16. Juli – Klassische Musik

Hermine lag auf ihrem Bett; auf dem Rücken, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und die Augen geschlossen. Sie hörte Musik und sie genoss es. Hogwarts war wunderbar und sie liebte es über alles, aber dass es dort keinen Storm gab und der Gryffindor-Gemeinschaftsraum nicht einmal einen aufziehbaren Plattenspieler besaß, konnte sie bisweilen fürchterlich stören. Sie hörte sehr gerne Musik, besonders klassische, da es sie beruhigte – und gerade im Schulstress wäre sie um Chopin, Debussy und Liszt sehr froh gewesen…

In diesem Moment hörte sie die Mondscheinsonate von Beethoven und träumte sich ganz weit weg, in eine Welt ohne Voldemort und Todesser und vermutlich bevorstehendem Krieg, in eine Welt ohne Leistungsdruck und Schulstress und verräterischen Freunden. Sie stellte sich vor, sie würde über eine Wiese mit blauen Blumen laufen. Es war Nacht, nur der Vollmond strahlte In der Ferne konnte sie eine Steilküste erkennen und dahinter das dunkelblau glitzernde Meer. Auf einmal bemerkte sie eine Person an der Klippe stehen, eine männliche Person. Der leichte Wind wirbelte ihm verwegen durch das Haar, als sie auf ihn zutrat. Erst, als der Junge sich strahlend zu ihr umdrehte, erkannte sie ihn: Es war Ron.

Hermine richtete sich kerzengerade im Bett auf, ihr Herz raste und die Entspannung war vorüber.

Was beim Merlin machte Ron in ihrem Tagtraum?!