2. Juli – Muggelliteratur

Hermine wachte auf und konnte allein am Geruch erkennen, dass sie zu Hause war. Ein breites Lächeln legte sich auf ihr Gesicht. Sie mochte Hogwarts, sehr sogar, doch es gab nichts Schöneres als nach langer Zeit wieder in ihrem Zimmer zu sein, bei all ihren Büchern, die sie fast ein ganzes Jahr nicht lesen konnte. Die Sommerferien waren für sie daher reine Lesezeit, und zwar nicht nur Fachbücher für die Schule, sondern ihre liebsten Bücher, die meisten britische Muggelklassiker.

Sie stand auf, zog sich an, stellte sich dann vor ihr gigantisches Bücherregal und zog alle Bücher heraus, die sie in der nächsten Zeit gerne lesen wollte. Langsam aber sicher stapelten sich die Schätze auf ihrem Schreibtisch und Bett. Nach einer halben Stunde klopfte es an ihrer Tür und ihre Mutter schaute herein.

„Guten Morgen, meine Kleine", grüßte sie fröhlich und umarmte ihre Tochter. „Und, hast du gut geschlafen?"

„Wunderbar", strahlte Hermine.

„Ich sehe schon", lachte ihre Mutter, als sie die Bücherstapel entdeckte, „es hat sich nichts verändert."

„Natürlich nicht", grinste Hermine.

„Und welche sind es diesmal?"

Hermine zeigte ihr ihre Sommerfavoriten. „Auf jeden Fall will ich Stolz und Vorurteil lesen, und natürlich Jane Eyre und Little Dorrit."

„Also wie immer Austen, Bronte und Dickens", schmunzelte ihre Mutter. „Irgendein neuer Autor?"

„Mal schauen." Hermine sah sich um. „Ah, hier, das hab ich schon lange nicht mehr gelesen: Dracula von Bram Stoker."

Ihre Mutter verzog das Gesicht. „Ich mag keine Vampire", murmelte sie, bevor sie lauter sagte: „Hast du denn trotzdem noch genug Zeit, mit deinen Eltern zu frühstücken?"

„Natürlich", meinte Hermine und packte die Bücher, die sie aufgehoben hatte, wieder zurück auf ihren Schreibtisch. „Jetzt?"

„Ich glaube, dein Vater sitzt schon bereit in der Küche und wartet."

„Na, dann los." Hermine wollte gerade losgehen, als ihre Mutter sie aufhielt, indem sie ihr eine feste Umarmung gab.

„Es ist schön, dich wieder hierzuhaben", seufzte sie glücklich.

Hermine schmiegte sich an ihre Mutter. „Es ist schön, wieder hier zu sein", erwiderte sie ehrlich.