18. September – Säuredrops

Dumbledore saß an seinem Schreibtisch und durfte an etwas höchst Erfreulichem arbeiten: dem neuen Passwort für sein Büro. Wie schon in den letzten Jahren entschied er sich für eine Süßigkeit, die man im Honigtopf kaufen konnte, oder eine Muggelspezialität. Bisher hatte er schon solche Perlen wie Scherbert Zitrone, Kakerlakenschwarm oder Zischende Zauberdrops verwendet. Früher zu Beginn seiner Schulleiterlaufbahn hatte er seriösere Passwörter verwendet, wie Phönix, Denkarium oder Kalter Winter, doch seit Severus Snape zu seinem Lehrkörper gehörte, konnte er es sich nicht verkneifen, solch süße Sachen zu verwenden, nur damit Severus sie einmal aussprechen musste. Daher suchte er nun nach einer Nascherei, die sich gut im Mund formulieren ließ und die etwas Belustigendes an sich hatte.

Nachdenklich schaute Dumbledore sich um, bis sein Blick an dem heutigen Tagespropheten hängenblieb, wo eine kleine Anzeige geschaltet war über – Säuredrops.

Säuredrops.

Dumbledore musste schon kichern, wenn er das Wort nur dachte. Drops. Ja, das gefiel ihm. Sofort änderte er das Passwort seines Büroeingangs und schickte dann seinen Lehrern einen kleinen Brief mit den Neuigkeiten.

Jetzt musste er nur noch darauf warten, dass Severus etwas von ihm brauchte.

Das war glücklicherweise schon am Abend der Fall und dem Blick nach zu urteilen, mit dem der ehemalige Zaubertränkelehrer das Büro betrat, war das Passwort ein voller Erfolg: Severus sah aus, als habe er selbst auf einen Säuredrop gebissen.