28. Februar – Felsenkekse

Hagrid stand in seiner kleinen Küche und rührte Kuchenteig zusammen, nun ja eigentlich Keksteig, während er vergnügt vor sich hinpfiff. Harry, Ron und Hermine waren bei ihm zum Nachmittagstee eingeladen und so wollte er ihnen natürlich auch seine speziellen Kekse nicht verwehren. Das Rezept stammte von seiner Oma väterlicherseits. Der Trick war es, die Kekse ein wenig länger zu backen, als eigentlich üblich, damit sich das Aroma besser entfalten konnte.

Zwei Stunden später klopfte es an seiner Tür und Hagrid öffnete seinen drei Lieblingsschülern.

„Hey, Hadrid!", riefen Harry, Ron und Hermine erfreut.

Sie setzten sich alle an den runden Tisch und unterhielten sich über alles Mögliche, während sie Tee tranken und Kekse aßen. Hagrid freute sich einfach nur, wieder in Hogwarts zu sein mit seinen Freunden. Schließlich war Hogwarts sein Zuhause.

Seltsamerweise blieben ziemlich viele Kekse übrig. Die drei hatten vielleicht zwei oder drei Kekse gegessen, mehr nicht! Hagrid selbst konnte das nicht verstehen, er liebte diese Kekse, und hätte sie am liebsten alle sofort aufgegessen – aber er wollte nicht unhöflich sein.

Als es draußen dämmerte, verabschiedeten sich die drei freudig und gingen zurück ins Schloss. Hagrid begann seufzend aufzuräumen, als es plötzlich an der Fensterscheibe neben der Tür pochte. Verwundert blickte er zu dem Geräusch und entdeckte eine weiße Eule. Kopfschüttelnd öffnete er ihr.

„Du schon wieder?", lachte er. „Hast wohl gleich gerochen, dass ich wieder gebackn hab."

Hedwig klapperte laut mit dem Schnabel und flog dann zum Tisch mit der Keksschale.

Hagrid gab ihr einen seiner berühmten Kekse und die Eule begann aufgeregt, daran zu knabbern.

Der Halbriese blickte auf das kleine Tier und lächelte selig. Er mochte die Schneeeule sehr, denn er konnte wohl niemanden nicht mögen, der seine Kekse genauso liebte wie er selbst.