Hermine war mittlerweile zu Wein umgestiegen. Pansy füllte ihr brav nach. Sie hasste den Blick in Malfoys Augen. Was ging es ihn an, was sie tat? Er provozierte sie. Seine ganze Existenz provozierte sie. „Was hast du eigentlich für ein Problem mit mir, Malfoy?", fragte Hermine. Etwas zu laut, denn die Gespräche um sie herum verstummten. Blaise, der neben Malfoy saß, hatte die Augen aufgerissen.
Malfoy sah sie mit einem mörderischen Blick an. „Ist es wegen Pansy hier?", fragte Hermine spitz und legte ihren Arm um Pansy. „Ist es, weil ich dich in dem Duell geschlagen habe?", stichelte sie weiter. Sie sah, wie sich Blaise auf die Lippen biss und überlegte, ob er eingreifen sollte. Malfoy sprang auf. Hermine stand ebenfalls auf. „Noch ein Wort, Mortém…", sagte Malfoy leise und drohend. „Was willst du machen? Mich verhexen?" Hermine lachte. „Nein.", knurrte Malfoy wütend und holte aus.
Der Schlag traf Hermine in der Magengegend und beraubte ihre Lungen jeglicher Luft. Ihre Reflexe schalteten sich ein und sie versetze Malfoy einen Schlag zurück, der ihn aber kaum wanken ließ. „Du schlägst wie ein Mädchen, Mortém.", sagte Malfoy von oben herab. „Und du kämpfst wie ein Muggel. Im Zaubern bist du mir unterlegen.", sagte Hermine, weil sie wusste, dass es ihn empfindlich traf. Malfoy wollte ihr den nächsten Schlag verpassen, doch sie sah, dass Blaise ihn festhielt. „Genug, Draco! Du hast eindeutig zu viel getrunken. Geh jetzt!" Blaise schubste Malfoy in Richtung Tür. Pansy zog Hermine auf die Füße. Mit einem entschuldigenden Blick eilte sie Malfoy hinterher.
Blaise legte seinen Arm um Hermines Hüfte und bugsierte sie hinaus. „Was hast du dir dabei gedacht?", fragte er wütend. Hermine zuckte mit den Schultern und machte einen Ausfallschritt. „Malfoy ist nicht der einzige hier, der stockbesoffen ist.", stellte Blaise nüchtern fest. „Gerade an deiner Stelle wäre ich vorsichtig, Mortém.", zischte Blaise. „Und denk daran, ich muss für dich den Kopf hinhalten, wenn du arge Scheiße baust. Darauf hab ich echt keine Lust."
Am nächsten Morgen erwachte Hermine mit unglaublichem Kopfweh. Wie war sie in ihr Bett gekommen? Zwei erbarmungslose Augen blickten auf sie herab. „Aufstehen, DAA-Treffen.", verkündete Blaise. Hermine vergrub ihr Gesicht im Kissen. Sonntags hatten sie zwar einen Ruhetag, aber dafür nutzten sie den Tag, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und neue Pläne zu schmieden. Meist fand Hermine auch noch eine ruhige Minute, um mit Dumbledore zu kommunizieren. Er wurde zwar von Snape über das Wesentliche unterrichtet, aber Hermine brauchte gelegentlich selbst Informationen oder Ratschläge.
Sie hievte sich aus dem Bett und eine Woge von Übelkeit überrollte sie. Hermine würgte und stürzte ins Bad. ‚Nur nicht kotzen, nur nicht kotzen!', sagte sie sich selbst vor und spritzte sich frisches Wasser ins Gesicht. Sie widerstand dem Drang sich zu übergeben und folgte Blaise und Theodor – der auch nicht ganz frisch aussah – zu ihrem Treffen.
Die meisten, wie Hermine zur ihrer Befriedigung auffiel, machten nicht den besten Eindruck und hingen nur so herum. Malfoy war noch gar nicht anwesend. Daher eröffnete Blaise ihr Treffen. Er allein schien fit zu sein. „Innerhalb von einer Woche sind mal wieder viele Dinge passiert und es gibt auch viele Dinge zu planen. Miles, erzähle uns du, was du mitbekommen hast."
Miles nickte und erzählte: „Ich konnte bei dem Todessertreffen vorgestern mit Langziehohren lauschen. Dort wurde Draco Malfoys Initiationsritus besprochen. Bellatrix persönlich will anführen, um sicherzustellen, dass ihr Neffe richtig eingeführt wird. Es heißt, dass oben bei Manchester eine Blutsverräterfamilie ist, die möglicherweise sogar dem Orden des Phönix angehört. Dracos Aufgabe soll es sein, sie zu töten. Bellatrix denkt, dass er mittlerweile so weit ist und es kein zweites Desaster wie mit Dumbledore geben wird. Der Dunkle Lord ist mit allem einverstanden."
Sie zuckten zusammen, als die Tür urplötzlich aufgerissen wurde. Malfoy schneite herein. Mit grimmiger Miene ließ er sich auf einen Stuhl hinter Blaise fallen. Dieser blickte ihn missbilligend an. „Wir haben gerade über deinen Initiationsritus gesprochen. Wie du weißt, musst du töten, weil das deine größte Schwäche darstellt. Bellatrix wird dabei sein.", fasste Blaise schnell zusammen.
Hermine fiel auf, dass Malfoy sehr blass aussah und ganz offensichtlich war er in Mordlaune. Wenn er seine Initiation bestehen würde, dann jetzt. Irgendwie tat er Hermine mit einem Mal leid. Sie wusste zwar, dass sie irgendwann einmal in derselben Situation sein würde wie Malfoy. Aber wenn sie sich vorstellte, in weniger als einer Woche eine Familie ermorden zu müssen, dann… nein, das war völlig undenkbar.
Hermine schüttelte ihren Kopf, um die Gedanken an Malfoy loszuwerden. Sie hatte jetzt Wichtigeres zu tun als ihn zu bemitleiden. Sie mussten planen, damit die Familie fliehen konnte und Malfoy sie nicht töten musste. Man konnte sie nicht so einfach warnen, denn das Haus wurde in der Regel von ein paar Greifern überwacht. Sie wollten den Tagesablauf der Leute kennenlernen um herauszufinden, wann man am besten zuschlagen konnte.
Sie rätselten eine Weile herum. Bis sich Hermine schließlich meldete. „Ich hätte eine Idee." Blaise sah sie erfreut an. Hermines Ideen waren meistens eine der besten. Immerhin hatte Hermine durch ihre kleinen Abenteuer mit Harry und Ron schon Erfahrung darin, wie man Unmögliches wahr machte. „Also. Ich habe da noch einen keinen Schluck Vielsafttrank. Mit dem Haar eines Greifers könnte sich jemand in einen Wachposten verwandeln und auf diesem Wege die Familie warnen. Sie dürfen natürlich nicht eher fliehen als wir dann mit Malfoy an der Spitze attackieren. Sonst wüsste jeder, dass es hier einen Maulwurf gibt. Wir müssten zuerst aber den genauen Zugriffszeitpunkt herausfinden."
Alle blickten Hermine an. Sie wurde unsicher. „Naja, ich dachte eben… dass… es so besser funktionieren könnte als das Flohnetzwerk zu benutzen, wie Malcolm vorgeschlagen hat. Das könnte man nämlich jederzeit im Ministerium überprüfen, daher…" Hermines hielt inne. Sie blickte umher, erwartungsvolle Gesichter schauten sie an. Nur Malfoy schien weniger begeistert.
„Woher hast du Vielsafttrank?", platzte Miles heraus. „Gute Idee!", sagte Daphne. „So machen wir es. Freiwillige?", beschloss Blaise. „Ich kann es schon selbst durchziehen.", sagte Hermine mutiger als sie sich fühlte. Immerhin hatte sie so etwas schon mal gemacht. „Alleine?", fragte Blaise stirnrunzelnd. Hermine zuckte betont lässig mit ihren Schultern. „Der Trank reicht nun mal nicht für zwei."
„Ich will, dass du es machst, Zabini.", erklang auf einmal Malfoys Stimme. „Ihm hier traue ich nicht.", fügte Malfoy noch hinzu. Hermine war sprachlos. Nach all den kleinen Missionen, die sie schon für die DAA erledigt hatte, traute er ihr immer noch nicht? Zugegeben, das Handgemenge gestern war nicht sonderlich förderlich gewesen, aber… Auch Blaise schien nicht sonderlich angetan von Malfoys Äußerung. Die anderen sahen alle fragend drein. Dass sich Malfoy und Mortém nicht gut leiden konnten, war jedem klar, aber dass dies jetzt eine Mission kompromittieren sollte?
„Na schön.", seufzte Blaise. „Ich werde gehen und diese Familie warnen. Pansy, Astoria, Daphne, Millicent: ihr kommt am ehesten mit den Greifern zusammen. Ihr seid dafür verantwortlich, dass ein Haar von dem entsprechenden gesammelt wird. Draco, du hast den besten Einblick… du schaust, ob du die Wachpläne findest und sagst mir den Namen. Ihr anderen haltet euch bereit, wie immer.", bestimmte Blaise und löste das Treffen auf.
Hermine ging mit Theodor und Blaise zurück zu ihrem Zimmer. „Ach, halt. Ich hab da noch was vergessen, ich muss noch mal zurück.", entschuldigte sie sich. Hermine drehte sich um und ging in die entgegengesetzte Richtung. Sie wartete, bis ihre beiden Zimmergenossen ums Eck gebogen waren, dann schlug sie eine ganz andere Richtung ein.
Endlich stand sie vor der riesigen Flügeltür. Hermines Herz pochte lauter und mit einem Mal war sie sich nicht mehr so sicher, dass sie das Richtige tat. Immerhin war sie wütend und stinksauer. Bevor sie es sich noch einmal anders überlegen konnte, klopfte Hermine an die Tür. Nach ein paar Sekunden schwang ein Flügel auf und Hermine trat ein.
„Was willst du denn hier?", begrüßte sie die abfällige Stimme Draco Malfoys. „Ich wollte mit dir reden.", sagte Hermine und versuchte, jeden Ärger, jegliches Mitleid, das sie vorhin empfunden hatte, zu verbannen.
Malfoy saß auf seinem Bett, vor sich ein Buch. Hermine blieb davor stehen. „Ich weiß nicht, warum du mich nicht leiden kannst. Aber ich weiß, dass man mir trauen kann – und das möchte ich dir gerne beweisen. Ich möchte die Mission durchführen.", brachte Hermine selbstbewusst hervor. Ihr unterdrückter Ärger half ihr dabei. Als Malfoy sie weiterhin nur ansah, biss sich Hermine auf die Lippen, sagte aber dann: „Hör mal, das mit gestern… es tut mir leid. Ich hab zu viel getrunken, ich hätte nichts sagen sollen. Es war überflüssig. Bitte, lass mich beweisen, dass ich ein Mitglied der DAA bin."
Malfoy starrte sie unentwegt an, zog eine Augenbraue hoch. „Mortém, dir ist klar, dass ich mein Schicksal in deine Hände lege?" Hermine nickte. „Ich glaube du weißt, was ich kann. Vielleicht nicht gut zuschlagen.", sie lachte unbeholfen und Malfoy verzog sogar seinen Mund zu dem Ansatz eines Lächelns, „Aber ich kann gut zaubern und wenn etwas schief gehen sollte… ich bin vielleicht der einzige neben dir, der sich da wieder rauswinden kann."
Malfoy sah sie nachdenklich an und fuhr sich mit der Hand durch die Haare, eine Stressreaktion. „Na schön. Ich akzeptiere deine Entschuldigung. Warne die Familie." Ein Lächeln stahl sich auf Hermines Gesicht. „In drei Tagen wird es vermutlich so weit sein." Hermine nickte. „Bis dann!", sagte sie leicht unsicher und ging dann.
Draußen vor der Tür stahl sich ein breites Grinsen auf Hermines Gesicht. Endlich hatte sie es geschafft, zu Malfoy durchzudringen. Auch wenn Draco Malfoy weder Hermine Granger noch Mercure Mortém ausstehen konnte… sie hatte ihm ein Zugeständnis entlockt und das war der Anfang, wenn sie aufsteigen wollte. Musste. Dumbledore hatte ihr wieder einmal geschrieben und auch wenn er nicht direkt drängte, aber er fragte immer mal wieder nach, wie weit sie gekommen war. Hermine konnte ihm berichten, dass Mercure sich mit allen möglichen Slytherins angefreundet hatte; doch das Hauptziel Draco Malfoy war bislang in weiter Ferne gewesen. Jetzt musste sie sich nur noch bei der Mission profilieren. Doch leider war das leichter gesagt als getan und Hermine fühlte sich nicht halb so mutig wie sie vorhin bei Malfoy aufgetreten war.
Einen Tag später, genau währenddessen Bellatrix Lestrange wieder einmal nach einem langen Trainingstag zwei Duellanten aussuchte, begann Hermines Unterarm unangenehm zu brennen. Sie schlug den Ärmel zurück und sah, dass ihr Tattoo, der Otter, einen Schriftzug ausspuckte. Verstohlen blickte sich Hermine um. Keiner achtete auf sie. „Heute nach dem Abendessen in meinem Zimmer. DM", lautete die Botschaft. Hermine zog ihre Robe rasch über den Schriftzug, der schon verblasste.
Sie schlang ihr Abendessen herunter, um pünktlich bei Malfoy zu sein. Es war besser, sich noch während des Essens zu verabschieden, da es um diese Zeit dann unwahrscheinlich war, einem anderen Todesser außer den Wachposten im Manor zu begegnen. Sie trat in Malfoys Zimmer, wo schon Pansy und Blaise warteten. „Gut, dann sind wir ja jetzt komplett.", stellte Blaise fest. Jetzt, wo es Malfoy offensichtlich wieder besser ging und er keinen Kater mehr hatte, nahm er das Zepter auch wieder in die Hand.
„Ich habe herausgefunden", erklärte Malfoy, „dass es keine Wachpläne gibt. Das ist schlecht, Pansy, weil es euren Spielraum, ein Haar zu stehlen, extrem verringert. Jeden Abend treffen sich die Greifer unten in den Kerkern und trinken und spielen, wie die Tiere, die sie sind.", sagte Malfoy angewidert. „Meistens scheint es Bellatrix zu sein, die die Greifer auswählt. Die Wahl erfolgt nach… wer am lautesten ‚hier' schreit, bekommt den Job." Malfoy machte eine Pause. Hermine und die anderen beiden nickten.
„Pansy, du weißt, was ich jetzt von dir verlangen muss. Seid bloß vorsichtig, es sind wirklich Tiere, viele von ihnen.", sagte Malfoy neutral und kalt. Nur durch seine Worte konnte man ahnen, dass er sich um seine Freunde kümmerte, dachte Hermine. Sie aber hätte niemals eine leicht bekleidete Ginny oder Parvati in einen Kerker voll stinkender, betrunkener Raufbolde und Werwölfe geschickt, die nur Fortpflanzung, Bier und frisches Fleisch im Sinne hatten. Nicht einmal, wenn diese primitiven Kreaturen so einfach zu überrumpeln waren wie damals Crabbe und Goyle junior in der zweiten Klasse…
„Aber wann wollen wir die Mission denn starten? Wir haben nur noch heute und morgen – dann ist ja schon der Übergriff!", wandte Hermine ein. Malfoy sah sie durchdringend an. „Ein weiterer Problempunkt. Tantchen Bellatrix", und seine Stimme triefte vor Verachtung und Sarkasmus, „kann es gar nicht erwarten, mich endlich als vollwertigen Todesser in ihren Reihen zu begrüßen. Für sie ist das Ganze hier nur eine lästige Formalität. Die Familie heißt übrigens Watson. Emily und Clark Watson, zwei Kinder. Bellatrix denkt, dass wir sie lange genug observiert haben und dass man den Angriff schon morgen vornehmen sollte. Überraschen wir den Dunklen Lord damit, dass die Malfoyfamilie rehabilitiert ist, wenn er von Schweden zurückkommt."
Hermine wusste, dass Voldemort in ganz Europa herumreiste auf der Suche nach den Heiligtümern. Dass er so oft außer Landes war, kam ihr und der DAA gerade recht. Vielleicht eine nützliche Information für Harry und Ron.
„Aber das heißt ja dann… wir haben nur noch heute!", entfuhr es Hermine entsetzt. Pansy blickte nicht minder erschrocken drein. „Daph, Tori, Milli und ich werden sehen, ob wir heute noch was ausrichten können. Mercure, wenn wir haben, was wir brauchen – Haar und Uhrzeit – geben wir das unmittelbar an dich weiter. Du musst dich bereithalten." Hermine nickte. Sie verspürte eine leichte Panik. „Pansy? Es ist ein Otter.", sagte sie ihr noch, damit Pansy ihr eine Nachricht schicken konnte. „Ich habe einen Golden Retriever.", antwortete Pansy im Gehen.
Hermine sah Malfoy und Blaise unschlüssig an. Was sollte sie jetzt tun? „Jetzt warten wir.", sagte Blaise und sie setzten sich auf die Sessel vor dem Kamin. Niemand sagte etwas. Die Minuten vergingen.
Ein lauter Knall weckte Hermine. Das Feuer war fast ganz heruntergebrannt und sie sah, wie sich Blaise und Malfoy in ihren Sesseln ebenso mühselig aufrappelten und müde aufblickten. Pansy war gerade wieder hereingekommen.
„Hey Pans… was war los?", gähnte Blaise. Hermine konnte einen Geruch von Schweiß und Bier ausmachen. Pansy stank entsetzlich danach. „Wir waren unten in den Kerkern. Echt widerlich, die Typen. Alles hat gestunken. Irgendwann kam tatsächlich mal Bellatrix herein und hat das Beobachtungsteam ausgewählt. Leider nicht für heute Abend, sondern für morgen. Also mussten wir den Greifer erwischen, der abends Wache hält, kurz bevor der Überfall stattfinden wird." „Warum nicht morgens?", unterbrach Malfoy Pansy genervt. Sie warf die Hände in die Luft. „Weil es ja gar nicht auffällt, wenn Blaise oder Mercure bei ihrem Training fehlen!" „Ahh ja.", sagte Malfoy schläfrig.
„Kurzum, wir hatten unsere Mühen damit, aber hier", sie hielt Hermine ein Glasröhrchen hin, „ist das Haar von Dustin Ford." „Ich hoffe, er ist menschlich und kein Werwolf.", sagte Hermine. Sie hatte das Katzenhaar von Millicent Bulstrode noch in bester Erinnerung. „Keine Sorge", versicherte Pansy ihr, „Ford ist ein Mensch, auch wenn sein Verhalten nicht immer darauf schließen lässt."
Sie beredeten den Fall noch eine Weile, dann gingen Blaise und Hermine in ihr Zimmer. Das Manor war um drei in der Früh menschenleer. Vor ihrem Zimmer packte Blaise sie auf einmal an ihrem Arm. „Mercure. Ich mache mir Sorgen, wirklich. Bist du dir sicher, dass du das schaffst?", fragte Blaise eindringlich. Hermine wand sich und wollte seine Hand abschütteln, doch Blaise war zu stark für sie. „Lass mich los, Zabini!", zischte sie ärgerlich. „Warum sollte ich der Aufgabe nicht gewachsen sein?"
Blaise schnaubte und seufzte zugleich. „Ich weiß, was du bist, Mercure Mortém. Wenn das überhaupt dein richtiger Name ist. Du bist zu weich für diese Männer. Sie stundenlang zu täuschen. Sie zu verhexen."
