„Rückzug! Alle zurück!", hallte es über das Schlachtfeld. Die Todesser disapparierten in Scharen, brachten sich selbst in Sicherheit. Manche flohen direkt, andere hatten wenigstens den Anstand, die Verletzten aus eigenen Reihen mitzunehmen.

Hermine und Miles hatten sich über Malfoy gebeugt. Er jammerte laut, schien aber kaum bei Bewusstsein zu sein. Hermine war den Tränen nahe. Sie sollte nicht weinen, durfte nicht weinen. So sollte es nicht sein, sie sollte Malfoy retten, dabei ließ sie es zu, dass er von einem Werwolf gebissen wurde… er würde es wahrscheinlich überleben, aber zu welchem Preis? Wo, verdammt noch mal, war Blaise Zabini, wenn man ihn brauchte? Ihre Tränen brannten in ihren Augen und Hermine musste sie wegblinzeln. Tränen…

Zittrig sagte sie zu Miles und Astoria, die mittlerweile dazugestoßen war: „Mir… mir fällt nur ein Weg ein, ihn versuchen zu heilen. Aber, ich muss das alleine machen. Sucht die anderen, sagt aber nichts, trommelt nur alle zusammen, haut ab hier und verarztet euch, so gut es geht."

Die anderen beiden nickten, zu geschockt und zu verstört, um Hermine zu widersprechen.

Hermine umfasste Malfoys Hand mit festem Griff. Verletzte sollte man nicht apparieren, aber die Zeit drängte und sie brauchte Privatsphäre. Hermine apparierte in ein verlassenes Fußballstadion im Norden Englands – dort, wo sie Dumbledore am Anfang ihrer Mission getroffen hatte.

„Fawkes, ich brauche dich. Ich brauche dich ganz dringend.", flüsterte Hermine. „Bitte! Ich weiß, dass du Harry geholfen hast, bei Godric Gryffindor, hilf mir, hilf Professor Dumbledores Sache…", wisperte Hermine verzweifelt, während sie versuchte, Malfoys Blutungen zu stoppen. Er war mittlerweile nicht mehr bei Bewusstsein.

Sie hörte auf einmal ein Klingen und Rauschen in der Luft. Ein gelber Feuerball kam auf sie zugeschossen und Hermine machte sich schon abwehrbereit, bis sie Dumbledores Vogel endlich erkannte. „Fawkes! Bitte, hilf ihm!", sagte Hermine, halb erleichtert, halb flehentlich. Fawkes ließ sich neben ihr nieder und legte seinen Kopf schief, so als höre er genau zu und inspizierte Malfoys Wunde. Dann ließ er ein, zwei, drei Tränen hinabrollen und Hermine sah voller Erstaunen zu, wie sich Malfoys Schulter erneuerte, wie schnell sich die Wunde schloss.

„Ich hoffe, er wird kein Werwolf.", flüsterte Hermine und Fawkes sah sie an, neigte wieder seinen Kopf. Vorsichtig streckte Hermine ihre Hand aus, um ihn zu berühren. Er ließ es zu, dass sie ihn streichelte, bevor der Vogel mit einem Plopp verschwand. Eine einzelne Feder schaukelte zu Boden, landete auf Malfoy. Hermine sah ihn an, bemerkte, dass er mittlerweile wach war.

„Was war das? Ein Phönix?", krächzte er. „Mortém, wie kommst du an einen Phönix?"

Hermine wusste keine Antwort darauf. Sie schüttelte den Kopf. Sie kannten beide vermutlich nur eine einzige Person, die einen Phönix besaß, sofern es allgemein bekannt war, dass Dumbledore ein solches Tier besaß… ‚Bitte, bitte, stell nicht die Verbindung her', dachte Hermine verzweifelt. Malfoy ließ seinen Kopf wieder sinken. „Du – du hast mich gerettet!", fuhr Malfoy fort. „Danke." Hermine konnte nur nicken. Malfoy blickte sie mit seinen grauen Augen an, sah ihr in die Augen…

Sie räusperte sich. „Wir sollten gehen, die anderen warten sicherlich schon auf uns. Von etlichen war der Status unklar.", sagte sie heiser. Malfoy strauchelte beim Aufstehen. Hermine apparierte mit ihm seit-an-seit in die Keller vom Manor. Gemeinsam schleppten sie sich in Malfoys Zimmer.

Dort wurden sie schon von allen DAA-Mitgliedern erwartet. Den meisten sah man die Kampfspuren deutlich an. Blaise saß ohne T-Shirt da und presste einen Verband gegen seine Brust. Daphne hatte einen Fuß hoch gelagert, Theodors Gesicht war schon jetzt grün und blau.

Hermine zerrte Malfoy zu einem freien Sessel, dann klappten ihre Beine zusammen. Sie konnte nicht mehr und alles tat ihr weh und das war das letzte, das sie dachte.

Hermine wachte auf und das erste, das sie sah, war das zufriedene Gesicht von Blaise Zabini. „Endlich bist du wach! Ich dachte schon, du würdest dich gar nicht mehr erholen!", sagte er dramatisch und setzte sich zu Hermine aufs Bett.

Sie war völlig desorientiert. „Was ist mit Malfoy? Was ist passiert?"

„Du wurdest ohnmächtig, kaum dass du ihn – vollständig geheilt – abgeliefert hast. Er hat auch das Bewusstsein verloren, ist aber längst wieder auf den Beinen und hat sich untersuchen lassen.", erklärte Blaise seufzend. „Miles und Astoria haben völlig aufgelöst eine Geschichte mit einem Werwolfbiss erzählt und dass du Draco weggeschafft hast, um ihn irgendwie zu heilen. Er hat nicht erzählt, wie du das geschafft hast. Ich hab dich nur so schnell wie möglich da herausgeschafft und hierher gebracht."

Blaise sah sie nun etwas verlegen an. „Ähm, um deine Verletzungen zu behandeln, musste ich dich… etwas ausziehen. Du warst eineinhalb Tage weg, da musste ich die Verbände ein paar Mal wechseln – aber ich dachte, dass du das Heilen bestimmt lieber selber machst, bei mir bleiben immer Narben. Besonders schlimm war so ein Sectumsempra-Verschnitt an deinem Brustkorb und eine Schnittwunde am Unterschenkel.", sagte er unsicher.

Hermine fiel jetzt erst auf, dass sie unter der Decke nicht mehr besonders viel anhatte. Sie wurde rot. Aber nachdem Blaise der einzige war, der wusste, wer sie wirklich war, blieb ihm auch gar nichts anderes übrig, als sie zu behandeln.

„Hier, ähm, dein Zauberstab – du kannst dich ja jetzt selber heilen.", meinte er und reichte Hermine ihren Zauberstab. „Sano corpus.", murmelte Hermine und sie spürte, wie eine Welle der Erleichterung über ihren Körper hinwegfloss.

„Gut dann… ich bin dann mal bei Draco. Du kannst später nachkommen.", sagte Blaise unsicher. Hermine fühlte sich nicht besser. Es war so seltsam, dass Blaise sie fast nackt gesehen hatte. Wenn er jemals daran gezweifelt haben sollte, dass sie ein Mädchen war, dann hatte er jetzt den ultimativen Beweis gesehen, als er ihr ihren Brustverband – oder was davon nach dem verunglückten Sectumsempra noch übrig geblieben gewesen war – abgenommen hatte.

Hermine verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust und huschte rasch ins Badezimmer. Sie sah, dass Blaise ihre Sachen dort fein säuberlich aufgereiht hatte. Ordnungsfreak. Sehr sympathisch. Hermine selbst hielt auch immer eine penible Ordnung.

Sie duschte und zog sich wieder an. Hermine wählte das ärmellose Shirt, das sie von ihren Zimmergenossen einmal bekommen hatte.

Dann ging sie herüber zu Malfoy. Zu Blaise war ihre Beziehung gerade komisch, und zu Malfoy war sie das fast immer und jetzt besonders, weil sie ihn gerettet hatte. Das legitimierte das blöde Bauchgefühl bei Hermine vollkommen, fand sie.

Sie klopfte an die Flügeltür und trat ein. Malfoy und Blaise saßen in den Sesseln vor dem Kaminfeuer und tranken schon am helllichten Tag Feuerwhisky. Hermine trat verunsichert näher. „Mortém, komm, setz dich!", sagte Malfoy freundlich. Blaise nickte ihr aufmunternd zu. Er schien das blöde Gefühl wesentlich schneller kontrollieren zu können als Hermine, wenn er es denn auch empfand.

Hermine ließ sich neben die beiden in einen dritten Sessel fallen. Malfoy füllte ihr gleich ein Glas mit Whisky. Sie wollte protestieren, aber Malfoy schnitt ihr das Wort ab: „Blaise hat mir gerade erzählt, dass du dich selbst geheilt hast – also gibt es keinen Grund, warum du nicht trinken solltest." Hermine nahm das Glas leicht widerstrebend an sich, wohl wissend, dass ein Widerspruch zwecklos war.

Sie nahm einen kleinen Schluck und hustete. Bei Salazar, das Zeug war ja so ätzend wie Spiritus. Bei dem Alkoholgehalt erblindete man bestimmt nach drei Schlucken.

„Also, Mortém. Mercure.", sagte Malfoy und genehmigte sich selbst einen weiteren Schluck. „Ich möchte mich bei dir bedanken. Wirklich.", fügte er eindringlich hinzu und nahm noch einen Schluck. Die Ehrlichkeit in seiner Stimme verblüffte Hermine, obwohl sie sein Gefühl bestens verstand. Das Bedanken kostete ihn offenbar einiges. Sie blickte ihn abwartend an. Sein intensiver Blick röntgte Hermine einmal mehr und sie fühlte, dass Wärme in ihre Wangen kroch.

Blaise räusperte sich laut und vernehmlich. Malfoy schaffte es immer wieder, sie völlig in seinen Bann zu ziehen. Verdammter Malfoy!

Sie atmete geräuschvoll aus. „Ja, das war auch das einzige, was ich tun konnte.", antwortete sie unbeholfen. Sie sah, wie Draco sich wand, eine passende Antwort zu finden. Er warf Blaise einen bittenden Blick zu. Nein, eher einen befehlenden.

Blaise seufzte theatralisch und nahm das Heft in seine Hand. Wo war der selbstsichere, eloquente Malfoy hingekommen?, fragte sich Hermine halb amüsiert.

„Wir haben uns überlegt, dass du dich mittlerweile bewährt hast und eine besondere Stellung in der DAA verdient hast.", erklärte Blaise. Malfoy schien seine Sprache wieder gefunden zu haben und ergänzte: „Dank dir konnten wir einige wichtige Dinge vereiteln, du hast meine Initiation erfolgreich manipuliert, 16 Werwölfe sind tot, du hast mich vor einem gerettet… daher wollen wir dich zu einem Führer unserer Gruppe machen. Du musst nicht mehr einen von uns konsultieren, sondern kannst direkt Leute abstellen und beauftragen, etwas für unsere Sache zu erledigen.", erläuterte Malfoy.

Er spielte Hermine gerade voll in die Karten. Das war das, auf das sie von Anfang an hingearbeitet hatte und wo Dumbledore sie sehen wollte.

Blaise lächelte sie anerkennend und aufmunternd an. Er bemerkte, dass Hermine nicht so genau wusste, was sie sagen sollte, darum erhob er sein Glas. „Mercure, Draco, auf eine gute Zusammenarbeit in der DAA und auf Dracos Gesundheit!"

Merlin, war der Feuerwhisky ekelhaft. Und nach zwei Gläsern merkte Hermine ihn ganz deutlich. Draco und Blaise begannen ein Gespräch über Frauen. Hermine fand das gar nicht witzig. Ein profanes Männergespräch. Sie unterhielten sich über die Frauen, die sie schon „gehabt" hatten. Sie konnten böser lästern als jede Frau, die Hermine kannte. Wahrscheinlich waren die beiden auch schon angetrunken, wenn man bedachte, wie leer die Flasche Whisky bereits war.

„Also Blaise, jetzt erzähl mal von deinen Eroberungen.", wollte Malfoy wissen. Blaise riskierte einen Seitenblick auf Hermine, die ihn ebenfalls fragend und zugleich misstrauisch ansah.

„Ich war mehr in Ravenclaw, Hufflepuff und einmal auch Gryffindor unterwegs.", gab Blaise schließlich zu und trank ein paar Schlucke, bevor er schuldbewusst zu Hermine linste. Ihr entging der Seitenblick nicht. „Das sind eure Häuser, nicht?", erkundigte sie sich unschuldig. Es war einfach die Gelegenheit, Blaise die ständigen Anzüglichkeiten heimzuzahlen, wenn er offensichtlich darunter litt, es vor ihr zu erzählen. Geschah ihm recht, für sein Benehmen.

„Ja.", bestätigte Draco, „Aber Gryffindor, Blaise, wirklich?" Blaise wand sich. „Ja, weißt du, die eine, Padma Patil, hatte doch eine Zwillingsschwester in Gryffindor und einmal waren beide…" „Blaise, Alter!", lachte Malfoy dreckig und Hermine kämpfte gegen die Röte in ihrem Gesicht an. Blaise mit ihrer Zimmergenossin? Und deren Schwester?

„Ja, das bleibt unvergessen. Ebenso meine erste, Susan Bones. Hach. Wenn sie nur keine Hufflepuff gewesen wäre.", seufzte Blaise. „Also über deinen Frauengeschmack lässt sich streiten, Blaise.", sagte Draco gespielt angeekelt. „Sagt der Richtige – der, der seinen Schwanz überall reinsteckt.", erwiderte Blaise. „Sicher nicht dahin, wo du schon mal warst, Zabini.", antwortete Malfoy.

Hermine saß steif da. Aha, das trieben also andere Leute in Hogwarts. Das abartigste, was ihre Freunde jemals getan hatten, war, dass Harry und Dean Ron während dem Zaubertrankunterricht festgehalten hatten, während Seamus Ron haarige Spinnenbeine in den Mund gestopft hatte. Aber keiner schien Gefallen darin zu finden, jede Frau im Schloss zu verführen und Striche in den Bettpfosten zu kerben.

„Jetzt erzähl mal von dir, Mortém. Wie ist es denn in Beauxbatons? Die Mädchen schauen hammermäßig aus.", erkundigte sich Malfoy. Hermine lief rot an. „Also, der Unterricht ist strikt getrennt nach Mädchen und Jungen – dafür gibt es keine Häuser wie in Hogwarts. Wir sehen uns eigentlich nur bei den gemeinsamen Mahlzeiten. Und es ist… Ehhm, nicht so üblich, oder nicht so gern gesehen, mit einem Mädchen auszugehen. Die Eltern verbieten das. Deswegen schicken sie ihre Töchter ja nach Beauxbatons, damit sie Etikette und Anstand lernen. Nicht so wie in Hogwarts, wo unanständiges Verhalten geduldet wird.", schwindelte sie drauf los.

Malfoy und auch Blaise sahen sie ungläubig an. Dann blickten sie einander an und begannen schallend zu lachen. „Also warst du nie – hast nie?", fragte Malfoy ungläubig. ‚Nein, du Idiot. Ich will mir sicher sein bei dem, was ich tue', dachte Hermine. Laut sagte sie: „Es ist eben sehr unüblich vor dem Schulabschluss." Malfoy schüttelte seinen Kopf, Blaise hatte wenigstens den Anstand, mitleidsvoll dreinzublicken, immerhin kannte er Hermines wahre Identität und somit ihren Ruf als Bücherwurm. „Pansy scheint ja sehr interessiert zu sein.", kommentierte Blaise, dieses kleine Arschloch. „Err, ja. Sie benimmt sich sehr danach.", gab Hermine widerwillig zu und warf Blaise einen bitterbösen Blick zu.

Malfoy sah sie mit seinem typischen selbstgefälligen Grinsen an. „Und, sagt sie dir nicht zu?" Als er die Frage stellte, blitzte noch etwas anderes in seinen Augen auf, aber Hermine war sich nicht sicher, was es war. „Oh, sie ist sehr hübsch, und sehr offensiv. Aber ich denke, sie ist bereits in festen Händen.", warf Hermine diplomatisch ein.

„Was, Pansy und ich?", erfasste Malfoy ihre Gedanken. „Nein, das ist schon länger her. Wenn sie dir gefällt, Mercure…?" Er ließ den letzten Teil bewusst offen. Hermine wollte Zabini umbringen. In was für eine Lage hatte er sie jetzt nur wieder gebracht. Das hier war ein Spiel mit dem Feuer.

„Ohh, ich weiß nicht. Sie ist sehr nett…", murmelte Hermine. Blaise und Malfoy lachten. Offensichtlich kein Adjektiv, das sie bei Pansy benutzt hätten. „Habt ihr denn zur Zeit jemanden?", erkundigte sie sich und warf den Ball zurück. Alle Blicke wanderten zu Blaise. Ohne mit der Wimper zu zucken, antwortete er: „Ins Auge gefasst schon, aber sie will nicht. Draco?"

„Deinem Charme widersteht eine Frau? Ach komm, Blaise, wer ist es denn?", scherzte Draco. „Das kann ich dir nicht verraten.", sagte Blaise mit einem boshaften Grinsen. Hermine hörte ihrem Geplänkel schweigend zu. Blaise meinte bestimmt sie selber. Obwohl sie sich andauernd saudumm benahm oder ihn zurückwies.

Und er gab auch nicht so leicht auf, das war schon mal ein Pluspunkt. Ron war ja gar kein Vergleich, viel zu zaghaft. Und unentschlossen. Herrgott nochmal, sie saß hier im Hauptsitz der Todesser und dachte allen Ernstes über Jungs nach – sie hatte weiß Merlin Besseres zu tun.

„Ich muss mich noch auf den Kampf heute Abend vorbereiten, ich bin heute dran. Bis dahin muss ich nüchtern sein, sonst macht mich Bellatrix einen Kopf kürzer.", sagte Blaise auf einmal, erhob sich und verließ Malfoy und Hermine.

Beide blickten sich etwas unsicher an. „Hör mal, Mercure.", sagte Malfoy. Er brach sich gerade einen Zacken aus der Krone, realisierte Hermine. „Ich möchte mich bei dir… ich mochte dich von Anfang an nicht, ich hab dir misstraut. Aber das ist jetzt passé.", würgte Malfoy hervor. Na gut, er war es ihr definitiv schuldig, nachdem sie seinen Arsch schon zwei Mal gerettet hatte. „Das ist ok, Malfoy.", winkte sie ab. Sein Blick war ihr unangenehm.

„Bitte, nenne mich Draco.", sagte Draco steif. „Draco.", sprach Hermine seinen Namen zum ersten Mal laut aus. Es klang ganz und gar fremd auf ihrer Zunge, aber nicht unangenehm. „Schön, dich kennenzulernen." Malfoy lachte. Er sah dabei so schön aus, wenn er nicht sein Slytheringrinsen aufsetzte und Leute wie Scheiße behandelte. Vielleicht steckte doch etwas Gutes in ihm, tief versteckt hinter dem unendlichen Grau seiner Augen.

Hermine brach den Blickkontakt indigniert ab. Auch Malfoy, nein, halt, Draco, schien etwas verwirrt. „Ach ja", unterbrach er Hermines Gedanken abrupt, „Morgen, nur zur Vorwarnung, bist du dran mit den Anwärtern im Duell. Viel Glück, wir sehen uns." Damit ließ Malfoy sie in seinem Zimmer zurück und Hermine blieb nichts anderes übrig, als in ihr eigenes zurückzukehren.