2. Juni – Ewiges Nichtstun

Sirius lief im Zimmer auf und ab. Ihm war langeilig und das ärgerte ihn. Er wollte sich endlich wieder frei bewegen können und dieses schreckliche Haus verlassen, wann immer er es wollte. Doch nein, er war in seiner eigenen Hölle gefangen. Jeder Raum, jedes Möbelstück, ja jede Treppenstufe erinnerte ihn an seine Familie und wie sie ihn als Kind behandelt hatten, nur weil er mit den Dunklen Künsten nichts zu tun haben wollte und auch noch nach Gryffindor gekommen war. Er hatte schon damals immer von hier weggewollt – und das wollte er auch heute noch. Nur sein rationaler Verstand und das Wissen, dass ihm heute in diesem Haus nichts mehr geschehen konnte, hielten ihn vom Verschwinden ab. Es störte ihn jedoch maßlos, so nutzlos zu sein. Seine Aufgabe war nichts anderes, als sich zu verstecken, während die anderen des Ordens des Phönix ihr Leben für die richtige Sache riskierten. Er hätte doch kurz vor Weihnachten mit Arthur mitgehen können, dann hätte diese Schlange ihn vielleicht nicht so schwer verletzen können oder sogar gar nicht!

Sirius fühlte sich wie ein Mitglied zweiter Klasse und das nagte immer mehr an seinen Nerven und machte ihn halb wahnsinnig. Er wollte endlich irgendetwas tun, verdammt nochmal! Und es interessierte ihn auch nicht, dass Dumbledore und Remus ihn ständig ermahnten – wenn Schniefelus noch einen blöden Kommentar von sich gab, dann würde er drastisch werden!