Rons Gesicht spiegelte Severus Gefühlswelt perfekt wieder. Die Abscheu und Abneigung, das Misstrauen und, auch wenn Severus das niemals zugeben würde, die Eifersucht. Nicht einmal Harry Potter, der eine Kopie seines grauenhaften Vaters war, wurde mit soviel Hass bedacht. Severus konnte sich nicht erinnern wann er jemanden so dermaßen nicht gemocht hatte wie den rothaarigen Jungen.

Während Hermine und Harry Tatsachen und Vermutungen austauschten, lieferten sich Severus und Ron ein Duell wer den anderen mit mehr Hass in den Augen anschauen konnte. Sie übertrafen sich gegenseitig und schämten sich nicht einmal, dass sie nichts von der Besprechung mitbekamen. Severus dachte eigentlich sie würden den gesamten Orden treffen und war unerfreulich überrascht als er nur die zwei Männer vorfand. Jetzt wo er den Weasley hassen konnte, hatte er fast gar keine Abneigung mehr für den Potter übrig. Das wunderte selbst ihn.

Nie hätte er gedacht, dass er einmal mit einem Potter beisammen sitzen würde und sich nicht daran störte. Der Kampf wurde durch einen unsanften Stoß in seine Rippen beendet. Er erschrak beinahe und strafte den Angreifer mit einem strengen blick. Hermine jedoch dachte nicht daran nachzugeben und sah ihn herausfordernd mit hoch gezogenen Brauen an. Ihr Ellbogen stand dem von Minerva um nichts nach, soviel war sicher.

Er wusste nicht was mehr schmerzte, seine Rippenpartie oder der triumphierende Blick des Weasleys. Verdammter Weasley dachte Severus.

Er hasste alles an ihm. Am meisten jedoch seine verfluchten Blicke die er Hermine zuwarf und die sie einfach nicht bemerken wollte. Diese sehnsüchtigen und lüsternen Blicke. Er kannte sie nur zu gut. Wenn er nicht soviel Selbstbeherrschung hätte, würden seine Augen nichts anderes sprechen. Aber er war immerhin ihr.. Partner. Er durfte sie so ansehen. Es war immerhin sein Recht. Dieser Idiot hatte überhaupt kein Recht auf irgendetwas wenn es nach ihm ginge und allein seine Anwesenheit vermieste ihm schon den Tag.

Er hatte zwar versucht es ihr auszureden doch tief im Inneren wusste auch er, dass sie diese neue Bedrohung nur zusammen besiegen konnten. Und das hieß, dass dieses Treffen nicht das letzte war. Und das hieß wiederum, dass er sich wohl oder übel mit den zwei Idioten abfinden musste. Dies wäre jedoch wesentlich einfacher, wenn nicht einer von ihnen in seine... Partnerin verliebt wäre. Was waren sie eigentlich? Partner? Ein Liebespaar?

Sie hatten nie über eine Definition gesprochen. Da Severus prinzipiell noch nie mit jemanden über den Status in ihrer Beziehung geredet hat, war er auch dementsprechend ratlos wie er das Thema beginnen sollte. Für ihn war klar, dass er niemand anderes wollte. Er wusste was er für sie empfand. Aber was dachte sie? Irgendwann musste er das Thema ansprechen, aber wie?

Und warum sprach sie es nicht an? Severus rieb sich die Schläfen. Eigentlich sollte er den Erläuterungen Potters folgen doch er konnte sich nicht konzentrieren. Es war als ob alles zugleich passieren würde. Es erzeugte dermaßen ein Chaos, dass Severus nicht wusste was er zuerst tun sollte. Schließlich zwang er seine Gedanken weg von der Hexe die neben ihm saß und er blendete auch den Idioten ihm gegenüber aus. Doch es reichten wenige Sekunden aus um festzustellen, dass Potter absolut keine Ahnung hatte.

Entweder war die Organisation dermaßen geschickt oder Potter und seine Leute einfach unfähig. Als Hermine von den Schmierereien in der Schule erzählte, sah Ron entsetzt auf. Severus Augen verengten sich sofort. Er wusste genau was der Rothaarige fühlte. Doch bevor er etwas sagen konnte kam ihm ein Gedanke. Hogwarts. Es musste ein Schüler geben der in der Organisation war oder zumindest ein Mitglied kannte. Es konnte kein Zufall sein. Er unterbrach Harry und sprach mit fester Stimme von seiner Idee.

Sie konnten in Hogwarts anfangen. Das war bis jetzt die einzige Spur. Harry nickte sofort und wirkte beinahe dankbar, dass Severus sich eingebracht hatte. Hermine stimmte ebenfalls zu und lobte ihn für seine Idee. Dies erzeugte sofort wieder eine Antipartie bei Ron und das wiederum erfreute Severus ungemein. Verschmitzt sah er ihn an und rückte demonstrativ näher an Hermine. Rons Augen glühten vor Wut und Severus quitierte den Todesblick mit einem hochgezogenen Mundwinkel. Das Paar wurde von einem skeptischen Harry beobachtet.

Er erinnerte sich an ihre Zeit im Wald, wo Ron aus Eifersucht und Missgunst, hervorgerufen durch das Medaillon, die Gruppe verlassen hatte. Natürlich war es Voldemorts Geist der ihn vergiftete, doch diese Gefühle kamen nicht von irgendwo her. Sie hatten einen wahren Kern. Und wenn er seinen besten Freund im Stich lassen konnte, was wäre dann mit jemanden den er niemals mochte? Harry hoffte, dass Ron seine Gefühle beiseite schieben konnte und an das Wesentliche dachte. Es ging hier weitaus um mehr als um seinen gekränkten Stolz.

Er wusste er hätte Hermine nicht ohne Severus ins Boot holen können. Und natürlich war er auch schockiert über diese neue Wandlung, doch im Endeffekt ging es nicht um seine Gedanken oder Gefühle. Wichtig war, dass Hermine glücklich ist. Und das ist sie. Das war genug für ihn um Severus zu vertrauen. Doch was war mit Ron. Harry seufzte. Er konnte nur das beste hoffen.

Severus war schweigsam und gedankenverloren als sie wieder nach Hogwarts zurückkehrten. Hermine versuchte ein paar mal eine Konversation zu beginnen, jedoch vergeblichst. Severus murrte ein paar mal zustimmend und fiel wieder ins Schweigen. Hermine blickte ihn skeptisch von der Seite an. Natürlich hatte sie sein Duell mit Ron bemerkt. Wie hätte sie die angespannte Stimmung auch nicht bemerken können. Doch was konnte sie tun? Sie hatte Ron klar gemacht, dass zwischen ihnen nichts mehr außer Freundschaft gab. Zugegeben, sie hätte ihre Beziehung mit Severus schon viel früher kundgeben können. Doch im Endeffekt war es egal. Harry starrte sie zwar mit offenem Mund überrascht an, als sie sagte sie würde nur mit Severus Snape zu dem Treffen kommen, und auch Ron sah sie an, als ob sie komplett den Verstand verloren hätte, doch nun war die Katze aus dem Sack und sie konnten sich auf Wichtigeres konzentrieren. So hoffte sie zumindest.

„Was beschäftigt dich?" Hermine blieb vor ihren Quartieren stehen und sah ihn fragend an. Severus war überrascht und suchte nach den richtigen Worten. So peinlich es auch war, er brauchte eine Bestätigung. Er brauchte irgendetwas um sich festzuhalten. Er brauchte etwas was ihn besser als Ron machte. Innerlich zuckte er zusammen. Er war um nichts besser als sie anderen hormongesteuerten Idioten. Er bemerkte, dass er schon viel zu lange nichts gesagt hatte. Er atmete tief ein und bereitete sich auf das Gespräch vor. Warum fiel es ihm so verdammt schwer. Er vertraute ihr, er liebte sie und dennoch war er unfähig über seine Gefühle zu sprechen.

„Würdest du sagen, also wenn dich jemand fragen würde. Und du wärst alleine. Also ich wäre nicht dabei. Und du würdest diese Person kennen, also es wäre keine fremde.."

Severus starb innerlich. Er redete Schwachsinn. Hermine sah zog ihre Brauen zusammen und versuchte ihm zu folgen. Was nicht einfach war, nicht mal er selbst wusste genau auf was er hinaus wollte. Er sollte es einfach sagen und Schluss.

„Also würdest du sagen du wärst in einer Beziehung." Er sah sie gespannt an und spürte die Nervosität die ihn erfasste. Unnötigerweise setzte er noch „Mit mir?" nach. Warum wusste er nicht. Scheinbar musste er sich einfach zum Idioten machen. Hermine sah ihn überrascht an. Kurz dachte sie, er hätte irgendwie herausgefunden, dass sie ihre Beziehung damals geheim gehalten hatte, doch sein Benehmen verriet etwas anderes. Er war einfach Unsicher. Hermine nickte langsam und sagte „Natürlich. Du nicht?" Severus starrte sie entgeistert an.

Er war also in einer Beziehung. Offiziell. „Natürlich." Seine Stimme war erzwungen ruhig. Sie war seine Freundin. Er schaute über ihren Kopf hinweg als sie ihre Tür aufsperrte und wurde überrascht, als sie ihm an seinem Hemd packte und hinein zerrte. Wie Betrunken vor Glück grinste er sie glücklich an und seufzte genüsslich als er ihre Hände spürte die sich an seinem Gewand zu schaffen machten. Nimm das verdammter Weasley. Sein Grinsen wurde kurzzeitig hämisch, verschwand jedoch je als er ihre Hände an der Beule seiner Hose fühlte. Diese Hexe.

Er verwarf den Gedanken an den Nachmittag und widmete sich nun wichtigerem. Wenn Hermine so weitermachte, wäre der Spass ein kurzes Abenteuer, und schließlich war sie nun seine Freundin. Und es war seine Aufgabe sie zu verwöhnen. Zwar wusste er nicht wirklich wie, also natürlich kannte er die Grunddinge, doch zur Feier des Tages hatte er etwas anderes vor. Er hoffte nur es würde ihr gefallen und er würde sich nicht zu ungeschickt anstellen. Allein der Gedanke daran, dass Hermine seine Unerfahrenheit bemerken würde brachte ihn beinahe um vor Scham. Also hob er sie sanft hoch und stöhnte in ihre Mähne als er ihre Beine spürte die sich um seine Hüfte wickelten. Er stolperte fast als er einen ganz anderen Kontakt fühlte. Wenn er nicht aufpasste, wäre es vorbei bevor es angefangen hatte. Geschickt drehte er seine Mitte weg was für ein enttäuschendes Murren sorgte. Eigentlich wollte er sie vorsichtig auf dem Bett ablegen, doch als er schon wieder ihre Hand spürte warf er sie mit Schwung auf die Matratze.

Hermine lachte und streckte ihre Hände nach ihm aus. Er nahm das Bild vor sich auf und bereitete sich vor. Seine Bewegungen mussten bestimmt und flüssig sein. Und dann musste er nur noch hoffen sie mochte das was er tat. Er wollte sich nicht einmal vorstellen wie er ihre Abweisung verkraften würde. Bedächtig kletterte er ihr auf das Bett nach und musste sie mehrmals leicht wegdrücken als er ihre Hose auszog. Immer wieder versuchte sie ihn auf sich zu ziehen und seine Mitte zu erreichen. Severus lachte auf und drückte sie mit etwas mehr Kraft weg. Enttäuscht seufzte die Hexe vor ihm doch sie konnte die Pure Vorfreude nicht aus ihrem Gesicht verbannen. Schließlich war er endlich bei ihrer Unterhose angekommen und blickte unauffällig nach oben. Er wollte sichergehen, dass sie auch mit dem was er vor hatte einverstanden war. Als er die Lust in ihren Augen sah, waren alle Zweifel wie weggewischt. Er verteilte federleichte Küsse an ihren Innenschenkel und sie quittierte sein Tun mit einem langgezogenem Seufzer.

Sein Selbstvertrauen wuchs und er streichelte mit seine Hand über ihren Bauchnabel. Langsam näherte sich sein Gesicht und seine Hand näherten sich langsam ihrem Zentrum. Mit tiefer Zufriedenheit bemerkte er wie ihr Atem immer schneller wurde. Gerade als er kurz vor ihrer Mitte war, stoppte er und fing bei ihrem anderen Schenkel wieder an. Hermine murrte enttäuscht und Severus grinste selbstgefällig ehe er sie wieder mit leichten Küssen übersah. Währenddessen streichelte seine Hand ihre Brüste, scheinbar hatte sie ihr Oberteil unbemerkt ausgezogen.

Wieder näherte er sich langsam ihrem Geschlecht und ihr Atem beschleunigte sich erneut. Diesmal fuhr er mit seinem Daumen langsam vom Bauchnabel nach unten und strich leicht über den kleinen Hügel. Hermine stieß ihre Hüften in seine Richtung und wollte somit eine festere Berührung erwirken, jedoch erfolglos. Er wich geschickt aus und strich ein weiteres mal mit seinem Daumen über den Hügel. Sie seufzte laut und Severus grinste erneut. Diese Schundhefte hatten sich doch ausgezahlt. Nun küsste er durch die Unterwäsche jede Falte von Hermines Mitte und erlaubte seinem Daumen mit etwas mehr Druck über den Hügel zu fahren. Hermine stöhnte nun laut auf und ihn durchfloss das Gefühl des Stolzes. Vorsichtig schob er das letzte Kleidungsstück welches noch zwischen ihm und „Hermine" stand beiseite und starrte in etwas, was einfach nur Hermine war.

Der Duft war so unverfälscht sie und vernebelte seine Sinne. Noch nie hatte er so unverfroren in das weibliche Geschlecht gestarrt und er musste sagen, für ihn war sie wunderschön. Zugegeben, er hatte nicht wirklich einen Vergleich, aber dennoch war er sich sicher, dass sie die schönste war. Scheinbar schien sie sein Innehalten zu beunruhigen, denn ihre Stimme war heiser als sie ihn fragte „Was ist los?" Er konnte seinen Blick nicht lösen und keuchte mit krächzender Stimme „Du bist wunderschön." Sofort hatte er ein Deja Vu. Doch diesmal meinte er wirklich sie, als ganzes. Sie lächelte und seufzte erneut laut auf als er ihrer Mitte einen leichten Kuss gab. Als er mit seiner Zunge jedes Fältchen und jeden Hügel erforschte, stellte er zufrieden fest, dass sie genauso gut schmeckte wie sie roch. Hermine. Anders konnte er den Geschmack nicht beschreiben.

Er kostete sie ausgiebig doch wusste dank seiner Recherche auch, dass sie für ihr Ziel Rhythmus und Bestand brauchte. Also entschied er sich seinen Daumen für die Arbeit an ihrem Hügel zu nehmen während er mit der Zunge ihre Höhle ganz ohne Druck erforschen konnte. Scheinbar die richtige Wahl denn Hermine miaute beinahe als er anfing einen Rhythmus aufzubauen. Auf einmal fühle er ihre Hand auf seiner und er hielt kurz inne. War etwas nicht in Ordnung? Gefiel es ihr doch nicht? Doch als er merkte, dass sie seinen Daumen lediglich um ein kleines Stück weiter nach oben verschob und ein lautes Stöhnen von sich gab, machte er sich zuversichtlich wieder an sein Werk. Mit Erfolg. Nach wenigen Minuten bließ die ihren Atem stoßweise aus und krallte ihre Finger in die Bettwäsche. Ihre Beine zuckten und ihre Augen waren geschlossen.

Als sie auf einmal heiser Aufschrie und er durch seine Zunge das Zucken ihrer Höhle spürte nahm er seinen Daumen weg und leckte noch ein paar Mal über ihre Mitte. Er beobachtete sie gespannt und fühlte ein Feuerwerk in seiner Brust als sich ein zufriedenes Lächeln auf ihren Lippen formte. In dieser Sekunde war es ihm egal, dass er scheinbar tief drin auch nicht besser als die anderen war. Er fühlte den Stolz und die Zufriedenheit über seine Leistung und klopfte sich mental auf seine Schulter. Er hatte nicht lange Zeit sich über seinen Erfolg zu freuen, denn als sich ihr Atem wieder beruhigt hatte, zog sie ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. Severus stöhnte auf als er ihre Hand fühlte. Diesmal konnte er es genießen.

Die Zusammenarbeit verlief erfolgreicher als Severus es vermutet hätte. Er musste Harry zugestehen, dass er tatsächlich kein hirnloser Idiot war sondern mit wichtigen Beiträgen die Lösung des Rätsels voran brachte. Über Ron vermochte Severus nichts positives zu sagen. Anstatt sich der rothaarige Mann einbrachte, versuchte er Severus so oft wie möglich zu nerven. Sobald er von Hermine oder Harry ermahnt wurde, überließ er seinen stechenden Blicken die Arbeit. Severus ignorierte seinen Rivalen so gut er konnte, doch ließ auch er sich zu abfälligen Kommentaren hinreißen.