VIII.
Zusätzliche Pairings: Erwähnung von Sanvers, ein paar Hinweise auf Alex/Caitlin
Zusätzliche Warnings: Erw. von vergangenem Character Death, Sexual Humor (sorry)
Und dann von einem Moment zum anderen fand sie sich in einer Zelle wieder. Und nicht irgendeiner Zelle, sondern einer in der Pipeline von StarLabs. Und sie trug Gefängniskleidung. Was ist gerade passiert?, fragte sich Kara. Sie war auf Deegan zugeflogen, der sich in ein Ebenbild von Clark verwandelt hatte, das wusste sie noch. Und nun … nun war sie in dieser Zelle. Ich verstehe, dachte sie, obwohl sie eigentlich nicht verstand, Er hat die Realität erneut umgeschrieben.
Nur, dass sie diesmal in die Veränderungen mit einbezogen worden war, wie es schien. Da ihr nichts Besseres einfiel, verlangte sie lauthals ihre Freilassung. Nicht, weil sie sich davon Erfolg versprach, sondern da diese die einzige Methode war, die ihr einfiel, um mehr über ihre momentane Situation in Erfahrung zu bringen. „Halt den Mund, Omega!" Es war Caitlin, die vor ihrer Zelle stand, doch sie trug eine fremdartige Uniform, und ihr Haar war grau und nicht weiß wie das von Killer Frost und braun wie das von Caitlin Snow.
„Caitlin, ich bin es, Kara! Erkennst du mich nicht?", wollte Kara eindringlich wissen. Wenn Oliver und Barry und ihr bewusst war, dass sich die Realität um sie herum verändert hatte, warum dann nicht auch den anderen? Caitlin zeigte aber keine Spur von Wiedererkennen. „Netter Versuch, Alien, aber wir wurden vor dir gewarnt. Davor, dass du alles versuchen würdest um zu entkommen", meinte sie, „Ich falle sicher nicht auf dich herein."
„Ihr wurdet gewarnt", wiederholte Kara, „Aber von wem?"
„Von mir." Er trat vor die Zelle, und für einen Moment hielt Kara ihn für Clark, doch dann erinnerte sie sich daran, wer es wirklich war. Er trug immer noch schwarz, und alleine die Tatsache, dass er sie hier gefangen hielt, zeigte, dass er auf ihr Familienwappen spukte, das auf seiner Brust prangte. „Geben Sie uns ein paar Minuten alleine, Doktor", meinte er zu Caitlin, die nickte und ging.
„Deegan", zischte Kara, „Du wirst mit dieser Farce nicht durchkommen!"
„Ich denke schon, dass ich das werde", widersprach ihr Deegan mit Clarks Stimme, was sehr desorientierend war, „Immerhin bin ich Superman, und diese Welt gehört mir."
„Du bist viele Dinge, aber definitiv nicht Superman!", meinte Kara wütend.
Deegan deutete an sich herab. „Ach? Bin ich nicht? Weißt du, ursprünglich wollte ich ja der Flash sein, um mein Leben zu verbessern und damit das Leben aller. Um endlich das Leben zu leben, das mir zusteht, und allen zu zeigen, was in mir steckt, und was ich der Welt geben kann. Aber dann waren du und dein … Verwandter da. Amazo hat euch gescannt und alle eure Fähigkeiten analysiert, und ich habe mich schon mit vielen Metawesen auseinandergesetzt, aber ihr beide, ihr seid definitiv etwas anderes. Und das Seltsamste von allen, in diesem Buch, das mir dieses Wesen gegeben hat, steht alles über diese Welt drinnen, aber ihr beide wurdet mit keinem Wort erwähnt!"
Das war, weil sie nicht aus dieser Realität stammten, aber Kara hatte nicht vor Deegan das an die Nase zu binden. „Du schweigst dazu? Na gut, ich habe auch nicht erwartet, dass du kooperierst. Deswegen bist du ja hier eingesperrt. Weil ich weiß, dass du die einzige wirkliche Gefahr für mich in dieser Realität darstellst. Ich wollte der Flash sein, aber dann … ihr beide, was immer ihr seid, seid besonders. Das war mir sofort klar. Ich wollte sein wie ihr. So mächtig wie ihr, so unbesiegbar. Ich wollte sein wie du. Du bist die Stärkere, das habe ich sofort erkannt. Dich kann nichts aufhalten, nicht auf Dauer, das weiß ich. Aber ich werde es trotzdem versuchen", erklärte Deegan.
Kara musterte ihn und schüttelte den Kopf. „Du wolltest also sein wie ich. Also hast du meine Kräfte und meine Uniform kopiert, nicht aber mein Geschlecht", stellte sie fest, „Du bist immer noch ein Beta."
„Genau wie Superman", meinte Deegan, „Ein Omega zu sein. … Ich war überrascht, dass der Flash ein Omega ist. Aber nein, in dieser Welt will ich keiner sein."
„Mit dem Buch könntest du die Welt umschreiben", erinnerte ihn Kara, „Sie so machen, dass es keine Rolle spielt, welchem Geschlecht man angehört."
Deegan nickte. „Das könnte ich", gab er zu, „Aber wozu sich die Mühe machen, wenn ich mich einfach an die Spitze der Nahrungskette setzen kann?"
„Und siehst du", gab Kara zurück, „Genau damit beweist du, dass es dir nicht darum geht die Welt zu verbessern, sondern nur darum dein eigenes Leben zu verbessern."
Deegan zuckte die Schultern. „Vielleicht ist das ja so", sagte er nur, „Aber keinem hier wird das auffallen, dafür habe ich gesorgt." Dann ging er mit wehendem Cape davon. Kara starrte ihm ungläubig nach. Er hatte ziemlich schnell aufgeben vorzugeben, dass es ihm darum ging die Welt zu verbessern.
Ich frage mich, was aus den anderen geworden ist. Doch sie bekam nicht so schnell eine Antwort auf die Frage. Caitlin sah ab und zu bei ihrer Zelle vorbei, genau wie andere Leute, die Kara aber nicht kannte, bis sie dann jemand sah, der gar nicht hier sein sollte. Nein, das kann doch nicht sein, oder?!
Sie konzentrierte sich auf das Gespräch der Frau mit Caitlin, benutzte ihr Supergehör so gut sie konnte, was aber nichts brachte, da die Zelle ihre Kräfte dämpfte, aber sie hörte genug. Offenbar war es kein Problem für Caitlin und die andere Frau vor ihr über private Dinge zu sprechen. „Urlaub nehmen ….Ausgehen …. Typ aus der Verwaltung …." Ja, Kara erkannte die Stimme sofort wieder. Es war Alex! Alex Danvers, ihre Adpotivschwester.
Sie sah auch aus wie Alex, nur dass sie dieselbe Uniform trug wie Caitlin, und ihre Frisur eine andere war. Anstatt einer der üblichen Kurhaarfrisuren von Alex, präsentierte diese Frau sich mit einem langen geflochtenen Zopf. Wenn sie nahe an der Zelle vorbeiging, dann konnte Kara Alpha-Geruch an ihr ausmachen.
Es ist nicht Alex, das weißt du, rief sie sich selbst in Erinnerung. Ja, das wusste sie. Das hier war nicht ihre Schwester, aber es war eine Alex Danvers. Die Erde-1-Version von Alex Danvers. Oder, nun ja, das was Deegan Realitätsumschreibung aus der Erde-1-Version von Alex Danvers gemacht hatte.
Aber was bedeutet das für mich? Außer, dass es mich beunruhigt? Wie alle anderen auch nannte Alex Deegan Sir und erstattete ihm Bericht. Aber Alex wurde von den meisten anderen, vor allem von Deegan, auch von Oben herab behandelt, als wäre sie noch eine Anfängerin und würde nicht wissen, was sie tat. Und sie blickte Kara an als wäre diese ein Insekt. Oder eine Mörderin. Wer wusste schon, was Deegan seinen Leuten erzählt hatte? Ich muss hier raus. Ich muss ihn aufhalten. Ihm das Buch abnehmen und alles wieder in Ordnung bringen, wurde ihr klar, Sein erster Versuch war ein Kinderstreich, aber das hier …. Jemand wie er, der die Welt regiert, nein, das kann einfach nicht richtig sein. Das kann ich nicht so lassen. Jemand, der der Meinung ist, er könnte sich alles einfach so nehmen….
Deegan war nur der letzte in einer Reihe Beta-Diktatoren, die dachten ihr Geschlecht und ihre Persönlichkeit würden sie besser als alle anderen machen und dazu prädestinieren über alle anderen zu herrschen. Ob auf Erde-38 oder Erde-1 Kara konnte das nicht zulassen! Doch wie sollte sie aus ihrer Zelle herauskommen?
Alex war ihre beste Chance, das wusste sie. Aber wie sollte sie den Alpha dazu bringen ihr zu helfen? Alex, ihre Alex, hatte ihr von ihren Versuchen Winns Doppelgänger auf Erde-X dazu zu bringen ihr zu helfen erzählt und davon, wie das gescheitert war, aber diese Alex hier schien Kara sehr viel mehr Ähnlichkeit mit ihrer Alex zu haben als jener Winn mit ihrem Winn.
Sie musste es zumindest versuchen. „Warum sagt du Caitlin nicht einfach, dass du Männer nicht magst?", fragte sie also das nächste Mal, als Alex an ihrer Zelle vorbeiging.
Alex Danvers wirbelte herum und funkelte sie wütend an. „Woher weißt du das? Hast du deine Superkräfte eingesetzt und meine Gedanken gelesen?", wollte sie herausfordernd wissen.
Kara schüttelte den Kopf. „Das kann ich nicht. Ich weiß nicht, was dir Deegan … ich meine Superman… erzählt hat, aber ich bin nicht die, für die du mich hältst", erklärte sie, „Ich stamme von einer anderen Erde, und die Alex Danvers von dort, deine Doppelgängerin, ist meine Schwester. Nun, Adoptivschwester. Auf jeden Fall habe ich dich beobachtet und festgestellt, dass du ihr sehr ähnlich bist."
„Ach ja?" Alex klang nicht gerade so, als würde sie ihr glauben, aber das störte Kara nicht. „Ja", meinte Kara „Doch sie steht zu der Person, die sie wirklich ist. Ich meine, warum auch nicht? Heutzutage ist es keine große Sache mehr, wenn man mit Mitgliedern des eigenen primären Geschlechts ausgeht."
Alex Danvers schnaubte. „Ja, das sagen sie immer, aber wenn man ihnen dann sagt, dass man nur an Mitgliedern des eigenen primären Geschlechts interessiert ist, werden sie distanziert, und man kann die Verachtung in ihren Augen sehen, als würden sie denken, dass man nicht ganz richtig ist. Darauf kann ich verzichten", meinte sie spöttisch.
„Ich denke nicht, dass Caitlin sich von dir abwenden würde, wenn sie die Wahrheit wüsste", meinte Kara.
„Was weißt du schon?", spottete Alex, „Du kommst nicht von hier, und soweit ich weiß, ist jedes Wort, das deinen Mund verlässt, eine Lüge."
„Nein, ich lüge nicht. Yubikiri genman, uso tsuitara!", verkündete Kara verzweifelt.
Alex, die schon dabei gewesen war, sich wegzudrehen und weiter zu gehen, erstarrte. „Woher kennst du diese Worte?", wollte sie dann wissen.
„Meine Alex hat sie mir beigebracht. Sie hat sie bei einem Urlaub in Nagano in Japan gelernt, als sie sechs Jahre alt war. Sie hatte furchtbares Heimweh, und da war dieses einheimische Mädchen, das ihr geholfen hat eines Nachts aus dem Hotel in den naheliegenden Tempel zu schleichen und eine Schriftrolle mit ihren Wünschen in die älteste Wand des Tempels zu stecken, auf die Hoffnung hin, dass ihre Wünsche eines Tages wahr werden würden. Das Mädchen hat versprochen nichts zu sagen und ihr diesem Reim genannt. Der so viel heißt wie …."
„Indianerehrenwort", meinte Alex tonlos, „Und ich war sieben, nicht sechs. Bist du sicher, dass du keine telepathischen Fähigkeiten hast?"
„Die habe ich nicht", beharrte Kara, „Meine Schwester hat mir diese Geschichte erzählt. Ich sagte doch, sie ist dir sehr ähnlich. Sie arbeitet ebenfalls an einem Ort wie diesen. Nur, dass sie stellvertretenden Leiterin von unserer Organisation ist. Und eines Tages, da bin ich mir ganz sicher, wird sie sie leiten. Sie weiß, dass sie alles haben kann, was sie sich wünscht. Und sie wünscht sich alles. Eine Familie und eine Karriere. Und sie hat damit bereits angefangen - geneinsam mit ihrer Beta-Partnerin hat sie die Tochter einer verstorbenen Freundin adoptiert. Sie und ihre Partnerin werden bald heiraten und dann eigene Kinder bekommen, das weiß ich mit Sicherheit. Maggie wollte zuerst keine Kinder, aber Alex hat ihr ihre Angst genommen, und nun sind sie sehr glücklich zusammen."
Alex schwieg als sie das alles hörte. „Das klingt nach einigem", meinte sie vage.
„Es ist auch einiges. Es war nicht leicht soweit zu kommen, wie sie gekommen ist. Aber sie hat alles erreicht, was sie bisher erreicht hat, weil sie mutig ist. So mutig wie du es bist", meinte Kara, „Du musst hier nicht herumlaufen und den Befehlen von anderen nachkommen, als ob dieses es besser wissen würden als du. Das wissen sie nicht. Du bist Ärztin und Soldatin. Wer hier kann das noch von sich behaupten?!"
Alex schüttelte den Kopf. „Wenn das alles wahr sein sollte, und es kein Trick ist. … Wenn du wirklich meine Adoptivschwester von einer anderen Welt bist, warum bist du dann hier eingesperrt?", wollte sie von Kara wissen.
„Weil Superman nicht der ist, für den er sich ausgibt", erklärte Kara, „Er hat nicht das Beste für diese Welt im Sinn, sondern nur das Beste für sich. Der echte Superman ist mein Cousin, und deswegen bin ich die Einzige, die diesen Superman hier aufhalten könnte. Soviel hat er mir gegenüber selbst zugegeben. Ich bin hier, weil ich die Wahrheit über ihn kenne, und er Angst hat, dass ich sie offenbaren könnte. Er wird mich hier behalten, bis ich ihm nicht mehr von Nutzen bin, und dann wird er nach einem Weg suchen mit zu töten. Ich weiß, du denkst, er ist euer aller Retter, aber in Wahrheit ist er ein Monster."
Sie ließ ihre Worte erst mal sinken und wartete ab. Alex war offenbar hin- und hergerissen. „Was also verlangst du von mir?", wollte sie wissen.
„Ich weiß, dass du nicht meine Schwester bist, aber du bist Alex Danvers, und Alex Danvers tut immer das Richtige. Und mich gefangen zu halten ist nicht richtig. Ich will nur, dass du mich freilässt, damit ich ihn aufhalten kann", erklärte Kara.
Alex wirkte immer noch nachdenklich. „Ich schwöre dir, ich sage die Wahrheit", betonte Kara und hoffte, dass sie sich in dieser anderen Alex Danvers nicht getäuscht hatte.
Es war Operation „Retten wir Kara", die sich vor allem darauf konzentrierte in die Basis von Deegan-Superman einzudringen, die StarLabs war, und in der Kara vermutlich festgehalten wurde. Und sie wurde kürzer gehalten als geplant, als Barry auf halben Weg dorthin Alex Danvers in die Arme lief. „Alex, was macht du denn hier?", begann er und kam nicht viel weiter, da er von Alex zu Boden gedrückt wurde, und das nicht gerade auf die normale Alpha-Unterwerfungsart.
„Warte, warte, er gehört zu mir! Er ist nicht böse!", rief Karas Stimme, und Barry kam wieder frei und wieder auf die Beine. „Tchuldidung", meinte Alex.
Barry rieb sich den Hals. „Kein Problem. Alex Danvers ist ein jeder Realität ein Badass wie es scheint", meinte er.
„Wir sollten zusehen, dass wir hier wegkommen", erklärte Kara, und in diesem Moment ging der Alarm los, und Caitlin kam mit einer riesigen Waffe angestürmt. „Als ich gesagt habe, du solltest mehr ausgehen, habe ich nicht das gemeint!", beschwerte sie sich in Alexs Richtung und schoss dann auf die beiden Omegas und Alex.
Kara konnte die anderen beiden gerade noch rechtzeitig zur Seite ziehen. „Ich nehme an, Caitlin ist nicht auf unserer Seite", fasste Barry zusammen.
„Nun ja….", lautete Karas einzige Antwort, doch dann traf zum Glück ihre Verstärkung ein.
„Waffen runter", befahl Superman.
„Aber, Sir", begann Caitlin verwirrt.
Kara wollte Barry offenbar eine Frage stellen, doch er wurde unterbrochen, von einem anderen Superman in Schwarz, der auftauchte und verkündete: „Lasst euch nicht täuschen - dieser Mann ist ein Betrüger!"
Alex Danvers wirkte verwirrt, und Kara fragte: „Ihr habt Clark hergeholt?"
„Ja, das ist eine längere Geschichte", gab Barry zu, als der Rest ihrer Verstärkung eintraf: Oliver, zusammen mit einem eher unwilligen Cisco, einer mit einer Art Hammer bewaffneten Lois, sowie Mon-El, J'onn J'onzz, und Brainiac-5. Kara sah Barry fragend an. Der zuckte die Schultern. Und begann dann mit einer kurzen Zusammenfassung.
„Deegan hat es uns diesmal nicht leicht gemacht. Oliver und ich gelten als Verbrecher. Wir werden die Zwillinge genannt und tragen offenbar gerne Partnerlook, aber ich denke nicht, dass unsere Beziehung in dieser neuen Realität brüderlicher Natur ist, also bin ich mir nicht sicher, was diese ganzen Implikationen sollen. Wie auch immer, das Erste, was uns passiert ist, als die neue Realität einsetzte, war, dass die Polizei auf uns geschossen hat. Wir mussten also fliehen. Und dann … wurde es noch schlimmer. Diesmal hat uns keiner vorsorglich unter Drogen gesetzt…."
„Na toll. Auch das noch. Muss das sein, Barry?", beschwerte sich Oliver offenbar wütend. Barry konnte nur eine entschuldigende Geste machen. „Es tut mir ja auch leid, aber ich kann nichts dafür!", verteidigte sich der Omega, „Stresshitzen passieren nun mal."
Als ob ihnen nicht schon sowieso genug passiert wäre! Oliver hasst es, dass sie nun zu allem anderen auch noch mit biologischen Problemen umgehen mussten. Barrys Stresshitze führte wiederum bei ihm zu den ersten Reaktionen, und er war der Ansicht, dass Iris vermutlich noch weniger verständnisvoll wäre als Barry es gewesen war, wenn sie von der ganzen Sache erfahren würde. Zum Glück haben wir keine Zeit für irgendwelche Dummheiten, und ich bin ein Meister der Selbstbeherrschung, dachte der Alpha, nur um dann zu sehen, wie Barry damit begann sich … auszuziehen.
„Barry?! Was zum Teufel machst du da!", beschwerte er sich empört.
„Ich muss aus diesen Klamotten raus, ich bin vollkommen verschwitzt", erklärte Barry, als wäre das die logischste Antwort der Welt. Sie hatten sich in einer Paketstation der Post vor der Polizei versteckt, und nichts an diesem Ort lud nach Olivers Meinung dazu ein sich auszuziehen, aber scheinbar war Barry Allen anderer Meinung.
„Du kannst nicht einfach nackt rumlaufen! Erstens riechen dich dadurch alle noch deutlicher, und zweitens haben wir Winter!", argumentierte Oliver verzweifelt.
„Je mehr Schweiß sich sammelt, desto intensiver ist mein Hitzegeruch", hielt Barry dagegen und entkleidete sich munter weiter. Manchmal hasse ich ihn wirklich, dachte Oliver verzweifelt und beschloss einfach nicht mehr in Barrys Richtung zu sehen, und zog sich nun seinerseits teilweise aus und warf dem Omega seine Jacke zu, damit dieser zumindest irgendetwas trug.
„Danke", meinte Barry. Nach einer kurzen Pause warf er ein. „Natürlich wäre ich dir noch dankbar, wenn du mir vielleicht etwas zur Hand gehen könntest…"
„Vergiss es!", zischte Oliver, „Erledige das selbst. … Weit weg von mir."
Barry schniefte beleidigt. „Okay, okay, Mister Empfindlich", meinte er wenig begeistert, „Wir sind erwachsen, und das ist hier ist nichts, dass …."
Oliver schnaufte nur. Tatsächlich würde er seine Hand selber brauchen, wie es aussah. Er hörte Barrys Erklärung nicht weiter zu, sondern entfernte sich selbst von diesem um sich in sicherer Entfernung zu erleichtern und dabei zu hoffen, dass Iris West-Allen niemals erfahren würde, was genau sich in dieser Paketstation zwischen all den Weihnachtsbestellungen zugetragen hatte.
Nachdem er fertig war, war Barry wiederum offenbar noch nicht fertig. Etwas später meldete sich der Omega aber zumindest mit den Worten: „Erledigt. Fürs Erste" zu Wort. „Ich denke mal, wir sollten unseren Ruf alle Ehre machen und eine Apotheke überfallen", beschloss Oliver.
„Bin voll dafür", meinte Barry, „Aber was dann?"
„Diese Welt ist voll unter Kontrolle von Deegan", erklärte Oliver, „Wir brauchen Supermans Hilfe."
„Na gut, aber keiner von uns ist mehr ein Speedster. Wie also sollen wir nach Erde-38 kommen?", wandte Barry ein.
„Keine Ahnung, aber eines weiß ich: Wenn Deegan in dieser Welt zu den Guten gehört und wir zu den Bösen, dann ist unsere beste Chance auf Hilfe, die Bösen darum zu bitten", behauptete Oliver, „Weißt du, wo sich in dieser Stadt normalerweise die Schurken treffen?"
Er konnte Barry seufzen hören. „Oh ja, ich hätte da schon die eine oder andere Idee", meinte der Omega, „Aber zuerst … müssen wir dringend diese Apotheke überfallen. Es geht schon wieder los." Oliver unterdrückte ein Stöhnen, weil es vielleicht nicht so genervt geklungen hätte, wie es ihm lieb gewesen wäre.
Ja, das mussten sie dringend als Erstes erledigen, soviel stand fest.
A/N: Nein, Oliver ist ein Gentleman, Olivarry bleibt ihre ewige Seelenliebe, aber Action kriegen sie keine in dieser Fic, sorry.
Nächstes Mal: Mehr von Oliver und Barry, und wie sie nach Erde-38 kamen.
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