20. August – Godric Gryffindor

Godric Gryffindor wanderte viel umher. Er verließ sein eigenes Portrait, um andere zu besuchen und das Schloss aus all seinen Blickwinkeln zu betrachten. Seiner Meinung nach verlief alles großartig – Gryffindor hatte nun schon das fünfte Jahr in Folge den Hauspokal gewonnen! Es gab doch nichts Besseres, als wenn eine Berühmtheit wie Harry Potter in seinem Haus war. Aber Helden haftete immer Mut und Tapferkeit an – er wusste schon, warum er sich damals für diese Tugenden entschieden hatte. Intelligenz, Loyalität und was auch immer Slytherin bevorzugte, waren ja ganz nett, aber nur der Mut konnte einen wahren Helden erschaffen, der es in die Geschichtsbücher schaffte.

Er befand sich gerade in einem Bild, das hinaus auf die Ländereien Hogwarts blickte, und er konnte sich auch nach tausend Jahren nicht sattsehen an seinem Meisterwerk: Der Große See, der Verbotene Wald, alle Wiesen, Wege und Bäume – all das hatte er erschaffen, und wie man im Sommer erkennen konnte, schien es den Schülern sehr zu gefallen.

Er hatte sich damals wirklich die besten Dinge ausgesucht: Mut für sein Haus und die Ländereien für die Gestaltung, und das würde ihn sein Leben lang glücklich machen.