1. Sonnenaufgang
Meine Festung ist fertig. Zumindest die ersten Räume. Wenn es nach Galsa Gindu geht, soll ich sie zu einer Burg ausbauen, mit der ich meine eigene Stadt gründen kann. Percius Mercius von der Kriegergilde schickt mir demnächst einige Krieger zusätzlich zu den Redoranern, die sich bereit erklärt haben, mein Haus in meiner Abwesenheit zu verwalten - und abwesend bin ich oft, das muss man zugeben. Mercius wollte mir die Krieger erst schicken, wenn ich seine Freundin Frelene Acques aus dem Hlaalu-Kerker in Vivec befreien würde. Ich spielte ihr einen Schlüssel für die Flucht zu - selbstverständlich habe ich das nur gemacht, da Mercius mir hoch und heilig schwor, Frelenes einziges Vergehen läge darin, dss sie nicht genug Bestechungsgelder zahlen konnte, und nun halte man sie schon seit einer Woche 'zur Befragung' fest. Er ist nicht der Typ von Mensch, der gut lügen kann, also glaubte ich ihm.
Ich habe heute Nacht das erste Mal in der Festung übernachtet. Es fühlt sich doch anders an, wenn man weiß, dass das eigene Haus ist. Ich habe nun auch einige Dinge hier abgelegt, die mir zu wichtig sind, um sie unbewacht herumliegen zu lassen, die ich aber nicht überall brauche.
Und die Waffen Kagrenacs habe ich auch vorerst sicher verwahrt - ehe ich sicher sagen kann, dass ich ihrer nicht noch einmal bedürfen werde, an welchem Punkt ich einen Weg finden werde, sie zu zerstören.
Ich bin nach Solstheim zurückgekehrt. In der Festung habe ich mich erkundigt, was genau es mit der Mondzucker-Untersuchung auf sich hat, da ich bereits den Verdacht hatte, den Täter gefunden zu haben. Dem scheint in der Tat so. Ich soll den Mann töten.
Was mich beschäftigt ist nur, wie selbstverständlich die Legionärin sagte, die Legion hätte sich da nicht eingemischt, wären nur Einheimische betroffen gewesen - wenn es auf Solstheim funktionierende Gerichtsbarkeit gäbe, wäre das ja richtig, aber wie die Dinge stehen, scheint es mir doch nur ein weiterer Beweis, wie Cyrodiil-zentrisch das Imperium doch immer agiert, und wie wenig es sich für die Anliegen der entfernten oder unliebsameren Provinzen interessiert. Es beschämt mich selbst, dass mir dies alles nie bewusst geworden ist, ehe ich nach Morrowind gekommen bin.
In Cyrodiil wird immer das große Ideal des zum Wohle aller vereinten Tamriels gefeiert, und ich bin wie so viele andere von dieser Propaganda lange geblendet worden. Ich wünschte, das Kaiserreich würde diese Schwäche erkennen und an ihr arbeiten - denn es IST eine Errungenschaft, Frieden und Handel auf dem gesamten Kontinent zu haben (zumindest Handel, der Friede ist doch eher unbeständig).
2. Sonnenaufgang
Ich habe dieses Totem aus der Gruft geholt, wie es der Skaal-Schamane wollte. Ich nehme einmal an, dass er NICHT gewusst hatte, dass sie voller wütender Werwölfe sein würde. Ich werde ihm davon berichten, aber erst schlafe ich. Werwölfe sind nicht schwer zu töten... aber wehe sie können einen Treffer landen - diese Pranken suchen ihres Gleichen!
4. Sonnenaufgang
Ich habe am Ristaag teilgenommen - es handelt sich um eine rituelle Bärenjagd. Jedoch wurden wir von Werwölfen angegriffen, sie griffen immer einzelne von uns an, die von den anderen getrennt gingen, und machten sie nieder, ehe wir wussten, was geschah. Rolf Langzahn und ich hielten uns dicht beisammen, doch die Wölfe waren in der Überzahl. Ich versuchte, die Aufmerksamkeit der Wölfe zu teilen, indem ich einen angriff und mich ein wenig entfernte. Es klappte, jedoch konnte ich ihn nicht schnell genug töten, um Rolf mit den anderen wieder zur Seite springen zu können. Er wurde von den Wölfen getötet - aber nicht, ohne den Monstern schlimme Wunden zuzufügen, sodass ich sie besiegen konnte. Ihre gewaltige Kampfkraft ist wahrhaft beunruhigend.
Der Schamane, Korst, war erleichtert, dass das Ristaag überhaupt erfolgreich zu Ende gebracht werden konnte, aber zu den Werwolfangriffen wollte er sich nicht so recht äußern. Er erwähnte wieder diese 'Blutmond-Prophezeiung', wollte aber nicht darüber reden. Er wollte lieber hoffen, dass der Schöpfer hilft... Wenn das die allgemeine Einstellung der Skaal ist, frage ich mich, wie sie in dieser rauhen Gegend ÜBERHAUPT überleben können! Und jetzt schickt er mich aus, um den Tod von HORKERN zu untersuchen... und ich soll dazu einen Eisriesen, der Riekling-Diener hat, besuchen gehen...
10. Sonnenaufgang
Ich habe beschlossen, ehe ich zu Karstaag (dem Eisriesen) gehe, erst neue Vorräte zu sammeln und mich neu mit alchemistischen Zutaten zu versorgen. Es hat etwas länger gedauert, als ich geplant hatte. Und, als wenn es unmöglich wäre, dass ein solches Unternehmen ereignislos bleibt - ich bin auf einen Molag-Bal-Schrein gestoßen. Ein widerlicher Kult.
In einem der Telvanni-Häfen berichtete mir ein Reisender in einer Taverne außerdem, es gäbe östlich von Vivec einen ausgezeichneten Händler, wenn man Waffen und andere Kampfbeute versetzen wollte - alles legal - der Händler sei im Übrigen eine Schlammkrabbe. Ich ging natürlich davon aus, er habe einen über den Durst getrunken, doch - halb im Scherz - fragte ich ihn, wo man diese außergewöhnliche Krabbe finden könne - seine Wegbeschreibung war überraschend genau. Also begab ich mich spontan auf den Weg dorthin - nicht, weil ich glaubte, dort einer sprechenden Krabbe zu begegnen, sondern viel mehr, weil ich einen üblen Streich vermutete und sichergehen wollte, dass an besagtem Ort niemandem, der auf die Geschichte hereinfallen würde, eine gefährliche Überraschung warten würde. - Doch stattdessen fand ich genau, was der Mann in der Taverne behauptet hatte! Die Krabbe klang nicht gerade zufrieden mit ihrem Los und schien recht übel an der Flasche zu hängen. Entweder ist das ein gelangweilter Daedra - oder eine arme Seele, die in Krabbenform gefangen ist. So richtig schien sie es selbst nicht zu wissen oder sagen zu wollen. Sie zahlte im Übrigen erstaunlich großzügig für die Waffen, die ich aus den daedrischen Ruinen erbeutet hatte.
Ich werde mich nun auf den Weg zurück nach Solstheim machen, aber unterwegs erst nach meiner Festung sehen.
12. Sonnenaufgang
Hetman Viras Guls riet mir, ich solle mich darum kümmern, dass mehr weibliche Siedler in die Siedlung um meine Festung zögen, insbesondere solche, die interessiert wären, welche der männlichen Siedler zu heiraten, da eine Bevölkerung aus Junggesellen keine dauerhafte Siedlung ausmacht. Er meinte auch, wenn ich keine interessierten Frauen finden sollte, sollte ich ein paar Sklavinnen freikaufen gegen das Versprechen, einen der Siedler zu heiraten - das scheint mir aber weder für die involvierten Siedler noch die involvierten Frauen besonders freundlich. Die Brautkaufaktion für Kaushad war mir schon genug in der Richtung.
Aber ich bin sicher, in Ald'ruhn wird es einige abenteuerlustige Frauen geben.
13. Sonnenaufgang
Ich habe mehrere Ald'ruhnerinnen dafür gewinnen können, in Bal Isra bei der Indarys-Festung zu siedeln. Ich werde nun in die eisige Einöde Solstheims zurückkehren.
14. Sonnenaufgang
Ich habe das Windschiff gefunden! (Tatsächlich war das, was ich vor einigen Tagen für eine Dwemerruine hielt wohl ebenfalls ein Teil des Geräts.) Wie zu erwarten nach so langer Zeit ohne Rückmeldung, ist die Crew tot. Sie sind in einem Schneesturm abgestürzt - allerdings in der Nähe des Hügelgrabes, das sie suchten, wenn ich dem Tagebuch des Kapitäns trauen kann - der arme Mann - er überlebte als einziger den Absturz, aber erfror bald darauf. Solstheim ist ein wahrhaft grässlicher Ort. Ich glaube, ich bin in der Nähe des Ortes, wo ich auch die Leiche der jungen Dunmerin gefunden hatte. Ich vermute, auch sie war Teil der Mannschaft.
Bin wieder bei den Skaal - habe das Amulett für Beauchamp aus der Gruft geholt und war in Burg Karstaag. Die Rieklinge waren - teilweise - gesprächsbereit. Sie haben die Horker nicht getötet und ihr riesischer Anführer wurde anscheinend ganz ähnlich wie der Festungskommandant und der Skaal-Häuptling von den Werwölfen entführt. Selbst ich bin mir da langsam sicher, dass das Muster kein Zufall ist. Nachdem ich ein wenig geschlafen habe, werde ich mit Korst darüber reden.
Habe mit Korst gesprochen. Er hat endlich mit dieser Prophezeiung rausgerückt, von der er nicht sprechen wollte. Anscheinend spielt hier auf Solstheim ein daedrischer Prinz einmal pro Ära mit den Leben einiger Sterblicher. Es ist der Prinz der Jagd, so wie sich das anhört, muss das Hircine sein, wenn ich mich recht entsinne. Korst sagt, jede Ära ersinne er ein neues Jagdspiel, und uns bliebe nichts, als zu warten, was diesmal der Plan sei.
Tag ?
Bin über Nacht, ich weiß nicht wie, von Werwölfen entführt worden, so scheint es mir. Hircine erschien mir und erklärte, die größten Krieger, die er auf Solstheim finden könnte, hätte er zu seinem Jagdspiel versammelt, und nur einer von uns könnte siegen und müsste dann am Ende gegen den Prinzen selbst antreten.
So sehr ich dieses Spiel verabscheue, so sehr fasziniert mich aber auch die Herausforderung - oder zumindest hat sie das zu Beginn. Mittlerweile ist mein Schwert so zerkerbt und mein Schild in zwei gesprungen, ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch eine Waffe haben werde, wenn ich Hircine entgegentrete.
Ich musste mich durch zwei Labyrinthe voller sehr starker Werwölfe schlagen. Im ersten stand Falx Carius, der Festungskommandant, mir zur Seite, jedoch beschloss er, nicht mit mir ins zweite Labyrinth zu gehen, da er erschöpft war. Er warnte mich davor, dass auch Tharsten Herzfang (der Skaal-Häuptling) und der Riese Karstaag Teil der Jagd seien - und beide als Sieger daraus hervorgehen wollten. Dennoch ließ ich mich auf eine Allianz mit Herzfang ein, da ich außer Carius' Wort nichts gegen ihn vorliegen hatte.
Allerdings sah ich mich vor, ihn nicht in meinem Rücken stehen zu haben - und Carius sollte Recht behalten: Herzfang stellte sich als Werwolf heraus, der den Ring Hircines trug, und griff mich an - gegen die anderen Werwölfe im Labyrinth war er jedoch ein leichter Gegner.
Nun warten meiner aller Voraussicht nach nur noch Karstaag und der Jäger höchstselbst. Ich habe mir trotz allem Unbehagen die Zeit genommen, ein wenig zu rasten - ich bin nun weniger erschöpft. Doch die Kälte dieses Ortes macht mir die Glieder steif - und ich habe keine Ahnung, wie man gegen Riesen kämpft.
Ich frage mich, was passieren sollte, sollte ich das hier nicht überleben. Korst sagte, Hircine ließe die sterbliche Welt für ein Zeitalter in Frieden, wenn die Spieler die Jagd überlebten - aber was, wenn nicht, davon sagte er nichts... Bleibt mir nur eines: Siegen!
18. Sonnenaufgang
Ich habe es geschafft. Ich habe Hircines Inkarnation besiegt und bin lebend wieder aus seinem Labyrinth zurückgekehrt. Einen Moment hatte ich Angst, er sei so zornig, dass ich gewonnen hatte, dass er mich doch noch töten würde, als der Gletscher über mir einstürzte, in dem wir uns anscheinend die ganze Zeit befunden hatten - doch keines der Teile traf mich; Hircine ist wohl trotz allem einer der Daedrafürsten, die ehrenhaft handeln.
Vor dem Kampf ließ er mich wählen, was einen wahren Jäger ausmacht: Kraft, Schnelligkeit oder List - ich nannte die Schnelligkeit, obgleich sicher auch List eine große Hilfe ist - und in diesem Aspekt trat er mir dann entgegen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich gegen den Aspekt der Stärke vermutlich nicht hätte siegen können, denn auch wenn bei der Jagd Schnelligkeit wichtig ist, ist es im Duell doch oft Stärke, die entscheidet - und die daedrische Personifikation von Stärke könnte wohl selbst ich nicht schlagen.
Ich werde nun Abschied von den Skaal nehmen und nachsehen, ob Carius es wieder zur Festung geschafft hat, oder ob er im Gletscher umgekommen ist. Wenn Hircine gegen mich als dem Sieger schon so wütend war, würde es mich nicht wundern, wenn er die Verlierer alle getötet hätte. Auch wenn ich hoffe, dass dem nicht so ist.
Doch gleich, was ich erfahren werde, werde ich dieser fürchterlichen, eisigen Insel dann den Rücken kehren, in dem Wissen, dass ihr nichts Übernatürliches mehr droht... wenn ich mich recht entsinne, sollte meine Festung mittlerweile vollendet sein.
20. Sonnenaufgang
Falx Carius geht es gut. Ich selbst bin zurück in meiner Festung.
Ich bin ein wenig überrumpelt - ich hatte mich ja darauf vorbereitet, Ratsherr zu werden, aber nun habe ich auch noch gleich die Vorsitzenden-Position bekommen, da ich damals Bolvyn Venim im Duell besiegt hatte.
Hier in Indarys habe ich erst einmal mit all meinen Siedlern gesprochen. Sie versicherten mir alle, dass alles zur Zufriedenheit stünde.
Ich werde ein wenig hier bleiben und mich um die Angelegenheiten meiner neuen Tätigkeit kümmern. Dann werde ich, denke ich, noch einmal nach Gramfeste reisen. Ich habe dort noch ein paar Fragen offen... und ich muss immer noch sehen, was eigentlich seit der Zerstörung des Herzens aus dem Tribunal geworden ist, ehe ich das nicht tue, fühlt es sich an, als hätte ich da noch lose Enden.
21. Sonnenaufgang
Ich habe mich endlich ein Herz gefasst und habe noch einmal mit Vivec geredet. Ich weiß nicht so recht, was mich hat so sehr zögern lassen; ich glaube, es ist das Gefühl, dass es NEREVARS Recht wäre, mit ihm zu reden, nicht meins. Wir mögen die selbe Seele sein, aber ohne die Erinnerungen kann ich doch nicht recht behaupten, der selbe Mer zu sein.
Ich kann nach wie vor nicht sagen, was ich von Vivec halte; sympathisch ist er mir nicht - zwar bemüht er sich anscheinend, das Volk ob seiner schwindenden Macht nicht ganz hängen zu lassen - sondern den Tempel zum alten Glauben zurückzuführen (jedoch die Strukturen beibehaltend). Aber ich habe trotzdem nicht den Eindruck, dass er sich in irgendeiner Form schuldig fühlt oder irgendetwas bereut.
Er sagte mir geradewegs, dass er generell nicht dazu neige, Dinge ernst zu nehmen - und mit Verlaub, das ist keine Einstellung, die sich für einen Monarchen ziemt!
Aber zumindest scheint es bestätigt, dass er und das restliche Tribunal ihre Kräfte verlieren - wenn auch nicht ganz und gar auf einen Schlag (was für Gelehrte sicher faszinierend wäre, denn Dagoth Ur scheint seine Macht sofort eingebüßt zu haben). Er deutete außerdem an, dass Almalexia von dem Verlust ihrer Macht schwer getroffen sei und möglicherweise zu verzweifelten und sich und andere gefährdenden Maßnahmen greifen könnte - sieht aus, als wenn ich etwas hätte, um das ich mich kümmern muss... hatte ich nicht gestern noch gemeint, ich hätte das Gefühl, in Gramfeste wären noch ein paar Dinge ungeklärt - sag bloß, ich werde auf meine alten Tage (na gut, mittelalten Tage) noch hellsichtig... das fehlt mir noch!
22. Sonnenaufgang
Mein erster Tag in Gramfeste und ich bin tausend Draken losgeworden, um einem Trottel seine illegalen Spielschulden zu bezahlen. Hätte er sich nicht offensichtlich selbst in die Situation geritten, hätte ich die Bande getötet - und hätte er nicht diesen geistesschwachen Nord zu versorgen gehabt und... na, ich habe mich schließlich auch schon mal verwettet... dieser Nord war wie ein Kind in einem erwachsenen Körper (und die Frage, in wievielter Generation seine Eltern wohl schon Geschwister waren, habe ich mir verkniffen, es wäre wirklich nicht gerecht). Der tat mir einfach Leid.
Ich war im Haus Velas - das war der Name dieses Verrückten, den ich bei meinem letzten Besuch in Gramfeste getötet habe - anscheinend hatte er einen Bruder, der anders als er selbst, tatsächlich magisch etwas drauf hatte.
Er sagte, er verstehe, dass ich in Notwehr gehandelt habe, müsse seinen Bruder aber dennoch rächen. Er forderte mich auf der Stelle zum Duell heraus. Es ist tragisch, dass so nun gleich zwei Brüder für die Torheit des einen sterben mussten. Aber zumindest hat Gavis seiner Familie und mir als seinem Feind gegenüber in dieser Sache Ehre bewiesen, so viel zu der Behauptung, Zauberer hätten keine Ehre (das ist ohnehin ein Gerücht, das vermutlich von Nord in die Welt gesetzt wurde, auch wenn die Telvanni durch ihre Taten einen gehörigen Teil beisteuern).
Ja, das hier gestaltet sich ganz, wie ich es mittlerweile erwarte, wenn ich an einen neuen Ort komme Ich habe nun bereits mit der Witwe des alten Königs gesprochen - ich wollte wissen, ob sie festere Beweise für Helseths Schuld hat, aber auch sie verwies nur auf die geheimen Flugblätter. Außerdem habe ich einen Mann getroffen, der eine Kampfarena mit alten Dwemer-Automaten betreibt. Ich habe ihm versprochen, ihm bei Gelegenheit Ersatzteile zu beschaffen. Wenn ich ein wenig mehr Ahnung von Verzauberungen hätte, wäre das Ganze sicherlich noch interessanter. Dann habe ich einem Sammler geholfen, für ihn einen seltenen Dolch zu kaufen - irgendetwas war da, glaube ich, nicht ganz geheuer - denn die Frau, die den Dolch geerbt hatte, wollte ihn lieber loswerden. Aber ich habe keine Beweise. Schließlich habe ich einer Frau geholfen, herauszufinden, ob ihr Mann sie betrügt, und einem bosmerischen Tagelöhner geholfen, einem trunkenen, nordischen Schläger seine grobe Behandlung heimzuzahlen. Jetzt sitze ich zum Mittagessen im Geflügelten Guar und höre mir die örtlichen Neuigkeiten an.
23. Sonnenaufgang
Wie interessante Wendungen meine Abenteuer doch immer wieder nehmen. Ich war zum Tempel gegangen, nachdem ich ein wenig durch Göttergriff geschlendert bin. Was ist es eigentlich mit Göttergriff und Sammlern? Ich wurde von gleich zwei Leuten gebeten, ihnen bei der Vervollständigung ihrer Sammlungen zu helfen - außerdem gibt es ein Artefakte-Museum, das aber zur Zeit nur ein nennenswertes Ausstellungsstück hat und ebenfalls händeringend Stücke sucht. Allerdings sind legendäre Artefakte sicherlich nicht so leicht zu finden, wie Kannen aus gebürstetem Silber oder was für Unsinn dieser Detritus wollte. Ich habe mir außerdem die Angebote des legendären Schmiedes Bols Indalen angehört - sie sind bezahlbar, die Schwierigkeit wird darin liegen, legal an das Rohglas für die Rüstung zu kommen - das wird ja immer gleich vom Kaiserreich beschlagnahmt, sobald sie irgendwo ein größeres Vorkommen finden... Der Schmied war außerdem recht schlechter Laune: Sein Lehrling Ilnori Faustus jammerte nur in einem fort, er sei sich viel zu gut zum Schmieden, und er wollte lieber Abenteurer werden - er schien überzeugt, seine gutgepflegten Fingernägel würden ihn dafür hervorragend qualifizieren - und während das bei einem Khajiit stimmen könnte, trifft das auf Kaiserliche (oder Halb-Kaiserliche, der Vorname Ilnori klingt nicht gerade Cyrodiilisch) sicherlich nicht zu.
Aber ich schweife ab. Mir sitzt die Sache mit Helseth und der Dunklen Bruderschaft noch immer ungut im Nacken, auch wenn ich die dunklen Brüder hier in Gramfeste vorerst ausgeschaltet habe. Und je länger ich mich umhöre, desto unwohler wird mir bei der ganzen Sache. Es gibt kein gutes Wort, das jemand über Helseth verliert. Mir ist klar, dass Politik in den meisten Fällen mit mehr oder minder tödlichen Intrigen einhergeht, doch dieser Mann scheint dem Vernehmen nach keine gute Seite zu haben - natürlich ist vermutlich ein Teil dieses Unmutes darauf zurückzuführen, dass die Leute von Morrowind nicht schnell vergessen werden, dass ihnen die kaiserliche Tradition des Königtums aufgezwungen wurde, doch über Helseths Mutter wird trotz allem in den wohlwollensten Tönen gesprochen, obwohl ja auch sie als Fremdländerin erzogen wurde. (Ich würde sie gerne einmal treffen, nach allem, was man hört, muss sie eine faszinierende Frau sein - aber die Tatsache, dass ich mehr und mehr zu glauben beginne, dass Morrowind am besten mit dem Tod ihres Sohne gedient wäre, würde so ein Treffen vermutlich trüben, sollte es denn zu Stande kommen.)
Wie dem auch sei, habe ich mich daran erinnert, dass ich den Rat erhalten hatte, wegen meiner Sorgen Fedris Hler, den obersten Tempeldiener Almalexias aufzusuchen - ich hatte es bei meinem letzten Aufenthalt in Gramfeste stattdessen bei den Wachen versucht, da ich den Tempel mit gewisser Skepsis betrachte. Doch DAS hatte mich ja nur zu der zweifelhaften Einladung gebracht, FÜR Helseth zu arbeiten.
Wie die Dinge stehen, bin ich jetzt also so mehr oder minder in den Diensten des Tempels gelandet, wenn auch nicht als Mitglied.
Ich werde vorsichtig sein, Vivecs Warnung, was Almalexias Geisteszustand betrifft, habe ich noch gut im Ohr (und auch wenn ich ihm nicht traue, wäre ich doch ein Tor, seinen Rat gänzlich zu missachten) - und dann ist da natürlich noch die Aschländer-Überlieferung, die besagt, das Tribunal habe Nerevar auf dem Gewissen (und parallel mit den anderen Apographa gelesen, klingt sie beunruhigend plausibel)... wieder einer dieser Punkte, wo ohne Erinnerungen wiedergeboren zu sein, äußerst beunruhigend ist.
Trotz allem habe ich mich bereit erklärt, die Gerüchte zu untersuchen, nach denen Helseth in den Kanälen eine private Goblin-Armee aufbaut, geleitet von zwei altmerischen Ausbildern. Ich soll die Häuptlinge der Goblins und die Ausbilder töten, ehe die Armee so stark wird, dass sie Framfeste bedrohen könnte. Außerdem habe ich mit dem Erzkanoniker Gavas Drin gesprochen, der mir afutrug, den jungen und eher unsicheren Priester Urvel Dulni in die Kanäle zu eskortieren, zu einem alten Ahnenschrein, der entweiht und von Untoten überrant sei, den Almalexia aber trotz der Abneigung des Tempels gegen die alte Form der Ahnenanbetung, wieder weihen lassen wollte. Das klingt, als wenn auch sie, wie Vivec ja den Plan erläuterte, die Umstellung auf den alten Glauben vorbereitet.
Dulni war so ängstlich und tollpatschig, dass ich erst die Gänge von Feinden bereinigt und ihn DANN hindurch geführt habe - selbst das war schwierig genug, der Arme ist mindestens dreimal ins Wasser gefallen, als er versucht hat, über einige Steine zu klettern. Wenigstens scheint er zu wissen, dass er nicht zum Abenteurer taugt.
Nachdem wir es wohlbehalten zurück in den Tempel geschafft hatten, schien Gavas Drin etwas überrascht über unseren Erfolg (was mich wundern lässt, mit welchem Ausgang er gerechnet hatte...) und gab mir zum Dank einen von Almalexia gesegneten Speer - wie er sagte, ein Geschenk der Göttin.
25. Sonnenaufgang (?)
Der Auftrag, die Anführer der Goblin-Armee aufzuspüren, gestaltet sich als schwieriger als gedacht. Ich irre nun schon seit gefühlten Tagen durch die Ruinen von Alt-Gramfeste und kämpfe gegen die kleinen Bestien, ohne eine Spur oder einen Hinweis darauf zu finden, wer sie kontrolliert oder von wo.
?
Habe in einem Ort, der den poetischen Namen 'Tränen von Amun-Shae' trug, die Goblin-Häuptlinge gefunden. Die hatten fiese Gift-Zauber. Hat ihnen aber auch nichts genützt. Ich muss aber immer noch die Altmer-Trainer finden. Vielleicht lässt sich mit denen ja reden - die machen das Ganze ja vermutlich eher für Geld denn aus Überzeugung - und dafür wollen sie vielleicht nicht sterben. Aber finden muss ich sie erst einmal.
?
In einem der Häuser Alt-Gramfestes bin ich hinter Linien von Goblins schließlich auf zwei Altmer-Krieger gestoßen, die mich ohne Vorspiel angriffen - ich hatte zum Glück noch eine Goldenen-Heiligen-Rolle, sie waren formidable Gegner. Leider war es mir nicht möglich, mit ihnen zu sprechen. Ich hätte gerne mehr über das ganze Unterfangen erfahren. Es war ungewohnt, gegen Altmer zu kämpfen, die nicht zaubern.
Die Gänge unter Gramfeste sind wirklich faszinierend. Ich habe allerdings schon lange die Orientierung verloren. Aber den Weg zurück sollte ich schon noch finden. Immer wieder hört man das Wispern der Geister in den Mauern - wenn ich mich nicht ire, sind dies die Überreste von Mehrunes Dagons Angriff auf Gramfeste am Ende des ersten Zeitalters (oder war das schon im 2.?). Ich habe irgendwo gehört, der einzige Grund, dass die Stadt nicht abbrannte, sei gewesen, dass sie gänzlich in Blut getränkt war... ich werde morbide.
28. Sonnenaufgang
Endlich wieder draußen aus diesen goblinverseuchten Tunneln! Nachdem ich mich etwas erholt hatte, bin ich zu Fedris Hler gegangen. Er hat mich halbwegs gut bezahlt. Doch sein Kommentar: 'Ihr seid noch am Leben. Erstaunlich! Ich habe Euch unterschätzt - das wird nicht wieder vorkommen.' klingt doch sehr, als wenn er mich mit dem Auftrag dezent loswerden wollte - und auch Drin war überrascht gewesen, dass ich seinen Auftrag überlebt hatte... ich glaube, ich sollte meine Vorsicht weiter verdoppeln, es scheint, als sei dies alles ein Komplott gegen mich. Oder ich bin endlich auch der Paranoia erlegen - aber es ist nicht Parania, wenn sie wirklich hinter einem her sind!
29. Sonnenaufgang
Trotz der Bedenken hoffe ich noch immer auf Unterstützung in meinem... Zwist mit dem König und habe mich daher bereiterklärt, weitere Aufgaben für Almalexias Tempel zu erfüllen. Ich sollte 'Barilzars Band' für Almalexia aus einer alten Gruft holen - der Erzkanoniker sagte, er wisse zwar, dass es ein mächtiges Artefakt sei, doch nicht, was seine Kräfte seien. Es schien ihm, auch wenn er es nicht so deutlich sagte, ein Rätsel, weshalb eine Göttin eines Artefaktes bedürfen könnte, dass ein Sterblicher geschaffen hatte.
Der Ring wurde von seinem untoten Erschaffer selbst verteidigt, der erklärte, seine Schöpfung treibe Sterbliche in den Wahnsinn und er hätte es nie schaffen sollen; er sei nun dazu verdammt, andere davor in untoter Form zu beschützen. Er war kein überragend mächtiger Gegner. Ich konnte mit meinem - freilich begrenzten - Gespür nicht erkennen, was für eine Magie auf dem Ring liegen mag. Er scheint mir ganz mundan - entweder ist seine Kraft beschädigt worden - oder sie ist so subtil, dass ein Laie nichts zu sehen vermag. Ich mache mir jedoch Sorgen, ob ich das 'verwobene Band' wirklich mitnehmen und den Priestern geben soll - wenn Barilzars Warnung nicht übertrieben sein sollte, fürchte ich - wieder mit Vivecs Worten im Ohr - dass Almalexia nun, da ihre Macht schwindet, gefährliche Wege geht, um sie sich zu erhalten...
Nachdem ich noch einen Abstecher gemacht habe, um der Schwarzpfeilbande, wie Variners Geist mir geraten hat, ihr Versteck zu überfluten (keine sehr noble Taktik, aber ich habe mit eigenen Augen gesehen, zu was diese Leute fähig sind, die Methoden des Krieges statt des heldenhaften Kampfes scheinen gegen sie durchaus angemessen), bin ich zurückgekehrt, und habe mich entschieden, trotz aller möglichen Bedenken, das Band zu übergeben - dieses Mal wurde ich zu Almalexia persönlich geschickt... sie ist unfraglich von einer Aura der Erhabenheit umgeben - aber wie alle diese möchtegern-Götter doch nur ein Mensch in ihrer Erscheinung. Sie machte eine Reihe Andeutungen, wich meinen Fragen um das Artefakt, das ich ihr brachte, aus, und sagte, wir würden später wieder miteinander sprechen. Auch das Thema meines früheren Lebens deutete sie an, nur, um es dann zu vertagen - sie entließ mich mit einem Segen, der mir eine mächtige Selbstheilungskraft gibt, die sie 'ihr Licht' nannte.
Ich bin mir sicher, sie spielt ein Spiel und ich bin nicht gerne ein Spielstein, vor allem nicht für jemanden, der sich zu Unrecht für einen Gott hält - doch ich durchblicke den Plan nicht - und so bleibt mir nichts, als Wachsamkeit.
30. Sonnenaufgang
Als ich aus dem Tempel trat, wurde ich von einem Bosmer in Ebenerz-Vollplatte angegriffen. Er keifte etwas davon, dass ich mein schlechtes Verhalten gegen ihn nun büßen würde, er sei auch ohne meine Hilfe zu Reichtum gekommen, und er habe noch nie einen Kampf verloren.
Ich begriff, dass er wohl der Bettler - Gaenor - sein musste, der einige Tage zuvor sehr undankbar gewesen war, als ich ihm zusätzlich zu einer Spende nicht auch noch ein Darlehen geben wollte.
Zunächst dachte ich, er sei nur ein Aufschneider - auch wenn ich sehr gerne gewusst hätte, wie er so schnell zu solchem Reichtum gekommen war - doch auch wenn seine Angriffe eher schwacher Natur waren, so verstand er sich doch äußerst gut darauf, meine Schläge zu blocken.
Alles in allem war es ein fordernder aber ehrlicher Kampf - die Sorte also, die ich mag. Aber weshalb der Mer mir so übel grollte - ob das einfach in seinem Charakter lag, oder ein Plan dahinter steckte, werde ich nun nicht erfahren - er hat sein Leben sinnlos weggeschmissen. Zugegebener Maßen, er trug ein Glücksamulett und war sich daher wohl seines Sieges ein wenig zu sicher.
Als ich danach in den Geflügelten Guar ging, konnte ich wenigstens halbwegs ausschlafen, ehe mich die nächste Überraschung ereilte: Eine aufgelöste Bretonin kam in den Schlafsaal geplatzt und flehte, alle, die Waffen hätten, sollten eiligst auf den Brindisi-Dorom-Platz kommen, dieser werde von seltsamen Kreaturen angegriffen.
Ich zog mir im Rennen meine Rüstung an, so gut es ging, und kam praktisch auf einem Schlachtfeld an. Königliche Wachen und Ordinatoren kämpften gegen Wesen, die entfernt wie Riesenskorpione aussahen. Ich, ebenso wie einige andere beherzte Bürger, schlossen uns der Verteidigung an. Mit vereinten Kräften konnten wir die Bestien schnell besiegen. Es scheint glücklicherweise keine Todesopfer gegeben zu haben, jedoch ist der Platz völlig verwüstet und das Denkmal im Zentrum zerstört.
Die Königlichen Wachen baten mich, ihrem Hauptmann zu berichten, während sie den Platz weiter bewachen würden.
Tienius Delitian dankte mir für die Meldung und bat mich, den Ursprung der Bedrohung zu untersuchen. Anscheinend war ich nicht der erste Melder bei ihm, denn Delitian wusste bereits, dass es sich bei den Monstren um mechanisch-fleischliche Mischwesen handelte, vermutlich dwemerischen Ursprungs. Außerdem hat jemand anscheinend einen Eingang in die Tiefe zwischen den Trümmern der Statue entdeckt, aus dem die Wesen wohl gekommen sind.
Bevor ich da runter gehe, werde ich aber erst einmal frühstücken und meine Rüstung reparieren.
Ich bin in das Loch unter dem Denkmal geklettert - jemand hatte hilfreicherweise schon eine Leiter hineingestellt. Nach einem kurzen Gang aus Naturstein kam ich an ein Loch, das Ausblick auf eine riesige, reichverzierte Halle dwemerischer Bauart erlaubte. Am Boden der Halle kämpften Dwemer-Konstrukte gegen die fremdartigen Monster - sie scheinen also wohl nicht dwemerischen Ursprungs zu sein, oder zumindest nicht (mehr) erwünscht bei den Dwemer-Geräten.
Aber ich muss zugeben, mich hat die Halle mehr beeindruckt als der Kampf. Ich habe nie zuvor so großartige Schönheit in Dwemer-Bauten gesehen. Ich dachte, sie wären alle so pragmatisch wie Arkngthand oder die Kraterzitadellen. Aber dort unten gibt es Säulen aus EBENERZ und Fresken an den Wänden (oder Mosaike, oder was, ich habe ja keine Ahnung) - eines davon zeigte etwas, das ganz ähnlich aussah, wie das Redoran-Wappen. Aber auch das Symbol des Hauses Dagoth enthält einen Teil dieses Elements. Ich habe jemanden sagen hören, es sei das Symbol des 'Lorkhan-Skarabäus'. Ich habe ja keine Ahnung, was der große verschwundene Gott mit Käfern zu tun hat, aber ich bin ja auch kein Theologe. Wundert mich nur, das Zeichen in einem Dwemer-Gebäude zu finden, wenn es wirklich für einen Gott steht... und überhaupt, diese Ruine ist ja direkt neben dem alten Gramfeste, ich frage mich, ob die zeitgleich existiert haben, oder nacheinander... und ich glaube das war erst einmal genug von meinem inneren Forscher - ich wusste nicht einmal, dass so etwas so interessant sein könnte.
Ich sollte besser gehen, und meinen Bericht erstatten.
Oh, b'vek! Als ich zurückkam, um Meldung zu machen, war nicht nur der Hauptmann dort, sondern auch König Helseth. Er erklärte mir, ich sei genau derjenige, den er bräuchte, um Informationen über eine Verschwörung gegen ihn zu erhalten - er nannte mir einen Informanten und ein Codewort. Ich habe der Sache nicht zugestimmt - aber so wenig es dunmerische Tradition ist, Könige zu haben - und von einem Mann, der sich die eigenen Ohren hat abschneiden lassen, um sein elfisches Erbe zu verleugnen, werde ich mir sowieso nichts erzählen lassen, das ist mehr als nur erbärmlich! - so hält sich dieser Mann doch für den Herrscher Morrowinds und wird, wen ich nicht liefere womöglich wieder dazu zurückkehren, mich töten zu wollen... ich muss gestehen, ich habe bisher nur wenige Leute getroffen, die in mir der Art den Drang geweckt haben, einen Mord zu begehen, wie dieser Mann... ich denke ernsthaft darüber nach, ... nein, das werde ich sicherlich NICHT in meinem Tagebuch niederschreiben...
Aber ich bin mir sicher, es ist nichts Unehrenhaftes an einer ehrlichen, handfesten Revolution, oder? Zumindest sollte ich den Gedanken in der Hinterhand behalten.
Ich habe mit Barenziah gesprochen. Eine besondere Ehre. Sie ist deutlich gemäßigter als ihr Sohn und sie hat Einsicht in viele Dinge. Sie versteht Morrowind und sie versteht das Kaiserreich. Eine beeindruckende Person. Aber sie meint, sie sei zufrieden als Königsmutter. Interessant auch, dass sie meint, Talen Vandas hätte ein guter König werden können, wohingegen Helseth meinte, er hätte ihm einen guten Berater abgeben können, wäre er nicht gestorben.
Barenziah nannte mir außerdem einen Kontakt, der wissen könnte, ob es wirklich eine Verschwörung gegen ihren Sohn gibt.
Außerdem meinte sie, Fedris Hler sei ein (Ex)assassine und tatsächlich der Anführer der Hände.
Der Kontakt, den Barenziah mir vermittelt hat und den sie als guten Freund bezeichnet, stellte sich als Plitinius Mero - der Autor der 'Wahren Barenziah' heraus... ich hatte diesem Werk nie viel Glaubwürdigkeit zugetraut, aber das ändert da doch Einiges. Er erzählte mir, die Septims wollten ihn für das Werk sogar hinrichten - doch Barenziah, die sich der pikanten Details ihres Lebens keines Wegs schämte, setzte sich für ihn ein, indem sie ihm half, seinen Tod vorzutäuschen und einen neuen Namen anzunehmen.
Zu der Verschwörungssache meinte er, ich sollte besser mit dem Informanten, den Helseth mir genannt hatte, sprechen, ich könne aber mit Fragen gerne zu ihm kommen, da Barenziah mir zu vertrauen scheine... das gibt mir zu denken. Ich verstehe, weshalb alle diese Frau bewundern, aber den Sohn verabscheuen Es geht mir genauso...
Ein Glück, dass ich mich entschieden habe, der Sache nachzugehen - laut dem Informanten sind die Sorgen Helseths übertrieben - doch stattdessen hat es auf Barenziah wirklich jemand abgesehen - so scheint es.
Weder Barenziah noch ihr Autorenfreund glauben, dass ein Anschlag auf sie Sinn ergibt. Mero meint allerdings, dass Helseth sich die ganze Sache ausgedacht haben könnte, um mich zu prüfen - wie weit er dabei gehen würde, seine eigene Mutter zu gefährden, schien er sich nicht ganz sicher zu sein.
Ich bin mit dem Bericht der möglichen Verschwörung dennoch zum König gegangen. Meros Verdacht scheint mir sehr schlüssig, denn der König wusste bereits von dem Plan und hatte bereits einen Plan ausgeheckt, wie ich - ohne Beisein der Wachen - die Attentäter überrumpeln soll. Ich fürchte, dass er es nutzen wird, um am Ende MIR ein Attentat gegen seine Mutter in die Schuhe zu schieben - aber wenn er WIRKLICH Assassinen schickt, und ich NICHT da bin... Barenziah sagt, sie wisse sich zu verteidigen, aber selbst wenn, würde die bloße Tatsache, dass ich meinen Wachtposten nicht eingenommen habe, genauso dazu dienen können, mir einen Strick daraus zu drehen. B'vek! Ich bin mitten in die Schlangengrube gelaufen - sehenden Auges. Aber mir wird schon etwas einfallen - ich könnte zum Beispiel unsichtbar warten - wenn es keinen Anschlag gibt, wird dann auch niemand wissen, dass ich da war. Schwierig, schwierig - ich hätte diese Stadt gar nie betreten sollen.
Barenziah warnt mich, ich hätte Almalexia dieses magische Band nie geben sollen, der König will mich tot sehen - und eine wirkliche Aufgabe habe ich auch nicht (es sei denn, es kommt doch dazu, dass irgendeiner dieser machtgierigen Leute hier sterben muss...).
31. Sonnenaufgang
Ich habe auf die Attentäter gewartet - noch mehr Dunkle Bruderschaft, aber nachdem, was sie miteinander sprachen, waren sie offensichtlich hinter mir her und nicht hinter Barenziah. Offensichtlich von Helseth geschickt.
Notizen:
Soviel ich weiß, gibt es im Spiel eigentlich keinen Hinweis auf den Schlammkrabbenhändler. Aber ich hatte die Geschichte schon vor Jahren von Freunden gehört, daher habe ich das Tavernengerücht in meinen Bericht aufgenommen, obwohl ich sonst nahe am Spiel bleibe.
Wie man unschwer bemerkt, habe ich den Rabenfels-Plot nicht gespielt - mit Madseths Abscheu gegen Solstheim hätte es einfach nicht zum Charakter gepasst, dass er dort auch nur eine Minute länger verbringt als zwingend notwendig. Schließlich war er ja nur wegen des Versprechens gegenüber Beauchamp dort.
