry Potter, Dumbledore oder diesen gewissen schwarzen Magier. Wenn er nie Lehrer geworden wäre, sondern etwa Apotheker? Wenn er einfach nur ein normales Leben gehabt hätte - mit Jennifer an seiner Seite, und John. Vermutlich könnte er wesentlich besser schlafen.

Severus wurde jäh aus den Gedanken gerissen als Jennifer ihn von hinten umarmte.

„Du hast mir noch einen Kuss versprochen.", sagte sie.

Er nahm ihre Hände und wandte sich zu ihr um.

„Ja, und es wäre eine Schande ihn nicht einzulösen.", sagte Severus und küsste seine Frau. Es war ein tiefer, leidenschaftlicher Kuss. Sie legten die Arme umeinander und ihre Lippen berührten sich erneut. Immer wieder tauschten sie Küsse aus und spürten ihren warmen Atem.

„Weißt du, was ich will?", fragte Severus.

„Ich glaube, ich kann es mir vorstellen.", antwortete Jennifer und küsste ihn erneut. Ihre Zunge glitt in seinen Mund und forderte ihn heraus.

„Ich will deinen Körper.", sagte Severus. „Das hast du jetzt davon."

„Lass das bloß nicht zur Angewohnheit werden."

Wieder küssten sich sich. Ihr gegenseitiges Verlangen äußerte sich in noch lustvolleren Küssen. Severus nahm ihren Kopf in seine Hände und legte seine Stirn an die ihre.

„Ich glaube wir sollten hochgehen, sonst leg' ich dich hier flach, Jenny.", sagte Severus voller Erregung.

„Das wäre doch auch mal was Neues.", antwortete sie und küsste ihn erneut.

„Das will ich der Einrichtung eigentlich nicht antun.", entgegnete Severus und löste sich von ihr.

Jennifer lachte und nahm seine Hände. Sie gingen hoch ins Schlafzimmer, wo Severus sie zugleich erregt gegen die Wand drückte. Er küsste ihren Hals und seine Hände glitten hinter zu ihrer Hüfte. Er zog ihr Shirt hoch und strich ihr verlangend über den Bauch.

Jennifer striff ihm die Hosenträger ab und öffnete sein Hemd, glitt mit ihren Fingern über seine Brust. Sie küsste seinen Hals. Severus schloss genießend die Augen. Sie küsste seine Brust, glitt hinunter zu seinem Bauch. Severus öffnete seine Hose und zog sie herunter. Jennifer küsste seine Tailie und nahm seinen Penis in die Hand. Er legte ihr seine Hände auf die Schulter und strich ihr verlangend durchs Haar. Severus seufze voller süßer Zufriedenheit als sie sein erregtes Glied in den Mund nahm und mit ihrer Zunge umspielte.

„Oh ja.", machte Severus. „Das ist gut so. Jaa."

Erregt nahm er seinen Penis in die Hand und schob ihn vor und zurück. Jennifer kostete ihn lustvoll. Sog und leckte daran. Severus stöhnte, kniff die Augen zu. Er hörte kurz auf und packte Jennifer an den Armen, um sie auf die Beine zu ziehen. Voller unverholender Lust zog er ihr das Shirt aus und entledigte sie ihres BHs. Severus striff sich sein Hemd ab und zog seine Hose vollends aus.

Jennifer setzte sich auf das Bett und zog betont langsam ihre Hose aus. Unwillkürlich massierte Severus seinen Penis als er sie nackt vor sich sah, mit gespreizen Beinen. Mit ihren Hände streichelten sie anzüglich ihre intimste Stelle.

Severus ließ sich dazu nicht zweimal auffordern. Er kletterte zwischen ihre Beine und hob ihren Hintern auf seine Schenkel. Sanft, aber bestimmt drang er in sie und bewegte sich rythmisch in sie. Jennifer schloss die Augen und ihre Hände griffen nach den seinen.

„Oh ja, oh ja, das ist gut. Ah, mach weiter. Ja, jaaa, oh jaa."

Jennifer umschlang seinen Rücken mit ihren Beinen. Presste ihn dichter an sich. Wollte jeden seiner Stöße in sich spüren. Sie stöhnten, seufzten, sahen sich voller Begierde in die Augen. Jennifer umklammerte seine Schultern und zog Severus zu sich hinunter. Sie wollte jede Faser seines Körpers spüren. Er küsste sie voller Lust, erkundete mit seiner Zunge ihren Hals, sog gierig an ihrem Ohr. Die Bewegungen ihres Unterleibs wurden heftiger.

„Sev ..."

Severus legte seine Stirn an die ihre und sah ihr tief in die Augen.

„Tiefer, tiefer, ja, oh ja, mehr, mehr, los, oh jaa, jaaaa, ah, aah, ich will dich spüren, los, ja, so ist es gut, oh ja, ich glaube, ah, aaah!"

Jennifer vergrub ihr Gesicht in seiner Schulter und rang nach Luft. Severus' Bewegungen erstarben. Er küsste sie verlangend. Seine Lippen glitten erregt über ihren Mund und ihre Wangen. Schließlich zog er sich aus ihr zurück. Jennifer lachte und schloss ihre Beine. Sie drehte sich auf den Bauch, wohl wissend, dass Severus noch nicht so weit war. Ihr Mann spreize ihre Beine leicht und drang unter einem lustvollen Stöhnen in ihren Anus. Er beugte sich von hinten über sie und küsste ihren Nacken, während er ihren Hintern mit seinem Glied massierte. Jennifer sah über ihre Schulter zu ihm. Sie küssten sich lustvoll und spürten ihren erregten Atem. Seufzend genoss sie seine Stöße in ihrem After, biss sich auf die Lippen und verkrampfte ihre Finger in der Bettdecke.

Severus saß auf ihren Beinen, seufze und stöhnte leise, während er rythmisch in sie stieß. Seine Hände massierten genussvoll ihren Hintern und erkundeten den Rücken. Er schloss die Augen und warf den Kopf zurück. Er spürte wie er kurz davor war. Es kündigte sich an, doch kam einfach nicht. So blieb ihm nichts anderes übrig den lustvollen Schmerz zu erdulden und lauter zu stöhnen. Seine Stöße wurden schneller und tiefer. Er stöhnte, küsste ihren Rücken voller Begierde und glitt mit seiner Zunge über ihre Schultern.

Abrupt zog er sich aus ihr zurück. Severus nahm seinen Penis und rieb ihn heftig bis er sich endlich auf Jennifers Hintern ergoss. Zufrieden stöhnte er und ließ sich neben seine Frau auf das Bett fallen.

Sie lagen nackt und voller klebriger Körperflüssigkeiten nebeneinander. Sie küssten sich sanft und doch begierig. Sie lachten und wussten innerlich wie sehr sie es beide genossen hatten, wieder und wieder. Severus streichelte ihre Brüste, während er sie küsste. Es wäre nicht das letzte Mal, dass sie sich so einander hingaben und Severus erinnerte es daran, dass er noch lebte. Jedes Mal.

Die Nacht war unruhig. Jennifer wachte durch das hitzige Murmeln ihres Mannes auf. Er hatte Alpträume, wie so oft. Meistens schlug er dabei auch noch um sich. Auch ihr Sex änderte daran leider wenig. Die Träume kamen unregelmäßig und unabhängig davon, ob sie gerade wild miteinander geschlafen hatten. Severus war schon immer ein unruhiger Träumer gewesen, doch seitdem vor zwei Jahren Harry Potter an die Schule kam waren seine Alpträume fast wieder auf dem Niveau wie direkt nach dem Krieg. Er hatte sie ständig und wurde im Schlaf gewalttätig. Jennifer hatte in all den Jahren gelernt seinen Fäusten auszuweichen.

Sie nahm Severus in den Arm und drückte seinen Kopf an ihre Brust. Das war das Einzige, was half.

„Alles wird gut.", sagte sie leise. „Es war nur ein Traum."

Severus öffnete verwirrt die Augen. Es dauerte einige Augenblicke bis er begriff wo er war. Er schnappte nach Luft und schlang seine Arme um Jennifer, wohlwissend das sie da war. Sie sah wie eine einzelne Träne seine Wange hinabrann. Jennifer strich ihm sanft über den Kopf.

„Es ist alles in Ordnung.", sagte sie leise.

„Nein.", schluchze Severus und vergrub sein Gesicht in ihrer Brust.

Sie wusste, dass sie ihm nicht helfen konnte. Darum tat es auch jedes Mal so grausam weh, wenn sie ihn versuchte zu beruhigen. Nach all den Jahren wusste sie was er im Krieg erlebt hatte und dort getan oder nicht getan hatte. Alleine Potters Anwesendheit sorgte dafür, dass all das, was er vergessen wollte, wieder hoch kam.

Der Junge konnte nichts dafür. Jennifers Zorn galt eher Dumbledore, der ihn trotz allem immer wieder zwang sich alldem auszusetzen. Sie wusste wie sehr das Severus belastete und ihn zum Teil auch zerstörte. Er trug dann immer diesen Hass mit sich herum, den er niemanden offenbaren konnte. Niemanden außer ihr.

Sie hatten Anfang des Schuljahres gestritten. Natürlich, jedes Paar stritt sich, aber dieser Streit war anders gewesen. Er hatte ihr Angst gemacht. Normaler Weise stritten sie sich nicht derartig, aber als in der Zeitung stand, dass Sirius Black wieder auf freien Fuß war wurde Severus anders. Er war so voller blindem Hass, den sie so gar nicht von ihm kannte. Sie wollte sein Versprechen, dass er nichts Idiotisches anstellen würde. Das bekam sie nicht. Jennifer hatte ihn noch einmal damit konfrontiert und gesagt er solle diese Scharade endlich beenden. Severus explodierte förmlich und lief seine berühmte Runde um den Block, um wieder abzukühlen. Danach sprachen sie es nicht wieder an.

Jennifer wusste das sein jetziger Zustand damit zutun hatte, mit seinen Verpflichtungen und all den alten Geschichten, die er lieber vergessen würde. Darum war er auch hier und darum hatten sie diesen wilden Tag gehabt. Es war Severus' Art Stress abzubauen. Und Jennifer musste zugeben, dass diese Art der Problembewältigung besser war als seine sonstigen. Das änderte jedoch nichts daran, dass sie sich Sorgen machte. Jetzt noch mehr als früher.

„Was hast du geträumt?", fragte Jennifer.

„Ich bin wieder fünfzehn und mache einen schweren Fehler.", antwortete Severus mit belegter Stimme. „Schon seltsam wie einem das immer wieder einholt."

Jennifer strich ihm beruhigend über den Kopf. Sie wusste, was er meinte. Severus konnte Lily Evans nie ganz vergessen. Sie wusste, dass es keine Liebe, sondern seine Schuldbefühle ihr gegenüber waren. Die Art wie sie starb tat ihr übriges. Jennifer nahm es ihm nicht übel. Sie war vermutlich der einzige Mensch, der die komplette Geschichte kannte, der er je erzählt hatte, was wirklich in jener Nacht geschehen war. Die offizielle Version sparte so einige Details aus, die nicht einmal Dumbledore kannte.

Jennifer saß da, legte die Arme um ihren Mann und streichelte ihn. Sie ahnte welche Bilder ihn quälten. Schließlich waren sie Leidensgenossen, was ihre Schulzeit anging. Als Jennifer in Bedrängnis geriet war jedoch Severus da, um sie zu verteidigen. Für ihn war nie jemand in die Bresche gesprungen. Es war schon manchmal seltsam wie einen zwanzig Jahre alte Erinnerungen im Schlaf heimsuchten.

„Du weißt, dass ich immer für dich da bin.", sagte sie.

Severus nickte und vergrub sein Gesicht in dem Kissen neben sich. Sie hörte sein Schluchzen trotzdem.