4. Januar – Im Dunkeln

Es war dunkel – jeden Tag und jede Nacht. Nur manchmal schimmerte ein wenig Licht durch die Decke ganz hoch oben, viel zu hoch, um es zu erreichen. Wobei, dachte er verbittert, er würde es erreichen können – wenn er nicht angekettet wäre und halb blind…

Der Ukrainische Eisenbauch seufzte innerlich und drehte wieder eine Runde. Er hatte nicht viel Platz, doch den wenigen Platz, den er besaß, wollte er, so gut es ging, nutzen. Nur sehr selten kam jemand in seine Nähe, den er mit Feuer hätte abschrecken können, doch meistens waren es diese Kobolde, die dieses schreckliche Geräusch verursachten, das ihn an Schmerzen erinnerte. Danach hatte er nicht mehr die Kraft, jemanden anzugreifen, sondern konnte sich nur noch in sich zusammenkauern und hoffen, dass die Schläge nicht kommen würden…

Mittlerweile war er fast blind, er konnte nur noch hell und dunkel voneinander unterscheiden. Doch riechen konnte er noch recht gut und so roch er Fremde, noch ehe er sie hören konnte. Niemand kam an ihm vorbei, um Schätze aus Gringotts ältesten Verließen zu stehlen! Und darauf war er sogar stolz; ein Gefühl, das ihm half, seine Lage ein Stück weit besser zu überstehen.

Ob er hier wohl jemals herauskommen würde? Oft stellte er sich diese Frage, doch jedes Mal schallt er sich selber, weil er wusste, wie hoffnungslos seine Situation war…

Und doch… Von seinem Vater hatte er gelernt, dass man niemals die Hoffnung aufgeben durfte!

Wieder seufzte er, wobei ein paar Flammen aus seinen Nüstern kamen, legte sich auf den Boden – und wartete auf die Freiheit…