9. Februar – Zurück in der Höhle

Hagrid befand sich in einer Höhle mitten in den Bergen. Ein Lagerfeuer brannte und er bemühte sich, es zu vergrößern, damit es mehr Wärme spenden würde. Immer wieder blickte er zum Ausgang der Höhle und versuchte, jedes noch so kleine Geräusch zu hören, damit er Olympe sofort helfen konnte, falls sie es brauchen würde. Gerade war sie draußen auf der Suche nach etwas Essbaren.

Ach, Olympe... Sie war so eine wundervolle Frau. Schön, intelligent, liebevoll. Und wie er ein Halbriese. Welch Schicksal hatte sie beide nur zusammen auf diese Mission geschickt? Er dankte Dumbledore, dass er die Sache eingefädelt hatte, sodass er, Hagrid, mehrere Monate auf engstem Raum mit seiner großen Liebe verbringen konnte...

„'Agrid?", rief Olympe da.

„Bin hier", erwiderte er und schaute freudig zum Eingang.

Olympe kam auf ihn zu – selbst hier in den Bergen trug sie immer ein Kleid oder einen Rock, auch wenn die meisten Sachen schon Risse im Saum hatten – mit einem halbleeren Korb mit Pilzen, Kräutern und Nüssen in der Armbeuge und einem betrübten Ausdruck im Gesicht. „O 'Agrid", rief sie traurig, „esch tut mir zo leid, aber isch hab nischt mehr gefunden…"

Hagrid stand auf und ging zu ihr, nahm ihr den Korb ab und dann ihre Hand. „Das macht nix. Is alles toll so."

Da lächelte Olympe ihn freudestrahlend an und küsste ihn auf die Wange…

Hagrid erwachte plötzlich. Alles um ihn herum war dunkel, doch er erkannte das Innere seiner Hütte. Er spürte noch Olympes Kuss auf seiner Wange und errötete.

Im ersten Moment konnte er nicht klar sagen, ob die Szene in der Höhle eine Erinnerung oder ein Traum gewesen war...