31. März – Gemütlich

Fang lag vor dem Kamin. Er hatte sich zusammengerollt, einmal glücklich geseufzt und döste nun. Er konnte noch nicht vollkommen schlafen, obwohl es kurz vor Mitternacht war, denn Hagrid war noch nicht zu Bett gegangen, sodass Fang sein Herrchen aktiv beschützen musste.

Hagrid saß noch am Esstisch, starrte bewegungslos in die Flammen und trank ein großes Bier. Irgendetwas bedrückte ihn, doch Fang wusste nicht genau, was es war. Er würde ihm gerne helfen, aber wie nur? Was konnte er als Hund schon Großartiges tun. Meistens fiel ihm nichts Besseres ein, als seinen Kopf auf den Schoß des Halbriesen zu legen. Hagrid strich ihm dann ein-, zweimal über den Kopf – aber war Fang ihm wirklich ein Trost?

Sollte er jetzt aufstehen und seinen Herren ablenken, indem er ihm seine Schnauze in die Seite stupste? Fang öffnete mühsam die Augen und versuchte aufzustehen, doch es fiel ihm sehr schwer – er war im wahrsten Sinne des Wortes hundemüde…

Endlich gelang es ihm, er stand, und trottete langsam zu Hagrid. Dieser schien ihn gar nicht zu bemerken und zuckte daher kurz zusammen, als Fang ihn nun wirklich anstupste.

Der Halbriese sah seinen treuen Hund an, lächelte ein wenig, strich ihm mit seiner großen Hand über den Kopf und meinte: „Hast ja recht, Fang. Zeit fürs Bett." Dann stand er mühsam auf, wankte zu seinem Bett und ließ sich mit einem lauten Plumpsen darauf nieder.

Erst als Fang das eindringliche Schnarchen seines Herrchens hörte, rollte er sich vor dessen Bett zusammen und machte die Augen zu. Er freute sich über die wohlige Wärme des Kaminfeuers und den weichen Teppich unter ihm. So gemütlich, schwärmte er gedanklich und schlief sogleich zufrieden ein.