20. März – Eine Mütze

Dobby saß nach dem Abendbrot auf einem Stuhl am Feuer in der Küche und strickte an einer ganz besonderen Mütze. Sie war rot mit weißen Streifen. Er hatte schon oft eine ähnliche Mütze gestrickt, doch nie war sie perfekt gewesen und er hatte sie verworfen.

Schließlich hatte er die letzte Masche gestrickt und vernähte den Faden. Er betrachtete die Mütze ganz genau – und war endlich zufrieden. Strahlend stand er auf und apparierte in den Gryffindor-Gemeinschaftsraum.

„Dobby?", fragte Harry verwundert, als er ihn entdeckte. „Was machst du denn hier?"

„Dobby ist auf der Suche nach Miss Granger", erwiderte der Elf und blickte sich suchend um.

„Die ist vermutlich noch in der Bibliothek", meinte Harry.

Und Dobby apparierte schnell dorthin – wie praktisch für ihn, dass er dies als Elf konnte; es hätte ewig gedauert, alles zu Fuß erreichen zu müssen.

In der Bücherei machte er sich auf die Suche nach dem Mädchen mit den buschigen Haaren und fand sie schon bald an einem Ecktisch lesend. „Hallo", grüßte er sie freundlich, als er vor sie stand.

Sie erschrak kurz, lächelte ihn dann aber fröhlich an. „Hallo, Dobby."

„Dobby hat etwas für Miss Granger gestrickt", verkündete er dann stolz und hielt ihr die Mütze entgegen.

„Für mich?", machte Hermine gerührt.

Der Elf nickte. „Als Dankeschön, weil Miss Granger Dobby das Stricken beigebracht hat."

Hermine setzte die Mütze auf, die ihr zwar ein wenig zu klein war, aber gerade noch passte. „Vielen, lieben Dank!", rief sie erfreut.

Dobby grinste nur glücklich.