Kapitel 4: In dem sich Hermione mit Hauselfen unterhält

Hermione ging am Samstagmorgen direkt nach einem schnellen Frühstück hinunter in die Küchen. Sie war der festen Überzeugung, dass man unangenehme Dinge am besten so schnell wie möglich erledigte. Sie kitzelte die Birne und trat in die Küche ein.

Der Geruch des morgendlichen Frühstücks hing noch in der Luft. Hauselfen, bekleidet mit Kopfkissenbezügen und Küchentüchern, die säuberlich mit dem Hogwartswappen bestickt waren, eilten hin und her, trugen Geschirr, schwangen Messer auf Schneidbrettern, reinigten Öfen; die Luft summte vor Aktivität.

Eine lächelnde, ältere Hauselfe kam ihr entgegen. „Ich ist Lolly, Miss." Dann stand die Elfe still, und ihr Lächeln verschwand. „Was will die Miss?"

Oh ja, du hast es mächtig vermasselt, nicht wahr, Hermione? „Ich möchte, dass ihr mir verzeiht", sagte sie leise.

Die ohnehin schon großen Augen der Elfe wurden noch größer, als wollten sie aus ihrem Kopf springen. „Miss?"

Hermione hätte sich beinahe wieder aus dem Portraitloch hinaus zurückgezogen. Du bist eine Gryffindor; du musst das tun. Sie betrachtete die Tische, die diejenigen in der Großen Halle widerspiegelten. Sollte sie sich auf einen davon stellen, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen? Nein. Sie hielt keine Rede, sie bat um Verzeihung. Es war nicht so, als ob sie nicht ohnehin schon die Hauselfen überragte. Sie räusperte sich und begann, laut und klar zu sprechen.

„Elfen von Hogwarts, ihr alle, ich habe etwas, das ich euch sagen muss. Mein Name ist Hermione Granger, und vor ein paar Jahren habe ich etwas Dummes, Böses getan. Ich habe versucht, die Hogwartselfen mit einem Trick dazu zu bringen, Kleidung anzunehmen. Ich wusste es nicht besser, ich dachte, ihr wärt versklavt, ich dachte … ich dachte das Falsche." Sie fühlte Tränen in ihren Augen aufsteigen und blinzelte sie zurück. „Es war arrogant und anmaßend und – und beleidigend. Es tut mir leid. Ich verspreche, ich werde niemals wieder einem Elfen Kleidung anbieten, es sei denn, er oder sie fragt danach. Ich hoffe, ihr könnt mir vergeben."

Der Raum lag in völliger Stille, die Elfen starrten mit großen Augen zu ihr hinauf.

Lolly öffnete den Mund. „Miss sagt Entschuldigung ... zu uns?"

„Ja", sagte Hermione.

„Miss bietet nie mehr Kleidung an?"

Hermione schüttelte fest den Kopf. „Niemals."

Die Hauselfen begannen zu murmeln, aber Lolly lächelte immer noch nicht. Sie glauben mir nicht, dachte Hermione. Wie kann ich mich in einer Art entschuldigen, die sie verstehen? Dann hatte sie eine Idee. Oh Junge, das wird wehtun. Hermione wandte sich um und schlug mit ihrem Kopf gegen die steinerne Wand. Fest. Oh ja, es tat ordentlich weh. Noch einmal. Au. Sie zog ihren Kopf zurück, um es ein drittes Mal zu tun, als viele kleine Hände sie von der Wand wegzerrten und sie auf eine Bank neben einem der Tische zogen. Ein Gewirr geschockter Stimmen umgab sie.

„Miss darf sich nicht verletzen!"

„Nein, Miss!"

„Was tut Miss?" Lollys Stimme.

„Miss", sagte Hermione mit dröhnenden Kopfschmerzen, „bestraft sich selbst."

Aufkeuchen rundherum.

„Miss darf sich nicht selbst strafen, nein, nein, nein, nein."

„Jetzt wisst ihr, wie ich mich fühle, wenn Hauselfen anbieten, ihre Ohren zu bügeln", sagte Hermione. „Aber ich wollte, dass ihr versteht, dass ich es ernst meinte, als ich sagte, es tut mir leid."

„Elfen verstehen, ja, verstehen dass Miss sich entschuldigt", sagte Lolly. „Jetzt darf Miss sich nicht verletzen. Würde Miss gern Tee haben?"

Hermione wurde sofort mit Angeboten von Essen und Getränken überflutet und konnte nicht entkommen, ehe sie zwei Gläser Kürbissaft, ein heißes, gebuttertes Scone und drei Marmeladentörtchen verspeist hatte.


Mit dem Gefühl, vollgestopft zu sein, stolperte Hermione in den Gryffindorgemeinschaftsraum, aber ihr Herz war erleichtert.

„Hermione, wo warst du?" Ron zog sie zu dem Tisch, an dem er und Harry einen vergeblichen Kampf mit Büchern und Pergament fochten. „Gestern Abend warst du auch nicht hier, und wir brauchen bei Verwandlung Hilfe."

„Ich habe ein Projekt bei Professor Snape", sagte sie.

„Ein Zaubertränkeprojekt?" fragte Harry.

„Nein, ich lerne etwas über Zaubererkultur." Da, das hörte sich besser an als ‚Reinblütermanieren.

„Du musst verrückt sein", sagte Ron. „Snape unterrichtet dich in Zaubererkultur?"

„Es ist ja nicht so, als ob du es mir beibringst!" blaffte Hermione zurück. „Nein, du gehst einfach davon aus, dass ich die Dinge weiß, und lässt zu, dass ich mich blamiere!"

„Hier geht es um die Haarsache, oder? Schau, ich war ein Riesenidiot, okay?" Ron umarmte sie. „Ich hätte wissen sollen, dass du mich nicht betrügen würdest."

Hermione seufzte. „Was passiert nächstes Mal, Ron?" sagte sie. „Das nächste Mal, wenn ich etwas tue, weil ich muggelgeboren bin, und du verstehst es falsch, weil du es nicht bist? Das ist der Grund, weshalb ich diesen Kram lerne. Für uns."

Ron schaute verblüfft. „Du erträgst den Giga-Blödmann meinetwegen?"

Hermione lächelte. „Er ist gar nicht so schlimm, wenn er keine ganze Klasse zum Anknurren hat."

„Snape unterrichtet dich freiwillig?" fragte Harry. „Ich weiß, dass er hinter dem Knurren ein guter Mensch ist, aber er ist immer noch ein Slytherin; sie tun nichts freiwillig."

Hermione lächelte ironisch. „Nein, das tun sie nicht. Als Gegenleistung muss ich Aufsätze korrigieren."

„Er lässt dich Aufsätze korrigieren?" sagte Harry. „Er muss wirklich denken, dass du kein Dummkopf bist."

Daran hatte sie noch gar nicht gedacht. In gewisser Weise war es ein indirektes Kompliment. „Ha, ich glaube, du hast recht. Wie sehr Slytherin." Seine Worte vom vorherigen Abend fielen ihr wieder ein: Ich erwarte mehr von Ihnen. Er forderte sie heraus. Und tat es ständig, im Gegensatz zu den anderen Lehrern.


Nach dem Mittagessen ging Hermione in ihren Schlafsaal hinauf und ließ sich mit einem leeren Notizbuch und einem Stift auf dem Bett nieder. Lavender und Parvati waren noch beim Mittagessen. Hermione tippte mit dem Kuli gegen ihre Zähne. Snape hatte ihr befohlen, keine Notizen zu machen, aber er hatte ihr nicht befohlen, kein Tagebuch zu führen, nicht wahr? Solange sie keine Notizen hineinschrieb.

Sie war gerade dabei, einen einfachen Privatsphärezauber auf das Buch zu werfen, als sie innehielt. Ja, es war besser, dies zu tun, als es mit einem Haufen heftiger Schutzzauber zu belegen, aber wenn jemand ein abgewetztes Notizbuch nahm, und es leer zu sein schien, würde ihn dies wahrscheinlich argwöhnisch machen. Besser war es, zuerst etwas hineinzuschreiben, das nicht verborgen war, etwas Langweiliges. Sie kopierte ein paar Seiten ihrer Arithmantikhausaufgaben als Anfang des Notizbuchs. Sie mochte Arithmantik; sie war systematisch, elegant. Sie ergab Sinn. Man konnte Arithmantik für viele Dinge verwenden: um Rührquoten für Zaubertränke zu berechnen, für Ernte- und Pflanzzeiten in Herbologie; man konnte sogar zukünftige Wahrscheinlichkeiten der Handlungen von Individuen kalkulieren. Arithmantik war um Klassen zuverlässiger als Wahrsagen. Müßig stellte sie eine Gleichung für sich selbst und Snape und den Unterricht, den er ihr gab, auf. Vier Seiten Berechnungen später stieß sie einen Atemzug aus. Schön. Professor Snape verbarg etwas vor ihr. Die Gleichung hatte sich geweigert aufzugehen, bis sie eine Motivationsvariable für Professor Snape zugefügt hatte. Überraschung, Überraschung.

Hermione schaute auf das Ergebnis, seufzte und warf einen Privatsphärezauber auf die übrigen Seiten des Buches. Egal, was seine Motivation war, sie hatte immer noch Bedarf, von ihm zu lernen.

Hermione war gerade fertig damit, ihren ersten Eintrag in das Tagebuch zu schreiben, als sie ein „Pop" außerhalb ihrer Bettvorhänge hörte. Sie ergriff ihren Zauberstab und schaute vorsichtig nach dem Laut. Dann öffnete sie mit einem Ruck die Vorhänge. „Lolly!"

Die Hauselfe lächelte von Ohr zu Ohr. „Miss Hermione erinnert sich an Lollys Namen!"

„Was machst du –" Hermione unterbrach sich selbst. Sei konkret. „Warum ist Lolly in Miss Hermiones, Miss Lavenders und Miss Parvatis Zimmer?"

„Lolly ist Miss Hermiones Elfe", sagte Lolly. „Schulleiterin fragt nach Elfe, um Miss Hermione für eine kurze Zeit zu dienen. Lolly fragt, ob sie diese Elfe sein kann, und Schulleiterin sagt ja!"

„Du hast darum gebeten, mir zu dienen?"

Lolly nickte energisch mit dem Kopf. „Professor Meister der Zaubertränke sagt, dass Miss Hermione soll lernen, wie Hauselfen richtig zu behandeln. Lolly wird Miss Hermione unterrichten, ja."

Hermione lächelte. „Danke, Lolly."

„Oh nein, Miss Hermione sollte Lolly nicht danken. Lolly hat für Miss noch nichts getan. Will Miss Hermione irgendetwas?"

„Ein Glas kaltes Wasser, bitte, Lolly."

Lollys Ohren sanken nach unten. „Miss Hermione könnte sich das selbst holen. Miss will nicht, dass Lolly arbeitet."

„Mit einer Scheibe Zitrone", fügte Hermione hinzu. „Und Eis."

„Ja, Miss Hermione!" Die Elfe verschwand.

Hermione legte ihr Notizbuch weg, holte ihr Lehrbuch für fortgeschrittene Zauberkunst heraus und begann zu lesen.

Zwei Minuten später erschien Lolly wieder und brachte ein hohes Glas, in dem Eiswürfel klingelten; eine Scheibe Zitrone schwamm zwischen ihnen. Sie reichte Hermione das Glas, und Hermione nahm einen Schluck.

„Danke, Lolly", sagte sie mit einem Lächeln. „Das wäre im Moment alles."

Lolly nickte und verschwand.

Hermione ließ sich mit einem Seufzer wieder auf ihr Bett fallen. Sie hatte eine Hauselfe. Lavender und Parvati würden ihr das nie verzeihen. Lavender hatte sie nie gemocht, sie würde keine Gelegenheit auslassen, spitze Bemerkungen zu machen. Es wurde dadurch noch schlimmer, dass Lavender und Parvati sich so nahestanden, tratschten, Haar- und Make-up-Zauber aufeinander warfen ...

Haarzauber. Hermione setzte sich auf. „Oh mein Gott. Haarzauber!" Sie krabbelte aus ihrem Bett und rannte hinunter in den Gemeinschaftsraum. Wild um sich schauend erblickte sie Lavender und Parvati, die über einem Exemplar des Quibblers brüteten.

„Lavender!" sagte Hermione, während sie den Raum schnell durchquerte.

Lavender und Parvati schauten auf. „Was willst du, Hermione?" fragte Lavender.

„Im ersten Schuljahr habe ich dich gekränkt, nicht wahr?" sagte Hermione. „Als ich dich keinen Haarzauber auf mich werfen ließ. Ich dachte, du würdest dich über mein Haar lustig machen, während du die ganze Zeit versucht hast, Freundschaft zu schließen "

Lavender glotzte sie an. „Du dachtest, ich ... Wie total bescheuert!"

Hermione errötete. Sie zuckte die Achseln. „Muggelgeboren. Ich wusste es nicht."

Hermione konnte sehen, wie Lavender in ihrem Kopf den Zusammenhang herstellte.

„Oh", sagte Lavender. „Du hast sieben Jahre gebraucht, um das herauszufinden?"

„Ich lerne über Zaubererkultur. Extraprojekt."

„In deinem NEWTs Jahr?"

„Letzte Gelegenheit", sagte Hermione. „Außerdem muss ich mich nicht mehr darum sorgen, Harry und Ron am Leben zu halten. Plus, nicht in Verteidigung zu sein, verschafft mir etwas mehr Zeit." Allen Siebtklässlern, die an der Schlacht von Hogwarts teilgenommen hatten, waren ehrenhalber VgdDK-NEWTs angeboten worden, und Hermione hatte akzeptiert, nicht nur der Extrazeit wegen, die ihr dies verschaffte, sondern weil es sich gar zu seltsam anfühlte, Molly Weasley als VgdDK-Professor zu haben.

Hermione sah sich um. Niemand schien auf sie zu achten. Es war besser, die bittere Pille zu schlucken. Dann hatte sie eine Idee. „Eigentlich, Lavender, könnte ich deine Hilfe gebrauchen. Die Schulleiterin hat mir eine Hauselfe zugeteilt, und ich weiß nicht, was ich mit ihr anfangen soll."

Lavender gaffte. „Du hast eine Hauselfe? Das ist nicht fair."

„Ich weiß", sagte Hermione.

Parvati lächelte. „Ich bin sicher, wir können uns etwas zu tun für sie ausdenken."

Darauf würde ich wetten, dachte Hermione mit plötzlichen Zweifeln. Vielleicht war das letztendlich doch keine so gute Idee gewesen. Sie brachte ein Lächeln auf ihr Gesicht. „Danke." Sie ging einen Schritt Richtung Schlafräume, dann wechselte sie die Richtung zum Portraiteingang. „Bis später." Sie verließ den Raum, ehe die anderen antworten konnten.

Mehrere willkürliche Abbiegungen und Treppen später fand sich Hermione im dritten Stock in der Nähe des Astronomieturms wieder. Sie öffnete die nächste, geschlossene Tür und fand einen Raum voller Schreibtische und mit Wänden, die mit Sternenkarten bedeckt waren. Ein Klassenraum an einem Samstag sollte abgescheiden genug sein.

„Lolly!"

Die Hauselfe erschien mit einem Knack.

„Miss Hermione will Lolly?"

„Miss Hermione will, dass Lolly aufmerksam zuhört."

Lolly schloss ihren Mund und nickte mit großen Augen.

Hermione unterdrückte ein Lächeln. „Ich will dir Arbeit geben, aber ich bin nicht sicher, ob ich dir genug Arbeit geben kann, damit du ausgelastet bist. Kannst du den anderen Hauselfen helfen, wenn du nicht beschäftigt bist?"

„Oh nein, Miss Hermione! Lolly ist jetzt eine persönliche Elfe! Ist große Ehre. Lolly tut nichts, außer was Miss Hermione befiehlt!"

„Aber ich will nicht, dass du dich langweilst."

„Lolly hat nichts dagegen zu warten, Miss Hermione. Hauselfen ist gut im Warten, warten, um bereit zu sein."

Hermione erinnerte sich an Kreachers Jahre des Wartens und schauderte. „Ich bin sicher, dass du darin sehr gut bist. Aber ich wäre dir gern eine gute Herrin und würde dir gern Dinge zu tun geben. Aber ich brauche Hilfe, um das zu tun. Kannst du also zwei Dinge für mich tun?"

„Ja, Miss Hermione!"

„Zuerst möchte ich, dass du eine Liste deiner Fähigkeiten machst, der Dinge, die du erledigen kannst. Auf diese Art habe ich eine bessere Vorstellung davon, worum ich dich bitten kann."

„Lolly kann eine Liste machen, ja."

„Das Zweite, was ich möchte, dass du erledigst ist Folgendes. Du kennst Miss Lavender und Miss Parvati, die sich ein Zimmer mit Miss Hermione teilen?"

„Ja, Lolly kennt sie."

„Wenn du nicht damit beschäftigt bist, Dinge für mich zu erledigen, dann möchte ich gern, dass du Dinge für sie tust. Aber nur, wenn es Sachen sind, die du wirklich gerne machst. Und du darfst dich niemals dafür bestrafen, wenn du nicht tust, worum sie bitten. Weil du meine Elfe bist, nicht ihre." Hoffentlich würde das jedwede boshafte Anwandlung seitens Parvati und Lavender verhindern.

Die Elfe stand voller Stolz da. „Lolly ist Miss Hermiones Elfe, von niemand anderem!"

Hermione lächelte. „Lolly ist eine gute Elfe. Wenn du mit diese Liste nach dem Abendessen bringen kannst, das wäre gut."

Lolly strahlte und verschwand mit einem weiteren Knack.


Hermione ließ ihren Finger die Liste hinuntergleiten. Sie hielt inne. „Stickerei?"

Lolly zeigte auf das Hogwartswappen auf ihrer Kopfkissenbezug-Tunika. „Lolly hat dies selbst gestickt!"

Hermione beugte sich hinüber und betrachtete das Wappen. Die Stiche waren gleichmäßig, die Farben strahlend. Darüber hinaus zeigte das Design eine Kraft, die sich anfühlte, als ob die Schlange, der Greif, der Dacjs imd der Rabe sich gleich bewegen wollten, obwohl das Wappen keinen Animationszauber trug. „Sehr gut."

Lolly strahlte. „Miss Hermione nannte Lollys Arbeit sehr gut!"

Hermione trat an ihren Kleiderschrank und öffnete die Türen. „Also was denkt Lolly, was getan werden könnte, um Miss Hermiones Kleidung aufzubessern?"


Die nächsten paar Monate vergingen mit der üblichen Hektik von Schularbeiten, Lernen und Spaß mit ihren Freunden, wenn sie Hermione von ihren Büchern wegzogen. Sie hatte erwartet, sich in ihrem NEWTs-Jahr die Seele aus dem Leib zu arbeiten, aber stattdessen hatte sie mehr Zeit, nicht nur, weil sie Verteidigung gegen die Dunklen Künste aufgegeben hatte, sondern weil viele kleine Aufgaben in ihrem Tagesablauf von Lolly erledigt wurden. Während Hermione so fleißig wie immer lernte, stellte sie fest, dass es ihren Verstand nicht mehr so sehr wie früher forderte. Hermione begann, sich auf die Freitagabende zu freuen. Professor Snape forderte sie heraus und regte sie an, indem er immer von ihr forderte zu denken und immer „warum?" fragte. Es kam nicht darauf an, ob das Thema Flohetikette oder Familienstammbäume war; irgendwie war nichts davon langweilig, wenn er sie unterrichtete. Er war so sarkastisch wie eh und je, aber sie stellte fest, dass es ihr nichts ausmachte. Es war einfach er; ohne den Sarkasmus wäre er nicht Severus Snape.

Sie hatte nicht bemerkt, wann sie zu denken anfing, dass „Severus Snape sein" etwas Gutes war.