10. Februar – Arithmantik

„Ich wünsche euch einen schönen Morgen", begrüßte Professor Vektor ihre Klasse und lächelte heute besonders freundlich. „Da ja bald Valentinstag ist, machen wir heute etwas Besonderes", verkündete sie nun und hatte sofort die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse. „Es gibt schon, seit das Fach Arithmantik an dieser Schule gelehrt wird, eine Hogwarts interne Tradition, die immer an die Fünftklässler des jeweiligen Jahrgangs weitergegeben wird: eine Formel für das Herausfinden des besten Partners zum Valentinstag – falls Sie noch nicht wissen, wem Sie dieses Jahr eine Rose schicken möchten."

Ein Raunen und Gemurmel ging durch die Klasse. Mit Zahlen die Liebe ermitteln? Was für eine praktische Idee!

„Nun", fuhr Professor Vektor streng fort, „es wird daher erst an die Fünftklässler verraten, da Sie nun schon fast zwei Jahre Arithmantikunterricht hinter sich haben und daher wissen, welcher Aberglaube auch hinter den Zahlen stecken kann. Dennoch", und hier lächelte sie wieder, „möchte ich Ihnen den Spaß des Ganzen nicht nehmen."

Sie begann danach das System zu erklären. Es war relativ simpel: Jeder Buchstabe entsprach einer Zahl. Das A war eine 1, B = 2, C = 3 und so weiter bis Z = 26. „Nun nimmt man sich zwei Namen", sagte Professor Vektor und ging an die Tafel. „Zum Beispiel... Lisa Miller und Tom Green – ich hoffe, es gibt diese Personen nicht wirklich. Als nächstes ersetzen Sie jeden Buchstaben durch seine entsprechende Zahl, also aus Lisa wird: 12+9+19+1. Dies machen Sie nun mit dem Rest der Namen und rechnen anschließend alle Zahlen zusammen. Legen Sie sich am besten eine Tabelle an." Sie schrieb an die Tafel: 12+9+19+1+13+9+12+12+5+18+20+15+13+7+18+5+5+14 und errechnete: 207. „Diese mehrstellige Zahl wird jetzt, wie Sie es schon kennen, in ihre Quersumme zerlegt, bis nur noch eine Ziffer übrigbleibt, also in unserem Fall die 9." Sie sah die Klasse zufrieden an.

„Und was bedeutet nun diese Ziffer?", fragte Hermine, die ein Teil der Klasse war.

„Ah, ja, danke, das hätt ich doch fast vergessen." Dann schrieb Professor Vektor folgende Zahlen an die Tafel: 7 – 9 – 3 – 5 – 2 – 4 – 1 – 6 – 8.

„Dies", erklärte sie dann, „ist die Reihenfolge der Zahlen. Wenn Sie eine 7 erhalten, stimmt die Chemie zwischen Ihnen und Ihrem Partner, Schwarm, etc am besten und bei einer 8 sollten Sie sich vielleicht jemand anderen suchen. Lisa und Tom haben wohl Glück." Sie grinste kurz und wiederholte dann wieder strenger: „Aber interpretieren Sie nicht so viel hinein; sehen Sie es eher als Spaß für zwischendurch. Und nun, meine Damen und Herren, beginnen Sie zu träumen und zu rechnen."

Hermine starrte für eine ganze Weile auf das leere Blatt Pergament vor sich, bevor sie es endlich und nach einem tiefen Atemzug wagte, Hermine Granger + Ron Weasley zu schreiben.

8+5+18+13+9+14+5+7+18+1+14+7+5+18+18+15+14+23+5+1+19+12+5+25 = 279. Quersumme: 18. Quersumme davon: 9.

Hermine starrte auf die Ziffer. Eine Neun? Wow. Sie atmete erleichtert auf und fing dann an, hysterisch zu grinsen. Eine Neun!

Aber nein, dadurch durfte sie nicht aus dem Häuschen geraten. Solch eine Rechnung grenzte schon an Wahrsagerei und sie wollte nicht enden wie Parvati und Lavender…

Und doch… Wer wohl ihre Sieben war?