25. März – Alte Zeiten

Es war Abend und Albus Dumbldore stand am Fenster seines Büros und sah an seinem verschwommenen Spiegelbild vorbei hinaus ins schwarze Nichts. Heute war einer der wenigen Tage, an dem es ihm nicht besonders gut ging. Zu viele beunruhigende Gedanken durchströmten seinen Geist, zu viele Pläne mussten geschmiedet werden, über zu viele Leben entschieden werden.

Er könnte ein gutes Buch lesen, sich einen Tee machen, doch er wusste, dass dies nicht das Glück war, nachdem er aktuell strebte. Er wollte sein Glück von früher wieder erleben, als er noch jung und voller Lebensfreude war… Doch diese Zeiten waren schon lange vorbei…

Dennoch gab es eine sichere Methode, sich wenigstens für kurze Zeit wieder in eine alte Erinnerung hineinversetzen zu lassen und sie zu seiner Realität zu machen: ein Denkarium.

Jedoch war dieser beglückende Rausch wie mit einer Droge: Kurzzeitig geht es einem wunderbar und danach fällt man in ein noch tieferes Loch.

Vielleicht war er schon abhängig, denn obwohl er wusste, dass es ihm danach nicht bessergehen würde, holte er die Glasschale des Denkariums hervor, gab die Erinnerung aus seinem Kopf und in das Becken und tauchte ein.

Er stand vor einem Haus mit einer großen, weiten Wiese voller bunter Blumen und einer dicken Eiche davor. Neben ihm stand sein zehnjähriges Ich.

„Kommst du, Albus?", rief sein kleiner Bruder Aberforth hinter ihm plötzlich und rannte an ihm vorbei.

„Wer zuerst beim Baum ist!", rief seine kleine Schwester Ariana kichernd und rannte los.

Der junge Albus brauchte nur einen Moment, bevor er ebenfalls lachend seinen Geschwistern hinterherrannte.

Der ältere Albus blieb jedoch stehen und betrachtete leise lächelnd diese Szene familiären Glücks, während ihm eine stille Träne die Wange herunterlief.