21. Februar – Erkältet

„Miss Granger!", sagte Professor McGonagall und versuchte, nicht wütend zu klingen.

„Ja?", erwiderte Hermine mit glasigem Blick, bevor sie nun schon zum zehnten Mal in zwei Minuten laut nieste.

„Sie gehen jetzt sofort zu Madame Pomfrey und lassen sich etwas gegen Ihre Erkältung geben."

„Aber mir geht's doch gut", erwiderte Hermine trotzig, obwohl sie ihre Nase hochzog. „Ich will nichts verpassen."

„Sofort!" Professor McGonagall wusste, dass sie streng mit ihrer besten Schülerin sein musste, um an sie heranzukommen.

Und da Hermine nie einem Lehrer widersprechen würde, stand sie schließlich auf und verließ das Klassenzimmer für Verwandlung.

Der Weg zum Krankenflügel war ihr noch nie länger vorgekommen. Sie nieste durch die Gänge, schnaubte sich alle paar Meter die Nase, schlich eher als dass sie ging, da ihr alle Knochen wehtaten, zudem war ihr auch noch leicht schwindlig und sie hatte Kopfschmerzen.

„Hallo?", krächzte sie, als sie den leeren Krankenflügel erreicht hatte. „Hallo?!" Wunderbar, jetzt hatte sie auch noch Halsschmerzen.

Madame Pomfrey kam aus ihrem Büro und eilte zu Hermine. „Miss Granger, was kann ich für Sie tun?"

Sie hatte eigentlich erwidern wollen, dass ihr nichts fehlen würde, doch in diesem Moment spürte sie alle Symptome auf einmal und wusste, dass sie Hilfe brauchte. „Ich bin krank", antwortete sie daher niedergeschlagen.

„Na dann legen Sie sich mal hin", meinte die Krankenschwester freundlich.

Es folgte eine Prozedur von Diagnosezaubern – Fiebermessen, etc. – und schließlich musste Hermine einen Löffel Medizin trinken, die nach Äpfeln schmeckte, und durch die sie langsam schläfrig wurde.

„Schlafen Sie ruhig", sagte Madame Pomfrey und strich ihr mütterlich übers Haar. „Wenn Sie aufwachen, wird es Ihnen wieder bessergehen; das verspreche ich Ihnen."

Hermine lächelte. „Danke", flüsterte sie und schlief zuversichtlich ein.