Als wir auf dem Ziegeldach sind, haltet Midna an und dreht sich zu mir um. "Jetzt wo du deine Antworten hast, wirst du nun das tun, was ich dir sage!". Weiß sie überhaupt, was sie fordert? "Ich werde sicher nicht von einer Klippe springen, nur weil du es sagst!", kontere ich. "Stell dich nicht so dumm an! Du weißt was ich meine! Oder hast du das Gedächtnis einer Fliege?", erwidert sie irritiert zurück. Ich halte kurz inne, um jedes Detail aller Ereignisse von diesem heutigen Tag durchzugehen, bevor ich zu sprechen beginne: "Wenn du über die Sache sprichst, die ich finden soll: Ich nehme an, du weißt ungefähr was es ist und wo es ist?". "Ich würde es sonst nicht erwähnen, wenn ich es nicht wüsste". Ich bohre weiter nach: "Was hast du mit der Sache vor, wenn du sie hast?". Sie seufzt genervt: "Wie oft muss ich es euch noch sagen, dass meine Angelegenheiten euch nichts ange..." "Es geht mich schon was an!", unterbreche ich sie: "Ich möchte schon ein paar gute Gründe wissen, warum ich dir bei der Suche nach dieser Sache helfen soll, anstatt hier diese Terrorherrschaft an der Wurzel zu packen." Ich drehe mich zum prunkvollen Zentrum des Schlosses um, wo dieser Eroberer wahrscheinlich auf einem Thron sitzt. Ihre Antwort ist lediglich ein hysterisches Gelächter, gefolgt von einer weiteren Beleidigung: "Hör zu, du Narr! Glaubst du wirklich, du könntest dort einfach hineinspazieren und ihn in Stücke schlagen? Er wird dich zu einer Schattenbestie verwandeln, bevor du ihn auch nur ein Haar krümmst!", sie setzt noch einen drauf: "Und selbst wenn du es irgendwie schaffst, unbeschadet in seine Nähe zu kommen: Hast du vergessen, dass er diese ganzen Portale erschuf? Du könntest ihn nie töten, weil..."

Ich schaue sie an, als ich ihren Satz ende: "...weil er sich einfach außerhalb meiner Reichweite teleportieren kann?!". Ich drehe mich zu ihr um: "Doch du kannst ihn verfolgen, nicht wahr?". Sie kreuzt ihre Arme, während ihr Mund ein leichtes Grinsen formt: "Sicher, aber muss ich das?". "Ist diese Sache wirklich so wichtig?!". "Wenn du die Zukunft deiner Welt als wichtig betrachtest, dann ja!", sie fügt hinzu: "Außerdem heißt es warpen. Teleportation ist was anderes." Meine Welt? Ohne es zu wissen, hat sie mir zwei Dinge über sich selbst verraten: Sie hat mich erst seit heute beobachtet und Sie ist nicht von Hyrule. "Es hat doch hoffentlich nichts mit geistiger Selbstfindung oder so etwas ähnliches zu tun.". Sie legt eine Hand vor ihr Gesicht. "Nein, es hat nichts...", sie fängt an zu kichern: "mit dergleichem zu tun. Hihi". Wissend, dass es sich um eine materielle Sache handelt, informiere ich Sie über meine Anforderungen: "Ich werde dir bei der Suche helfen. Unter drei Bedingungen." Sie zögert für einen Moment, während sie mich wütend anblickt. "Du bist nicht in der Position, Anforderungen zu stellen". Bevor ich ihr erwidern kann, setzt sie fort: "Aber gut, ich höre sie mir an. Stell sie besser nicht zu hoch, Lichtbewohner!".

Mit ihrer Zustimmung stelle ich sie vor: "Erstens: Du bist in der Lage, dich selbst verteidigen zu können. Ich kann mich nicht um dich kümmern, wenn ich meine Hände voll zu tun habe." "Es wird eher das Gegenteil der Fall sein." "Zweitens: Ich werde nach dieser Sache nur suchen, wenn es eine Spur gibt." "Ich habe dir schon gesagt, dass ich es dir sagen werde, wenn die Zeit kommt." "Drittens: Wann immer ich es brauche, wirst du meine Sachen verwahren und mich von einem Ort zum Anderen teleportieren." "Vergiss es! Ich bin kein Packesel." "Natürlich nur die Sachen, die mir beim Kämpfen nichts bringen." Ich strecke meinen Arm aus: "Wie dieses Buch hier!" "Warum hast du es überhaupt mitgenommen, wenn es dich beim Kämpfen behindert?" "Ich kenne mich in Hyrule nicht aus. Bevor ich mich also verirre oder im Kreis laufe, greife ich lieber auf eine der Kartographien in diesem Buch zurück, um Zeit zu sparen." "Willst du mir sagen, dass du dich in deinem eigenen Geburtsland nicht auskennst?!" "Das ist nicht mein Geburtsland." "Oh sicher...Dein Interesse um das Wohlergehen dieses Königreiches entstand aus Lust und Laune, stimmts?", sie schwebt ein wenig höher, um auf mich herabzuschauen: "Mach mir nichts vor! Du hast dein ganzes Leben in diesem Dorf verbracht und es nie verlassen. Deswegen brauchst du dieses Buch voller Kartographien, weil du dich nie außerhalb des Dorfes herausgetraut hast." Meint sie das wirklich ernst?!

"Du solltest mal an deinen Schlussfolgerungen arbeiten." "Bitte?!" "Es ist unwahrscheinlich, dass ein einzelner Dörfler in der Lage ist, eine Schattenbestie zu töten, wenn es ein ganzes Heer kaum geschafft hat. Auch wenn meine Ausrüstung ein Mischmasch aus mehreren Teilen ist: Ist es nicht seltsam, dass ich der Einzige bin, der so ausgerüstet ist?" "Das spricht dagegen, dass du von diesem Dorf kommst", unterbricht sie mich: "Aber nicht, dass du ein Hyruleaner bist!" "Es gibt bestimmt auch andere Königreiche außer Hyrule!" "Mag sein, aber dann würde es dich nicht interessieren, was mit Hyrule geschieht." "Eigentlich nicht, aber mein Kodex verpflichtet mich dazu." Sie hebt eine Augenbraue: "Du willst mir also sagen, dass du dein Leben nur wegen einem Kodex aufs Spiel setzt?" Ich wollte ihr wieder erwidern, da fiel mir ein, dass es noch was zu tun gibt: "Ich schätze diese Diskussion, aber wir schweifen langsam vom Thema ab. Akzeptierst du meine Bedingungen oder nicht?!" Für einen Moment legt sie eine Hand auf ihr Kinn und macht den Eindruck, als ob sie sie überlegen würde. Dann seufzt sie, gefolgt von einem "Gib es her!", in der sie mir das Buch aus der Hand reißt. Diese Tat ist mir Antwort genug. "Also...", beginne ich sie zu fragen: "Wo sollen wir mit der Suche anfangen?" Sie spricht zwei Wörter aus, bevor sie mich von hier weg warpt: "Beim Lichtgeist." Lichtgeist? So etwas existiert...


...tatsächlich?! Ich stehe wieder vor der Quelle, genauer gesagt vor der riesigen leuchtenden Kugel. "Warum so ernst?" Ich schaue wild um mich, nach dem Ursprung der fremden Stimme suchend, obgleich es schien, als ob sie von keiner Richtung kam. "Was machst du da?" Ich schaue Midna an: "Hast du nicht diese Stimme gehört?" Sie schaut mich fragend an: "Welche Stimme? Was redest du da?" "Nein also. Muss ich mir wohl eingebildet haben." Ich schaue wieder die riesige Kugel an: "Was hat es eigentlich mit dieser Kugel auf sich?" "Zähl mal eins und eins zusammen." "Das soll der Lichtgeist sein?!" Sie rollt mit den Augen: "Du legst dich richtig ins Zeug, Unwissenheit vorzuspielen." "Komm zum Punkt!"

Sie zeigt mit dem Finger nach vorne:"Siehst du die Hand hier? Zerstöre sie! Dann solltest du den Lichtgeist sehen." Auch wenn ich mich frage, woher sie all das wissen soll, folge ich ihrem Rat, während sich in meiner Hand die unter den Drachenreitern weit verbreitete Hellebarde formt. Da fällt mir etwas wichtiges ein: "Diese Banditen, welche die Kinder entführt haben: Weißt du, wohin sie gewarpt sind?" "Wir würden solche Portale nicht benutzen, wenn jeder weiß, wo wir am Ende landen." "Verstehe..." Nachdem ich mit der Spitze mehrfach die Finger steche, ohne wirklich viel auszurichten, zeigen sich rote Linien entlang der ganzen Hand, die anfangen, intensiv zu leuchten, während die Hand selbst von der Kugel loslässt.

Während die Hand höher schwebt, stelle ich mir den Glockenhammer von Velstadt vor, um mich vor einem möglichen Angriff vorzubereiten. "Ist das dein Ernst?!", höre ich Midna von hinten rufen. Die Finger schließen sich zu einer Faust, bevor es im Sturzflug auf mich herunterrast. Ich hole mit der Keule aus und treffe die Seite der Hand mit einer solchen Wucht, dass es an einen der Felswände kracht und einen Krater zurücklässt. Ich ergreife die Initiative und vollführe einen Sprungangriff, der beim Aufprall mit meinem Gegner einen Finger zertrümmert. Es erholt sich jedoch schnell von meiner Attacke und geht zum Gegenangriff über, indem es versucht, mich zu greifen. Mit einer Hechtrolle nach links entkomme ich jedoch dem Griff. Als Faust zusammengerollt fliegt es schnell in meine Richtung. Ich mache mehrere Schritte zur Seite, während ich mich um meine Hüfte drehe, um in Schwung für meinen nächsten Angriff zu kommen. Während meiner gesamten Drehung habe ich meinen Arm ausgestreckt, damit am Ende mein Hammer mit aller Wucht an der entgegenkommenden Hand kollidiert. Donggggggggg!

Ich kann den Druck, der sich durch den Aufprall auf meinem Arm aufbaut, deutlich spüren, doch er ist gering im Vergleich zu meinen vergangenen Paraden gegen so manchen Hünen, also halte ich stand. Mein Gegner jedoch wurde vom Aufprall komplett zertrümmert. Finger und Handfläche sind in mehrere Brocken zerbrochen, ihr rotes Leuchten ins Nichts verschwunden. Sie fliegen direkt auf die Kugel zu, wo sie wie Fleisch in Säure vaporisiert werden. Ich warte nun darauf, dass etwas passiert, doch ich bekam nicht dieses Privileg.

Dachte ich zumindest. Plötzlich spricht eine Stimme zu mir: "Fremder..." Es ist nicht die gleiche, die ich mir eingebildet habe. Diese hat nämlich nun eine Richtung, von der sie kommt. Auf einen der Stufen der Quelle erscheint nun eine kugelförmige Ansammlung schwach leuchtender Energie, welche eine kopfgroße Kugel umkreisen. "Komm her...", spricht sie zu mir. Ich nähere mich ihr mit Vorsicht. Zwar vermute ich, dass diese Ansammlung der Lichtgeist ist, doch sicher bin ich mir nicht.

Als ich nur eine Armlänge von ihr entfernt bin, redet sie weiter: "Fremder, du und deine Begleiterin habt was Großartiges geleistet, doch ... die Erklärungen müssen warten. Verbinde mich ... wieder mit dem Licht, dass du vor ... der Verderbnis retten konntest." "Sag mir erstmal wer du bist!" "Ich bin der Lichtgeist Faron, von den Göttern Din, Nayru und Farore auserkorener Wächter ... des südlichen Teils von Hyrule" "Ich bin Kane von Drangleic. Nun zu deiner Bitte: Hast du eine Idee, wie ich das ohne Verletzungen machen soll? Die Überreste dieser Riesenhand wurden vaporisiert, als sie dieses "Licht" berührt haben." "Strecke deinen Arm zu mir aus!" Ich folge dem Wunsch des Lichtgeistes.

"Es ... könnte vielleicht wehtun", warnte er mich, bevor ein Teil der Energie, welche ihn umkreist, sich zu meiner Hand ausbreitet und sie umkreist. Doch außer einem leichten Jucken verspüre ich keinen Schmerz. Ahnend, was es damit auf sich hat, marschiere ich zur riesigen Lichtkugel und strecke meinen Arm und meine Hand aus. Die Energiematerien um meiner Hand kommen zum Stillstand, als sie sich mit goldenen Blitzen an die Lichtkugel binden. Dann fangen sie wie von selbst an, sich in Richtung des Lichtgeistes zu bewegen, während ich meinen Arm vorsichtig zwischen den Blitzketten herausziehe. Beim Lichtgeist angekommen, beginnen auch die anderen Energiematerien, stillzustehen und sich auf dieselbe Weise mit dem "Licht" zu "Licht" selbst beginnt langsam, einige Meter nach oben zu schweben, um sich dann zum Lichtgeist hinzubewegen. Bei ihm angekommen, tauchen beide langsam in die Quelle und verschwinden unter der Wasseroberfläche. Kurz bevor das "Licht" selbst vollständig verschwunden ist, leuchtet es kurz mit so einer Intensität auf, dass alles vor meinen Augen ein blendendes Weiß wurde.

Als das Leuchten aufhört, lässt es die Umgebung zurück, wie sie vorhin war. Mit einem Unterschied: Die Sicht meines künstlichen Auges, dass alles zeigt, was für das bloße Auge verborgen liegt, stimmt mit meinem anderen Auge überein. "Wie schade!", höre ich Midna hinter mir sprechen. Als ich versuche nach hinten zu blicken, ohne mich umzudrehen, bemerke ich die schwarze Umrandung, die mich daran hindert. Sofort lege ich meine Hand an mein Gesicht, nur um etwas metallisches zu fühlen. Eine Ahnung habend, was los ist, schaue ich mir meinen Arm an. Meine Ahnung bestätigt sich: Ich habe mich wieder zurückverwandelt. Auf meinen Befehl hebt sich mein linker Arm und zeigt seine Hand vor mein Gesicht, meine Vermutung bestätigend.

"Hast du etwa gedacht, dass deine Verwandlung dauerhaft ist?" Ich drehe mich zu ihr um, während ich meine Maske herunternehme. "Ich habe es in Erwägung gezogen." Plötzlich höre ich ein schrilles Geräusch, welches von der Quelle kommt. Beim sofortigen Umdrehen sehe ich, dass das Wasser der ganzen Quelle eine goldene Farbe angenommen hat, während das Gekritzel auf den Steinen anfängt, türkis zu leuchten. Kurz danach springt ein Tropfen von der Quelle nach oben, um wieder herunterzufallen.

Nach diesem ungewöhnlichen Ereignis erscheint das "Licht", dass ich mit den Lichtgeist verbinden musste. Es schwebt ungefähr zehn Meter nach oben, bevor es zum Stillstand kommt. Oben angekommen erscheint zuerst eine Silhouette, dann eine golden leuchtende Mischung aus verschiedenen Tierarten, welches sich an das "Licht" klammert. Es hat nach oben gerichtete Hörner und sein Gesicht erinnert an das einer Steinskulptur. Seine Extremitäten sind von der Form her eines Menschen ähnlich, doch der Rumpf ist gebuckelt wie bei einem Vierbeiner. Sein Schweif hat am Anfang Ähnlichkeiten mit einem Eichhörnchen, doch das Ende ist der spitze Stachel eines Skorpions. Zusätzlich ist er vier- bis fünfmal so lang wie der Körper, was dazu führt, dass, als dieses Mischwesen seinen Schweif vertikal um sich krümmt, das Ende nahe dem Anfang ist.

"Also, Kane von Drangleic", spricht er wieder: "Was führt dich hierher?"

Oh mein Gott ich habe es wieder vermasselt. Die Steine leuchten ja im Spiel türkis und nicht golden.

Was ich auch gemerkt habe ist, dass Besucher und Zuschauer beim ersten Kapitel am höchsten sind und dann stark abfallen. Ich frage mich woran es liegt: Entspricht meine Fanfiction nicht jedermanns Geschmack oder ist das erste Kapitel mehr oder weniger furchtbar?

Möglich wäre auch, dass mein Dark Souls 2 - OC auf den ersten Blick ein Gary Sue ist oder dass es keine Spannung gibt, weil er bisher alle Gegner mit Leichtigkeit bezwungen hat. Ich weiß nicht, wie ich den ersten Eindruck meines OCs bearbeiten kann, aber er wird im Verlauf der Story mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Gary Sue sein. Was die Spannung im Kampf betrifft: Es wäre ziemlich seltsam, wenn ein Dark-Souls OC, der es geschafft hat, die vier Kronen zu erlangen, ernsthafte Probleme mit einem Gegner wie die Schattenbestie hat, welches sich von den schwarzen Monstern in der Niemandswerft nur darin unterscheidet, einen harten Schädel und keine Angst vor dem Licht zu haben. Außerdem habe ich einfach kein Interesse, mit billigen Gründen wie "Deine Magie funktioniert nicht in dieser Welt" oder "Du hast Amnesia und hast all deine Kampferfahrung verloren" den unterschiedlichen Powerlevel beider Welten auf die gleiche Ebene zu setzen. Klar, ich könnte auch meinen OC so gestalten, dass er noch nicht alles durch hat, aber er wird in dieser Story zum großen Teil der Einzige sein, der Dark Souls verkörpert, denn ich möchte nicht allzu viele Dark-Souls-Charaktere einfügen. Schließlich soll mein Crossover ein "Person von X-Welt landet in Y-Welt"-Crossover sein und ein Low-level Dark Souls - Character ist nicht wirklich anders als ein originaler Untoten-Charakter in LoZ, der ein Bewusstsein hat.

Macht euch jedoch keine Sorgen: Mit dem Triforce, dass einen sehr mächtig machen kann, und das Ersetzen der Schattenkäferjagd durch andere Ereignisse werde ich schon dafür sorgen, dass es ernste Momente geben wird.

Aber genug davon, hier ist der nächste Tipp: Über Götter, Moral und Optionen.