„Hoffnung. Harmonie. Und Gesundheit.", hieß es von einer Computer-Stimme. „Hoffnung. Harmonie. Und Gesundheit."
Der Doctor kehrte mit zwei Wasserbechern in der Hand zu Novizin Hame und Cat zurück. Er überreichte der Katzenfrau einen Becher. „Sie sind sehr freundlich.", sagte sie dankend. „Das wäre nicht nötig."
Er ging zu Cat hinüber, die am Fenster stand und überreichte ihr den zweiten Becher. Ein sanftes Lächeln erschien auf ihren Lippen. „Danke.", meinte sie und nippte an dem kühlen Wasser.
„Sie arbeiten schwer.", bemerkte der Doctor an die Novizin gerichtet.
„Da ist nicht viel zu tun. Nur seinen Rauch aufrechtzuerhalten und ihm Gesellschaft zu leisten.", erklärte Novizin Hame mit weicher Stimme. „Manchmal höre ich ihn singen, in meinem Kopf.", interessiert sah Cat zu ihr hinüber. „Lieder…aus alter Zeit."
„Sind wir der einzige Besuch?", erkundigte sich der Doctor.
„Das Volk von Boe ist ausgestorben. Vor langer Zeit schon. Nur er ist noch übrig.", erklärte Hame. „Der Legende nach hat das Gesicht von Boe zugesehen, wie das Universum alt wird.", Cat schaute hinüber zu dem Gesicht und lächelte breiter, während Hame zum Doctor sah. „Unzählige Mythen ranken sich um ihn. Eine Geschichte erzählt, dass das Gesicht von Boe kurz vor seinem Tod ein großes Geheimnis preisgibt. Doch er wird sich nur einem von seiner Art mitteilen."
„Einem von seiner Art?", hakte Cat nach. „Was bedeutet das?"
Hame schmunzelte. „Es ist nur eine Geschichte."
„Und wie geht sie weiter?", fragte der Doctor neugierig.
„Es heißt, er spricht zu zwei Wanderern. Reisenden ohne Heimat. Dem ewigen Paar."
Nachdenklich betrachtete Cat das Gesicht von Boe und sie alle blieben für eine Weile stumm. Dem ewigen Paar? Cat fand, dass sich das verklärt und so romantisch anhörte, dass sie ihren Brechreiz unterdrückte. Sie war kein Fan von Romantik, jedenfalls nicht von dieser verklärten, kitschigen Romantik, wie sie in Filmen, Serien und Büchern dargestellt wurde. War Romantik nicht allgegenwärtig in einer Beziehung? Warum musste Mann in den Augen der Frau immer verzweifelt und hoffnungslos romantisch agieren? Cat schüttelte den Gedanken aus ihrem Kopf und überlegte, wie alt das Gesicht von Boe wohl schon sein musste.
„Wo ist eigentlich Rose?", fiel es ihr dann mit einem Mal auf. „Sollte sie nicht schon längst hier sein?"
Der Doctor sah zu ihr und nickte. „Du hast recht. Sie sollte schon seit ner Ewigkeit hier sein. Krieg ich dein Handy?"
Cat schnaubte, beförderte ihr Handy aber aus ihrer Hosentasche. „Als ob das im Jahr fünf Milliarden funktioniert, Doctor."
Der brünette Time Lord wedelte ungeduldig mit der Hand, gestikulierte auf ihr Handy. „Ich geb deinem Handy ein Upgrade, pass auf."
Erwartungsvoll grinsend hob Cat ihre dunklen Augenbrauen und überreichte ihm ihr Handy, bevor sie einen weiteren Schluck aus ihrem Wasserbecher nahm und ihn leerte. Der Doctor derweil kramte eine neue Batterie aus seiner Anzugstasche, entfernte den alten Akku von Cats Handy und schloss den neuen an. Er hielt es ihr entgegen. „Universell-weites Roaming. Du kannst jetzt sogar nach Hause telefonieren."
„Nur hebt da keiner ab.", lachte Cat, doch der Doctor zog nur seine Augenbrauen zusammen und durchsuchte schließlich Cats Kontakte in ihrem Handy.
Er wählte Roses Nummer und hielt sich Cats Handy ans Ohr. „Rose, wo bist du?", er grinste Cat an. „Wo bleibst du? Wie lang dauert es zur Station 26? …", er horchte und sie musste geantwortet haben. „Erinnerst du dich noch an das Gesicht von Boe? Er ist hier!", wieder machte er eine Pause und er schien etwas im Patientenzimmer zu entdecken. „Ich muss los…wir sehen uns."
Mit diesen Worten legte er einfach auf und gab Cat ihr Handy zurück. Ratlos folgte sie dem Doctor, der zum Bett des Herzogs von Manhattan stiefelte, der glücklich lachte und wieder völlig gesund aussah. Er unterhielt sich glücklich mit Frau Clovis, die, genau wie er, ein Champagnerglas in ihrer Hand hielt.
„Da ist der Mann und die Frau wieder!", rief der Herzog fröhlich glucksend in den Raum, als der Doctor und Cat ihn erreichten. „Sie sind meine Glücksbringer. Treten Sie näher, seien Sie nicht so schüchtern."
Frau Clovis drehte sich zu ihnen. „Jede freundschaftliche Äußerung des Herzogs von Manhattan stellt keine Art von rechtlichem Vertrag dar."
„Nun machen Sie mal halblang.", kommentierte Cat augenrollend, doch Frau Clovis überging ihre Aussage geflissentlich.
„Ziehen Sie mich rauf.", orderte der Herzog an, hielt dem Doctor und Cat einen Daumen in die Höhe und schmunzelte. Frau Clovis drückte auf eine Fernbedienung, die sie in die Höhe hielt und das Hängebett des Herzogs richtete sich auf, sodass er Cat und den Doctor anblicken konnte. „Ah, sehen Sie, keine Anzeichen einer Infektion mehr."
Ein Butler trat zu ihnen heran, zwei Gläser Champagner auf seinem metallenen Tablett tragend. „Champagner, Sir, Madam?"
„Nein, danke.", sagten Cat und der Doctor gleichzeitig und der Doctor fuhr fort: „Sie hatten progressive Petrifikation, richtig?"
„Hatten ist das richtige Wort. Es ist Vergangenheit! Ich bin genesen.", sagte der Herzog vergnügt und Frau Clovis lächelte erfreut.
„Aber das ist unmöglich.", stellte der Doctor ungläubig fest und eine Katzennonne gesellte sich zu ihnen.
„Primitive Spezies würden uns der Zauberei bezichtigen, aber es ist lediglich die liebevolle Anwendung von Wissenschaft.", erklärte sich die Katzenfrau, die Cat und dem Doctor noch fremd war.
„Wie in aller Welt haben Sie ihn geheilt?", hinterfragte der Doctor skeptisch.
„Wie in der Neuen Welt.", korrigierte sie ihn scherzend. „Das wäre treffender."
„Was ist in diesen Beuteln?", erkundigte er sich weiter, mit dem Kopf auf bunte Plastikbeutel deutend, die neben dem Bett des Herzogs wie bei normalen Krankenhäusern angebracht waren.
„Ein einfaches Heilmittel.", erwiderte die Katzenfrau.
„Einfach scheint es ja wohl nicht zu sein.", meinte Cat skeptisch. „Was ist es?"
„Es tut mir leid. Denken Sie an die ärztliche Schweigepflicht.", schloss die Nonne mit einem flüchtigen Blick auf Cat und lächelte süffisant. „Wir haben uns noch nicht vorgestellt. Ich bin Oberin Casp."
„Ich bin der Doctor und das ist Cat.", stellte er die beiden Zeitreisenden vor.
„Sie werden erkennen, dass wir hier die Doktoren sind.", gab Oberin Casp mit warnendem Ausdruck im katzenartigen Gesicht zurück.
Plötzlich trat Schwester Jatt zu ihnen heran und unterbrach die angespannte Unterhaltung. „Oberin Casp, man braucht Sie auf der Intensivstation."
„Wenn Sie mich entschuldigen würden.", sagte die Oberin und verschwand tuschelnd mit Schwester Jatt.
„Hier ist etwas faul.", stellte Cat fest und sah, wie das höfliche Lächeln des Doctors aus dessen Gesicht schwand. Seine braunen Augen legten sich auf die brünette Frau und er nickte.
Er fischte seine Brille aus einer Anzugstasche hervor und setzte sie sich auf, als er begann, die seltsamen Beutel mit dem einfachenHeilmitteln zu untersuchen. Cat musterte währenddessen die Patienten im Raum und entdeckte da plötzlich Rose im Eingang der Station stehen.
„Rose!", rief sie erleichtert und erntete einen seltsamen Gesichtsausdruck von ihrer besten Freundin, bevor deren Gesicht sich erhellte und sie charmant lächelte.
Verwirrt blinzelte Cat kurz, schob ihre Überraschung aber zur Seite, als der Doctor Rose auch entdeckte und er auf sie zulief. „Da bist du ja, komm, sieh!", er zog sie zu sich und schaute zu dem knallroten Patienten in Stasis. „Marconis Erkrankung.", erklärte er. „Die Therapie dauert Jahre. Hier zwei Tage. So was hab ich noch nie gesehen. Sie haben eine Zellwasch-Kaskade erfunden. Unglaublich.", er schaute Rose eindringlich an. „Ihre Medizin ist sehr hoch entwickelt."
Er wandte sich um und Rose und Cat folgten ihm zu einem schneeweißen Patienten, der gleich mehrere Infusionen bekam. „Und dieser hier. Pallidome Pancrose. Tödlich nach zehn Minuten und ihm geht's gut.", er winkte dem weißen Mann zu und drehte sich grinsend um.
„Aber wie?", hinterfragte Cat. „Wie schaffen die das? Und warum machen sie so ein Geheimnis um die Heilmittel?"
Der Doctor drehte sich zu Cat und stockte. „Cat!", sagte er. „Wie heißt du eigentlich mit Nachnamen?"
Verwundert blinzelte sie, bevor sie antwortete: „Evans."
Er legte seine Hände für einen Augenblick auf ihre Schultern und grinste begeistert. „Cat Evans, du stellst die richtigen Fragen!"
Cat lächelte verlegen und biss sich auf ihre Lippe, als der Doctor sie wieder losließ. Ihr Blick huschte zu Rose, die sie unbeteiligt anblickte.
„Ich brauch ein Terminal. Ich will wissen, wie sie das machen.", meinte der Doctor dann und er, Rose und Cat gingen unauffällig aus dem Patientenzimmer, um ein Terminal ausfindig zu machen.
„Wo warst du eigentlich?", erkundigte sich Cat bei ihrer Freundin.
„Hier…und da…", sagte Rose mit seltsamer Stimme und Cat und der Doctor stutzten zeitgleich.
„Was ist mit deiner Stimme?", fragte der Doctor skeptisch.
Sie blieben stehen und Rose stellte sich vor den Doctor. „Oh, keine Ahnung, ich albere nur rum…, neue Erde, neues Ich.", sie seufzte lasziv und Cat starrte die Blondine entgeistert an.
„Klar, ich bin ja auch, neu, neuer Doctor.", erwiderte der Doctor und grinste breit.
„Und was für einer.", flüsterte Rose mit zweideutigem Ton und musterte den Doctor.
Mit einem Mal griff sie ihm an den Hinterkopf und zog ihn in einer ruckartigen, leidenschaftlichen Bewegung zu ihr, drückte ihre Lippen auf seine und küsste ihn hart. Cats Herzschlag setzte kurz aus, während sie mit großen Augen und aufgeklapptem Mund beobachtete, wie Rose den Doctor küsste, ungeachtet dessen, dass Cat direkt neben ihnen stand. Irgendetwas stimmte nicht mit Rose und diese impulsive Handlung ließ Cats Skepsis über den Verbleib ihrer Freundin in die Höhe schnellen. Irgendetwas musste mit ihr geschehen sein.
Der Doctor und Rose lösten sich voneinander und Rose atmete schwer. Der Time Lord bewegte sich, offenbar vor lauter Schock, keinen Zentimeter und blickte der blonden Frau genau wie Cat hinterher, die mit den Worten: „Da geht es zum Terminal.", verschwand.
Erwartungsvoll schaute Cat den Doctor an und fragte sich, ob er Roses seltsames Verhalten ebenfalls bemerkte. „Ja.", japste er Rose hinterher und fuhr sich durch die braunen Haare, ehe er Rose folgte. „Na, hallo."
Cat stöhnte frustriert auf und warf ihren Kopf in den Nacken, bevor sie mit schwerfälligen Schritten dem Doctor und Rose folgte. Sie erreichte das Terminal, welches der Doctor bereits mit Rose untersuchte und warf ebenfalls einen Blick darauf.
„Nichts Auffälliges. Chirurgie, Post-OP, Nanozahntechnik. Keine Spur von einem Kiosk.", erklärte er.
„Dass die keinen Kiosk haben.", scherzte Cat sarkastisch.
„Nein.", sagte Rose und stieß sich von ihrer vorherigen Position ab, um das Terminal besser zu untersuchen. „Es fehlt etwas anderes. Als ich unten war, sprachen diese Schwestern-Katzen-Nonnen über die Intensivstation. Aber wo kann die sein?"
„Du hast recht. Wirklich gut.", fiel es dem Doctor perplex auf.
„Warum sollte die Intensivstation verborgen sein?", erkundigte sich Cat verwirrt.
„Es muss da irgendwo sein…unter der Systemoberfläche.", fügte Rose hinzu und Cat sah, wie der Doctor Rose nachdenklich ansah. Ob die Skepsis ihn auch erreicht hatte? Cat hoffte es.
„Was, wenn das System gesichert ist?", fragte er da und beförderte seinen Schallschraubenzieher ans Tageslicht.
„Versuchen wir das Installationsprogramm.", befahl Rose und der Doctor beschallte den Bildschirm des Terminals. Rose war so unhöflich mit einem Mal.
„Klar. Sicher, tschuldigung.", gab er zurück und Cat beobachtete die Blondine weiterhin. „Mal sehen…"
Er beschallte den Terminal weiter, bis mit einem Mal ein lauteres Geräusch ertönte und sie verwundert zurückwichen. Die Wand, an welcher das Terminal befestigt war, senkte sich ab und offenbarte einen dunklen Gang. Mit einem selbstsicheren, stolzem Grinsen schritt Rose als Erstes voran und Cat und der Doctor tauschten kurze Blicke. Sie wusste, dass er es nun ebenfalls bemerkte und ein Stein fiel der brünetten Frau vom Herzen. Endlich, dachte sie.
„Intensivstation.", sagte der Doctor. „Macht jedenfalls einen intensiven Eindruck."
„Intensiv unheimlich.", kommentierte Cat schnaubend, als sie ihren Weg in den mysteriösen Gang wagten.
Die Drei liefen eine metallene Treppe hinunter und Cat nutzte die erhöhte Position, um die Umgebung zu mustern. Das sah nicht mehr nach dem hochmodernen Krankenhaus aus, in welchem sie sich eigentlich befanden. Hier, in der Intensivstation, war alles düster und ziemlich rustikal. Es sah einer Fabrik ähnlicher als einem Krankenhaus und Cat entdeckte auf jedem der vielen Etagen grün-leuchtende Kapseln.
Sie erreichten einen Gang, der voller grüner Kapseln war und sahen sich um. Cat näherte sich mit klopfendem Herzen einer Kapsel und spähte hinein. Erschrocken wich sie zurück und starrte zum Doctor. „Doctor!"
Neugierig kam er auf sie zu und beschallte mit seinem Schraubenzieher die Kapsel, um sie zu öffnen. Mitleid überwältigte die junge Frau und sie japste erstickt auf, als sich Tränen in ihren Augen wiederfanden, während sie den Mann betrachtete, der in dieser Kapsel steckte. Er war über und über mit roten und weißen, entzündenden Ausschlag übersehen. Seine Augen waren trüb und er wirkte auf Cat ganz so, als verstünde er nicht, was mit ihm veranstaltet wurde.
„Das ist ekelerregend.", sagte Rose abfällig und Cat drehte sich verärgert zu ihr herum. „Was fehlt ihm?"
Was auch immer mit ihrer Freundin geschehen war, wenn die Katzennonnen damit etwas zu tun hatten, konnten sie sich auf etwas gefasst machen. So gemein und unhöflich war Rose Tyler nicht.
„Es tut mir leid. Es tut mir so leid.", wisperte der Doctor ernst zu dem erkrankten Mann und schloss die Kapsel wieder.
Mit seinem Schallschraubenzieher öffnete er die nächste Kapsel und diese offenbarte eine Frau, die mit den gleichen Pocken infiziert war.
„Aber was für eine Krankheit ist das?", erkundigte sich Rose angewidert.
„Alle Krankheiten. Sie wurden mit jeder einzelnen Krankheit infiziert, die es in der Galaxis gibt.", erklärte er.
„Was ist mit uns? Sind wir sicher?", forderte Rose neugierig zu wissen und Cat schnaubte.
„Die Luft ist steril. Nur nichts anfassen.", erwiderte der Doctor mit kontrollierter Stimme und düsterem Ausdruck und schloss die Kapsel wieder.
Sie gingen weiter und der Doctor stoppte bei der Brüstung, um sich abermals umzusehen. Schwerfällig schaute auch Cat sich um und die Erkenntnis traf sie schwerer, als sie vermutete. Ihr Hals schnürte sich zu und sie biss sich fest auf ihre Unterlippe.
„Wie viele Patienten mögen das sein?", fragte Rose mit ihrer seltsamen Stimme.
„Das sind keine Patienten.", entgegnete Cat mit belegter Zunge.
„Aber sie sind krank.", fuhr Rose unbeirrt fort.
„Ja, von Geburt an. Dazu bestimmt krank zu sein. Nur dafür existieren sie.", erzählte der Time Lord düster.
„Laborratten.", fügte Cat hinzu und der Doctor nickte langsam.
„Kein Wunder, dass die Schwestern für alles ein Heilmittel haben. Sie haben das ultimative Forschungslabor. Eine Menschenfarm.", sagte er weiter und fing schließlich Cats traurigen Gesichtsausdruck auf.
Sein eigenes Gesicht wärmte sich leicht auf und er schenkte Cat ein knappes, trauriges Lächeln. Vielleicht um ihr Trost zu spenden, vielleicht um sich selbst auch Trost zu spenden. Schließlich aber ließ er von der Brüstung ab und ging mit Rose und Cat den Weg zurück, den sie gekommen waren.
„Warum sterben sie nicht einfach?", fragte Rose da und Cat blinzelte. Wer bist du, Rose?
„Seuchenträger. Sie gehen als letzte.", antwortete der Doctor.
„Es ist für ein höheres Ziel.", die Stimme von Novizin Hame wehte zu ihnen hinüber und Cat fragte sich, wie sie so etwas verantworten konnte. Sie wirkte so nett und war so fasziniert vom Gesicht von Boe. Wie konnte sie dann so etwas tun?
„Novizin Hame.", sagte der Doctor mit vor Wut schwerlich unterdrückter Stimme. „Als ihr den Eid geschworen habt, habt ihr das gebilligt?"
„Die Schwesternschaft hat geschworen zu helfen.", sagte die Novizin und kam langsam auf sie zu.
„Was? Etwa durch Töten?!", die Wut des Doctors brach durch und er brüllte die Katzennonne an.
„Aber das sind keine echten Menschen.", erklärte sich die Novizin und Cat wurde übel. „Sie wurden speziell gezüchtet. Sie haben keine wirkliche Existenz."
„Aber sie leben!", protestierte Cat. „Und das macht sie zu Menschen!"
„Wie viele Abgänge, hm?", erkundigte sich der Doctor barsch und ging mit Rose und Cat auf die Novizin zu. „Tausend am Tag? Tausend am nächsten? Tausend am übernächsten? Wie viele tausend? Wie viele Jahre?"
„Die Menschheit braucht uns.", sagte Novizin Hame unbeirrt. „Sie kamen zu diesem Planeten mit so vielen Krankheiten. Wir taten unser Bestes, doch wir waren überfordert…Wir haben alles versucht. Wir haben Gewebe geklont und Biovieh, doch die Ergebnisse ließen auf sich warten. So zog sich die Schwesternschaft ihr eigenes Fleisch. Das ist alles, was sie sind. Nur Fleisch."
„Diese Menschen sind am Leben!", blaffte der Doctor.
„Aber bedenkt doch die Menschen da draußen. Gesund und glücklich, weil es uns gibt.", entgegnete Hame begeistert.
„Aber zu welchem Preis.", schnaubte Cat ungehalten.
„Das macht das Leben wertlos.", stimmte der Doctor mit ein.
„Wer seid ihr, das zu entscheiden?", forderte Novizin Hame zu wissen.
„Ich bin der Doctor.", sagte er finster und trat nahe auf Hame zu. „Und wenn Sie wollen, rufen Sie ruhig nach Ihren Vorgesetzten, aber das bringt nichts, denn niemand steht über mir."
„Nur zum Mitschreiben.", mischte sich Rose ein. „Die Bevölkerung hat keine Ahnung von diesen Vorgängen?"
„Wir hielten das für die beste Lösung.", antwortete die Novizin.
„Augenblick…ich kann die Körper verstehen. Ich verstehe…, ich verstehe auch Ihr Gelübde. Aber was ich nicht verstehe: Was habt ihr mit Rose gemacht?", erkundigte sich der Doctor argwöhnisch und Rose sah ihn alarmiert an, während die Novizin alle drei verwirrt anblickte.
„Ich weiß nicht, was Sie meinen.", erwiderte sie und Cat stutzte.
„Ich bin völlig, völlig ruhig. Ich hoffe, das ist Ihnen klar.", sagte er unmissverständlich. „Völlig ruhig. Und der einzige Grund, warum ich so völlig ruhig bleibe, ist, weil das Gehirn so empfindlich ist. Was immer ihr mit Roses Gehirn angestellt habt, macht es rückgängig."
„Aber wir haben nichts angestellt.", stellte die Novizin ehrlich klar und Cat glaubte ihr.
„Mir geht's wirklich bestens.", versicherte ihm Rose mit ihrer seltsamen Tonart und Cat verzog ihren Mund.
„Ach, tu doch nicht so.", blaffte Cat verärgert und Rose schaute sie berechnend an. „Ich glaube, sie sagt die Wahrheit.", fügte die braunhaarige Frau hinzu und nickte zu Hame.
„Hier sterben Leute und Rose würde Anteil nehmen.", erklärte der Doctor bissig und schließlich stöhnte Rose genervt auf.
„Na gut.", meinte sie abfällig und drehte den Doctor zu sich herum, fummelte ihm an der braunen Krawatte herum und richtete sie. „Klugscheißer. Schlaumeier. Ladykiller…"
„Was ist mit dir passiert?", erkundigte sich der Doctor ratlos, aber mit verärgertem Gesicht.
„Ich wusste, dass hier im Krankenhaus irgendwas vorgeht, aber ich brauchte diesen Körper und deinen Verstand, um es rauszufinden.", erzählte die Blondine.
Skeptisch zog Cat ihre Augenbrauen zusammen, als der Doctor fragte: „Wer bist du?"
Rose lehnte sich zu ihm hinüber und flüsterte ihm ins Ohr: „Der letzte Mensch."
Sein Gesicht wechselte zur Verwunderung und Cat verstand nicht, was sie mit diesem Titel erreichen wollte. „Cassandra?", fragte der Doctor überrascht und Rose lehnte sich zurück.
„Gut erkannt. Und nun gibt's was zu schnuppern.", sagte sie, fischte aus ihrem Ausschnitt ein kleines Parfümfläschchen und spritzte es ihm ins Gesicht.
„Doctor!", japste Cat aufgeregt, als er augenblicklich ohnmächtig wurde und Cassandra drehte sich zu ihr herum, um ihr ebenfalls etwas ins Gesicht zu sprühen. Ihr wurde sofort schwarz vor Augen.
~.~
„Ani? Wach auf, Ani! Wir haben ein Problem!"
~.~
Cats Kopf dröhnte, als sie erwachte und das Gesicht des Doctors nur wenige Zentimeter vor dem ihren erblickte. Schlagartig errötete die junge Frau und wich zurück, nur um sich den Kopf leicht an der Außentür der Kapsel zu stoßen, die hinter ihr war. Sie befanden sich in einer der grün beleuchtenden Kapseln, in welche die Katzennonnen die Menschen hielten, um an ihnen ihre fiesen Experimente zu wagen. Ihre Hände waren hinter dem Doctor befestigt, sodass sie ihn umarmte und er selbst hing befestigt in der Lehne, die in der Kapsel angebracht war.
„Cat?", fragte er und sein Atem streifte ihr Ohr. „Geht es dir gut?"
„Hm…", machte sie bestätigend und zuckte zusammen, als er sein Wort lauter erhob.
„Lass uns raus! Lass uns raus!"
Cat drehte ihren Kopf nach hinten um, gerade als Roses Gestalt hinter dem Glas auftauchte und sie süffisant anlächelte. „Den letzten freien Platz. Habt ihr ein Glück, allerdings nur ein Stehplatz."
„Du hast Roses Körper gestohlen!", keuchte Cat verärgert.
„Im Laufe der Jahre habe ich mir tausend Arten überlegt, dich zu töten, Doctor, und nun habe ich genau das gekriegt. Eintausend Krankheiten.", sagte Cassandra und überging Cats Aussage. „Alle zehn Minuten kriegen die Patienten eine volle Dosis. Euch bleibt noch etwa drei Minuten. Genießt es."
„Lass wenigstens Rose gehen, Cassandra.", flehte der Doctor.
„Liebend gern! Sobald ich eine finde, die jünger ist und nicht so gewöhnlich.", meinte Cassandra abwertend. „Dann ab auf den Müll mit ihr! Leb wohl mein Prinz, die Show beginnt.", mit diesen Worten verließ sie die beiden Zeitreisenden, die auf sich alleingestellt waren.
Cat begann mit ihren Fingern nach einem Türgriff zu tasten.
„Ouch!", gab der Doctor empört von sich. „Du bewegst dich zu viel.", beschwerte er sich und Cat stoppte in ihrer Bewegung, weil sie keinen Türgriff fand.
Genervt rollte sie die Augen. „Oh, entschuldige, der werte Herr, aber ich hab probiert, an die Tür zu kommen.", sagte sie gereizt und seufzte dann ergeben. Mit leiser Stimme fuhr sie fort. „Können wir Rose zurückbekommen?"
„Ich hoffe es.", meinte der Doctor. „Aber dafür sollten wir erstmal hier raus kommen."
„Was ist mit deinem Schallschraubenzieher?", hinterfragte Cat.
„Da komm ich nicht ran. Er ist in meiner Anzugstasche…", entgegnete der Doctor und Cat seufzte abermals, doch der Doctor versuchte seinen Kopf zu senken, positionierte sich erneut, als er mit einem Mal sein Bein zwischen ihre Beine drückte und Cat scharf Luft in ihre Lungen einsog. Beschämt errötete die junge Frau und der Doctor blickte sie verlegen an, sein Bein rasch wieder zurückziehend.
Mit einem Mal ertönte ein lauter Alarm und die Handschellen des Doctors sprangen auf. Er holte seinen Schallschrauber aus seiner Anzugstasche und beschallte die Handschellen, mit welchen Cat befestigt war, die sofort aufsprangen. Zusammen taumelten die beiden Zeitreisenden aus der grünen Kapsel und Cat registrierte, wie auch alle anderen Zellen im Gang geöffnet waren. Aus ihnen traten die gezüchteten, kranken Menschen hinaus, die mit verklärten Blicken durch den Gang schlurften.
„Was hast du getan?", fragte der Doctor Cassandra schockiert, die nun in Anwesenheit eines Mannes mit seltsamen Musterungen am Körper war.
„Ein wenig Prinz gespielt und Dornröschen wachgeküsst. Bis bald!", schnarrte Cassandra und rannte mit dem seltsamen Mann davon.
„Nicht berühren! Ihr dürft sie nicht anfassen!", warnte der Doctor, als er Cats Hand ergriff und sie mit sich hinter Roses Körper herzog.
Sie stoppten auf einem schmalen Gang und der Doctor ließ Cats Hand wieder los, als er sich auf der Brüstung abstützte. Panik durchschoss Cats Körper wie einen Pfeil, als sie registrierte, wie auch alle anderen Kapseln aufgesprungen waren und die erkrankten Menschen ihren Weg nach draußen machten. Sie empfand sehr viel Mitleid mit diesen armen Leuten, aber was war, wenn sie an die Oberfläche gelangten? Würden sie die gesunden Menschen infizieren und sogar töten, sobald sie sie anfassten?
„Was zur Hölle hast du getan?", brüllte der Doctor Cassandra an.
„Das war ich nicht!", rechtfertigte sie sich.
„Eine Berührung und ihr kriegt jede Krankheit, die es gibt.", erklärte der Time Lord. „Schütz diesen Körper, Cassandra. Wir müssen da runter!"
Alarmiert starrte der Doctor umher und Cat folgte seinem Blick, nur, um festzustellen, dass dutzende Menschen ihren Weg zu ihnen gefunden hatten.
„Aber da sind Tausende von ihnen!", keifte Cassandra ängstlich.
„Los jetzt! Runter, runter! Geht runter!", wies der Doctor sie laut an und Cat sprintete hinter Cassandra und dem fremden Mann hinterher, dicht gefolgt vom Doctor.
Sie erreichten innerhalb weniger Minuten den Keller des Krankenhauses. Zumindest sah es wie der Keller aus, denn die Wände waren nur aus massiven Stein und Rohre führten an den Decken entlang. Cassandra stürmte zu den Aufzügen, doch der Doctor drehte sich auf halben Wege zu denen herum und stoppte. „Die Lifte sind wegen Quarantäne außer Funktion. Hier geht's nicht weiter.", machte er die anderen auf dieses Problem aufmerksam und Cat seufzte frustriert.
„Da lang!", schrie Cassandra dann und lief an ihnen vorbei, den halben Weg zurück und den Doctor, den Mann und Cat anführend.
Sie rannten durch einen Gang, aus welchem gerade ein paar der kranken Menschen schlurften und der Mann mit den Musterungen wurde von ihnen getrennt. Erschrocken drehte sich der Doctor um, als der Mann wimmerte und warnte ihn: „Lassen Sie sich nicht berühren!"
Cassandra packte den Doctor am Arm und zerrte ihn in ihre Richtung. „Vergiss ihn! Er ist ein Klon-Ding. Er hat nur ein halbes Leben, los!"
Hilflos blickte Cat zu dem Mann hinüber und wünschte sich, sie könnte ihn retten.
„Meine Herrin!", japste der Mann, als Cassandra davoneilte und Cat ihr panisch hinterher sah.
„Es tut mir leid, sie darf mir nicht entkommen!", meinte der Doctor, schnappte sich Cats Hand und zog sie mit sich von der Gruppe der kranken Menschen, um Cassandra zu folgen.
Sie erreichten nach einiger Rennerei einen großen Raum und wütend hastete Cat auf Cassandra zu. „Wie konntest du ihn nur alleine lassen?!"
„Oh, halt die Klappe!", schnarrte Cassandra und öffnete eine Tür hinter ein paar transparenten Plastikvorhängen. Sie quietschte erschrocken auf, als sich dahinter nur weitere kranke Menschen befanden und japste. „Wir sind in der Falle! Was machen wir jetzt?"
„Nun, als erstes wirst du diesen Körper verlassen.", befahl der Doctor. „Der Psychotransplanter-", er deutete auf eine Gerätschaft in der Ecke. „ist auf zivilisierten Welten verboten. Du presst Rose darin zu Tode!"
Cat keuchte.
„Aber wohin könnte ich denn nun? Meine ursprüngliche Haut ist tot!", blaffte Cassandra.
„Nicht unser Problem. Raus da!", keifte Cat wütend und erntete einen flüchtigen, finsteren Blick von Cassandra.
„Segel als Atome durch die Luft. Und jetzt raus da!", stimmte der Doctor zu und hielt ihr drohend seinen Schallschraubenzieher entgegen. „Gib sie mir wieder."
Oh, dachte Cat mit schwerem Herzen, er muss sie wirklich lieben.
„Wenn du das wirklich willst.", warnte Cassandra ihn und seufzte schließlich tief. Eine Welle pinker Partikel stoben durch die Luft und schossen auf die Brust des Doctors zu, der mit einem Mal schwer hustete, genau wie Rose.
„Oh, mein Kopf verflucht.", murmelte Rose, wieder normalklingend und Cat seufzte erleichtert, hatte aber ein dumpfes Gefühl, als sie hinüber zum Doctor blickte. „Wo ist sie hin?"
Cat klemmte ihre Unterlippe zwischen die Zähne und nickte zum Doctor. „Da."
„Oh, hallo!", sagte Cassandra im Körper des Doctors und hielt die Arme in einer seltsamen Gestik „Das ist ganz anders…"
„Cassandra?!", erkundigte sich Rose verwirrt.
„Du meine Güte…ich bin ein Mann! Hey!", kommentierte Cassandra weiter. „So viele Teile und kaum gebraucht…", ihre Stimme klang belustigt und plötzlich zuckte sie kurz zusammen. „Zwei Herzen! Oh, Baby, sie schlagen Samba!"
„Raus da!", befahl Cat ihr mit drohender Stimme.
„Oh… und schön dünn! Ein leckeres Bürschlein!", Cassandra hob des Doctors Augenbrauen wissend. „Du findest das auch. Ich war in deinem Kopf, du hast ihn dir angesehen…", sagte Cassandra überschwänglich, während sie auf Rose zulief. „Er gefällt dir."
Cat sah Rose leicht erröten und erschrak, als die kranken Menschen mit einem Mal durch die Tür platzten, die Cassandra vorhin noch wieder zugeknallt hatte.
„Was tun wir jetzt? Was würde er tun?", panisch klopfte Cassandra Rose auf den Unterarm und sah sie an. „Was würde der Doctor tun?!"
„Die Leiter!", sagte Rose und sah nach hinten. „Wir müssen wieder rauf!"
Mit diesen Worten schubste Cassandra Rose heftig aus dem Weg. „Aus dem Weg, Blondie!", schnarrte Cassandra und Cat fing Rose auf, während Cassandra die Leiter emporeilte.
„Hilfe!", seufzten die Kranken und ängstlich sahen sich Cat und Rose an, ehe sie zur Leiter stürzten, welche Cassandra bereits hochkletterte.
Eilig erreichte Cat als erstes die Leiter und kletterte Cassandra hinterher, während Rose Cat folgte. Sie stiegen viele der Streben empor und waren schon gut vorangekommen, als Rose ihr Wort erhob: „Wenn du den Körper des Doctors verlässt, wird er einen Ausweg finden."
„Och, bla, bla, bla.", nölte Cassandra genervt und blickte zu Rose hinunter, während sie weiterkletterte. „In deinem Kopf war es grauenvoll. Hormon-City."
Cat rollte ihre Augen. Cassandra war nicht umzustimmen und sie hatte keine Ahnung, was sie tun könnten.
„Aber wir werden sterben, wenn…", fing Rose an und brach abrupt ab, als sie aufschrie. „Loslassen!"
Verwirrt senkte Cat ihren Blick, ihr Herz fiel ihr dabei fast in die Hose, als sie die Höhe erblickte, die sie mittlerweile erklommen hatten und noch mehr raste es, als sie sah, warum Rose so gekreischt hatte. Oberin Casp hatte ihre Krallen in Roses Schuh versenkt und versuchte sie hinunterzustürzen.
„All unsere gute Arbeit…", sagte die Katzennonne wütend. „…all die Heilungen…der gute Name unserer Schwesternschaft! Das haben Sie alles zerstört!"
„Hau ab und spiel mit einem Wollknäuel.", gab Cassandra barsch von sich und in einer anderen Situation hätte Cat trocken aufgelacht.
„Überall Krankheiten. Das ist die menschliche Welt: Leid!", erwiderte Casp und stöhnte vor Schmerzen auf.
Verstört und ängstlich betrachtete Cat, wie sich auf ihrem Fellgesicht die gleichen roten und weißen Pusteln bildeten, wie sie es zuvor bei den kranken, gezüchteten Menschen gesehen hatte und sie japste. Oberin Casp jaulte vor Schmerzen und mit einem Mal ließ sie los und stürzte in die Tiefe. Sie legte den Blick auf die kranken Menschen frei, die ihnen gefolgt waren und Cat starrte hinauf zur Gestalt des Doctors, in welcher Cassandra steckte.
„Los! Beweg dich!", keifte Cat hektisch und Cassandra eilte die Leiter hinauf und machte Cat und Rose so den weiteren Weg frei.
Sie erreichten das Ende der Leiter und hielten sich direkt neben einer verschlossenen, kupferfarbenen Tür fest. „Und? Was nun?", fragte Cassandra sie überfordert.
„Benutz den Schallschraubenzieher.", meinte Cat ungeduldig und Cassandra beförderte diesen mit angewidertem Gesicht ans Tageslicht. Sie hielt das silberne Gerät mit zwei Fingern, als wäre es ekelerregend und Cat stöhnte genervt.
„Etwa dieses Ding?", hakte Cassandra nach.
„Genau das Ding.", bestätigte Rose.
„Ich weiß nicht, wie, aber der Doctor verbirgt seine Gedanken vor mir!", verkündete Cassandra und Cat seufzte. Warum glaubte sie das zu gern?
„Cassandra, schlüpf wieder in mich und der Doctor öffnet die Tür! Tu es!", forderte Rose ungeduldig.
„Gut festhalten.", warnte Cassandra die Blondine und die gleichen rosa Partikel stoben aus dem Mund des Doctors in Rose hinein. „Oh, prolltastisch Teil zwei.", murmelte Cassandra genervt. „Mach auf!"
„Nicht, bevor du sie verlässt!", meinte der Doctor stur und Cat hätte sich ihre Hände am liebsten auf den Kopf geschlagen.
Sie hörte das Keuchen der kranken Menschen und blickte hinunter. „Sie kommen!", schrie sie.
„Wir brauchen den Doctor!", sagte Cassandra schnippisch.
„Gib Rose frei. Ich befehle es!", brüllte der Doctor und Cat seufzte, als sich ihr Blick auf Cassandra/Rose richtete und sie einen Entschluss fasste.
„Cassandra, geh in mich, bevor sie uns noch erreichen!"
„Cat-nein!", sagte der Doctor.
„Wenn du unbedingt willst, aber gut festhalten.", meinte Cassandra und verließ Rose, bevor sie in ihren Atomen zu Cat emporflog und ihren Körper eroberte.
