8. Februar – Kaffeeklatsch

Es klingelte an der Tür.

„Schatz, die Gäste sind da!", rief Mrs Granger ihrem Mann zu und öffnete die Tür. „Hallo alle zusammen!"

Mr und Mrs Miller, sowie Mr und Mrs Roland kamen unter lauter und freudiger Begrüßung herein, es wurde sich umarmt und auf die Wange geküsst, die Mäntel und Schuhe wurden ausgezogen, bis Mrs Granger sie alle ins Wohnzimmer bat.

Auch Mr Granger stieß nun dazu und man setzte sich auf die Sofas und Sessel um den Wohnzimmertisch herum, während Mr Granger Kaffee eingoss und Mrs Granger den Kuchen aus der Küche hereinholte.

Die Ehepaare Granger, Miller und Roland kannten sich schon seit vielen Jahren. Sie hatten alle zusammen ein paar Tanzkurse belegt und seitdem hielten sie alle paar Monate ein Kaffeekränzchen, das abwechselnd vorbereitet wurde.

„Und, wo ist Hermine?", erkundigte sich Mrs Roland nach einer Weile.

„Sie ist wieder im Internat", erwiderte Mrs Granger und versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Jedes Mal, wenn ein Außenstehender – besser gesagt ein Muggel – über ihre Tochter sprach, bekam sie eine leichte Panik.

„Schon wieder?", rief Mrs Miller entsetzt. „Nie ist sie zu Hause. Ein sehr fleißiges Kind."

„Das ist sie", bestätigte Mr Granger.

„Sagt doch, wie hieß das Internat doch gleich?", fragte Mrs Roland und überlegte. „Es war in Schottland, nicht wahr?"

„Ähm, ja", antwortete Mrs Granger widerwillig.

„Und der Name...", fuhr Mrs Roland fort. „Irgendetwas mit H. Irgendetwas Seltsames mit einem Tier."

„Hogwarts", half Mr Granger nach und erlöste die Frau von ihrem angestrengten Nachdenken.

„Ach, ja, Hogwarts! Ein sehr seltsamer Name für eine Eliteschule…"

„Glaubt ihr, das wäre auch etwas für meinen Jim?", wollte Mrs Miller plötzlich wissen.

Mr und Mrs Granger tauschten einen kurzen, besorgten Blick miteinander aus. „Es ist nur eine Schule für Mädchen", log Mr Granger danach schnell.

„Ach so, schade", gab sich Mrs Miller zufrieden.

„Aber hat Hermine nicht letztes Mal von ihren besten Freunden Harry und Ron erzählt?", mischte sich da plötzlich Mr Roland ein. „Das sind doch eindeutig Jungennamen."

„Ähm, ja", meinte Mrs Granger. „Die, ähm, sind auf einer Schule in der Nähe. Ich weiß aber deren Namen leider nicht."

„Ach schade", wiederholte Mrs Miller enttäuscht.

„Wie geht es Jim denn? Weiß er schon, was er einmal werden möchte?", lenkte Mr Granger erfolgreich zu einem anderen Thema über.

„Das war knapp", stöhnte Mrs Granger drei Stunden später, als die Gäste wieder gegangen waren.

„Oh, ja", stimmte Mr Granger seiner Frau zu und legte einen Arm um sie. „Aber für Hermine ist es das wert."

„Ja", lächelte Mrs Granger und blickte ihren Mann liebevoll an. „Unsere kleine Hexe."