Das nächste Mal sah Hermine Malfoy bei ihrem DAA-Treffen, das er relativ kurzfristig anberaumt hatte. Zu interessant waren die Neuigkeiten, dass Harry Potter in Gringotts eingebrochen war. Draco warf ihr nur einen kurzen Blick zu, ob mit ihr alles in Ordnung war. Hermine meinte, so etwas wie Erleichterung in seiner Mimik zu lesen, aber die Regung war so schnell weg, dass sie sich vielleicht getäuscht hatte.

„Ich informiere euch heute darüber, was in der letzten Todesserversammlung besprochen wurde: Harry Potter und zwei seiner Mitstreiter sind bei Gringotts eingebrochen und haben ein wertvolles Artefakt gestohlen. Der Dunkle Lord will es wieder zurück haben. Weiß jemand, um was es sich handelt und was Potter da in Gringotts gesucht haben könnte?", fragte Malfoy die DAA-Mitglieder.

Keiner rührte sich, niemand konnte sich einen Reim darauf machen. Hermine blickte sich fragend um. War sie die einzige, die eine Ahnung hatte? Sie ballte ihr Hände und biss auf ihrer Unterlippe herum, unschlüssig, was sie sagen sollte und preisgeben durfte. „Ja, Mercure?", sagte Malfoy lang und gedehnt, zog seine Augenbraue spöttisch nach oben. Natürlich hatte er ihre Unsicherheitsgeste wahrgenommen und ließ sie spüren, was er davon hielt, wenn man seinen Körper nicht unter Kontrolle hatte. Hermine lief rot an.

„Ähm, ich, ähm…", stotterte sie. Wenn überhaupt, zog Malfoy seine Augenbrauen noch weiter nach oben. Hermine atmete so geräuschlos aus, wie sie es vermochte. „Ich erinnere mich da an eine alte Sage.", sagte sie vorsichtig. Sie war nicht gut im Lügen, aber das Horkrux-Thema war so speziell, das durften nicht viele wissen. Dumbledore, Harry, Ron, sie und vermutlich Ginny sowie Lord Voldemort selbst wussten davon. „Es gibt alte, magiebeladene Artefakte, die meisten davon gehörten bedeutenden Zauberern und Hexen. Wenn H- ähm, Potter – eingebrochen und mit einem Drachen geflüchtet ist, wie der Tagesprophet geschrieben hat, dann muss es sich um ein sehr altes Verlies einer sehr alten Zaubererfamilie gehandelt haben. Nur die sind so gut bewacht. Und alte Zaubererfamilien sind oft im Besitz von geschichtsträchtigen, wertvollen Objekten." Jetzt wurde es kritisch, denn nun musste sich Hermine mit Halbwahrheiten behelfen. „Diese Objekte sind, wie bereits gesagt, magiebeladen. Es ist meist eine Dunkle Magie, tödlich, machtvoll. Man kann sich vorstellen, warum der Dunkle Lord diese Objekte gerne besitzen würde. Er könnte daraus noch mehr Magie ziehen."

Hermine fühlte die Augen alle auf sich. Blaise' Augen brannten Löcher in sie. Er wusste, dass da mehr war, als sie mitzuteilen bereit war, aber er sagte nichts dazu. Malfoys spöttischer Gesichtsausdruck war einem nachdenklichen gewichen. „Es wäre durchaus möglich, dass aus dem Verlies der Lestranges etwas entwendet worden ist. Wäre es unseres, wüsste ich davon; wäre es eines der Familie der hier Anwesenden, wüssten wir davon.", überlegte Malfoy. Wenn das stimmte, dann war es auch vollkommen klar, warum Voldemort Bellatrix bestraft hatte, dachte Hermine.

„Ich soll die Suche nach Potter und dem Artefakt leiten.", sagte Malfoy schließlich mit gleichgültigem, neutralem Ton. Hermine wusste aber, dass es ihm alles andere als egal war. Einige gaben geschockte Laute von sich. Hermine wurde plötzlich bewusst, was das bedeutete: sie würde Harry jagen müssen und sie war gleichzeitig die Einzige, die seine Strategie kannte – und ihn finden konnte. Diese Erkenntnis war wie ein Schlag in die Magengrube. Wie sollte sie Malfoy bei dieser unmöglichen Aufgabe retten und gleichzeitig Harry nicht verraten?

Plötzlich zuckte sie zusammen und sah, dass Malfoy auch erschrocken aufblickte. Ihr Dunkles Mal brannte und es zog sie unaufhaltsam zu ihm, der Ruf war so stark… Malfoy stand auf und sagte kurz: „Der Dunkle Lord ruft. Blaise, übernehme du." Er blickte Hermine auffordernd an und sie tat nichts lieber, als ihm zu folgen. Draco sah ihren verwirrten Gesichtsausdruck und als sie alleine waren, erklärte er leise während dem Gehen: „Es bräuchte übermenschliche Disziplin und Anstrengung, sich dem Ruf dem Mals zu widersetzen. Ein kleiner Teil seiner Macht ist in dir und diese Macht will wieder vereint sein. Darum zieht es uns so an." Hermine erinnerte sich an den ehemaligen Todesser Karkaroff von Durmstrang, der sich widersetzt, dies aber mit seinem Tod bezahlt hatte.

Sie wusste fast von alleine, wo der Dunkle Lord zu finden war – das Mal zeigte ihr den Weg, im übertragenen Sinne. Sie und Malfoy erreichten Voldemorts inoffiziellen Thronsaal. Bellatrix war schon vor Ort, sie sah nicht besonders gut aus nach der Folter am Vortag.

„Draco Malfoy.", flüsterte der Dunkle Lord. „Mein Herr.", sagte Draco mit leiser, ehrfurchtsvoller Stimme. Voldemort machte eine ausladende Geste in dem Saal. „Suche dir aus, wen du für deine Suche mitnehmen möchtest. Doch ich möchte dich warnen…" Die Warnung blieb unausgesprochen, doch Hermine wusste, die Malfoys verstanden sie auch so. „Bellatrix wird dich begleiten. Es war ihr Verlies, das geplündert wurde… von Potter.", spie der Dunkle Lord.

Draco machte sich sogleich daran, ein ad hoc- Team zusammenzustellen. Der Dunkle Lord testete ihn. Ohne ihn an ihrer Seite kam sich Hermine etwas verloren vor. Zuletzt jedoch kam Malfoy zurück und berührte auch ihre Schulter mit der Hand. Er hatte nun Hermine, Greyback, Bellatrix, Avery und zwei Todesser, die Hermine noch nicht kannte, ausgewählt. Er bat noch darum, Blaise Zabini mitnehmen zu dürfen, was ihm der Dunkle Lord großzügigerweise gewährte.

Draco lud Hermine im Anschluss an das Treffen in sein Zimmer ein und benachrichtigte auch Blaise. Blaise war nicht gerade erfreut über die jüngsten Ereignisse. Schon gar nicht, als er erfuhr, dass Hermine wieder mit von der Partie war. Sie blickte ihn nur starr und wusste, dass sie nachher in ihrem eigenen Zimmer wieder eine Diskussion führen würden.

„Blaise, was immer auch die Mission bringt…wir werden sehen, dass wir deine Initiation hier reinbringen. Amell, Krastev und die anderen sind uns auf den Fersen, wir müssen schneller sein. Sie haben keinen Mentor in den innersten Kreisen, der sie vorwärts bringen könnte. Da haben wir einen Vorteil.", meinte Draco.

„Wie willst du die Suche angehen, Draco?", fragte Blaise, blickte dabei aber Hermine an. Sie wandte ihren Blick rasch ab. Blaise würde sie noch verraten! Sie hielt ihre aufkeimende Panik so weit unten wie möglich. Sie würde mit Harry Kontakt aufnehmen müssen. Wenn Malfoy Greyback als Suchhund aktivierte und dennoch nicht erfolgreich war…

„Ich habe noch keine Idee.", gestand Malfoy. „Das halbe Land sucht nach Potter und doch ist er seit Monaten nirgends zu finden." Hermine verkniff sich ein siegessicheres Grinsen. Ihre Taktik mit dem Zelt und den verschiedenen Orten ging bestens auf. Wenn Harry nur vorsichtig genug war, passierte ihnen nichts. „Wir müssen den Ort eingrenzen, an dem Potter sich befindet.", sagte Hermine. Sie würde es arrangieren, dass Harry sich irgendwo zeigte – er musste von den Todessern gesehen werden – und diesen Zeitpunkt vor Malfoy irgendwie so logisch darstellen, dass er tatsächlich kommen würde. Danach müssten Harry, Ron und Ginny wieder verschwinden. Es barg eine unheimliche Gefahr, aber irgendwie mussten sie sich da herauslavieren.

„Und wie willst du diesen Ort eingrenzen, Mercure?", fragte Malfoy erschöpft. „Ich –", begann Hermine, dann schüttelte sie ihren Kopf. „Lasst mich darüber eine Nacht schlafen. Ich habe leider auch keine Musterlösung für alles.", gab sie niedergeschlagen zu. „Aber ich habe etwas anderes, das genauso dringend ist.", sagte sie weiter und blickte Draco und Blaise erwartungsvoll an. Beide blickten sie fragend an. „Die Schlange… Nagini. Wir müssen sie vernichten.", stellte Hermine nachdrücklich fest.

„Bist du verrückt?", sagte Blaise entgeistert.

Malfoy legte seinen Kopf schief und betrachtete Hermine genau, bevor er antwortete. „Das wolltest du mir damals also sagen? Ich wusste es. Aber was weißt du über Nagini?"

Hermine schüttelte leicht ihren Kopf. „Der Dunkle Lord hat sie immer bei sich. Sie ist etwas Besonderes und auch wenn ich es nicht beweisen kann, aber ich denke, dass sie aus einem Grund einen so hohen Stellenwert bei ihm hat: es ist wie bei dem gestohlenen Artefakt, das angereichert wurde mit Dunkler Magie – ich wette, die Schlange dient ihm als Gefäß für seine Magie und er kann sich ihrer bedienen, wenn er sie wirklich braucht. Zum Beispiel, um gegen Potter zu gewinnen, wenn es denn zum Kampf käme." Hermine holte tief Luft nach ihrer ellenlangen Erklärung, sich immer an die halbe Wahrheit haltend.

Malfoy und Blaise machten zustimmende Laute und schienen sehr nachdenklich zu sein. „Wir werden das mal in Betracht ziehen.", bestimmte Malfoy schließlich.

Hermine verabschiedete sich alsbald und eilte in ihr und Blaise' Zimmer. Sie kritzelte rasch auf ein Pergament, um Harry ihr Ansinnen zu erklären. Hoffentlich stimmte er zu, ansonsten war ihr Leben hier verwirkt. So verschlungen wie ihre Wege mittlerweile mit Draco Malfoys waren, würde sie auch hängen, wenn mit dieser Mission etwas schief lief. So langsam aber sicher steckte sie mehr als nur knietief in dem Todessersumpf. Sie hoffte, dass sie sich lebendig aus dieser Schlangengrube befreien konnte.

Kaum hatte sie ihre Nachricht versendet, kam Blaise ins Zimmer hinzu. Sie blickten sich für einen langen Moment an. Beide wussten, es ging nun um alles oder nichts. Hermines persönliche Mission und Blaise Initiation. Nichts davon durfte scheitern. Hermine fühlte das fast überwältigende Bedürfnis, Blaise nahe zu sein. Stattdessen holte sie tief Luft und ging in ihr gemeinsames Bad, um allein zu sein. Sie hatte heute keine Lust auf ihre Spielereien mit Blaise.

Die nächsten Tage vergingen wie im Zeitlupentempo für Hermine. Sie wartete immer noch auf eine Antwort von Harry. Sie hatten ihre eigenen Wege, um zu kommunizieren, aber es war ungleich gefährlicher und unsicherer als mit Dumbledore. Daher kontaktierte Hermine ihre Freunde auf der Horkruxsuche nur sehr selten. Sie hoffte, dass Harry ihre Nachricht bald finden würde. Sie hatten einen Ort in den Wald, in welchem die Quidditchweltmeisterschaft stattgefunden hatte. Dorthin schickte Hermine ihre Nachrichten. Sie hatten vereinbart, dass Harry dort alle paar Wochen kurz erscheinen würde. Falls Hermine sich ihm wieder anschließen wollte, müsste sie dort nur ein paar Tage warten. Sicherlich war er oft vergeblich dort erschienen, daher hoffte Hermine, dass er nach wie vor nachschaute.

Wenn Harry mit ihr kommunizieren wollte, was er fast nie tat wegen des Risikos, musste er einfach nur seinen Brief an dem Ort ablegen und „Epistula adportandum" sprechen, dann erhielt Hermine die Nachricht in ihrem magisch vergrößerten Rucksack.

Nach einer Woche schließlich fand Hermine Harrys Antwort in ihrem Rucksack. Er verstand zwar nicht, warum, aber er erklärte sich bereit, an dem von Hermine vorgeschlagenen Ort kurz aufzukreuzen und wieder zu verschwinden. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Suche offiziell durchgeführt würde, würde er noch einmal auftauchen, sich blicken lassen und dann abhauen. Er wollte sogar einen Beweis da lassen bei seinen Besuchen.

Hermine hoffte nur, dass sie und Harry ähnlich dachten und er, Ron und Ginny keine fahrlässigen Dummheiten begehen würden.

Hermine setzte das Pergament in Flammen und beobachtete, wie es zu Asche zerfiel. Dann ging sie zu Malfoy. Sie war wieder nervös, als sie an seiner Tür anklopfte. Mit ihm allein zu sein war ein sehr seltsames Gefühl, aber sie konnte nicht den ganzen Tag warten, bis Blaise auch wieder mit dabei war.

„Herein.", hörte sie Draco sagen. Unbeholfen trat Hermine ein und schloss die Tür hinter sich. Malfoy saß am Schreibtisch und arbeitete sich durch ein paar Rollen Pergament. Er blickte auf und nickte ihr fast freundlich zu. Hermine kam sich vor wie ein Bittsteller vor einem Adligen, als sie vor Malfoys Tisch trat und etwas ratlos stehen blieb. Erneut blickte Malfoy auf und während beide seiner Brauen sehr weit nach oben wanderte, hob er seinen Zauberstab und machte eine rasche Bewegung. Bevor Hermine selbst reagieren konnte, prallte ein Stuhl gegen ihre Kniekehlen und sie musste sich unwillkürlich hinsetzen. Ein schelmisches Grinsen huschte über Dracos Gesicht, aber wie jede Gefühlsregung war es auch schon wieder weg, bevor Hermine es richtig wahrnehmen konnte. Indigniert schnaufte sie laut aus. Immer gab es in seiner Gegenwart peinliche Momente, weil sie sich einfach vollkommen unbeholfen benahm.

„Mercure." Malfoy nickte ihr noch einmal zu. Hermine schluckte. „Draco." Wenigstens klang ihre Stimme normal. „Reden wir über unsere Suche nach Potter.", meinte sie. Draco wischte sich die Haare aus seinem Gesicht und verschränkte die Arme am Hinterkopf. Dann schnippte er lässig mit einer Hand ein Stück Pergament auf Hermines Seite vom Tisch. Sie starrte ihn an, fasziniert von seiner Art. Es war… attraktiv. Sobald sie das gedacht hatte, spürte Hermine, wie sich ihre Wangen erhitzen und sie wandte rasche den Blick ab und ihre Aufmerksamkeit dem Pergament vor sich zu. Das selbstgefällige Grinsen Malfoys verpasste sie dabei vollkommen.

„Ein Ortungs- und Suchzauber.", stellte Hermine fest. Es war Dunkle Magie, daher kannte sie das nicht. Sie schob das Pergament wieder zu Malfoy hinüber. Er nahm es entgegen, doch wie zufällig berührten sich ihre Hände dabei. Hermine zog ihre wie verbrannt zurück und versuchte, nicht ihr Gesicht zu verziehen. Wie tollpatschig sie wieder war.

„Dieser Zauber ist gut, er wird aber nur helfen, wenn die gesuchte Person sich für eine gewisse Zeit an einem bestimmten Ort aufhält. Wenn Potter bis jetzt nicht gefunden werden konnte, würde ich magische Schutzwälle um seinen Aufenthaltsort vermuten. Wenn er sich bewegt, hilft der Spruch eh nichts. Außerdem brauchen wir etwas, das ihm gehört oder das er berührt hat.", analysierte sie und traute sich am Ende, Malfoy anzusehen. Interessiert betrachtete er sie.

Malfoy stützte sein Kinn auf seine Hände, überlegte.

Mit diesem Spruch würde Hermine Harry sofort orten können, wenn er seinen Fuß außerhalb der magischen Kreise setzte, die sie ihm und Ron gezeigt hatte. Sie hatte genügend in ihrem Rucksack, das Harry mehr als einmal in den Händen gehalten hatte. Das Problem war nur – nichts davon konnte sie verwenden. Diesen Gegenstand musste Malfoy jetzt selbst besorgen.

„Wie kommen wir an ein etwas, das Potter berührt hat?", murmelte er.

Hermine sagte nichts dazu. Es gab ein Verlies in Gringotts, es gab Godric's Hollow, es gab Hogwarts; wie konnte sie Malfoy mit der Nase darauf stoßen? Er dachte wahrscheinlich viel zu kompliziert.

Im nächsten Moment sprang Malfoy auf, knöpfte seine Roben auf und betrachtete seinen entblößten Oberkörper. Hermine betrachtete erst fassungslos sein Tun, dann wandte sie sich peinlich berührt ab. „Ähm… was… tust du da?", fragte sie die Wand, die bestimmt viel interessanter war als Malfoys wohlgeformter Oberkörper… „Potter.", sagte Malfoy mit einer undefinierbaren Abneigung in seiner Stimme. Hermine verstand nicht, was er sagen wollte, sie schaute immer noch die Wand an. Ach, wer das auf diesem Portrait wohl war, ein Vorfahre, vielleicht…?

„Mortém – sieh!", brachte Malfoys scharfe Stimme sie zurück und Hermines Kopf ruckte unwillkürlich herum.

In sanfterem und zugleich siegessicherem Ton fuhr Malfoy fort: „Hier haben wir etwas, das zu Potter gehört. Seine Magie." Er wies auf die lange Narbe, die sich über seinen halben Brustkorb zog. Harrys Sectumsempra-Zauber, schoss es Hermine durch den Kopf. Sie schlug ihre Hand vor den Mund. „Beim Barte des Merlin…", murmelte sie. Kein Wunder, dass Harry das schlechte Gewissen sehr lange geplagt hatte. „…Wie…?", fragte sie atemlos, während Malfoy seine Robe wieder zuknöpfte. Sie konnte schwören, dass er sie absichtlich in Verlegenheit brachte.

„Potter hat mich bei einem Duell mit Dunkler Magie erwischt.", erzählte Malfoy beiläufig. Hermine hatte genug über diese Art der Magie gelesen um zu wissen, dass solche Narben wie Malfoys sehr lange die negativen Energien des Gegners in sich trugen.

Viele Narben, hervorgerufen durch Dunkle Magie, konnten noch nach Jahren schmerzen oder erneut aufbrechen, bis die Magie endgültig verblasst und verbraucht war. Malfoys Narbe war dunkelrot, noch nicht alt. Es bestand also eine gute Chance, einen Bruchteil von Harrys Magie zu finden. Ein Teil von ihm, er wäre zu finden. Malfoy trug einen Teil der Lösung seit Jahren mit sich herum, ohne dass er es realisiert hätte.