8. Oktober – Lehrer sein ist wunderbar

McGonagall saß an ihrem Schreibtisch und plante die nächsten Unterrichtsstunden. In ihren jungen Jahren war sie eine professionelle Quidditch-Spielerin gewesen, doch sie wusste, dass dies nicht ewig der Fall sein würde. Schon immer hatte sie sich überlegt, dass sie danach gerne unterrichten würde. Dass dieser Berufswechsel durch ihre schwere Verletzung früher als erwartet eingetroffen war, hatte ihren Enthusiasmus und ihre Motivation zum Lehrerdasein nur leicht geschmälert. Egal, wohin es sie verschlagen würde, sie würde immer gerne unterrichten.

Sie mochte es, vorne vor der Klasse zu stehen und Kindern etwas beizubringen. Sie mochte es auch, den Unterricht vorzubereiten, Schülerfragen nach der Stunde zu beantworten oder Aufsätze zu korrigieren. Immer leuchteten die Augen der Schüler auf, wenn sie etwas verstanden hatten. Immer konnte man im Laufe der Zeit eine Verbesserung der Schüler bemerken. Immer hatten sie Respekt vor ihr und würdigten ihr Fach. Immer gaben sie sich Mühe und waren dankbar für die Hilfe, die sie ihnen gab, auch wenn einige dies zu verbergen suchten. Immer halfen sie einem, wenn man sie höflich darum bat. Viele schrieben interessante Aufsätze oder führten fachkundige Diskussionen. Und bei denen, denen ihr Fach schwerfiel, konnte sie zumindest erkennen, dass der Wunsch nach einer Verbesserung in ihnen steckte und sie es wenigstens versuchten.

McGonagall lächelte glücklich. Sie liebte es, Lehrerin zu sein.