IV.
Zusätzliche Pairings: Karry BroTP und etwas Kara/Oliver
Oliver war nicht Barrys erster Schüler. Immerhin hatte er bereits Jesse, Wally, und Nora trainiert, doch der Unterschied war gewesen, dass er im Fall der anderen viel mehr Zeit übrig gehabt hatte als momentan. Und außerdem waren die anderen drei willig gewesen zu lernen, während Oliver …. Nun er war nun mal Oliver.
Und schien es immer besser zu wissen. Aber Barry würde es ihm schon zeigen. Und ja, zu behaupten, es gäbe keine versteckten automatisch auslösenden Armbrüste war eine Lüge, aber Barry taten seine Pfeilwunden von jener gemeinsamen Trainingssession von vor vier Jahren an regnerischen Tagen immer noch weh, also vielleicht war doch ein wenig Rache mit dabei. Aber nur ein ganz kleines Bisschen.
Kein Grund für Oliver sich so aufzuregen. „Verdammt, Barry!", beschwerte sich Oliver, nachdem er getroffen vor dem Farmhaus zu Boden ging.
Barry konnte nicht anders als ihn auslachen. „Ich habe vier Jahre lang auf diese Gelegenheit gewartet!", erklärte er spöttisch, „Reg dich ab, du bist jetzt nicht nur schneller, du heilst auch schneller. Bald spürst du nichts mehr!"
„Von allen unverantwortlichen unnötigen Dingen ….!", herrschte Oliver ihn an.
„Ach komm schon. Du hast das Gleiche mit mir gemacht. Fair ist fair!", verteidigte sich Barry, als er Oliver half die Pfeile aus seinem Körper zu ziehen.
„Ja, zeig's ihm, Barry!", rief Lois in seine Richtung. Sie sah ihnen gemeinsam mit Kara und Clark beim Trainieren zu, was zu Beginn ein wenig irritierend gewesen war, doch eigentlich fast Spaß machte, seit sich herausgestellt hatte, dass Lois Lane offenbar Barrys Cheerleaderin war. „Was?!", verteidigte sie sich lautstark auf die Blicke der beiden Krpytonier hin, „Dieser Oliver wirkt wie ein Trottel!"
„Na toll! Siehst du, was du anrichtest!", warf Oliver Barry vor, „Als ich dich damals beschossen haben, war es eine taktische Übung - eine Lektion, die dich dazu bringen sollte deine Umgebung immer als Erstes zu überprüfen! Aber das hier … das war nur ein dummer Streich!" Offenbar war er wirklich wütend. Barry hatte eigentlich keine Ahnung warum, so schlimm waren diese Pfeil-Treffer nun auch wieder nicht gewesen.
„Und wenn schon! Ab und zu braucht man einen dummen Streich um wieder etwas lachen zu können!", erwiderte Barry, der das von Ralph gelernt hatte, und hob seine Hände vielsagend, „Ich verstehe nicht, warum du…. Oliver, Oliver, wohin gehst du?!" Der neueste Speedster hatte ihm den Rücken zugedreht und stapfte wortlos davon. Na wunderbar. Barry gestikulierte hilflos in Karas Richtung und joggte dann hinter Oliver her. Auch ohne den Einsatz seines Speeds war der neue Omega ziemlich fix unterwegs.
„Oliver, komm schon! Es tut mir leid. Ehrlich. Wenn ich gewusst hätte, dass es dich so sehr verletzt, dann hätte ich es nicht getan, wirklich!", versicherte Barry dem anderen Mann schnell.
„Euch Leuten ist das Konzept davon nach einem Streit Zeit für sich alleine haben zu wollen wirklich fremd oder?", brummte Oliver. Darauf hatte Barry keine Antwort parat. Bedeutete das, dass der andere Mann in Wahrheit alleine sein wollte? Doch gerade eben hatte er sich noch darüber beschwert, dass Barry ihre Zeit mit seinem Streich verschwendet hatte. Sollten sie nicht lieber weitertrainieren?
„Lachen hilft, Oliver. Pausen helfen. Du steckst fest, ich wollte nur, dass du aufhörst so verkrampft zu sein und für ein paar Minuten entspannst", erklärte er.
„Ich kann aber nicht einfach so entspannen!", fuhr ihn Oliver an, „Jede Sekunde, die wir verschwenden, weil ich nichts zu Stande bringe, bringt uns näher an die Möglichkeit heran, dass wir für immer der andere bleiben müssen. Und das ist einfach keine zulässige Zukunftsvariante!" Dann stapfte er weiter.
Barry blieb einige Momente stehen und zögerte, dann nahm er wieder die Verfolgung auf. „Weiß du, was mir früher immer geholfen hat, wenn ich von Gefühlen überwältigt wurde? Eine Runde rennen! Das hilft mir immer dabei den Kopf freizubekommen. Also renn los, und … na ja renn einfach", schlug er vor.
Oliver blieb stehen und warf ihm einen unsicheren Blick zu. „Ich soll einfach so losrennen? Was wenn…. Was wenn ich irgendwo dagegen knalle?", wollte er wissen.
„Wenn du schnell genug rennst, dann kannst du einfach durchlaufen. Du hast schon mal gephast, erinnerst du dich?", meinte Barry. Der Omega schien einen Moment darüber nachzudenken, und war im nächsten verschwunden. Er war losgerannt. Barry verspürte einen Stich in seinem Herzen. Er konnte das nicht mehr tun. Ihm war diese Möglichkeit genommen worden.
Kara trat hinter Barry. „Nun?", wollte sie wissen.
„Er rennt", meinte Barry, „das sollte ihm helfen den Kopf frei zu nehmen. Ich hätte ihn nicht abschießen sollen, aber ich hätte nicht gedacht, dass er sich das so zu Herzen nimmt. Aber ich schätze, es liegt daran, dass er jetzt ein Omega ist, und ich ein Alpha bin. Obwohl wir das damals, als er mich abgeschossen hat, auch waren. Und ich war zwar wütend, habe aber trotzdem nicht gleich Omega-Misshandlung gerufen. Ich meine, ich wusste, dass er nicht versteht, was er da eigentlich tut … Oh, Gott, Kara, ich bin wie Oliver war, ich verstehe nicht, was ich eigentlich tue! Ich habe einen Omega verletzt!" Er schüttelte den Kopf. „Bin ich furchtbar?!", wollte er dann wissen, „Sei ehrlich!"
„Es war ein Scherz, Barry", erklärte Kara, „Und ich glaube nicht, dass Oliver deswegen verletzt ist. Er … macht sich einfach Sorgen."
„Das ist doch der Punkt. Er macht sich andauernd Sorgen. Es hätte ihn ablenken und auf andere Gedanken bringen sollen, doch stattdessen…." Barry seufzte. „Ich verstehe nicht ganz, was an all dem so schrecklich für ihn ist. Ich meine, ich habe meinen Speed verloren. Und das tut weh, wirklich. Aber er … was genau hat er verloren?", seufzte er.
Kara schien etwas zu wissen, es aber nicht sagen zu wollen. „Oh, er hat sich dir anvertraut, nicht wahr? Spuks aus!", forderte Barry aufgeregt.
„Es war ein vertrauliches Gespräch, Barry", meinte Kara nur dazu.
„Seit wann führt ihr beide vertrauliche Gespräche?", wunderte sich Barry voll ehrlichem Erstaunen.
„Seit er ein Omega ist. Und du musst das alles mit ihm selbst besprechen", meinte Kara, „Vielleicht solltest du ihn einfach gerade heraus fragen."
„Das klappt selten. Und hat in der Vergangenheit immer nur geklappt, weil er nicht nein zum kleinen hilflosen Omega Barry sagen konnte. Warum sollte er es dem Alpha sagen, der auf ihn geschossen hat?", hielt Barry dagegen.
„Ich weiß nicht", erwiderte Kara, „Warum sagst du ihm normalerweise Sachen?"
Weil ich eine mitteilsame Person bin, dachte Barry, Aber er ist Oliver Queen. Auch als Omega immer noch. Aber im Moment mussten sie sowieso erst einmal darauf warten, dass Oliver zur Kent-Farm zurückkehrte.
Inzwischen brachten sie den Rest der Farm wieder auf Vordermann, und Clark buk ihnen seinen berühmten Apfelkuchen nach dem Rezept seiner Mutter. Superkräfte und perfekt in der Küche, der Mann ist wirklich ein Superman, dachte Barry, als er den Apfelkuchen genoss. Dann hörte er etwas, das sich nach einem Windstoß anhörte vor der Türe, nahm einen Teller mit einem Stück Kuchen und einer Gabel darauf, und ging hinaus. Oliver stand auf der Veranda der Farm und starrte ins Nichts. Barry reichte ihm wortlos den Teller.
Sie standen einige Momente lang schweigend nebeneinander. Schließlich meinte Oliver: „Ich will nicht, dass du wirst wie ich, und zugleich frustriert es mich, dass ich nicht sein kann wie du."
„Mhm", meinte Barry dazu nur.
„Ich bin einfach immer in allen gut, ich lerne schnell, ich …. Selbst Wasser zu schlagen war nicht so frustrierend. Ich meine, es wirkt so als könnte jeder ein Speedster sein, nur ich nicht", seufzte er, „Ich war nicht wütend, weil du auf mich geschossen hast, sondern weil du mich getroffen hast. Ich habe das Gefühl mich selbst zu verlieren. Ich weiß auch nicht. … Aber du hattest recht. Laufen hat geholfen." Er warf Barry einen Seitenblick zu. „Ich glaube, du bist ein viel besserer Lehrer als ich."
„Du dachtest, ich hätte die Armbrüste versteckt, aber dann habe ich dir gesagt, dass dem nicht so ist, und du hast mir geglaubt. Deine Vorsicht hat nachgelassen", meinte Barry.
„Ja genau. Es ist seltsam. Normalerweise vertraue ich nicht einfach auf das Wort von jemand anderen, nicht einmal auf das von Leuten, die mir nahe stehen. Und ja, es warst du, aber frühere wäre ich so was nicht rein gefallen!", erklärte Oliver.
„Das ist, weil du ein Omega bist", klärte ihn Barry auf, „Ein Alpha hat dir sein Wort gegeben. Jeder Instinkt sagt dir, dass du dem glauben kannst. Alphas beschützen Omegas. Sie tun ihnen nicht weh. Zumindest sollte es so sein." Er seufzte. „Ich habe sehr lange gebraucht um zu lernen, dass es Alphas gibt, die meine Feinde sind, und nicht meine Freunde."
Oliver ließ den Kopf sinken. „Das hier ist …. so seltsam auf so vielen Ebenen", meinte er.
„Du verlierst dich nicht, du wirst nur anders", behauptete Barry, obwohl er sich nicht so sicher war, ob das stimmte, „Ist es wirklich so schrecklich weniger paranoid zu sein? Vielleicht hatte Clark recht. Vielleicht ist uns das wirklich aus einem Grund passiert, vielleicht ist es passiert, damit wir voneinander lernen können. Du bist immer bereit dazu dich zu verteidigen, wie ein guter Alpha, aber wenn ich meinen Speed benutze, dann nicht durch Wut oder Angst. Wenn ich laufe, dann bin ich frei, freier als jemals zuvor. Wenn ich laufe, dann kann ich alles Dunkle in meinem Leben einfach hinter mir zurücklassen. Dann fühle ich mich befreit und fröhlich, und je besser es mir geht, je mehr ich meine Sorgen loslasse, desto schneller bin ich. Du konntest durch die Dinge hindurch laufen, als du vorhin gerannt bist, nicht wahr? Und das Phasen, du konntest erst phasen, nachdem du meinen ausgerenkten Daumen gesehen hast und darüber lachen musstest. Aber da hast du gelacht, Oliver. Nicht der Omega in dir. Ich hab das zwar selten gehört, aber ich hab's schon mal gesehen. Du kannst lächeln, du tust es selten, aber du kannst es. Und es steht dir. Ich weiß, du hast viel durchgemacht. Gerade in letzter Zeit, aber wenn du das alles loslässt, dann kannst du schneller sein als alle anderen, da bin ich mir sicher."
Oliver starrte ihn an. „Iss deinen Kuchen", wies Barry ihn sanft aber bestimmt an, und der Omega kam dem Befehl tatsächlich nach. „Der ist gut", merkte er an, während er den Kuchen fast herunter schlang, „Bist du ständig hungrig? Das ist … ablenkend. Oh, der ist wirklich gut."
Barry lächelte. „Ja, Clark ist ein Superman innerhalb und außerhalb der Küche", meinte er, „Komm wir besorgen dir noch was zu essen, das brauchst du jetzt."
„Verdammt!"
Es war der nächste Morgen, und sie übten Bogenschießen. Nun Barry übte es und … war nicht besonders gut. Immerhin trainierte er noch nicht lange. Seine Muskelerinnerungen halfen ihm, und im Gegensatz zu einem Anfänger waren seine Armmuskeln weit genug ausgebildet um einem Bogen spannen zu können, aber an der Zielsicherheit mangelte es ihm noch. Und er verlor deswegen langsam aber sicher die Geduld mit sich selbst.
Je mehr Fortschritte Oliver in seinem Training machen zu schien, desto schlechter wurde Barry. Vermutlich lag es aber nur daran, dass er wütender wurde und deswegen immer weniger aufmerksam zielte.
„Du musst…", begann Oliver.
„Ja, ich weiß", schnappte Barry uncharakteristisch aggressiv, „Beide Augen offen halten, Ausatmen, wenn ich den Pfeils loslasse. Ich weiß das alles! Es hilft aber trotzdem nichts!"
Er fuhr sich durchs Haar, was dazu führte, dass seine Frisur verwildert aussah, und murmelte etwas Unflätiges vor sich hin.
Ich sollte es ihm nicht sagen, dachte Oliver, Ich meine, ich will doch nicht, dass er wird wie ich. Aber Barry war frustriert, und ihnen lief die Zeit davon, und ganz abgesehen davon hatte der O- Alpha ihm geholfen, also war es nun an Oliver den Gefallen zu erwidern, nicht wahr?
„Weißt du noch, wie wir davon gesprochen haben, dass du schneller wirst, wenn du all deine Sorgen hinter dir lässt?", fragte er dann, „Nun, wenn ich ein Ziel anvisiere, dann halte ich mir immer vor Augen, was ich alles verloren haben. Dieser Schmerz begleitet meinen Schuss, und durch ihn treffe ich immer."
Barry warf ihm einen irritierten Blick zu. „Ernsthaft? Ist das nicht ablenkend?", wollte er wissen.
Oliver schüttelte den Kopf. „Nein, denn der Gedanke an den Schmerz, hilft mir dabei verhindern zu wollen, dass er noch einmal wiederkehrt. Er lenkt mich nicht ab, sondern hilft mir bei der Konzentration. Ich weiß, das klingt verkehrt, aber es hilft mir. Ich packe meinen ganzen Schmerz und mein Leid in den Pfeil, den ich gerade halte, und schieße ihn von mir weg, auf das er denjenigen trifft, der gerade dabei ist Leid zu verbreiten", erläuterte er.
Barry schien darüber nachzudenken. „Ein wenig wie die Leute, die Dartpfeile auf die Bilder ihrer Feinde werfe", murmelte er dann, „Okay, ich versuch's einmal." Dann brachte er sich in Position, legte einen neuen Pfeil an, machte ein konzentriertes Gesicht, und ließ den Pfeil fliegen. Und traf diesmal mitten ins Schwarze.
Oliver spürte Stolz und ein wenig Selbstzufriedenheit in sich aufsteigen, und schämte sich im nächsten Moment für diese Gefühle. Ich will doch nicht, dass er wird wie ich, ich will, dass er Barry ist und nicht …. Er studierte Barrys grimmige Zufriedenheit und die Tatsache, dass der jüngere Mann einen weiteren Pfeil einspannte und wieder ins Schwarze traf. „Mhm", machte Barry, „Du hast diese Stadt im Stich gelassen!" Mit diesen Worten ließ er einen neuen Pfeil auf sein Ziel los und traf erneut.
Nein, das gefiel Oliver gar nicht. „Barry", mahnte er den Alpha. Dieser sah ihn fragend an. „Verlier dich nicht dabei", fuhr Oliver fort. „Vergiss nicht, wer du bist."
Barry blickte ihn verwirrt an und schüttelte dann ungläubig den Kopf. „Ich weiß, wer ich bin. Du musst dir darüber wirklich keine Sorgen machen, Oliver", behauptete dann, und in diesem Moment öffnete sich ein Dimensionsübergang auf der Kent-Farm.
„Wow!", entfuhr es Oliver, während Barry wie automatisch einen Pfeil auf den Übergang richtete. Kara und ihr Cousin tauchten mit Supergeschwindigkeit neben ihnen auf, und Lois folgte ihnen auf den Fuße – bewaffnet mit einem riesigen Hammer.
Doch es waren Cisco und Iris, die durch den Tunnel kamen. „Wow, hey, Oliver- ich meine Barry? Nicht schießen, bitte", erklärte Cisco, „Wir sind hier, weil wir eure Hilfe brauchen."
„Heißt das ihr glaubt uns?", wollte Oliver hoffnungsvoll wissen.
„Ja, das tun wir", erklärte Iris, „Ich weiß, wer mein Gefährte ist." Sie richteten einen festen Blick auf Barry, der seinen Bogen sinken ließ. „Cisco hatte eine Vision. Aber wir haben im Moment drängendere Probleme. Central City wird von einer Art Roboter bedroht. Er hat die Kräfte von Cisco, Caitlin, Ralph, und Wally absorbiert. Das bedeutet…"
Barry warf einen Blick auf Kara und ihren Cousin. „Dass wir kryptonische Hilfe brauchen werden um ihn zu besiegen", vervollständigte er ihren Satz, „Hast du mal wieder Lust dazu uns zu helfen, Kara?"
„Klar doch. Willst du mitkommen, Clark? Lust auf einen Trip zu Erde-1?", wandte sich der außerirdische Omega an den Beta.
„Nun, ich…" Superman warf einen fragenden Blick auf seine Gefährtin. „Geh schon, Smallville", meinte diese, „Wenn du nicht gehst, dann gehe ich."
„Wir werden ihn in einem Stück zurückschicken", versprach Iris.
„Also dann", meinte Cisco, „Erde-1, wir kommen."
Da ihr Gegner, ein Roboterwesen mit Aufschrift Amazo, bereits viele Kräfte absorbiert hatte, musste es beim ersten Versuch klappen ihn zu besiegen. Oliver schmiedete einen Plan, den sie auch genau ausführten. Mit vereinten Kräften besiegten Supergirl, Superman, der Flash, und Green Arrow das Wesen und zerstörten es.
„Siehst du, dein Plan hat funktioniert, vielleicht ist es doch nicht so schlecht Oliver Queen zu sein", meinte Kara zu Oliver, der als Antwort darauf nur ein schwaches Lächeln übrig hatte.
„Aber wir sind immer noch der andere", meinte Barry, „Obwohl wir das Ding besiegt haben. Ich dachte du hattest eine Vision, Cisco!"
„Die hatte ich auch!", verteidigte sich der Omega, „Woher dieses Ding auch immer kam, es hat etwas mit dem zu tun, was euch zugestoßen ist! Da bin ich mir ganz sicher. Ich werde mich einfach noch mal auf die Trümmer konzentrieren, vielleicht schnappe ich noch was auf!"
„Bis dahin werdet ihr wohl so bleiben müssen, wie ihr gerade seit", meinte Iris, und weder Oliver noch Barry wirkten von dieser Ankündigung sonderlich begeistert. Kara konnte sich gut vorstellen warum. Offiziell war Iris mit Oliver verheiratet, das musste Barry einfach unglücklich machen.
„Ich werde hierbleiben, bis wir herausgefunden haben, was mit euch los ist", bot sie an. Nun da sie sich ihre Wege von denen des DEO getrennt hatten, und Agent Liberty gefangen war, konnte sie sich das leisten.
„Und ich gehe zurück nach Hause, damit unsere Erde nicht schutzlos ist, und um….", begann Clark.
„… die Schwangerschaft, ist schon klar", meinte Kara. Diesen Teil konnte sie immer noch nicht fassen. Ein Baby. Von Clark und Lois. Ein halbkryptonisches Baby. Es ist also möglich. Nicht dass Kara jemals selbst an dieses Thema gedacht hatte. Zumindest nicht anders als auf abstrakte Art. Immerhin kannte sie Mon-El noch nicht so lange, und zwischen bösen Müttern, Zeitreisen, und Besuchen auf Argo hatte sie noch gar keine Zeit gehabt darüber nachzudenken. Aber nun ….. Aber anders als im Fall von Clark würde bei uns ich das Baby austragen. Und das würde bedeuten, dass Supergirl für einige Zeit ausfällt. Und nach der Geburt, was wäre dann? Könnte ich überhaupt Mutter und Heldin sein?
Nun das war alles nur Theorie, oder? Und eine Frage für die weiter entfernte Zukunft. Zunächst galt es sich der unmittelbaren zu stellen.
„Ich habe noch eine Idee, wie wir vielleicht mehr über all das herausfinden könnten", meinte Oliver schließlich, „Felcitiy kann ich zwar nicht mehr um Hilfe bitte, aber Curtis ist fast so gut wie sie, und er hat Zugang zur Regierungsdatenbank."
Barry sah ihn skeptisch an. „Wolltest du dein Team nicht aus der ganzen Sache raushalten?", wunderte er sich.
„Ich wollte die Regierung aus der ganzen Sache raushalten, und das habe ich immer noch vor. Aber das heißt nicht, dass wir keine Hilfe bekommen können. Oliver Queen muss seinen guten Freund Curtis einfach darum bitten das Ganze inoffiziell für ihn zu erledigen", meinte Oliver.
Barry seufzte. „Ich soll also wieder vorgeben du zu sein, ja?"
Oliver zuckte die Schultern. „Bei deinem Team hat die Wahrheit nicht funktioniert. Und wir haben es doch eilig das hier zu reparieren, oder?"
„Oder", wandte Kara hastig ein, „oder eine mit einer Ehrenmedaille prämierte Heldin von einer anderen Erde wendet sich mit der Bitte um Hilfe an Oliver Queens Team. Ich meine, immerhin habe ich schon ein paar Mal dabei geholfen eure Erde zu retten, da würde man doch meinen, dass eure Regierung bereit ist mir einen kleinen Gefallen zu tun, wenn ich darum bitte, oder?" Oliver und Barry sahen sie erstaunt an. Offenbar wären sie niemals von alleine auf diese Idee gekommen. „Ich habe doch gesagt, dass ich euch helfe, oder? Und ich habe nicht vor den Rest dieses Crossovers damit zu verbringen neben euch rumzustehen und heldenhaft auszusehen", fügte sie hinzu.
Iris räusperte sich. „Also ich halte da für eine brillante Idee", meinte sie, „Ihr etwa nicht, Jungs?" Und damit war es erledigt. Es war immer gut den ortsansässigen Alpha auf seiner Seite zu haben.
A/N: Ich hoffe ihr seid alle gut um neuen Jahr angekommen. Dieses Kapitel war wieder etwas schwieriger zu schreiben, da ich dauernd unterbrochen wurde, ich hoffe, es ergibt trotzdem Sinn.
Damit beginnen wir mit dem Arrow-Teil des Crossovers, aber bevor es nach Gotham geht, trifft Kara auf Agent Watson und Curtis.
Reviews?
