22. März – Astronomie

Es war dunkel, als Luna die Treppen zum Astronomieturm hinaufstieg, aber das musste es ja auch sein.

„Wir haben Glück, dass wir uns in Schottland befinden", hatte Professor Sinistra einmal gesagt. „Hier in der Umgebung gibt es so wenig elektrisches oder Kerzenlicht, dass man die Sterne viel besser sehen kann als zum Beispiel in London. In einer Stadt sieht man nur halb so viel."

Luna hatte schon viel durch ihr Teleskop beobachten können (Supernovae, Jupiter und seine Monde, unseren eigenen Mond, die Milchstraße und sogar einen Satelliten, den sie zuerst für ein Ufo gehalten hatte) und vieles davon fein säuberlich abgezeichnet. Mittlerweile waren ihr die Umlaufbahnen der Planeten und die verschiedenen Sternenkonstellationen bekannt, und sie konnte sie nun verwenden, um etwas über die Zukunft auszusagen. Außerdem hatte Firenze ihr ein, zwei Hinweise gegeben.

„Miss Lovegood, Sie sind zu spät", meinte Professor Sinistra streng, als Luna die Spitze des Turmes erreicht hatte und zum Rest der Klasse stieß, die schon durch ihre Teleskope schauten.

„Entschuldigen Sie", erwiderte Luna ruhig. „Ich hab geträumt…"

Professor Sinistra seufzte. „Na schön, dann fangen Sie jetzt schnell an und konzentrieren Sie sich. Heute sollen Sie Ihr persönliches Sternzeichen betrachten, wenn sie es sehen können, und abzeichnen."

Luna nickte, suchte sich einen geeigneten Platz, stellte ihr Teleskop auf, suchte nach ihrem Sternzeichen, dem Wassermann, und fand es in der Nähe des Horizonts. Glücklich vor sich hinsummend begann sie, die kleinen Sterne abzuzeichnen und miteinander zu verbinden, sodass ein Wassermann am Ende auf ihrem Papier zu sehen war. Ein recht schöner noch dazu, wie sie fand.