18. Juni – Weiter

„Avada Kedavra!"

Sirius spürte kurz einen stechenden Schmerz in seinem Körper und dann war alles vorbei. Sein Körper fiel durch den Vorhang in der Halle des Todes und verschwand, während seine Seele in ein dichtes Meer aus weißem Nebel tauchte. Zuerst konnte er noch die Stimmen der anderen wahrnehmen, doch sie verblassten schnell, bis es vollkommen still war.

„Sirius Black", sagte da plötzlich eine fremde Stimme.

Sirius versuchte, den Besitzer der Stimme ausfindig zu machen, doch er konnte nichts sehen außer diesem weißen Nebel. Seltsamerweise konnte er auch nicht feststellen, ob es sich um eine männliche oder weibliche Stimme handelte. „Ja?", erwiderte er schließlich unsicher.

„Du hast die Wahl, ob du als Geist zurück auf die Erde kehren möchtest oder weiterziehen möchtest. Entscheide dich gut, denn wenn du dich einmal entschieden hast, kannst du dich nicht mehr umentscheiden"

„Was bedeutet weiter?", wollte Sirius wissen.

„Das Ende im friedlichen Paradies."

Sirius lächelte. Auf der Erde hielt ihn nichts mehr. Harry würde auch ohne ihn zurechtkommen, Remus würde ihm helfen. Und dieser würde ihm bestimmt bald folgen; außerdem hatte er Tonks. „Weiter!", beschloss er daher mit fester Stimme.

„So sei es", kam die Antwort und sogleich löste sich der Nebel auf und enthüllte eine wunderschöne, grüne Wiese mit Blumen und Bäumen, Flüssen und gemütlichen Häusern. Ein paar Meter vor ihm auf dem Weg zu dieser Wiese standen zwei Menschen und sahen ihn strahlend an.

„Willkommen, Sirius", lächelte Lily liebevoll.

„Schön, dass du auch endlich mal vorbeischaust, Tatze", lachte James glücklich.

Sirius stürmte auf zwei seiner besten Freunde zu und umarmte sie stürmisch. Tränen strömten ihm übers Gesicht, als er erkannte, dass er nun wirklich das Paradies erreicht hatte.