24. März – Verstecken

Horace Slughorn sah sich in seinem Haus um, ob er auch alles Wichtige eingepackt oder gut genug versteckt hatte. Alles, was er mitnehmen wollte, war nun in einer kleinen, aber ausdehnbaren Ledertasche, die er einmal geschenkt bekommen hatte. Von Julius Smith, ein ehemaliger Schüler von ihm, der nun ein führendes Lederwarengeschäft besaß.

Slughorn wollte sein Haus nicht verlassen, aber er musste – die Todesser hatten ihn nun schon zweimal gefragt, ob er sich dem Dunklen Lord anschließen wollen würde, und er musste sich schon zweimal eine gute Ausrede ausdenken, warum er die Anfrage ablehnte. Ein drittes Mal wollte er diesen Leuten nicht die Chance geben, denn irgendwann würden sie ihn zum Feind erklären, zu Dumbledores Seite – und vernichten. Dabei stand er auf keiner Seite, er war neutral, weil es das Friedlichste war und ihm die besten Chancen garantierte zu überleben…

Slughorn trat aus seinem Haus heraus, sprach die besten Schutz- und Abwehrzauber aus, die er kannte, und disapparierte. Er materialisierte sich wieder in einem kleinen Muggelvorort, viele hundert Kilometer von seinem alten Zuhause entfernt, wo ihn hoffentlich niemand so schnell finden würde. Er hatte im Vorfeld ein paar Nachforschungen betrieben und herausgefunden, dass das Haus vor ihm zurzeit unbewohnt war, weil seine Bewohner Urlaub in den USA machten. Die nächsten zwei Wochen könnte er hier wohl bleiben und dann würde er sich etwas Neues suchen und dann wieder etwas Neues, bis Dumbledores Seite hoffentlich den Krieg gewonnen hätte. Sonst müsste er doch noch auswandern…

Unbemerkt von den Nachbarn betrat Slughorn das Muggelhaus. Es war relativ stilvoll eingerichtet, für den Moment würde es wohl gehen. Er stellte die Tasche ab und begann dann sogleich, das Herzstück seines Besitzes auf einer freien Kommode im Wohnzimmer aufzustellen: Seine Sammlung von Fotos ehemaliger Schüler, die es – Dank ihm natürlich – zu etwas gebracht hatten. Ein befriedigendes Gefühl.