Der zweite Teil von Felicitys Geschichte ist da (2/3).

Schreibt mir danach wie ihr es fandet!

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Dieses Kapitel widme ich Robbie Coltrane, Schauspieler von Rubeus Hagrid. Hogwarts ist nicht Hogwarts ohne dich.

R.I.P.

Viel Spaß mit der Geschichte :)

„Es gibt so viel zu erzählen! Das wirst du nicht glauben!", sagt Felicity zu Lily.

„Okay schon gut, schon gut.", entgegnet sie und lacht, doch wird dabei unterbrochen, als der Trank im linken Kessel droht seine Farbe zu ändern, was er nicht sollte.

„Nummer Neun!"

„Nummer Neun?", fragt Lily nach und rührt den linken Trank gegen den Uhrzeigersinn.

Felicity setzt sich auf den Stuhl neben Lily, legt die Füße auf den Tisch und hebt ihre Hände hinter den Kopf. Lily gefällt es nicht, dass sie ihre Füße auf dem Zutatentisch hat, aber möchte sie jetzt nicht unterbrechen.

„Heute habe ich erfolgreich das neunte Paar in Hogwarts zusammengebracht!"

Lily rollt mit den Augen und grinst. Felicity hält inne.

„Okay sag schon, wer ist es?", fragt Lily bühnengerecht.

„LIAM UND MABEL!", platzt es aus Felicitys Mund heraus und sie hebt ihre Arme in die Luft.

„Aus dem fünften Jahrgang?"

„Ja, genau die beiden."

„Nicht schlecht. Du hast wohl ein Talent dafür.", sagt Lily erneut theatralisch und schneidet die Knarlkiele in kleine Würfel.

Felicity steht auf und stützt sich mit beiden Händen auf ihrem Tisch ab.

„Du weißt, was das bedeutet?"

„Erzähl es mir.", sagt Lily und gibt die Würfel in den mittleren Trank, der daraufhin zu sprudeln beginnt.

„DU und JAMES werdet Nummer Zehn.", sagt Felicity bestimmt und verschränkt die Arme.

Lily grinst und rollt mit den Augen.

„Du brauchst jetzt ja nicht so tun Lily. Bevor ich dieses Schloss verlasse, habe ich zehn Paare hier zusammengeführt. Darauf kannst du Gift nehmen!"

Lily nimmt eine Kelle und füllt sie mit dem gelben Trank des rechten Kessels.

„Ich bevorzuge das Gift.", sagt Lily und trinkt von der Kelle.

„LILY!?"

Lily lacht laut und schüttet den Trank wieder zurück in den Kessel.

„Verflucht Licy, das ist nur Murtlap Essenz.", scherzt sie.

„Sehr witzig Tränke-Ass. Das wusste ich natürlich. Wie du sicherlich weißt, bin ich eine Tränke-Brau Expertin.", beschwichtigt sie und verschränkt die Arme.

Lily zieht beide Augenbrauen nach oben und wartet ab.

„Hallo?! Wie konnte ich auch wissen, dass die Frösche Feuer fangen?", verteidigt sich Felicity und spielt dabei auf einen Ausrutscher im vierten Schuljahr an.

„Weil Professor Slughorn das mehrmals…"

„…zu Beginn des Unterrichts gesagt hat. Ja ja, ich weiß doch.", sagt Felicity und grinst.

Felicity starrt Lily erwartungsvoll an.

„Was?"

„Nicht was, sondern wann?"

„Wann was?"

„Ja wann macht einer von euch beiden mal den nächsten Schritt Lily?"

Lily streut eine Messerspitze feines Pulver aus reinem Silber in den linken Kessel und denkt nach, bevor sie ihrer Freundin antwortet.

„Weißt du, ich glaube ich bin, was James angeht, einfach noch ein wenig vorsichtig."

„Süß ausgedrückt. Ihr trefft euch jetzt schon seit Anfang des Schuljahres gefühlt jeden Tag aber was ist denn jetzt? Das ist echt ziemlich vorsichtig Lily. Trägst du auch Sicherheitshandschuhe, bevor du ihn umarmst?", neckt Felicity.

Lily muss grinsen und widmet sich nun voll ihrem Gespräch.

„Okay zugegeben, das alles läuft ein wenig langsamer ab, als bei anderen Paaren, aber ich bin glücklich behaupten zu können, dass es nicht überstürzt ist.", sagt Lily und verschränkt ihre Arme.

„Was schaust du mich jetzt so vorwurfsvoll an?"

Felicity dreht ihren Kopf und schaut sich um.

„Oh du meinst ja wirklich mich! Du denkst ich würde meine Paare überstürzt zusammenbringen? Falls ich das vorgehabt hätte, hätte ich einfach ein Liebestrank gebraut.", sagt Felicity und verschränkt ebenfalls ihre Arme, um Lily nachzuäffen.

„Genau, du, die Brau-Expertin.", scherzt Lily und dreht sich wieder um, da der linke Kessel mit einer Feder umgerührt werden muss.

„Ich denke ich weiß was euch beiden fehlt."

„Licy, denkst du nicht, James und ich schaffen das schon von allein?"

„Ich habe das Gefühl ihr beide habt einen Knick in eurem Zauberstab, wenn ihr zusammen Zeit verbringt. Du, weil du zu vorsichtig bist und James, weil er sieben Schuljahre praktisch nur mit seinen Jungs Zeit verbracht hat. Über was redet ihr eigentlich? Den Unterricht? Das Wetter?"

Lily schweigt, weil Felicity da wahrscheinlich tatsächlich den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Felicity beugt sich zu ihr rüber und nimmt ihre Hand.

„Und natürlich denke ich, dass ihr zwei das schafft. Ihr beide gehört zusammen, das weiß ich. Ich bin gerade nur ziemlich in meinem Element drinnen. Wenn du nicht abgeneigt bist, hätte ich da eine Idee wie ihr mehr Zeit miteinander verbringen könntet. Wie ihr die beide nutzt, ist völlig euch überlassen – ich halte mich da raus."

Lily schmunzelt.

„Na gut, ich vertraue dir. Jetzt sag schon, das war doch noch nicht alles oder Licy?", fragt Lily, die ihre innere Ungeduld wie eine Uhr lesen kann.

„Es ist endlich passiert Lily! Ich hatte gerade eben Sex mit Josy Brown.", gesteht Felicity trocken und unerwartet.

Aus allen Wolken fallend, lässt Lily ihre Feder aus Versehen in den Kessel fallen.

„WAS? Du verfluchte Hexe!", sagt Lily mit großer Freude, fischt die Feder aus dem Trank und legt sie voller Sorge der Trank sei dadurch jetzt ruiniert zur Seite.

Felicity grinst, doch ihr Grinsen verblasst schnell und sie schaut in den leeren Raum hinein.

„Was, freust du dich denn gar nicht? Das war doch gefühlt schon längst überfällig oder nicht?"

„Doch schon, es war super, nur ich frage mich wie es jetzt weiter geht."

„Du, die selbst auserkorene Sex-Hexe und Beziehungs-Ratgeberin, fragt sich wie es jetzt weiter gehen könnte?", fragt Lily und zieht eine Augenbraue hoch.

„Ja, irgendwie schon."

„Okay, angenommen du wärst einer deiner eigenen ‚Kunden', was würdest du instinktiv raten?"

„Wahrscheinlich den Mut haben direkt noch einen Schritt weiterzugehen."

„Tja und warum bist du dann so verunsichert?"

Felicity beißt die Zähne fest zusammen und erzwingt ein unnatürliches Grinsen. Lily löst ihre Arme und geht amüsiert auf Licy zu.

„Jaaa?", fragt sie und grinst mit weit geöffneten Augen.

Lily greift verspielt mit einer Hand von unten an Felicitys Mundwinkel.

„Los jetzt gib es zu!", sagt Lily und lacht.

„Weil ich es nicht überstürzen möchte…", gibt Licy nuschelnd zu.

Lily gibt sich zufrieden und nimmt Felicity in den Arm, die daraufhin glücklich ist Lily immer an ihrer Seite zu wissen.

„Natürlich könnte man jetzt auch sagen, mit Sex zu beginnen ist schon ein wenig überstürzt."

„Vermutlich.", stimmt sie Lily lachend zu.

„Auf der anderen Seite ist diese Anspannung zwischen euch beiden nun endlich weg. Die war selbst für mich unerträglich."

„Und WIE sie weg ist - wie weggespült…", sagt Felicity in vergnügter Stimmung.

„Ich wollte gerade fragen… unter der Dusche?"

„Ja und zum Glück komplett ungestört. Das war schon ziemlich aufregend. Sie kam gerade verschwitzt vom Quidditch Training.", sagt Felicity und setzt zum Spaß einen rolligen Gesichtsausdruck auf.

Lily schüttelt ihren Kopf und lacht. Anschließend setzt sie einen Deckel auf alle Kessel und versucht nicht zu neugierig zu sein, auch wenn Felicity wohl schon dafür brennt jedes Detail auszupacken. Sie wirft einen Blick auf die Standuhr und notiert sich die Zeit auf ein Pergament, bevor sie zu ihrer Tasche geht und dort ein kleines Fläschchen hervorholt.

„Kommen wir zu deiner dringlichen Bitte. Ich gebe dir diesen Trank wie von dir letzte Woche verlangt, aber nur, wenn du mir erzählst, was du damit vorhast.", sagt Lily fest entschlossen.

„Ich glaube ich sollte dir das lieber nicht erzählen.", sagt Felicity und kratzt sich am Kopf.

„Okay, dann brauchst du ihn ja nicht so dringend.", entgegnet sie und packt langsam den Trank zurück.

„Schon gut. Ich treffe mich heute Abend mit einem Jungen, ein Jahrgang unter uns."

„Morgens Josy Brown zum Frühstück zu vernaschen hat wohl nicht gereicht?", entgegnet Lily frech.

„Haha. Sehr witzig."

„Für das Treffen brauchst du ein Trank der Schmerzen unterdrückt? Für dich?", fragt Lily besorgt.

„Nein, nicht für mich."

„Verflucht Licy. Will ich wissen, was du mit ihm vorhast?"

„Ich habe nicht vor ihm weh zu tun, ich schwöre, aber es könnte sein, dass etwas Unvorhergesehenes passiert."

„Etwas Unvorhergesehenes?! Das gefällt mir alles überhaupt nicht Licy. Ich mache mir da ein wenig Sorgen.", sagt Lily und nimmt ihre Hand.

„Das musst du nicht, vertrau mir Lily.", beschwichtigt Felicity und nimmt sie in den Arm.

„Felicity Patel, versprich mir, du weißt, was du tust!"

„Ich verspreche es. Es wird nichts Schlimmes passieren…"

„…vermutlich.", flüstert sie und beendet ihr wages Versprechen.

„Wo seid ihr genau, damit ich Bescheid weiß, wenn doch etwas Schlimmes passiert?"

Felicity lehnt sich vor und flüstert in ihr Ohr.

„Okay gut, das beruhigt mich ein wenig."

„Von mir aus, kannst du auch mitkommen.", sagt Felicity offen.

Lily ist im ersten Moment abgeneigt, aber ihre Neugierde und Pflichtbewusstsein für Sicherheit melden sich in ihren Kopf.

„Will ich das?", fragt Lily und gibt Licy den Trank.

„Nein, denke nicht. Bist du fertig?", fragt Felicity und blickt auf die Kessel.

„Weiß nicht. Sag du es mir Expertin.", sagt Lily und schmunzelt.

„Im linken Kessel befindet sich langanhaltendes Veritaserum, da du nur eine Messerspitze Silberpulver hinzugegeben hast und nicht noch Gold, im mittleren ist der Freundschaftstrank von Gregor dem Kriecher und rechts Murtlap-Essenz, welches wirklich giftig gewesen wäre, wenn es nicht jetzt erst anfangen würde zu reifen."

Lilys Mund steht erneut offen und sie schüttelt ihren Kopf.

„Was zum… Hast du? Nein, kann nicht sein. Nicht schlecht Licy, ich bin wirklich beeindruckt! Ich glaube du hättest doch bei Fortgeschrittene Zaubertränke bleiben sollen."

„Naah, nicht wirklich meine Leidenschaft. Außerdem habe ich zwei linke Hände bei sowas. Komm, lass uns zum Innenhof."

„Einen kleinen Moment noch.", sagt Felicity und holt das Zaubertränke Buch aus ihrer Tasche, um darin eine Notiz zu schreiben.

„Warte, ihr macht das immer noch?", fragt Felicity.

„Ja. Severus und ich wollen bis zum Ende des Schuljahres alle Tränke mindestens drei Mal gebraut haben.", sagt Lily begeistert und notiert, dass die Feder, die sie aus Versehen in den Trank fallen gelassen hat die Flüssigkeit deutlich viskoser machte.

Felicity rollt mit ihren Augen, lächelt anschließend und schaut Lily an, wie sie den Raum abschließt. Professor Slughorn vertraut nur zwei Schülern dauerhaften Zugang zum Unterrichtsraum an: Lily und Severus.

„Sag mir meine Lieblingshexe, was machst du eigentlich nach Hogwarts? Bleiben wir in Kontakt?"

„Hast du ein Fluch abbekommen, der dich verwirrt? Ja natürlich bleiben wir in Kontakt! Aber ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, was ich mache, besonders in der heutigen Zeit. Ich dachte daran meine Schwester mal zu besuchen, aber ich habe nicht mehr viel Hoffnung, dass sie mich noch nach der langen Zeit und dem geringen Kontakt zu ihr noch als wirkliche Schwester sieht, verstehst du?", fragt Lily, doch erwartet nicht wirklich eine Antwort.

Felicity nickt, doch kann es bis heute nicht ganz nachvollziehen.

„Als meine Schwester noch lebte, bin ich mit ihr in den Sommerferien immer gern durch die Wiesen hinter dem Haus spazieren gewesen. Manchmal haben wir den Nachbarshund Charles dabeigehabt."

„Charles?", fragt Lily und schmunzelt.

„Frag mich nicht. Ich habe mir den Namen nicht ausgedacht.", antwortet sie und lacht.

„Eines Tages hat sich Charly losgemacht und ist über die Wiesen gerannt. Meine Schwester ist, ohne auch einen Moment zu zögern, hinterhergerannt. Es vergingen keine fünf Sekunden, da sind sie im angrenzenden Wald verschwunden."

„Hat sie ihn einfangen können?"

„Nein. Sie ist über eine Baumwurzel gestürzt und hatte einen gebrochenen Arm. Charles ist erst am nächsten Morgen bei unserem Nachbarn wieder aufgetaucht."

„Oh je, ich stelle mir das Gespräch auch besonders unangenehm vor, wie ihr eurem Nachbar erklären musstet, dass ihr Charles verloren habt."

„Das mussten wir zum Glück nicht selbst tun, da meine Mom das für uns gemacht hat."

Lily lächelt, während die beiden sich auf eine Steinbank im sonnigen Innenhof setzen, in dem mehrere Schüler ein Zauberschnippschnapp Turnier auf die Beine gestellt haben und gerade gegeneinander Karten spielen.

„Das war das letzte Mal, dass ich mit meiner Schwester spazieren war.", sagt Felicity traurig und beobachtet das braunhaarige Mädchen, die alle verbleibenden Karten auf den Boden legt und das Spiel zu gewinnen versucht.

Lily schweigt und hält Licys Hand.

„Jetzt zu dir. Was machst du nach Hogwarts?"

Felicity lehnt sich an Lily und schaut in den Himmel.

„Hm, ich glaube es wäre am schönsten, wenn man noch hier in Hogwarts bleiben könnte."

Lily verzieht ihr Gesicht und schaut verwundert zu ihr.

„Versteh mich nicht falsch, die ganzen Prüfungen nerven mich und manche Lehrer noch mehr, aber ich habe das Gefühl die Prüfungen die wichtig sind, die richtig harten Prüfungen und jene die wirklich etwas bedeuten kommen erst nach Hogwarts – und auf die wird man hier definitiv nicht vorbereitet."

„Also würdest du lieber in der kleinen heilen Welt von Hogwarts bleiben? Wo bleibt deine Zuversicht Licy?"

„Keine Ahnung, aber kann ich bis ich sie wiederfinde einfach Zuversicht von dir ausleihen?", scherzt Felicity.

„Selbstverständlich."

„Du bist die Beste."

„Keine Ursache. Das macht dann zwei Galleonen. Freundschaftspreis!", sagt Lily und lacht.

„Eine Galleone.", fordert Felicity mit ernster Miene.

„Zwei!"

„Eine."

„Nein, zwei Galleonen."

„Sagen wir eine Galleone und acht Sickel?"

„Eine Galleone, acht Sickel und du versucht mich nicht mit James zu verkuppeln."

„Oh ich glaube ich komme nun doch ohne Zuversicht ganz gut zurecht.", sagt Felicity und lacht, ehe sie innehält.

„Angenommen wir hätten heute schon alles gepackt und morgen früh geht der Hogwarts Express zurück. Was würdest du unbedingt heute noch machen Lily?"

„Gute Frage. Ich denke ich würde mit vielen einfach nochmal reden wollen, so wie mit dir hier. Vielleicht an ein paar schöne Orte spazieren. Du?"

„Ich glaube ich würde als erstes die Schuluniform ausziehen und danach um die zwanzig Schulregeln brechen…", sagt Felicity und lacht.

„…oder mich mit Peeves zusammentun und Professor Binns einen Streich spielen, für all die Stunden an Lebenszeit, die er mir in Geschichte der Zauberei gestohlen hat. Hauptsache die Leute erinnern sich noch über viele Jahrgänge hinweg an mich."

„Oh ja, da erschreckt er sich bestimmt noch zu Tode.", albert Lily herum.

„Ich denke ich bräuchte noch mehr als einen Tag, um die Schule nach meinen Vorstellungen zu ändern, weil das würde ich wirklich gerne.", führt Felicity fort.

„Schulleiterin Patel?"

„Nein. Eher jemand der sich die Regeln für Quidditch ausdenkt, aber am Ende nicht Schiedsrichter spielen muss, verstehst du?"

Lily nickt.

„Ich glaube ich würde auch gerne die Welt ein wenig bereisen. Andere Menschen und Orte kennenlernen."

„Das hört sich schön an Licy. In dir ist wohl doch der Drang nach Abenteuer."

„Ja schon, aber auch eine Menge Zukunftsangst und Zweifel. Aber ich bin ziemlich gut darin das zu verstecken.", flüstert sie leise und grinst.

Lily greift nach ihrer Hand und ist verwirrt, als plötzlich Applaus im Innenhof ausbricht, der aber für das Mädchen galt, welches das Zauberschnippschnapp Turnier soeben gewann.

„Lily, ich glaube nach diesem Schuljahr sollte ich direkt durch die Welt reisen. Bevor ich irgendwann zu alt und gebrechlich dafür bin.", sagt sie, steht auf und schauspielert die Gangart einer gebrechlichen Frau mit Gehstock, um Lily zum Lachen zu bringen.

„Soll ich dir über die Straße helfen, junge Dame?", fragt ein Junge hinter Felicity und lacht.

Felicity dreht sich um.

„Keine Sorge, ich komm schon klar Potter.", entgegnet sie.

James nähert sich der Steinbank, umarmt Lily und bietet ihr Schatten.

„Du siehst super aus… aber du riechst ein wenig nach Murtlap.", flüstert James und nimmt Lily auf den Arm, ehe er sich zu Felicity dreht und zur Begrüßung umarmt.

„Schön dich zu sehen Licy.", sagt James bemüht sich mit ihr gut zu verstehen.

„Gut, dass du da bist James. Wir wollten dich gerade einladen.", sagt Felicity.

Lily ist verwirrt und schaut zu ihrer Freundin.

„Ja?", fragt James und ist überrascht.

„Am Wochenende schleichen wir uns mit ein paar anderen kurz vor Mitternacht raus, holen die Besen, ein wenig Elfenwein und treffen uns auf der großen Wiese am schwarzen See, um dort am Lagerfeuer zu feiern.", erfindet Felicity, um Lily und James mehr gemeinsame Zeit miteinander zu verschaffen.

„Hört sich gut an. Ich bin dabei!", sagt James mit Vorfreude und schaut zu Lily, die ihren verwirrten Blick schnell in ein Lächeln umformt.

„James, kommst du jetzt mit oder nicht?", ruft Hagrid über den Innenhof und winkt ihn zu sich.

„Oh, ich muss los Leute. Hagrid möchte mich seinem alten Mentor Ogg vorstellen, der seit zehn Jahren wieder hier ist. Muss ihm wohl sehr wichtig sein, weil er sich sogar die Haare gekämmt hat.", sagt James und lacht.

„Nimm dir doch ein Beispiel James.", neckt Lily ihn, packt sich mit ihren Händen in ihre Haare und verursacht ein Chaos, was dem von James ähnlich ist.

James zieht seine Augenbrauen hoch, setzt ein Grinsen auf und sprintet zu Hagrid.

„Bei Merlin Lily, schau ihm doch nicht so direkt auf seinen Arsch!"

„Haha, witzig. Wusstest du, dass Josy dir einen fetten Knutschfleck hinterlassen hat?", entgegnet sie und lacht sie aus.

Felicity ist sofort peinlich berührt und geht in ihrem Kopf alle Personen durch, die sie, bis eben getroffen hat.

„Entschuldige Hagrid, ich wurde noch aufgehalten.", sagt James.

Hagrid lacht laut.

„Komm schon Potter, du musst mir nichts vormachen. Sieht doch n blinder Billywig!", sagt Hagrid und vergnügt sich James' peinlich-berührtes Gesicht zu sehen.

James wird rot und blickt kurz zurück zu Lily, während sie sich zu Hagrids neuer Außenhütte aufmachen, die er und Albus seit diesem Sommer in den unteren Ländereien errichtet haben.

„Lily, ich glaube das wird noch ein spannendes letztes Jahr an Hogwarts."

Lily schlägt Licy auf die Schulter, bevor sie beide anfangen zu lachen und zu diskutieren, wen sie so kurzfristig noch mit zur Feier am Lagerfeuer einladen könnten. Felicity macht ihr von Anfang an eindringlich klar, dass die Freunde von James definitiv nicht zur Feier mitdürfen, da Lily sonst mit James nicht ungestört sein wird und sie sich nicht näherkommen können. Zunehmend merkt Felicity dabei, wie sie gedanklich immer mehr an das bevorstehende Treffen mit Maddox in ein paar Stunden denken muss, auf das sie sich besonders freut und für das sie extra ihre, selbst vor Lily geheime, Reizwäsche eingepackt hat, welche sie sich in den Sommerferien gekauft hatte.