26. Januar – Besondere Haustiere

George Smith lief hoch in den Schlafraum der Erstklässler-Jungen im Gryffindorturm. Es war so toll, ein Zauberer zu sein – und dann auch noch in Hogwarts! Er fühlte sich schon stärker, nur weil er hier war. Und ausgerechnet in Gryffindor; er war jetzt bewiesener Maßen der tapferste in seiner Familie (seine zwei älteren Brüder waren in Hufflepuff gelandet).

„Hey Gerorge", begrüßte ihn sein Zimmergenosse Brian.

„Hey, Bri."

„Und, hast du Verwandlung schon gemacht?"

„Nee, du?"

„Nee. Wollen wir das zusammen machen?"

„Ja, klar."

„Jetzt?"

„Gleich", wich George aus. „Ich muss noch was erledigen. Aber geh doch schon mal vor. Wir treffen uns gleich."

„Okay", sagte Brian nichtsahnend und verließ den Schlafraum, ein Pergament, sein Tintenfass, seine Feder, sowie sein Buch für Verwandlung in der Hand.

George atmete auf. Dann vergewisserte er sich noch einmal, dass er allein war, und kniete sich schließlich vor sein Bett. Es war in Hogwarts verboten, ein anderes Haustier als eine Katze, eine Eule oder eine Ratte zu haben, doch George konnte seine Lieblinge nicht einfach zu Hause lassen! Also hatte er sie heimlich eingeschleust und hielt sie nun unter seinem Bett in einem Karton versteckt…

„Hallo, meine Kleinen", begrüßte er sie und zog die Kiste hervor. „Ich hab hier was Schönes für euch." Er öffnete den Deckel (der luftdurchlässig war) und streute ein paar kleingerissene Salatblätter, die er vom Abendessen mitgenommen hatte, in den Karton.

Zufrieden lächelte er seine Freunde an, während sie den Salat fraßen. Die meisten Menschen hielten sie für langweilig, aber er fand sie sehr faszinierend; wie konnte man nur so nichts tuend sein? Sehr entspannend.

„Bis später", sagte George schließlich, schob den Karton wieder unter sein Bett – und verließ seine geliebten Flubberwürmer, um mit Brian an ihren Verwandlungsaufsätzen zu arbeiten.